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Nebenwirkungsmeldung durch Verbraucher ab 02.10.12

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Marie2, 3. Oktober 2012.

  1. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    ich könnte mir vorstellen, dass das ganz interessant sein könnte...lg marie


    Ab 02.10.2012 startet die Testphase für ein neues Internetangebot der zuständigen Bundesoberbehörden BfArM und PEI, mit dem direkt Verdachtsfälle von Nebenwirkungen (UAW) gemeldet werden können.

    Zugang zur Online-Meldung durch Verbraucher

    In der Testphase des gemeinsamen Projektes wird ein vereinfachter UAW-Meldeweg durch Patienten erprobt, um eine schnelle Erfassung und Analyse der Berichte zu ermöglichen. So sollen unbekannte Nebenwirkungen gegebenenfalls früher als bisher erkannt und, soweit erforderlich, Maßnahmen zur Risikominimierung eingeleitet werden.


    http://www.pei.de/cln_227/nn_154420/DE/infos/patienten/nebenwirkungsmeldung-verbraucher/nebenwirkungsmeldung-verbraucher-inhalt.html?__nnn=true
     
  2. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    Das wollte ich nochmal hochschubsen - Ist wirklich wichtig!
     
  3. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    ......und wird die Liste der "Nebenwirkungen" mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblich erweitern....ob das der Sache (insbesondere der Sache der "Compliance", also Therapiebereitschaft und -treue) wirklich dient, bleibt somit abzuwarten ;)
     
  4. käferchen

    käferchen Guest

    ... wenn ich mir die Beipackzettel der Medikamente durchlese(n würde) welche ich tagtäglich einnehme, was soll denn noch an Nebenwirkungen hinzukommen die dort nicht schon erwähnt sind?

    Mittlerweile haben manche Beipackzettel die Grösse einer halben Tapetenrolle erreicht.....
     
  5. wotti

    wotti Mitglied

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    Tapetenrollen

    Haha ja da hast Du recht. Man mag sich das erst garnicht antun mit dem durchlesen:eek::eek:

    wotti
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    das kann schon sein, aber was nutzt die beste compliance wenn der patient dann
    später an einer unbekannten nw leidet, im schlimmsten fall verstirbt?
    das pei und bfarm werden gute gründe dafür gehabt haben (siehe text unten), zudem werden die meldungen ja nicht ungefiltert verarbeitet.

    ziel sollte doch wohl sein die patienten die schwere medikament nehmen zu schützen,
    indem nach unbekannten nw gefragt wird. und das schliesst auch unsere
    rheumamedikamente mit ein, die ja nun wirklich keine bonbons sind.

    es sollte besser niemand annehmen, dass die länge eines beipackzettels ein kriterium
    ist für die komplettierung von nebenwirkungen.

    aus bulletin zur arzneimittelsicherheit/2012/3-2012:
    Obwohl klinische Studien, die zur Zulassung eines Arzneimittels führen, strikten
    Standards unterliegen und die Studienergebnisse durch die zulassenden Behörden
    sorgfältig geprüft werden, können die Studien aus verschiedenen Gründen nicht alle
    Sicherheitsfragen adressieren. Zum einen ist die Zahl von Personen, die in die
    Zulassungsstudien eingeschlossen werden, im Verhältnis zu Patienten, die das
    Arzneimittel nach der Zulassung erhalten werden, meist relativ gering. In
    Zulassungsstudien werden im Allgemeinen einige hundert bis einige tausend Patienten
    untersucht, mit denen lediglich unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) erfasst
    werden können, die häufig oder gelegentlich auftreten. Seltene oder sehr seltene
    schwerwiegende UAW lassen sich mit dieser Anzahl behandelter Personen nicht
    regelhaft erkennen. Des Weiteren erfolgt die klinische Prüfung an einer hochselektierten
    Patientengruppe. Insbesondere Kinder und Schwangere werden üblicherweise nicht in die
    Untersuchungen einbezogen. Alte Menschen sind häufig unterrepräsentiert; Patienten mit bestimmten Begleiterkrankungen oder zusätzlicher Einnahme weiterer Arzneimittel
    werden meist nicht in die Studien aufgenommen. Dies hat zur Folge, dass für die
    beschriebenen Patientengruppen zum Zeitpunkt der Zulassung des Arzneimittels keine
    beziehungsweise wenig Erkenntnisse zur Sicherheit der Therapie vorliegen. Darüber
    hinaus ist die Dauer der klinischen Zulassungsstudien meist nicht lang genug, um
    sichere Aussagen zu Langzeiteffekten treffen zu können. Die Sicherheit eines
    Arzneimittels kann daher zum Zeitpunkt der Zulassung nicht abschließend beurteilt
    werden. quelle

    es hat schon seinen grund, dass es nach zulassung von medikamenten noch
    unbedenklichkeitsstudien gibt.

