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Mut zur Kur?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von JMCL, 21. Juni 2006.

  1. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich musste seit Anfang Mai mtx und arava absetzen, da meine Leberwerte mies waren. Und seitdem "leide" ich eben vor mich hin trotz Cortisonerhöhung und seit 5 Tagen wieder Arava, wenn auch nur 10 mg.

    Aber - mir ist in dieser verquackelten Situation so deutlich geworden, wie wenig ich eigentlich doch weiß über meine lebensgefährtin cP, genauer gesagt, wie wenig über ein einigermaßen "richtiges" Leben in solchen Schubsituationen. Ich habe eine gute Rheuma-Doc, der ich vertraue, einen Hausarzt, dem ich auch vertraue, ich habe RO aber - irgendwie hab ich das Gefühl, viel zu wenig zu erfahren (und manchmal weiß ich ja auch gar nicht, was ich fragen sollte, was also wichtig wäre).

    Deshalb meine Anfrage an Euch, die Ihr schon Kuren bzw. Reha-Maßnahmen hinter Euch habt:

    Ist meine Erwartenshaltung an eine Kur- oder Reha-Maßnahme zu hoch, wenn ich konkrete "Umgangsmöglichkeiten" mit z.B. meinen hauptbetroffenen Gelenken erwarte ....
    oder etwa durch Gespräche für mich einen besseren Umgang mit cP nach außen herausfinde, also mehr Klarheit erhalte in meinem eigenen Verhalten
    oder Tips und Tricks erhalten kann, wie es sich ein wenig leichter leben ließe
    oder Diäten, Essgewohnheiten
    oder Medikamenteneinstellung
    zusammengefasst: also eine Rundherum-Info.

    Ich bin zwar privat versichert, aber gem. der Infos, die ich habe, wird wohl unsere private Versicherung herumzicken, nicht die Beihilfestelle (mein Mann ist beamtens). Also, bevor ich mich auch finanziell u.U. reinhänge, wäre ich Euch für Rückmeldungen dankbar. Es würde mir sehr helfen, eine Entscheidung zu treffen,
    Danke im voraus,
    JMCL

    PS.: Nur zur Info, ich bin durch meinen Mann versichert, selbst nicht berufstätig.
     
  2. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Das kommt auf die Kurklinik an, die Du Dir im "Notfall" aussuchen würdest. Grundsätzlich würde ich aber meinen (zumindest aus meiner BFA-Kur-Erfahrung) - dass vielleicht ein Teil Deiner Wünsche zu erfüllen sind - aber kaum alle - auch wenn das irgendwie nicht nachvollziehbar ist.

    Bei mir wurde 2002 zunächst SPA und 2003 MB diagnostiziert - reine Rheumakuren hatte ich 2003 und 2005 (beide in Bad Bramstedt). Bedie male habe ich die Patientenschulung mitgemacht (auch wenn der Doc. beim 2. mal meinte das das wohl nicht nötig sei) - letzendlich hatte er völlig recht. Die Patientenschulung bestand aus insgesamt 7 Module (3 mit einem Psycho, 2 mit einer KG und 2 mit einem Arzt). Die KG und Arztmodule waren besonders beim 2. mal sehr interessant - aber die anderen Module, von denen ich mir eigentlich sehr viel versprochen hatte konnte man komplett vergessen. Wenn man dann als Laie (ich arbeite ja nun noch in der DVMB mit) in ein solches Seminar geht wird man dann wirklich enttäuscht - kann aber natürlich auch am Moderator (Psycho) gelegen haben. Der war so etwas von nervös, dass er meiner Meinung nach reif für eine eigene Therapie gewesen ist...

    Grundsätzlich würde ich Dir vorschlagen, wenn es denn wirklich um Infos geht, Kontakt mit der Landesgeschäftstelle der Rheuma-Liga in Denem Bundesland aufzunehmen und dort anzufragen, ob man die für Dich interessanten Infos Dir zusenden zu lassen.
     
  3. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    Zum Schluß ...

    und als erledigt vermutlich zu betrachten ..

    meine Vorstellung einer Kur- bzw. Rehamaßnahme. Danke nocheinmal, Dir, trombone für Deine Infos.
    Ich hab mich heute mal am Telefon bei meiner PKV schlau gemacht, herausgekommen ist, dass keine Leistungen übernommen werden mit dem Vorschlag, es auf dem Kulanzweg zu versuchen.
    Damit ist für mich die Sache so ziemlich vom Tisch, zur Reha zu fahren und nicht zu wissen, was von den Kosten anschließend bei mir hängen bleibt,
    halten sozusagen meine Nerven nicht aus. Mensch, bin ich frustriert!!!!!!

    Was also lernen wir daraus fürs nächste Leben: werd ja kein Beamter!

    Wenns drauf ankommt, hat man schlechte Karten. Und wenn jetzt jemand
    sagt, ja, als Privatpatient hat man Vorteile, so mag das vereinzelt zwar stimmen. Aber wenn ich mir die Rechnungen meiner behandelnden Ärzte anschaue, komm ich mir zunehmend wie eine Abzockmaschine vor, was da alles abgerechnet wird und wie oft neuerdings neue Behandlungsziffern "entdeckt" werden (klar, ich bin geladen und vermutlich ungerecht, ich weiß ja um die Situation der Ärzte. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass es sinnvoll ist, wenn ich als "Privatpatient" das ganze marode System mitzahle) und wie ich doch immer mehr erlebe, dass meine Ärzte auch immer weniger Zeit haben. Ich warte auf den Punkt, dass sowohl Beihilfe als auch PKV die zunehmend höher werdenden Beratungskosten (da kommen aufeinmal die neuen Ziffern ins Spiel und damit höhere Beträge) nicht mehr in der Höhe zahlen.
    Tja, und dann seh ich noch älter aus als ich mich schon fühle.

    Eine frustrierte, wütende und hilflos sich fühlende
    JMCL

    PS.: Ich bin ja ab und zu schlau und dachte mir, fragste auch mal nach einer ambulanten Rehemaßnahme: nichts, nichts, höchstens Kulanz.

    Danke für Eure Geduld und dass ich meinen Frust abladen konnte, ein Hoch auf RO! Mein Kaffeebecher hat deshalb diesen Ärger heil überlebt, ich hab ihn nämlich nicht an die Wand geknallt.