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Nebenwirkungen Ibuprofen

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Tobias123, 7. Januar 2013.

  1. Tobias123

    Tobias123 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    nachdem mir heute mal wieder beim Mittagessen schlecht geworden ist (ich bekomme dann plötzlich nichts mehr herunter und anschließend habe ich einen Brechreiz) wollte ich mal wissen, ob man die Nebenwirkungen durch eine andere Einnahme der Medikamente evtl. reduzieren kann.
    Momentan nehme ich morgens und abends direkt nach dem Essen eine 'Ibuflam 800 retard' und außerdem eine Stunde vor dem Abendessen eine Magen-Tablette.

    Wäre es vielleicht sinnvoll die Magentablette zu einem anderen Zeitpunkt zu nehmen (mittags)? Leider hatte mir der Arzt nur gesagt "vor dem Essen"...
    Würden Kapseln statt Retard-Tabletten evtl. besser verträglich sein?

    Viele Grüße
    Tobias
     
  2. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Pillen

    Hallo Tobias,

    ich hab nicht viel Ahnung, doch meine Magentablette nehme ich morgens vor dem Frühstück. Auf Anweisung des Arztes.

    Toi. toi, toi für Dich
     
  3. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Hallo Tobias,
    was ist denn deine Magentablette? Von dieser Sorte gibt es nämlich so einige.
    Die einen sorgen für eine kontrollierte Bewegung und andere hemmen Vorgänge im Magen(um es salopp auszudrücken).
    Von daher wäre es nett den Wirkstoff oder das Medi einmal zu benennen.
    Jedoch gehe ich bei deiner Aussage davon aus das du einen PPI nimmst wie Omeprazol oder Pantoprazol. Wenn dem so ist, dann versuche die Tablette morgens vor dem Frühstück zu nehmen oder den Anbieter des Ibus zu wechseln. Ibu ist nicht gleich Ibu, auch wenn der Wirkstoff der Gleiche ist.
    LG
    Waldi
     
  4. Tobias123

    Tobias123 Neues Mitglied

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    Hallo Pi, hallo Waldi,

    vielen Dank für eure Antworten :)
    Es handelt sich um Pantoprazol. Ich werde ab morgen die Tablette vor dem Frühstück ausprobieren und mal schauen was passiert.
    Ich habe auch zwei Ibuprofen-Medikamente hier. Einmal Ibuflam und einmal Ibuprofen von Hexal. Bei mir ist noch alles etwas 'frisch' und der eine Arzt hat mir das eine, der andere Arzt das andere Medikament verschrieben bis ich einen Termin beim Rheumatologen bekomme.

    Viele Grüße
    Tobias
     
  5. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @hallo thomas

    versuche die magentableten am besten morgens, kurz nach dem aufstehen mit einem glas wasser zu nehmen. dann hast
    du bis zum frühstück etwas zeit und die tablette kommt da an wo sie soll.
    (...)3.1 Art und Dauer der Anwendung
    Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut als Ganzes zusammen mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) vor einer Mahlzeit
    (die erste Dosis vor dem Frühstück, ggf. die zweite Dosis vor dem Abendessen) ein (...)
    http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel-information-Pantoprazol-NYC-40mg-Magensaftresistente-Tabletten-AA4605.html

    nach dem essen dann das ibu. falls sich die symptome nicht bessern, kannst du das ibu teilen und im abstand von 4 stunden
    je 400mg nehmen. hilft das auch nicht, spätestens dann zum arzt. warte aber nicht länger als 14 tage.

    ggf.verordnet der doc eine andere sorte ibu oder einen anderen magenschutz oder sogar ein anderen NSAR.

    grüße vom sauri
     
  6. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Ich denke das @saurier das Wichtigste hierzu geschrieben hat. Persönlich handhabe ich es auch so, dass ich nach dem aufstehen die Pantoprazol und das Sulfasalazin nehme wegen dem Abstand zur Mahlzeit.

