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Neu, geschockt und noch ohne Diagnose

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Overcome, 26. Januar 2012.

  1. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen,

    bin gaanz neu, sowohl im Forum als auch mit der Krankheit - welche es dann auch immer letztendlich ist.

    Bei mir fing es Ende Oktober an mit eher mäßigen Schmerzen in den Fingergrundgelenken für ein paar Tage. Dann war es wieder weg. Ich hab es auf die Tipperei im Büro geschoben.
    Kam wieder nach ein paar Wochen, dann schlimmer und ging nicht komplett weg.
    Seit Anfang Januar nahm es dann zu, die Wirbelsäule kam dazu, Zehen, alle Fingergelenke, ich konnte fest zugedrehte Flaschen nicht mehr öffnen. Wurde wieder besser aber es bliebt mehr Schmerz zurück, als davor. Aber ich konnte die Finger noch sehr gut bewegen - bis auf die Flasche

    Seit ein paar Tagen dann jeden Tag schlimmer, Finger sind dick, sämtliche Gelenke tun weh, morgens "wachen" die Hände irgendwie nicht auf - so richtig in die Puschen kommen sie den ganzen Tag nicht, tut ordentlich weh. Haare kämmen, Zähne putzen, Auto fahren oder einfach nur den Tisch decken....puuuuuh.
    Ach ja, und die Haut hat oft gejuckt und ich war sehr müde und schlapp.
    Heute war ich bei meiner Hausärztin - sie meinte, klingt sehr nach Autoimmunerkrankung eben eine der vielen "Rheumaformen". Hat Blut abgenommen und mir gleich Cortison, VitaminD und nen Magenschutz verpaßt, einfach weil die Schmerzen echt arg sind. Morgen sind die Blutwerte da und dann macht sie einen Termin beim Spezialisten - mit dem sie sowieso viel zusammen arbeitet und sich da auch fortbildet.
    Also ärztlich fühle ich mich recht gut aufgehoben.

    Ansonsten bin ich am Heulen und Sch.... schreien, bis geschockt verzweifelt und wahnsinnig wütend.
    Ich will das gar nicht haben. Bin ein einziges Nervenbündel. Meine Hausärztin hat mich sehr ermutigt und mir viel Hoffnung gemacht.
    Aber ich hasse Medikament und Krankheit und alles was damit zusammenhängt.
    Ich bin Mutter, berufstätig, sehr aktiv in meiner Freizeit - ich BRAUCHE meine Hände einfach andauernd und zwar voll funktionierend.

    Ging es jemand ähnlich, oder habt ihr es einfach hingenommen?
    Wie geht ihr heute damit um? Ist das ein besonders akuter Verlauf bei mir? Oder normal?
    Ich hab tausend Fragen, die anderen 998 heb ich mir mal auf :)

    Liebe Grüsse,
    Andrea
     
  2. Süpi

    Süpi Neues Mitglied

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    hallo over,

    erst einmal recht herzlich willkommen hier.
    zum verlauf kann ich leider nicht viel sagen. eine genaue diagnose ist ja noch nicht gestellt. vielleicht ist es auch was anderes z.B. yersinien lassen sich anfangs wohl doch recht gut behandeln.

    deine seelische verfassung kann ich jedoch sehr gut nachvollziehen. ich denke jeder hier hat das mehr oder weniger auch durchmachen müssen.
    es ist schwer eine autoimmunkrankheit zu akzeptieren, aber letztendlich ist man doch gezwungen das ganze zu akzeptieren und sein leben darauf einzustellen, wenn man sich nicht nervlich kaputt machen will. für mich war das ein lernprozess, auch heute habe ich noch phasen, wo ich seelisch am boden bin, weil die ständigen schmerzen zermürbend sind (habe nur leichte bis mittelmäßige schmerzen, aber dafür jeden tag).

    wenn man deinen post liest, bekommt man das gefühl, dass du in guten ärztlichen händen bist, das glück haben leider nicht viele. Also vertrau deiner ärztin, mit viel glück kannst du unter medikamentöser einstellung eine remission erzielen oder zumindest eine besserung. Höre auf deinen körper, der sagt dir ziemlich schnell was ihm zuviel ist und gönn dir ruhepausen.

    sicher bekommst du hier noch fachkundigere auskünfte

    liebe grüße und lass den kopf nicht hängen, es geht immer weiter irgendwie
     
  3. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank

    Hallo Süpi,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Eigentlich bin ich nicht der Mensch, der sich von Umständen lenken und leiten läßt.
    Und irgendwie habe ich nicht vor, mein Leben einer Krankheit anzupassen.
    Aber ich weiß auch, dass es unter Umständen sein muss.
    Klar, irgendwann muss man es akzeptieren.

