Neu hier mit unklaren Gelenkbeschwerden

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Bounty, 10. Januar 2026 um 09:13 Uhr.

  1. Bounty

    Bounty Neues Mitglied

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    Guten Morgen,
    ich bin Bounty, 29 Jahre alt, wohne im Rhein-Main-Gebiet und habe mich nach einiger Zeit des Mitlesens auch zum Anmelden entschieden. Es hat mir schon gut getan hier zu lesen, weil so eine freundliche und ermutigende Atmosphäre herrscht! Ich hoffe, ich kann auch dazu beitragen.
    Mein Bezug zum Thema Rheuma kommt ursprünglich von den Kiefergelenken her. Nach einer zweijährigen Odyssee an Ärzten und Schienen, hat eine MRT Aufnahme vergangenen Herbst zwei deutlich verkleinerte Gelenkspalte, entzündete Gelenkinnenhäute, Ergüsse und auf der rechten Seite eine fortgeschrittene Arthrose zu Tage gebracht. Spannend daran ist, dass ich von dem Befund links bis vor kurzem gar nichts gemerkt habe. Das war für mich immer meine „gesunde Seite“.
    Von Frühjahr 2023 - Herbst 2025 hatte ich ansonsten keinerlei Beschwerden an den Gelenken.
    Seit Oktober 25 tut mir allerdings die linke Hüfte weh. Der Schmerz wurde immer stärker, je mehr ich gelaufen bin. Auch hier MRT mit Befund: Erguss, kleines Ödem, beginnende Coxitis. Rechte Hüfte zeigt keinen Befund. Wegen des Kiefers bin ich zu dieser Zeit gerade bei der Rheumatologin vorstellig geworden. Sie hat Blutuntersuchungen in die Wege geleitet und mir einen Prednisolon-Stoß beginnend mit 20mg verordnet.
    Die Blutwerte sind alle unauffällig (RF12, keine Entzündungswerte, Anti-CCP >8). Ein leicht erhöhter ANA-Titer (1:320) lässt sich auf meine Hashimoto-Erkrankung zurückführen.
    Das Prednisolon hat eine geringfügige Besserung im Bein gebracht, aber keine Beschwerdefreiheit (auch nicht in den Kiefergelenken).
    Die Rheumatologin meinte, sie kann jetzt weiter nichts für mich tun. Sie empfiehlt mir eine Rheuma-Klinik für eine genauere Diagnostik, da sie von einem Zusammenhang der Befunde ausgeht (ich interpretiere das so, dass sie eine rheumatische Erkrankung vermutet).

    Ich selbst stehe der ganzen Sache immer mal unterschiedlich gegenüber: mal interessiert, mal ängstlich, mal genervt. Irgendwie kommt es mir sehr unwahrscheinlich vor, dass es eine rheumatische Erkrankung sein soll, denn ich habe sonst keinerlei Symptome wie Morgensteifigkeit. Auch die lange Zeitspanne ohne weitere Gelenkbeteiligungen kommt mir komisch vor (2,5 Jahre zwischen Kiefer und Hüfte). Meine betroffenen Gelenke sind ja jetzt auch nicht gerade klassisch…
    Aber klar, die Entzündungen sind da, die Behandlungen schlagen nicht an, es gibt auch seronegative Formen etc.

    Was meint ihr? Hat jemand von euch auch eine Kiefergelenksbeteiligung? Freue mich auf den Austausch :)
     
  2. Mizikatzitatzi

    Mizikatzitatzi Bekanntes Mitglied

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    Bayern
    Herzlich Willkommen bei RO!

    Ich wünsche Dir hier viele gute Antworten auf Deine Fragen.

    Ganz liebe Grüße von

    Mizi
     
  3. Bounty

    Bounty Neues Mitglied

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    Beiträge:
    3
    Vielen lieben Dank, Mizi :)
     
  4. Manoul

    Manoul Bekanntes Mitglied

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    685
    Ort:
    östliches Ruhrgebiet
    Hallo @Bounty

    und willkommen hier im Forum.

    Ich lebe viele Jahre mit rheumatoider Arthritis.
    Bei mir sind zwar hauptsächlich die typischen Gelenke an Armen und Beinen betroffen, aber auch die Hüftgelenke und auch die Kiefergelenke melden sich im Schub schon mal mehr oder weniger.

    Es gibt zwar Gelenke die bei rheumatotider oder psoriaris Arthritis üblicher Weise betroffen sind, das schließt aber alle anderen Gelenke leider nicht grundsätzlich aus.
    Darüber hinaus gibt es ganz unterschiedliche Rheumaformen, die zwar ähnliche Symptome haben, aber doch recht unterschiedliche Ausprägungen haben können.

    Ich finde den Vorschlag deiner Rheumatologin recht zielführend, das Ganze mal in einer Rheumaklinik stationär abklären zu lassen. Dort sind alle notwendigen Untersuchungsmöglichkeiten vorhanden, um in kurzer Zeit alles abzuklären. Und ein qualifiziertes Ärzteteam, wie es in einer Fachklinik üblich ist, kann dich in der Regel aufgrund der Möglichkeiten vor Ort auch besser beraten, als ein einzelner niedergelassener Rheumatologe.

    So ein Klinikaufenthalt dauert meist nur ein paar Tage und damit es nicht langweilig wird, gibt es dort in der Regel auch direkt einige gute Therapieansätze in Form von Massagen, Wassergymastik, Physiotherapien usw.

    Um zeitnah Klarheit zu bekommen, wäre es sicher eine gute Idee, wenn du dich von deiner Rheumatologin in eine Fachklinik überweisen lässt.

    Mir hat das viel Klarheit gebracht und immer gut geholfen und zumindest weist du anschließend recht wahrscheinlich, ob es eine rheumatische Erkrankung ist oder nicht.

    Ich wünsche dir, dass es nichts reumatisches ist und du schnell wieder beschwerdefrei bist.

    Liebe Grüße und gute Besserung wünscht Manoul ;)
     
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