    WICHTIG! Auch wenn es sich beim IbuFlam um eine Filmtablette handelt, so ist diese teilbar und sogar mörserbar. Handelt es sich aber um die 800mg retard Tablette, so ist diese nur in 2 gleiche Hälften teilbar(lt. Gelber Liste Pharmindex).

    Ansonsten halt dem Doc noch einen Besuch abstatten.

    LG
    Waldi
     
  7. Tobias123

    Tobias123 Neues Mitglied

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    Heute ging es mir relativ gut, nachdem ich die Pantoprazol-Tablette direkt nach dem Aufstehen eingenommen hatte. Ich hoffe es war kein "Zufall" und ich kann erst mal so weiter machen. :)

    Ja, einen Termin habe ich schon. Ich brauchte nur mal einen schnellen Rat zum Überbrücken der Zeit.

    Was mich noch mal interessieren würde - sind 2x800mg Ibuprofen eigentlich eine "normale Dosis", oder nimmt der durchschnittliche Morbus Bechterew Patient weniger / mehr? Ich kann noch nicht einschätzen, ob mich mein neues Hobby stark oder weniger stark getroffen hat.
    Generell bin ich am übelegen, ob ich überhaupt 2 Tabletten benötige. Ich hatte eine Woche lang mit einer Tablette am Abend angefangen, bin aber dann zu meinem Arzt, da ich nachmittags/abends ein sehr unangenehmes Gefühl wie "starken Muskelkater" hauptsächlich unter den Schulterblättern hatte. Daraufhin habe ich zwei Tabletten verschrieben bekommen.
    Jetzt mit zwei Tabletten ist es aber genau so wie vorher, außer dass ich vormittags extrem müde bin und erst gegen Mittag "voll da" bin - vielleicht von der morgendlichen Tablette.

    Ist es ratsam ohne Rücksprache mit dem Arzt einfach mal zur Probe die Tablette am morgen wegzulassen, oder sollte man (aus welchen Gründen auch immer) keine Experimente mit Ibuprofen machen? Meine Vermutung ist, dass ich evtl. mit einer Tablette (so wie es eigentlich zunächst gedacht war) gar keine Verschlechterung erfahre und dafür mit weniger Nebenwirkungen kämpfen muss. Ich würde das, sofern es nicht bedenklich ist, gerne für vielleicht 1-2 Tage ausprobieren und dann bin bis zum Arzttermin die aktuell verschriebene Dosis weiter nehmen.

    Viele Grüße
    Tobias
     
    #7 8. Januar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 8. Januar 2013
  8. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Keine Selbstversuche

    Hallo,
    also 800mg 2x am Tag sind so die Hälfte der Maximaldosis. Das man davon benommen sein kann ist möglich. Hier lautet die Devise abwarten ob sich dies wieder gibt oder einen anderen Entzündungshemmer.
    Beim MB gibt es leider keinen durchschnittlichen Patienten. Jeder bekommt seine individuelle Therapie zugeschneidert. So bekomme ich Remicade + Sulfasalazin + Arcoxia und du das Ibuprofen. Es hängt auch viel davon ab, wie es einem so geht und wie stark die Aktivität des MB ist. Von meiner Warte aus, sehe ich es so, dass du gut bedient damit bist wenn das Ibu ausreicht den MB im Zaum zu halten. Am Ende meiner Diagnostik ging es mir so bescheiden, da auch der Darm Probleme machte und ich aller paar Tage flach lag. Auf diese Zeit kann ich gut verzichten. Ein Bekannter der ebenfalls MB hat, hat Probleme mit den Augen was auch zum MB gehören kann. Also von daher kannst du dich glücklich schätzen:top:

    Das Ibu ist nicht unbedingt ein extrem stark wirksames Medi. Dennoch solltest du keine Experimente damit veranstalten ohne den Doc dazu zu befragen. Denn 800mg mehr oder weniger sind schon eine Hausnummer. Andererseits kann das Ibu mit dazu beitragen, die Verknöcherung der WS aufzuhalten. An meiner WS sind im BWS Bereich schon solche Anbauten an den Wirbelkörpern. Dies führt nun dazu das ich in diesem Bereich beweglichkeitsmäßig eingeschränkt bin.