    Im Moment bin davon aber irgendwie noch Lichtjahre weg.......
    Vielleicht braucht es ein paar Tage, sich zu setzen.

    Liebe Grüße, Overcome
     
  4. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Liebe Andrea,
    willkommen hier im Forum!!
    Deine Schilderung erinnert mich an meine erste Zeit als Rheumatiker.
    Finger-und Zehengelenke bildeten auch bei mir den Anfang.
    Und ich verstehe auch, dass du jetzt voller Angst bist. Wer möchte schon gerne chronisch krank sein?
    Aber jetzt gilt es erst einmal, Ruhe zu bewahren.
    Warte zunächst die Untersuchungen beim Spezialisten ab. Es gibt Rheumaformen (Reaktive Arthritis), die durch Infektionen entstehen und bei rechtzeitiger Behandlung
    ausheilen können.
    Mach dich nicht verrückt und versuche es zu nehmen, wie es kommt. Auch extremer Stress kann ein Auslöser für rheumatische Beschwerden sein.
    Ansonsten ist Rheuma in der heutigen Zeit schon recht gut zu behandeln.
    Ich drück dir die Daumen, dass du schnell eine Diagnose und Linderung bekommst.
    Na und deine 998 Fragen kannst du ja dann der Reihe nach stellen, hier wird sich immer eine Antwort finden.
    Denk dran, du bist nicht allein!

    Ganz liebe Grüße vom Bienchen
     
  5. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Interessant!!

    Liebe (s) Bienchen :),

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Das mit der Infektion hatte ich total vergessen zu schreiben vorhin, vor lauter Aufregung.
    Meine Ärztin hat mir gleich eine Überweisung zum HNO ausgestellt, weil ich schon lange an chronischer Tonsilitis leide. Also auf deutsch, die Mandeln sind sehr oft eitrig - wobei leiden da echt zuviel gesagt ist, es läuft schmerzfrei ab, daher bisher auch noch keine Indikation seitens der Kasse (und auch von mir) die entfernden zu lassen.
    Aber sie meinte, jetzt stehen die Chancen ganz gut und beim Zahnarzt soll ich mir auch mal alle Zähne röntgen lassen um zu schauen, ob es da einen Herd gibt.

    Mittlerweile bin ich etwas ruhiger. Ich habe einen tollen Freundeskreis und wurde mit Anrufen und Mails, viel Ermutigung Unterstützung und Gebet beschenkt - das tut einfach gut.

    Auch vielen Dank für Deine Worte, es tut wirklich gut, zu wissen, dass man nicht allein ist und vor allem die Möglichkeit zu haben, sich mit Menschen auszutauschen, die auch betroffen sind.

    Liebe Grüsse,
    Andrea
     
  6. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Cortison schlägt schon an

    Guten Morgen :vb_redface:

    heute Morgen geht es mir schon wesentlich besser. Ich kann mit den Händen schon wieder fast alles machen mit nur wenig Schmerzen, bis keine - je nach Bewegung.
    So konnte ich ohne Probleme Frühstück machen - das war nach der Plage gestern so gut!

    Nur eine Faust machen, das klappt gar nicht - so bißchen steif und dick sind die Finger schon.

    Meine Tochter sitzt jetzt schon im Bus und ist auf dem Weg in die Schule. Ich arbeite gerade ein paar Mails ab, die heute Nacht aufgelaufen sind und um 9 Uhr mach ich Feierabend.

    Gestern habe ich hier noch quergelesen und bin in einem Thread gelandet, in dem Leute berichten, denen es gut geht, also wo die Therapie gut angeschlafen hat, bis dahin, dass sie nichts mehr nehmen müssen.

    Das hat total gut getan, davon zu lesen.

    Liebe Grüsse,
    Andrea
     
  7. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Hallo Andrea!

    Herzlich Willkommen hier - auch wenn der Grund kein schöner ist!

    Wir können dich hier alle gut verstehen - bei allen fing es so an. Jeder war geschockt von den Schmerzen und der Aussicht auf eine chronische Krankheit mit ungewissem Verlauf.

    Letztendlich hilft nur, in die Medizin zu vertrauen - und die Krankheit zu akzeptieren. Es wird vermutlich immer ein Auf und Ab geben ... und die Chancen stehen gut für ruhige Phasen, die man dann besonders zu schätzen weiß.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du mit allem gut klar kommst und dass die Krankheit bei dir einen friedlichen Verlauf nimmt.
     