    insofern, julia123, danke!

    lg marie
     
    #6 3. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 3. Oktober 2012
  7. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Nicht aufregen, Marie2,

    es hat bekannterweise jede Medaille zwei Seiten ;)

    Zweifelsfrei gibt es zahlreiche mögliche, aber mindestens so viele gefühlte Nebenwirkungen; die werden mit solchen Meldungen sicher in erheblichem Umfang erfasst.
    Die lebensbedrohlichen Nebenwirkungen dürften übrigens eher selten von Betroffenen gemeldet werden; das liegt in der Natur der Sache.

    In einem wesentlichen Punkt hast du Recht: Compliance hilft nicht gegen Nebenwirkungen....

    Allerdings bedingen umgekehrt viele erwartete (egal, wie selten sie wirklich vorkommen) Nebenwirkungen eine ganz erhebliche Non-Compliance.
    Der so genannte Nocebo-Effekt ist (ebenso wie der Placebo-Effekt) wissenschaftlich mit erstaunlichen Ergebnissen erforscht worden.
    Es mag (und muss) jeder für sich entscheiden, wo seine Prioritäten liegen.

    Gruß, Frau Meier
     
  8. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    nicht die spur! ;-)

    ich hatte nur den eindruck, dass die wirkliche situation mit den nebenwirkungen
    nicht so bekannt ist (du bist nicht gemeint ;-)), und deshalb den auszug eingestellt.

    wie ich schon schrieb, die meldungen werden sicher nicht ungefiltert verarbeitet,
    und den weg in die gebrauchsanweisungen werden m.e. nicht soo viele finden.
    dass der einwand der lebensbedrohlichen meldungen kommt war klar ... g
    es ist ja nur ein angebot der beiden institute, ich find's gut, jeder hat seine meinung,
    das ist ja auch richtig so, und ehrlich gesagt, von unterschiedlichen meinungen lebt ein thread!

    nach einer nacht mit einer mir unbekannten nebenwirkung leicht erschlagen,
    vielleicht ist eine der unbekannten nw des cortisons mörderisches schnarchen ;) marie
     
    #8 4. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 4. Oktober 2012
  9. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo,
    kann das irgendwie festgetackert werden,
    so wie das "Schmerztagebuch"?

    Ich denke, ich werde mich sonst nicht immer an diese Seite erinnern......
    LG Juliane.
     
  10. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe juliane,

    voraussichtlich morgen kommen 2 threads mit gebrauchsanweisungen
    zu den biologicals und zu den klassischen langwirksamen antirheumatika,
    und begleitmedikamenten der user dazu. ich kann den link zum formular beim
    paul ehrlich institut unten drunter setzen, dann findet es sich leicht wieder ;-)

    lg marie
     
  11. käferchen

    käferchen Guest

    Hallo Zusammen,

    was muss wo festgetackert werden?
    Als mündiger Bürger der in der Lage ist sich in der Apotheke eine Packung Aspirin, Parcetamol, Ibuprofen etcetcezc......zu kaufen,
    kann er wohl auch sich den Beipackzettel der ihm verordneten Medikamente durchlesen......

    Wer Medikamente wie Biologica einnimmt, wird sehr wohl auf eventuelle Nebenwirkungen aufgeklärt....

    Verstehe die ganze Diskussion nicht
    Gruss-Käferchen
     
  12. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hallo Käferchen,

    dem kann ich nicht zustimmen,

    ich wurde von meiner Rheumatologin nicht über die Nebenwirkungen mündlich aufgeklärt, ich habe lediglich eine Patientenaufklärung bekommen die ich mir auch durchlesen "musste".... Aber... ich lesen sowieso IMMER die Beipackzettel! Ich finds enorm wichtig!

    LG Kristina


     
  13. Gabi12

    Gabi12 Neues Mitglied

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    An Käferchen,

    ich kann Kristina cux. auch nur zustimmen.

    Ich bekam auch nur ein Info-blatt über Enbrel für "den Arzt" (f. Hausarzt) u. "den Patienten". Es gab keine persönliche Aufklärung. Kein Wort über irgendetwas. Das war beim Leflunomid genauso. Mein Doc "erledigt" nur noch das allernötigste...
    Ich lese die Beipackzettel auch immer, oft auch noch mal nach einigen Tagen u. Wochen, um nichts zu übersehen.

    LG
    Gabi