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Nach der Schwangerschaft - Schub?

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von eierwally, 11. Januar 2010.

  1. eierwally

    eierwally Neues Mitglied

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    Hallo,
    ihr wird ja viel diskutiert, was während, bzw. kurz vor der Schwangerschaft mit den Medikamenten getan wird.
    Was mich interessiert: was macht ihr nach der Schwangerschaft?
    Angeblich bekommen ja sehr viele Frauen einen heftige Schub gleich nach der Geburt - hat da jemand Erfahrung? Ich frage mich, wie bewältigt man ein kleines Kind mit heftigem Schub?
    Soll man dann mit den Medis wieder anfangen? - Was ist dann mit dem Stillen?
    Hat wer von euch, gleich nachher wieder versucht schwanger zu werden, um nicht mit den Medis wieder anzufangen, und dann erst wieder bald damit aufzuhören, für weitere Kinder?
    Fragen über Fragen....
    Wäre dankbar für einige Antworten,
    ganz liebe Grüße
    eierwally
     
    #1 11. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2010
  2. bejuda

    bejuda Guest

    Hallo,
    ich bin neu hier und habe seit 8 Jahren Spondylarthritis mit ziemlicher Gelenkbeteiligung. ZU deiner Frage möchte ich dir gerne meine Erfahrungen schreiben:
    Vor meinen Schwangerschaften nahm ich Cortison und Sulfasalazin 2-0-2. Irgendwann wollten wir Kinder. Ich habe dann alle Medis abgesetzt, da ich Angst hatte es könnte dem Kind schaden. Bin dann auch super schnell schwanger geworden. Und mir ging es auch ohne meine Medis prima. Gegen Ende der SS hatte ich ziemliche Probleme mit dem Rücken. Als Benjamin geboren war hatte ich nach ca 8 Wochen einen leichten Schub. Habe aber keine Medis genommen da ich weiterstillen wollte...Als Benjamin 5 Monate alt war, war ich schon wieder schwanger:a_smil08:. In der 2. SS lief alles super. Habe weitergestillt trotz SS und auch nach Julians Geburt ging es mir super. Habe Julian dann 2 Jahre gestillt. Ohne jegliche Probleme. Dann war ich auch schon zum 3. mal SS. Super SS und ganz schnelle Geburt. Als David 6 Wochen alt war haben aber dann die Problemem wiieder abgefangen. unerträgliche Rückenschmrzen und Fersenschmerzen. Meine Hebamme hat viel Fußreflexzonenmassage gemacht. Hat aber nicht viel gebracht. Medis beginne wollte ich aber auch nicht, da ich auch David mind. 1 Jahr stillen wollte. Habe mir dann z.T. mit Ibu 400 beholfen. Morgens nach dem aufstehen war es besonders schlimm. Ich wusste nicht wie ich meinen Zwerg auf den Wickeltisch legen sollte...
    Nun ja, dem Kind zuliebe schafft man viel und erträgt auch viel. Als David 1 Jahr geworden war, habe ich dann wieder einen Termin beim Rheumatologen ausgemacht. der meinte dass ich nun mal wieder an der Reihe sei nach 6 Jahren! Daraufhin habe ich dann begonnen abzustillen- was 3 Monate gedauert hat. In dieser Zeit ging es mir immer schlechter. Und nachdem ich abgestillt hatte bekam ich einen "Mörderschub" der bis jetzt noch anhält und sich nur mit hohen Cortison in Schach halten lässt. Nehme nun schon seit 4 Monaten wieder Sulfa 2-2-2 und es hilft nicht....
    Fazit in SChwangerschaft und Stillzeit ging es mir eigentlich super ( bis aufs letzte Jahr). Und würde es immer wieder so machen....

    Ist nun etwas lang geworden, hoffe dir aber etwas weitergeholfen zu haben
     
  3. Bumblebee

    Bumblebee Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich denke das ist auch - wie alles wenn man Rheuma hat von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

    Ich selber habe CP und bekam ca. 3 Monate nach meiner ersten Schwangerschaft nen richtig blöden Rheumaschub. Da ich gestillt habe war es schon ne schlimme Zeit. Man darf ja kaum was nehmen wenn man stillt (außer etwas Kortison).