  8. florenceHB

    florenceHB Mitglied

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    Hallo Andrea,

    in ziemlich genau der gleichen Situation war ich vor einem halben Jahr auch. Nach einer gerade ausgeheilten Sehnenscheidenentzündung fingen plötzlich diverse Gelenke an grundlos nach und nach wehzutun. Erst die Handgelenke, dann beide Knie, Sprunggelenke und diverse Finger. Meine Hausärztin schickte mich zunächst (da waren nur die Hände betroffen) zum Orthopäden, der es auf Überlastung schob. Als dann zu den Gelenkbeschwerden später noch grippeähnliche Symptome dazu kamen hat sie einen Bluttest gemacht und mir sofort hochdosiert Cortison verschrieben und mir eine Überweisung zum Rheumatologen in die Hand gedrückt. Das Cortison wirkte innerhalb von ein paar Tagen und der zunächst geäußerte Verdacht auch rA (rheumatoide Arthritis) hat sich letztendlich bestätigt.
    Genau wie du hat es mich am schlimmsten an den Händen betroffen und ich war mehr als frustriert (um es Milde auszudrücken). Es ging eine Weile fast gar nichts: keine Arbeit, kein Haushalt, kein Garten.... Ich kann dich wirklich gut verstehen. Inzwischen bin ich auf ein Basismedikament eingestellt und schleiche das Cortison langsam aus. Meinen Händen geht es inzwischen wieder ganz gut, aber schwere Gartenarbeit und einige Sportarten werden wohl in Zukunft Tabu sein... schnief....
    Was mir gut getan hat, ist das mich meine Hausärztin im Herbst erst mal aus dem Verkehr gezogen hat (AU). In den letzten Monaten konnte ich mich dann ein wenig erholen. Demnächst geht es zur Reha und dann möchte ich auch irgendwann wieder arbeiten, da mir langsam die Decke auf den Kopf fällt.

    Freue dich, das deine Ärzte so schnell reagiert haben, wenn es tatsächlich eine rheumatische Erkrankung ist, kann man da im Frühstatium viel machen und es bleibt dir (und hoffentlich auch mir) ein langer Leidensweg erspart bleibt.

    Deine vielen Fragen kannst du hier problemlos los werden, du wirst eigentlich immer eine Antwort bekommen.

    Liebe Grüße

    florence
     
  9. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Zu früh gefreut.......und Schmerzmitteltips?

    ...ich dachte ja, heute morgen - hurra es klappt alles prima und habe mal schön losgelegt, aber schon nach 10 Minuten kam die Quittung und die Finger taten sehr weh. Und sie sind so schwach - das war gestern noch nicht so. Ich hab fast keine Kraft.
    Meine Ärztin rief an, nur die BSG ist mäßig erhöht (30 zu 60) der Rest des Blutbildes ist perfekt. Wobei sie meinte, dass komme durchaus vor, dass weder CRP noch Rheumafaktor erhöht sind.
    Sie hat für mich beim Rheumatologen angerufen - im Moment sind die so voll, dass man in etwa ein halbes Jahr warten muss. Mit viel Betteln hat sie einen Termin am 28.3. rausgeschlagen. Das sind noch zwei Monate......das ist doch echt zu lang!!!
    Aber sie meinte, dass ist leider so, arg viel früher werde ich nirgends etwas bekommen.
    Jetzt verdoppeln wir das Cortison auf 40 und schauen, wie es mir damit geht. Sie meinte, Ziel wäre schon, dass ich einigermaßen schmerzfrei bin. Montag soll ich anrufen und ihr sagen, wie es mir am Wochenende damit ging.

    Eine Frage - gibt es Schmerzmittel, die euch helfen? Die gängigen (Ibuprofen und Novalgin - was ich so bei Bedarf im Haus hab) helfen leider gar nicht.

    Liebe Grüsse von einer im Moment ziemlich traurigen Andrea (Stimmung wechselt gerade stündlich)
     
  10. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Liebe Gertrud und Florence

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Es ist einfach sehr sehr wohltuend, sich mit Menschen auszutauschen, die wissen und nachvollziehen können, wie es einem geht.
    Mein Freundeskreis reagiert sehr süß und lieb und sind für mich da, aber ich merke jetzt schon, sie können es nicht nachvollziehen. Am schlimmsten ist es wohl derzeit für meine Tochter. Für sie hoffe ich am meisten, dass alles bald wieder geht.
    Also vor allem kochen und so. Ist doch doof, wenn sie aus der Schule kommt und es steht nichts Gescheites auf dem Tisch.

