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Nacht/Morgensteifigkeit des Körpers

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von NoraLisa, 3. Juli 2012.

  1. NoraLisa

    NoraLisa Neues Mitglied

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    hey!

    was mich interessieren würde ist:
    wie war das bei euch vor der therapie.
    bei mir ist es so dass ich nachts wenn ich mich umdrehe alles sticht, steif ist und schmerzt.
    ebenso morgens. alles ist steif, der ganze Körper.
    beschränkte sich das bei euch nur auf einzelne Bereiche?

    danke im Voraus!
     
  2. petsie

    petsie Mitglied

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    Hallo,


    das war vor der Therapie so und bleibt auch während der Therapie so. Es beschränkt sich bei mir nicht auf einzelne Bereiche sondern betrifft den ganzen Körper. Einzelne Bereiche sind manchmal etwas schlimmer betroffen, z.B. Bei Entzündungen der Sehnen.
     
  3. NoraLisa

    NoraLisa Neues Mitglied

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    auch während?

    aber sollten sich diese zustände nicht bessern?
    leidest du an cp?
     
  4. petsie

    petsie Mitglied

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    Hi,


    ja ich habe cp und noch ein myofasziales Schmerzsyndrom sowie 2 BSV. Zu der Basistherapie und dem Cortison nehme ich täglich noch Tramadol. Schmerzfrei und ohne Morgensteifigkeit gibt's bei mir seit Jahren nicht mehr. Einigen Rheumatikern soll es ja gelungen sein.
     
  5. Clara07

    Clara07 Aktives Mitglied

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    Hallo NoraLisa!
    Ich hab eine Mischkollagenose. Muskel- und Gelenkentzündungen machen bei mir die Morgensteifigkeit. Dazu kommt eine unterschiedlich ausgeprägte Muskelschwäche. Ja, leider werden auch Muskeln zerstört. Unterschiedliche Nervenbeteiligung/Polyneuropathien. Manchmal auch mehr Organbeteiligung als gewöhnlich.
    Ich hab Jahrzehnte auf Behandlung warten müssen, obwohl die Diagnose feststand. Ach ja, das "böse" Cortison und Hydrochloroquin, sowas kann man den Patienten doch nicht zumuten. :rolleyes:

    Mein Stufenschema vor der Medikation:
    An guten Tagen hab ich mich morgens eine Stunde im Bett durchbewegt, gedreht, Muskeln angespannt, locker gelassen. Dann 30 bis 60 Minuten vorsichtig in der Wohnung bewegen mit Festhalten. Frühstücken, wenn ich schlucken konnte. Nach zwei Stunden hab ich mich auf den Wannensitz in der Dusche gewagt. Nach einer halben Stunde Gehen zur Arbeit war ich dann einigermaßen sicher auf den Beinen.
    An schlechten Tagen hab ich aufs Duschen verzichtet, bin mehr sitzend als gehend die Treppe runter und mit der Taxe zur Arbeit.
    An ganz schlechten Tagen lag ich stundenlang platt im Bett. Ich konnte die Bettdecke nicht heben. Ich konnte mich nicht umdrehen. Ich konnte mich nicht einmal aus dem Bett auf alle Viere fallen lassen. Die Ärzte, die mich damals ausgelacht haben, setze ich auf eine Stufe mit Herrn Mengele. Es ist schon ein seltsamer Humor sich zu feuen, wenn Patienten hilflos und unversorgt im Bett liegen.

    Danke, liebe Charitè. Mit Quensyl hab ich die ganz schlimmen Tage nicht mehr erleben müssen. Als ich zwei Jahre später noch Cortison bekam, konnte ich wieder mit den Öffentlichen zur Arbeit fahren. Morgensteifigkeit ist immer noch da, aber deutlich gemildert. Ich räkle mich 30 Minuten und steh dann sehr viel sicherer auf. Da die Krankheit fortschreitet und Organbeteiligung zunimmt ...:confused:. Ach ich hab ein paar Jahre sehr viel besser gelebt als zuvor. :)

    Bei Quensyl dauert es 4 Wochen bis 6 Monate, bis es sich im Körper angereichert hat und zu wirken beginnt. Cortison hat innerhalb weniger Tage geholfen.
     
  6. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo NoraLisa,
    Morgensteifigkeit ist ein typisches Symptom bei rheumatischen Erkrankungen. Bei mir ist sie mit den Medikamenten auf jeden Fall sehr viel leichter geworden, ganz ist sie nie vergangen. Und bei Schüben wird diese natürlich auf wieder heftiger, wenn ich den Schub medikamentös wieder im Griff habe, wird sie wieder leichter. Sie bezieht sich bei mir auf die meisten Gelenke. Cortison hilft da am schnellsten, die anderen Basismedikamente brauchen ihre Zeit, bis sich ihre Wirkung entfaltet.