    Jetzt bin ich das 2. Mal schwanger :a_smil08: und halte mich mit 5mg Kortison ganz gut über Wasser. Die paar Weh-Wechen ist man ja eh gewohnt.

    Ich werde nach der Schwangerschaft nicht stillen, damit ich direkt wieder meine Basismedis nehmen kann.
    Ich möchte für meine beiden Kinder und meinen Hund "fit" sein- das ist meiner Meinung nach wichtiger als stillen. Es gibt ja mittlerweile sehr gute Ersatzmilch.
    Ich befürchte dann auch wieder nen starken Schub, aber dann muß man sich halt wieder mit ner hohen Dosis Kortison über Wasser halten bis die Basis-Medis wirken.

    Hast du auch vor schwanger zu werden?
     
  4. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    die schübe kommen eigentlich erst wochen später. bei mir fing das langsam an, so ab der 4.woche, jetzt 8wochen später kann ich mich stellenweise nicht rühren. ich müsste dringend zum arzt. aber ich bekomms nicht hin. mag vielleicht auch gar nicht, hab so die nase voll von ärzten und hab die zeit genossen, mal ohne blutabzapfen und dauernden terminen.

    es stand für mich fest, es geht nur, wenn mein freund mit hilft. sonst wäre ich nicht schwanger geworden.
    er nimmt seinen resturlaub und ist also 24h greifbar. der kleine wird aber pflegeleichter und dann bin ich froh, wenn er wieder arbeitet, er geht mir ein bisschen auf die nerven :D
     
  5. flower

    flower Die Ungeduldige

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    Hallo Nayla!

    Ich kann noch nicht aus Erfahrung sprechen, da ich gerade mit meinem ersten Kind schwanger bin.
    In der Schwangerschaft ging es mir bisher sehr gut, seit einigen Tagen habe ich leider einen leichten Schub, musste aber meine 3mg Cortison (noch) nicht erhöhen.
    Ich habe die Möglichkeit von Schub nach Schwangerschaft mit meiner Rheumatologin besprochen, sie geht davon aus, dass einer kommen wird.

    Für mich habe ich das Problem "gelöst", indem ich versuche mich so flexibel wie möglich zu halten, was alles in der SSW anbetrifft.
    Ich möchte auf jeden Fall zumindest anfangen zu stillen (sofern es mir bis zur Geburt gut geht - wenn ich da schon im Schub bin, fange ich gleich Medikamente nach der Geburt an), aber wenn es nicht mehr geht, werde ich abstillen und Medikamente anfangen.
    Ich habe für mich beschlossen, dass ich mein Kind gerne stillen möchte, aber nur solange ich es noch gut versorgen kann. Wenn ich mich zwischen Stillen und mein Kind versorgen können entscheiden muss, werde ich mich für das versorgen entscheiden.

    Mein Mann wird alles mögliche tun, um mich zu unterstützen. Wenn möglich nimmt er am Anfang nach der Geburt Elternzeit, so dass er bis wir uns "eingespielt" haben 24 Stunden da ist. Sollte das nicht klappen, hat meine Mutter versprochen vorbei zu kommen und so lange zu helfen, bis es alleine geht (hätte natürlich lieber meinen Mann da, aber für den Kinderwunsch muss man als Rheumatikerin halt Kompromisse schließen ;)).

    Es ist auch wichtig, ein soziales Netzwerk aufzubauen. Ich habe einige sehr gute Freundinnen, die ich anrufen kann, wenn Not am Mann ist und die auch wirklich helfen.
    Eine meiner Freundinnen hat mich sogar neulich von sich aus angesprochen, dass ich wenn das Kind da ist, jederzeit auf sie zählen kann (und ich weiß aus meiner Erfahrung, dass das kein Spruch ist, sondern ich auf sie zählen kann wenn es drauf ankommt!).