    Apropos - sie kommt gleich - nachher werden wir mal einkaufen gehen und zumindest fürs Wochenende werde ich mich wohl ein wenig mit Fertiggerichten eindecken müssen.

    Liebe Grüsse,
    Andrea
     
  11. tweennies

    tweennies Neues Mitglied

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    hallo ich habe meine diaknose seit okt. 2010 ich habe das sharp-syndrom. mir geht es leider heute noch so, da medikamente entweder nicjt helfen oder ich sie nicht vertrage. jetzt warte ich auf die freigabe der krankenkasse für neues medikament. aber mir ging es genau so. vielleicht schaust du mal nach welche klinik zuständig ist. vielleicht geht es dann schneller.
     
  12. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Ach, Andrea - das ist doof mit dem Termin! Ich finde es unmöglich, dass man Schmerzpatienten so lange auf einen Termin beim Facharzt warten lässt.

    Mit dem Cortison ging es mir auch immer so, dass es nur anfangs zu wirken schien - aber nach 1 bis 2 Tagen schon nicht mehr. Vermutlich ist meine Dosis (15 mg) dazu auch zu niedrig, sie soll eigentlich auch nur den Beginn der Basis-Therapie begleiten und die Zeit überbrücken, wo sie nicht wirkt.

    Schmerzmittel sind auch nicht so einfach zu finden. Früher dachte ich immer, dass es schon irgendwie was geben wird .. aber so einfach ist das leider nicht. Manchmal muss man einige ausprobieren ... und manchem bringt es auch nur was, wenn man 2 miteinander kombiniert.

    Man muss auch aufpassen, dass man sich - gerade mit Diclofenac und Ibuprofen - nicht zu sehr Magen und Leber belastet, vor allem, wenn man zu hohe Dosen nimmt.

    Ich wurde gleich mit Tramadol (Retard-Tabletten) und Metamizol (Novalgin) eingedeckt ... schmerzfrei war ich davon allerdings auch nicht und vom Tramadol bekomme ich Bauchschmerzen und Verstopfung.

    Sprech deine Hausärztin unbedingt noch darauf an - und versuche nicht, den Held zu spielen. Sonst bist du zu schnell psychisch am Ende. Man kann die Schmerzen ja nie isoliert betrachten .. hätte man sie z.B. nach einem Beinbruch, dann wüsste man, dass sie besser werden. Wir wissen aber, dass sie leider nicht so schnell besser werden - sondern im Gegenteil noch zerstörerisch wüten. Das versetzt einen eher in Panik - und das ist wieder natürlich auch nicht förderlich.

    Ach, alles ein Scheixxxx ... ich drücke dich mal :knuddel:
     
  13. florenceHB

    florenceHB Mitglied

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    Schmerzmittel

    Hallo Andrea,

    wie schon geschrieben ist das mit den Schmerzmitteln so eine Sache. Der Standard den du rezeptfrei in der Apotheke bekommst ist meist nicht ausreichend. Bitte deine Hausärztin unbedingt um was wirksames. Und lass dir auch gleich einen Magenschoner (Omeprazol o.ä.) dazu aufschreiben. Außerdem solltest du dir auch ein Calziumpräparat verschreiben lassen damit dir das Cortison nicht die Knochen kaputt macht. Wenn deine Ärztin das Calzium mit dem Hinweis auf das Cortison verschreibt musst du nur die Zuzahlung dafür bezahlen!!!!

    Der Tipp mit der Klinik ist auch gut. Ich habe meine endgültige Diagnose in einer rheumatologischen Klinik bekommen, das ging am schnellsten und während der 2 Wochengab es dann gleich noch jede Menge wohltuende Physiotherapie, Krankengymnastik und qualifizierte Ergotherapie dazu. Gerade von letzterem habe ich unheimlich profitiert!!