    Dann noch ein Wort zur Müdigkeit. In meiner besten Zeit war ich oft so sehr von Müdigkeit geplagt, dass ich einfach eingeschlafen bin. Erst war ich unerträglich müde und dann zog es mir die Augen zu, egal wo ich war. So bin ich mal beim grillen einfach eingeschlafen. Vieleicht hängt diese Müdigkeit auch bei dir mit der Erkrankung zusammen.

    LG
    Waldi
     
  9. Tobias123

    Tobias123 Neues Mitglied

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    Hallo Waldi,

    ich muss sagen, dass ich mehr "vor dem was noch kommt" Angst habe, als dass ich mich über die vorhandenen Schmerzen beklage.
    Immerhin habe ich nachts kaum noch Probleme. Aber vielleicht ist bei mir ja schon der Schub vorbei und das beste kommt erst noch? Ich kann das alles noch nicht einschätzen.
    Jedenfalls ist momentan sehr viel Dynamik mit im Spiel - und das macht mir richtig Angst. Gerade in den letzten Tagen habe ich hier noch geschrieben, dass ich uneingeschränkt Sport treiben kann und dabei mehrfach die Woche bis an meine Leistungsgrenze gehe. Und heute ist es ganz unerwartet passiert: Ich musste nach 20 Minuten den Kurs verlassen, da ich unverhältnismäßig viel geschwitzt habe, meine Kondition im Keller war und - hier mache ich mir Gedanken: meine linke Kniekehle leicht angeschwollen ist. :(
    Schon wieder eine neue Erfahrung - dabei habe ich mich heute morgen richtig gut gefühlt (geringe Morgensteifheit, nur hier und da mal ein Zwicken bei der Morgengymnastik). Noch nie hatte ich in der Kniekehle so ein "Knoten" (evtl. ein geschwollener Lymphknoten?). Und was das nun wieder für mich bedeutet - keine Ahnung.

    Ebenso "kribbelt" mein Rücken, insbesondere unter den Schulterblättern tagsüber. Teilweise fühlt es sich wie ein starker Muskelkater an und ist sehr unangenehm. Im Liegen verschwindet dieses Gefühl nach einiger Zeit.

    Jeder Tag bringt neue Überraschungen - meistens weniger gute.

    Vielleicht reichen nächste Woche drei Ibuprofen 800 nicht mehr aus? Ich habe keine Ahnung, ob dieser Zustand in dem ich mich befinde schon der "volle Ausbruch" der Krankheit, oder erst der "milde Anfang" ist.
    Das zermürbt mich gerade und macht mich depressiv.


    Genau das habe ich 1x-2x täglich. Auf der Arbeit ist das fatal und ich muss mich so sehr zusammenreißen, dass dadurch meine Freude an der Arbeit verloren gegangen ist. Hauptsache den Tag "überleben".
    Falls das Ibuprofen hier eine Rolle spielt, hätte ich noch die Hoffnung, dass evtl. andere Medikamente diesen Effekt nicht so ausgeprägt zeigen.

    Viele Grüße
    Tobias
     
  10. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Hallo Tobias,
    bleib lieber relaxt und suche nicht bei jedem Zwicken eine Verbindung zum MB herzustellen. Die Verläufe sind so verschieden, dass man nie sagen kann wie es weitergeht. Vieleicht hast du auch das Glück und der MB kommt zum Stillstand. Sei froh das es dir so geht und du fast keine Einschränkungen hast. Ob du nächste Woche im Bett liegst weil du einen heftigen Schub hast, kann dir niemand sagen. Genausowenig wie wenn man dahingehend spekulieren würde ob nächste Woche ein Herzkasper kommt.