    Liebe Grüße,

    flower :)
     
  6. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo ihr lieben mütter oder werdenden,
    wenn sie das krankenkassengesetz nicht sehr zum nachteil geändert haben,steht euch eine haushaltshilfe zu,falls ihr nach der geburt nicht in der lage seid euer kind selbst zu versorgen.
    das hat mir mein gyn erzählt als ich schwanger war(hab mein kind leider verloren)
    aber vielleicht hilft euch die info ?!?
    liebe grüße
    katjes
     
  7. eierwally

    eierwally Neues Mitglied

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    Hallo an alle,
    vielen Dank für die raschen Antworten.
    Ich denke, ihr habt recht, und irgendwie wird alles gehen, ich habe auch nicht vor mir meinen Kinderwunsch dadurch mies machen zu lassen.
    Ich habe vor bald mit den Medikamenten aufzuhören und dann eine Schwangerschaft zu planen. Und dann evt. gleich wieder schwanger zu werden, um dann wieder mit den Medis anzufangen... Aber das werd ich alles sehen wenn es soweit ist.
    Mein Mann kann beruflich nicht dort bleiben, wo ich meine sozialen Netzwerke habe, was das ganze bestimmt nicht allzu einfach macht, aber es wird schon.
    @Katjes: weißt du zufällig, ob das in Österreich auch gilt? - Jedenfalls danke für den Tipp, werd mich erkundigen.
    Alles Liebe für euch!
    Liebe Grüße,
    eierwally
     
    #7 12. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2010
  8. Trivia

    Trivia Neues Mitglied

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    Hallo eierwally,

    nachdem es mir in der Schwangerschaft super ging, kam der heftige Schub leider bereits 2 Wochen nach der Geburt meines Sohnes. Ich habe mich dann erst mit Cortison und Cortisoninjektionen Überwasser gehalten, aber nach 4 Monaten musste ich leider abstillen, da die Schmerzen zu groß waren und ich auch große Probleme hatte, meinen Sohn zu versorgen.

    Jetzt würden wir uns auch ein Geschwisterchen wünschen, aber zur Zeit nehme ich wieder Arava und Remicade. Die Remicade Infusion wirkt sehr gut und ich habe Angst, dass es nach einer Pause dann nicht mehr wirkt.

    Dir alles Gute,
    wünscht
    Trivia
     
  9. Katjes

    Katjes Bekanntes Mitglied

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    hallo nayla,
    tut mir leid,wie es in österreich ist weiß ich nicht.
    frag doch mal deine kasse oder deinen gyn.
    oder im österreich forum.
    liebe grüße
    katjes
     
  10. Steff

    Steff Neues Mitglied

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    @eierwally

    Ich würde jedem dazu raten, gleich wieder schwanger zu werden.
    Meine Tochter ist jetzt 7 Monate und ich bin leider zu spät auf diese Idee gekommen : (
    Habe 2 Wochen nach der Geburt wieder einen starken Schub bekommen und nach 6 Wochen abgestillt, um wieder mit den Medis zu beginnen. Trotzdem geht es mir noch zeitweise sehr schlecht...

    Eigentlich wollte ich immer 2-3 Kinder, aber bei der momentanen Lage werde ich wohl bei diesem einen bleiben. (In den letzten 6 Monaten habe ich noch stärkere errosive Veränderungen an den Gelenken bekommen.)

    Viele Grüße
    Stefanie
     
  11. Estelle

    Estelle Neues Mitglied

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    Huhu Cailean

    Geht´s jetzt wieder besser?

    Könnte es sein, dass der Triggereffekt der Schwangerschaft ev. auch damit zusammenhängt, dass die Medis vor und während der Schwangerschaft abgesetzt wurden und sich das nach der Schwangerschaft "rächte"?
     
  12. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    nein, es hat mit der hormonellen umstellung zu tun.
    oft wird eine autoimmunerkrankung auch erst in solchen phasen entwickelt, also zb pubertät, schwangerschaft und geburt.
    es hat auch nix mit der anstrengung zu tun.

    und nein, mir geht es nicht besser. ich kann den kleinen nicht versorgen. macht sein vater. der arbeitet zu hause. das war mir aber klar und wir haben vorgesorgt, dass er eben zu hause arbeiten kann.

    ich hab ja kein medikament abgesetzt, ich hab das quensyl auch erst kurz vor der schwangerschaft angefangen, das braucht aber ca.6monate bis es richtig wirkt. ich hab es schwanger nicht vertragen, die magenkrämpfe waren mir zu heftig.
    ich hab weiter decortin h genommen.

    ich hab die schwangerschaft ja mit minimalen antikörpern begonnen. dann wurden die zum glück immer weniger bis nicht mehr messbar.
    dafür sind sie nun extrem hoch und es sind neue dazu gekommen. aber auch das war mir bewusst, da es eben bekannt ist, dass es zu einer verschlechterung kommen kann.