    Liebe Grüße und trotz allem ein schönes Wochenende

    florence
     
  14. Mutz

    Mutz Neues Mitglied

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    Hallo Overcome,

    erst einmal herzlich Willkommen hier bei uns. Lass bitte den Kopf nicht hängen. Gerade bei chronischen rheumatischen Erkrankungen und bei Chronischen Schmerzen ist negativer Stress extrem schädlich und kann wiederum Schübe auslösen.Ich kann mich den Anderen nur anschließen. Es wäre super, wenn Deine Hausärztin Dich direkt in eine Rheumaklinik einweist. Das geht am aller schnellsten und dort wird man Dich sehr gründlich auf den Kopf stellen und gleich mit einernBasistherapie beginnen. Außerdem gibt es gleichzeitig dort schon viele Therapien. Gerade auch Ergotherapie ist sehr wohltuend und wichtig und man lernt für den Alltag viel über Gelenkschutz.Wenn die normalen Medis nicht ausreichen, dann würde ich Dir raten, einen Schmerztherapeuten aufzusuchen. Sicher musst Du auch hier mit etwas Wartezeit rechnen. Man kann auch bei der Krankenkasse anfragen. Es gibt bei den meisten Kassen direkt eine Abteilung, die sich um frühere Termine für einen kümmern. Das klappt ganz gut.Du wirst sehen, sobald die Diagnose steht, geht es Dir besser, weil man sich dann nicht so hilflos fühlt und weiß, wie es nun expliziet weitergeht. Ich sitze seit einem schweren Verkehrsunfall vor 18 Jahren im Rolli und fand es auch sehr befremdlich, warum ich nun auch noch Rheumatoide Artritis habe, die auch noch vor zwei Jahren die Lunge befallen hat, woraus ein schweres Asthma resultierte. Und als dann noch vor zwei Jahren schwere Osteoporose und ein schon älterer Bruch des Wirbelkörpers festgestellt wurde, hab ich mich schon gar nicht mehr gewundert. Es kommt durch chronische Erkrankungen im Laufe der Jahre immer wieder was Neues dazu. Aber man macht sich irgendwann darüber nicht mehr fertig, weil es sowieso nicht zu ändern ist. Ich habe für mich auch wieder ganz neue Möglichkeiten gefunden, die mich ausfüllen und glücklich machen. Wenn man so krank ist, dann bekommt man auch einen ganz anderen Blick auf die Dinge und lernt, die kleinen Dinge im Leben wieder zu schätzen. Und es ist auch leider so, dass die meisten gesunden Menschen das irgendwann nicht verstehen können und sich evt. auch zurückziehen. Sei bitte nicht so traurig, mit viel Galgenhumor lässt sich die Krankheit am besten beherrschen. Scheue Dich auch nicht davor, evt. einen Psychologen aufzusuchen. Sie können einem wirklich helfen, eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen und einen wieder aufzubauen. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen für einen schnellen Klinikplatz und eine rasche Diagnose. Ich wünsche Dir ganz doll gute Besserung!Viele Grüße Mutz
     
  15. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Stimmt, Klinik ist nicht schlecht. Besonders, wenn die Beschwerden gleich so massiv sind.
    Bei mir fing es eher gemächlich an, erst eins, dann zwei, dann drei Gelenke und so weiter, dazwischen immer wieder beschwerdefreie Zeiten.
    Und ich hab mächtig Glück gehabt, bin recht schnell in eine Terminlücke gerutscht.
    Außerdem hat mein Orthopäde interveniert, der wusste bei meinen Wurstfingern nicht mehr weiter, Arthrose als Ursache konnte er nämlich nicht finden.
    Dazu hatte ich häufig so ein grippiges, fiebriges und schlappes Gefühl.
    Bei mir ist übrigens auch nur die Blutsenkung erhöht, mal mehr, mal weniger. Die Rheumawerte sind unauffällig.
    Aber meine Rheumärztin meint, dass das Gesamtbild und vor allem die sichtbaren Entzündungen ausschlaggebend sind.
    Ich denke, es gibt bestimmt viele Mischformen von Rheuma und auch welche, die noch relativ unbekannt sind.
    Dir stehen mit Sicherheit noch sehr viele Blutuntersuchungen bevor.
    Lass auch mal Vitamin D testen, es gibt hier merkwürdig viele Rheumatiker, die einen Mangel haben.

    Versuch dich zu entspannen und sei guten Mutes, dann bleibt die Arbeit eben liegen, na und?
    Wen es stört, der soll dich unterstützen!
    Ich habe auch einen Zusammenhang zwischen Stress und Rheumaschüben festgestellt, also versuch ihn besser zu vermeiden.

    Trotz allem ein schönes Wochenende wünscht das Bienchen :top:
     
  16. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Hallo Gertrud, BienchenSumm, Mutz, Tweenies und Florence

    Hey, es tut wirklich gut von euch zu lesen.
    Leider schnall ich hier noch nicht ganz, wie und ob ich auf einzelne Beiträge antworten kann.