    Was ich bis heute nicht verstehen kann, ist die Tatsache das Freizeitsportler bis an ihre Grenzen gehen. Das dies nicht ungefährlich ist, kenne ich hier aus dem Leistungszentrum für Wintersport. Dort werden die Athleten ständig, auch während des Trainings, kontrolliert mittels Laktattest usw. . Und selbst unter dieser Aufsicht gibt es ausreichend Sportler die es dauerhaft nicht aushalten. Von den durch das Training ruinierten Gelenken gar nicht erst zu sprechen.
    Wenn man an einer Krankheit leidet, die an sich den Körper schon belastet, sollte man Extreme meiden.

    Das kribbeln klingt wie eine Nervenreizung oder so. Ich denke das du hier entweder falsch trainiert oder den Muskel überlastet hast.

    LG
    Waldi
     
  11. Tobias123

    Tobias123 Neues Mitglied

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    Hallo Waldi,

    Ich hatte auch Bedenken und hatte diesbezüglich meinen Arzt gefragt. Er meinte nach etwas zögern, dass ich ruhig an meine Leistungsgrenze gehen kann. In dem Buch "Morbus Bechterew - Der enzündliche Wirbelsäulenrheumatismus" habe ich ähnliches gelesen.

    Daher wollte ich es erst mal probieren. Beim Sport, insbesondere beim "auspowern" wird Stress augebaut und Glückshormone werden produziert. Das hat einen positiven Effekt; insbesondere auf die Psyche - das kann ich gerade gut gebrauchen.
    Natürlich soll man seine Gelenke schonen, aber die Kondition kann man ruhig mal an ihre Grenzen bringen und eine richtige Technik vermeidet Probleme.

    Viele Grüße
    Tobias
     
  12. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Das Sport helfen kann Stress abzubauen ist schon richtig. Und ich habe auch prinzipiell nichts gegen Sport, wenn ich jedoch hier so sehe was so abgeht ... da ist Sport schon fast wie eine Droge. Aber ich denke das es hier viel der Zeitgeist mitsichbringt ähnlich der mit den Diäten.
    Das Buch kenne ich selbst nicht. Scheint aber schon älter zu sein(2.Auflage 1998) und von daher aus meiner Sicht weniger brauchbar. Es ist halt schon eine lange Zeit für den Bereich Wissenschaft. Ich glaube das dort von Biologicals noch geträumt wird bzw. sie in den Kinderschuhen stecken. Soweit ich aktuell weiss war Remicade der erste TNF-Blocker und bekam 1999 die Zulassung in D. Was ich eigentlich sagen wollte, dass sich eben viel verändert hat. Und so manches was man früher für gut hielt ist heute obsolent.
    Totale Schonung ist nun auch nicht gut. Bewegung ist für Bechtis mit die beste Medizin um nicht zu versteifen. Ob die Belastung bis zur Grenze jedoch sinnvoll ist und den Verlauf günstig beeinflusst mag ich bezweifeln. Vieleicht sehe ich dies aber auch zu sehr aus meiner körperlichen Situation heraus. Denn bei dir scheint es ja noch ganz gut zu funktionieren, was ich von meiner Seite her nicht so sagen kann. Als ich heute mit dem Hund war, dachte ich kurz vor daheim, dass meine Beine schlapp machen. Und da war ich gar nicht so weit(ca. 1,5 km) im Spaziergang. Aber ich drücke dir die Daumen das es bei deinem MB nicht so ausufert und du mit dem Ibu noch lange zurechtkommst. Ibu könnte ich essen soviel ich könnte, aber helfen ... das war einmal.

    Gönne deinem Körper auch mal Ruhe zur Regeneration, denn wie ich schon schrieb belastet der MB den Körper(enzündungsbedingt).

    LG
    Waldi