1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Neu hier, aber trotzdem schon in Sachen Rheuma ein alter Hase

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Mela1984, 18. Juni 2010.

  1. Mela1984

    Mela1984 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2010
    Beiträge:
    25
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Tübingen
    Hallo zusammen, auch ich möchte mich hier in diesem Forum als Neuling vorstellen. Ich heiße Melanie, bin 25 Jahre alt und bin Doktorandin an der Uni.
    Ich habe meine Gelenkprobleme schon seit ich 6 Jahre alt bin. Die erste Diagnose in Richtung Rheuma bekam ich aber erst mit 8. Da hatte ich aber schon eine Kniespiegelung und die Aussicht auf Rollstuhl hinter mir gelassen. Es folgte eine ziemlich verkorkste Jugend, mit vielen vielen Schüben, immer wieder neuer Medikation (die zähle ich jetzt nicht auf, schaut einfach links auf die Leiste bei Medikamente....) und vor allem immer dem verzweifelten Versuch, mich in eine Schublade zu stopfen: HLA-B27 negativ, ANA positiv, eine Mischung aus Morbus Bechterew, chronischer Polyarthritis, Lupus. Fakt ist aber, dass die Medikation ja im Prinzip immer ähnlich verläuft.
    Dann nach der Pubertät hieß es dann plötzlich: hurra, überstanden, das Rheuma habe sich verwachsen.

    Ich hatte auch wirklich dann ab meinem 18. Geburtstag keinerlei Probleme mehr. Hab dann auch mein Studium angefangen - quasi todesmutig: Geologie - im Gelände rumhirschen, Berge auf und ab klettern, Steine klopfen.... und dann kam das 3. Semester und mein Knie war wieder dick!

    Tja, durfte dann als "Sitzgeologin" noch mein Studium beenden und habe wiedermal eine Irrpfad durch neue Medikamente gemacht, war sogar für viele neue Sachen Versuchskaninchen, weil es einfach keine anderen Medikamente mehr gab, die ich noch nicht ausprobiert habe.

    Jetzt nehme ich noch genau 1 einziges Medikament: Enbrel! Und mir gehts super! Ich mache Sport, ich fahre Fahrrad, gehe Joggen, kann auch mal abends mein Radler trinken, und ich möchte hier allen mal Mut machen, dass man alles überstehen kann, wenn das Umfeld, die Freunde und die Familie zu einem stehen, und man sich an dem erfreuen kann, was man hat.

    Wer also ein paar Tipps oder Erfahrungsberichte haben möchte, der sei herzlich dazu eingeladen, mich zu löchern! Viele Grüße aus Tübingen, Melanie
     
  2. schusti

    schusti Mitglied

    Registriert seit:
    15. November 2009
    Beiträge:
    130
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland
    Hi Mela,

    so jung und schon so viel durchgemacht, willkommen hier. Dein Beitrag ist toll und macht Mut.
    Bis du, wie so viele andere hier, von Enbrel überzeugt?

    Ich selbst nehme MTX, kennst du sicher!

    Wünsche dir weiterhin alles Gute.

    LG
    schusti
     
  3. Mela1984

    Mela1984 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    18. Juni 2010
    Beiträge:
    25
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Tübingen
    Ja, also bisher kann ich über Enbrel nicht klagen. Meine Krankenkasse hat am Anfang zwar vorsichtig angefragt, wie lange ich diese teuren Medis denn jetzt nehmen werde, haben sich aber ziemlich schnell damit abgefunden, dass das erstmal als Basistherapie weitergeführt wird. Die rollen mir in der Apotheke immer quasi den roten Teppich aus, wenn ich reinkomme ;)

    MTX kenne ich, hatte ich erst in Tablettenform, mir wurde davon aber immer schlecht, weil man die ja nüchtern einnehmen sollte. War aber irgendwie psychisch bedingt. Bin dann auf die Spritzen umgestiegen, das ging dann deutlich besser. Habe auch Folsäure dazu bekommen, das half auch gegen die Übelkeit. Und VIEEEEEL Grünzeug essen half auch, komischerweise.
    Aber MTX hatte bei mir, obwohl ichs dann eigentlich recht gut vertragen habe, nichts geholfen - bei mir half bis dato immer nur am Ende die Holzhammermethode mit Kortison und Kniepunktion.