    Klinik ist für mich nicht machbar wegen meiner Tochter.
    Ich werde am Montag mal in der Rheumaambulanz der Uniklinik anrufen und schauen, ob sich da was tut, bzw. das mit meiner Hausärztin besprechen. Wir haben eh ausgemacht, am Montag zu telefonieren, wie es über das Wochenende ging. Ich kann mir nicht vorstellen, jetzt 2 Monate bei 40 Cortison oder mehr zu bleiben - da sieht man doch aus wie ein Mond irgendwann....

    VitaminD habe ich gleich zum Cortison bekommen, war meiner Ärztin bekannt, dass es da zu einem Mangel kommt. Calcium soll ich über die Nahrung aufnehmen, wenn möglich und ich denke das geht. Wir werden das aber beobachten, bzw. sie.

    Heute war ich einkaufen mit meiner Tochter, das war so frustrierend. Ich hatte sogar Probleme, die Autotür zu öffnen, eigentlich ist es irre, dass ich überhaupt gefahren bin, weil ich das Lenkrad nicht richtig festhalten kann.
    Ich konnte das Waschmittel nicht aus dem Regal nehmen, es war zu schwer - ein sehr blödes Gefühl.

    Naja, aber ich finde langsam auch meinen Humor wieder. Und bin froh, dass mein Glaube mich trägt, sonst würde es mir echt den Boden wegziehen.

    Morgen ist meine Tochter auf einem Tagesausflug mit den Pfadfindern - da kann ich dann ein bißchen abschalten. Allerdings habe ich nebenher Bereitschaftsdienst und ich hoffe sehr, es ist nichts los.
    Eigentlich wäre ich den ganzen Tag auf einer technischen Schulung für Kamera und Ton. Nur leider kann ich die Kamera nicht führen.

    So, jetzt aber genug gejammert. :)
    Vielleicht ist es morgen schon besser.

    Liebe Grüsse, Andrea
     
  17. Overcome

    Overcome Registrierter Benutzer

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    Gaaanz viel Hoffung!!!

    Hallo ihr Lieben,

    okay, also das Wochenende war echt schlimm von den Schmerzen her. Ich konnte auch kaum laufen, auf einmal waren es nicht mehr nur die Hände sondern irgendwie alles.

    Aber jetzt kommt die Nachricht des Tages.......ich habe noch heute einen Termin beim Spezialisten. Ich hab selbst dort angerufen, die Sprechstundenhilfe war so lieb, ich musste da echt heulen am Telefon.
    Ich hab ja mit allem gerechnet, aber nicht mehr mit heute.

    Unendlich dankbar bin ich für meinen Freundeskreis und meine Gemeinde. Die tragen mich und meine Tochter da richtig durch.

    Ich erzähl euch, wie es war.
    Liebe Grüsse,
    Andrea
    Andrea
     
  18. Chemofresser

    Chemofresser Registrierter Benutzer

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    Nur Mut

    Hallo Andrea

    Ich bin auch neu hier im Forum.
    Nach der Diagnose hatte ich Halt bei meiner oder in meiner Frau,sie steht mir mit Rat und Tat zur Seite Toll diese Frau.
    Nun ich hatte immer gedacht das die Schmerzen von meinen BWS und HWS Schäden waren und nahm jahrelang Dicclo zuletzt Ibuprofen 600mg das war aber nichts um die Schmerzen einigermassen zu senken.
    Erst als ich durch Empfehlung der Praxis zu meinem Rheumatologen kam hatte ich Hoffnung.
    Für die Schmerzen bekomme ich täglich Accoxia die helfen ein bischen... vor 2 Jahren hatte ich unter südlicher trockener Sonne einen Rückfall zu Hause zurück wurde diagnostiziert entzündliches Rheuma und eine Therapie mit Humira40mg wurde eingeleitet,es war wie eine Wohltat ich freute mich schon auf die nächste Spritze lol,aber nach einiger Zeit fingen die Muskelverdrehungen wieder an die Gelenke verdickten sich die Füsse ebenso Autofahren war nur eingeschränkt wenn nicht sogar unmöglich.Ich konnte mich torsal nicht verdrehen mach das mal beim Autofahren und dann den einschneidenen Schmerz hmmm lecker.
    Ich will dir nur sagen es kann schlimmer kommen aber suche dir einen guten Arzt der deine Schmerzen versteht und nicht nur oberflächlich sieht.
    Klaus