    Viel Bewegung ist sehr wichtig und tut mir gut (kann ich aber nicht so ausüben, wie ich möchte, weil ich ziemlich bald sehr erschöpft bin). Alle Arten von statischer Belastung tun mir gar nicht gut, z. B. längeres Sitzen (am PC), längeres Stehen (beim Bügeln), natürlich auch längeres Liegen tagsüber (z. B. im Krankenhaus, da konnte ich nur mehr krumm laufen). Ich halte auch eine gute Matratze für sehr wichtig. Immer wenn ich auswärts übernachte und habe mein Bett nicht, kann ich vor Schmerzen nur schlecht schlafen und komme morgens auch dementsprechend daher. Bin froh, dass ich einen Job habe, bei dem ich viel laufen und mich viel bewegen muss (auch wenn ich daheim dann vor Erschöpfung nicht mehr viel schaffe).
    Alles Gute!
     
  7. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    spam mal wieder
     
  8. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Juliane:
    Meinst du die Werbung von vorhin?
    In anderen Foren ist Werbung unerlaubt, hab aber noch nirgends rausgelesen, ob das hier auch so ist und ob man das melden soll.
     
  9. Geschmackvoll

    Geschmackvoll Mitglied

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    Morgensteifigkeit

    die habe ich auch mal mehr und mal weniger. Früher war es ganz schlimm, aber mittlerweile nehme ich abends Arcoxia, damit es seine Wirkung bis morgens entfaltet, das hat mir geholfen :cool:

    Früher hab ichs morgens genommen und war morgens steif und abends mopsfidel (gemessen in Rheumawelt). Jetzt nehm ichs abends und komme morgens besser raus, bin aber abends wie erschlagen. Ich kann mir also aussuchen, welche Tageshälfte ich funktionieren will - welch ein Luxus ... :princess:

    Liebe Grüße
     
  10. norchen

    norchen Aktives Mitglied

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    hallo,
    auch ich kenne das mit der morgensteifigkeit bestens, aber ich habe es, dank lodotra nun endlich sehr gut im griff.
    nehme davon 22 uhr 5mg zur zeit und bin morgens ein anderer mensch als ohne, es setzt zeitversetzt das cortison frei und somit kommt die wirkung in den frühen morgenstunden. es ist also auch ein cortisonpräperat und hier sind schon einige die es einnehmen. mir hilft es sehr.
     
  11. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Morgensteifigkeit

    Also, ich nehme mein Cortison, nach Anweisung des Arztes, nachts zwischen 2 und 3. Es wird dann zwar auch mal 5 Uhr, das macht aber nix.
    Morgensteifigkeit kenn ich nicht mehr. Vielleicht ein Versuch wert?
     
  12. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo PiRi,
    musst du dann mitten in der Nacht den Wecker stellen, um rechtzeitig dein Kortison zu nehmen? Das wäre für mich unvorstellbar.

    Ich muss mein Kortison morgens nehmen, es heißt, dass es da am besten wirkt - das hängt mit der natürlichen Cortisol-Ausschüttung des Körpers zusammen, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Arcoxia hab ich auch immer morgens genommen, mit dem hab ich meine Kortisondosis reduzieren können. Aber jetzt mit dem MTX kann ich es nicht mehr nehmen, die passen nicht zusammen.
     
  13. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    ***

    Guten Morgen,

    nein, ich stelle mir nicht den Wecker, ich werde halbwach, nehme mein Kortison, das steht immer am Bett und schlafe weiter. Meistens merke ich gar nicht, dass ich wach war und sehe erst nach, ob das Kortison weg ist. Ist es!!!!
    Mit der gleichen Begründung des körpereigenen Cortisolausstosses ist mir die Uhrzeit vom Rheumatologen genannt worden. Und bei mir klappt´s.
     
  14. Schlappi

    Schlappi Neues Mitglied

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    Nacht-/Morgensteifigkeit

    Auch ich kenne diese Morgensteifigkeit. Mitunter dauert es auch bis zu 2 Stunden, bis ich halbwegs gut drauf bin.
    Neu für mich ist seit Monaten die Steifigkeit in den Fingern. Nachts werde ich davon wach, die Finger sind ganz steif, schmerzen sehr und sind kaum zu bewegen. Das beunruhigt mich schon etwas und werde es beim nächsten Rheumatermin ansprechen müssen. Aber auch am Tage bemrke ich diese Symptome, manchmal ist es so schlimm, dass ich nicht mal mehr das Lenkrad beim Autofahren halten kann.
    Kennt das jemand?

    Dir alles Gute und gute Besserung!
    Schlappi
     
  15. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Schlappi,
    für die Fingersteifigkeit würde ich dir dringend Ergotherapie ans Herz legen. (Weiß nicht, ob du die schon hattest.) Bei mir wurde das leider übersehen und viel zu spät mit Ergo angefangen, als ich schon Schäden hatte. Die Gefahr, dass die Fingergelenke geschädigt werden, ist sehr groß trotz der Medikamente. Sprich doch deinen Rheumatologen drauf an. ;)
     
  16. Putzel

    Putzel Mitglied

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    kann mich Petsie nur anschließen. Bei mir ist es genau so.
    Nur: Bei mir ist es so schlimm geworden nach der Einnahme von Cholesterin-Senkern (Simvastatin )
    ca. 3 Wo. nach Einnahme d. Medikamentes fingen bei mir die Beschwerden so richtig an: Schmerzen ohne Ende in einem noch nie dagewesenen Ausmaß - und ich leide schon lange an Rheuma - bis hin zur totalen Bewegungslosigkeit nach 3 Monaten!!!!!!!! Extrem hohe Entzündungswerte im Blut bei Kontrolle.
    Habe mich bis heute noch nicht richtig davon erholt und habe genau die gleichen Beschwerden wie Petsie.
    Das war vor dem Cholesterin-Senker nicht so schlimm gewesen.

    Viele Grüße und alles Gute
    Grit
     
  17. Schlappi

    Schlappi Neues Mitglied

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    Hallo,

    Nachtigal, danke für Deinen Hinweis.
    Ich hatte noch keine Ergotherapie ambulant, nur stationär und das hat soooo gut getan. In den Epikriesen wurde auch immer darauf hingewiesen, diese ambulant weiter zu führen, nur hat sie mir niemand verordnet.
    Jetzt werde ich es auf jeden Fall ansprechen, ich habe es bereits einmal angesprochen, da habe ich Ultraschall im Wasser verordnet bekommen. Das hat auch geholfen, leider nur für sehr kurze Zeit. Jetzt beim Schreiben hier bemerke ich auch zunehmend diese Steifigkeit und es schmerzt auch sehr. Ich bewege die Finger dann vorsichtig, bis das wieder nachläßt. Das ist ja aber kein Zustand für immer, oder?

    L.G.
    Schlappi
     
  18. BienchenSumm

    BienchenSumm summt herum

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    Die Fingersteifigkeit oder/und Fußsteifigkeit ist leider ganz typisch.
    Ist bei mir aber nicht jeden Tag gleich.
    An schlimmen Tagen werden die Finger schon am späten Abend steif, d.h. ich muss sie ständig bewegen, sonst sind sie wie eingerostet.
    Über Nacht wird es noch schlimmer. Die Finger mit aktuellen Entzündungen im Gelenk kann ich dann kaum noch beugen.
    Manchmal sind sie so schmerzhaft, dass ich kaum die Bettdecke berühren mag.
    Morgens ist es ein Kraftakt und braucht viel Raffinesse, die Haarbürste und den Fön zu händeln...:D
    Aber diese Beschwerden wechseln ständig und an guten Tagen ist die Steifigkeit morgens schon nach 5-10 Minuten weg.
    Mit mind. 10 mg Cortison hab ich kaum Beschwerden, 5 mg geht gerade noch so und darunter ist leider nicht mehr so schön.
    Man hat mir geraten, die Hände in warmen (Mikrowelle) Getreidekörnern zu bewegen.
     
  19. killeersack

    killeersack Neues Mitglied

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    ich bin einer der glücklichen wo die typische morgen/abendsteifigkeit ganz verschwunden ist, leider sind meine schmerzen in der nacht und morgens am stärksten jede bewegung schmerz gleich. früher habe ich wegen der beschwerden vor dem schlafen eine dilco eingenommen. seit meine entzündungen verpofft sind ist auch die steifigkeit verschwunden
     
  20. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Meine Ergotherapeutin hat mir geraten, meine Finger in erwärmten Getreidekörnern zu baden, z. B. Linsen usw. Es gehen auch größere Sandkörner (=feiner Kies), aber die sind nicht so angenehm, denn sie kann man nicht gut säubern und da riechen die Hände immer so komisch. Ich hab mir einige Päckchen Linsen gekauft, die bleiben in einer Schüssel - diese wärme ich in der Mikrowelle wenige Minuten auf und mache damit ein Handbad, d. h. ich bewege da auch die Finger, um die Beweglichkeit zu fördern, und spiele mit den Linsen so rum, bis die Wärme wieder vergangen ist. Trockene Wärme ist gut, feuchte Wärme wie Wasserbad schlecht).
    Man kann noch abhelfen, indem man Überstreckungen der Finger-und Handgelenke vermeidet (auch Aufstützen). Hab noch einige Übungen gelernt und Verbesserungen in den alltäglichen Tätigkeiten und der Schreibhaltung. Es gibt vieles, was man lernen kann, um die Fingergelenke zu schonen bzw. zu verbessern. Bei mir hat die Ergotherapeutin auch selber Hand angelegt und die Fingergelenke durchbewegt, um den Stoffwechsel zu verbessern.

    Also ich möchte allen, die mit den Fingern Schwierigkeiten haben, dringend Ergotherapie ans Herz legen! :top: