MTX und Operation

Ulla

"hessische Hexe"
Es geht mal wieder um mein Sorgenkind!

Hallo Ihr Lieben ,

sicherlich ist irgendwo schon mal darüber geschrieben worden, aber mir fehlt ein wenig die Zeit und Muse danach zu suchen.

Wie habt ihr es gehandhabt mit dem MTX bei einer geplanten OP, bzw, wie sind eure Erfahrungen.
Ich kann mich erinnern das es teilweise vorübergehend abgesetzt wurde.

Also weiß jemand wie es gehandhabt wurde??

kommt es auf den Eingriff an?


Danke schonmal für Eure Antworten

Viele Liebe Grüße

Ulla
 
Liebe Ulla!

Ich hatte damals meinen Rheumadoc gefragt und er meinte, das es besser sei
mit dem MTX zu pausieren.

Liebe Grüße
Matzi
 
Hallo Ulla,

ja, es kommt auf den Eingriff an. Bei einer größeren OP sollte man zumindest einmal aussetzen, was die Wirkung des Mtx i.d.R. auch nicht wesentlich beeinträchtigt.

Liebe Grüße und viel Glück für die OP!
Monsti
 
hallo ulla,

ich musste immer vor geplanten op´s mtx auf ca. 3 wochen absetzten, wegen der erhöhten infektionsgefahr und befürchteten wundheilungsstörungen.

cortison hingegen musste ich weiter nehmen. bei mir hat sich kein neuer schub in der zeit ohne mtx eingestellt (mtx soll ja angeblich noch bis zu einem halben jahr nachwirken)
 
Hallo ihr Lieben,

danke für euren lieben Antworten.

für mich ist die Begründung für das Pausieren wichtig!


Ich selber spritze mir ja auch MTX und Enbrel und meine Rheumatologin hat mich von anfang darauf hingewiesen in bestimmten Situationen zu pausieren.

hier geht es ja wie erwähnt um meine Tochter, sie bekommt MTX nicht wegen Rheuma sondern wegen einer schweren Lungenerkrankung.
Bei Ihr sollen jetzt beide Kieferhölen operiert werden und sie hat u.a. Cortison und MTX in der Dauertherapie.
Gerade wegen der Lunge wird sie 3 Tage vor der Operation täglich 1000mg Urbason i.v.bekommen, aber wenn ich jemanden frage ob die MTX Gabe ausgesetzt werden soll, kann man das nicht nachvollziehen da man Befürchtet das es dadurch mehr probleme mit der Lunge geben würde.
Sie wird eh schon behandelt wie ein rohes Ei, so soll sie die ersten zwei Nächte nach OP auf die Intensivstation.

aber ich habe Angst vor den schon genannten Komplikationen wie Wundheilungsstörungen und Infektionen, zumal aktuell gerade eine Pseudomonasinfektion behandelt wird.

Vielen Dank noch mal

und liebe Grüße

Ulla
 
hallo ulla,

zumal aktuell gerade eine Pseudomonasinfektion behandelt wird.

... das alleine ist schon der grund, dass mtx abgesetzt wird! mein rheumadoc sagte zu mir, bei fieberhaften erkrankungen immer mtx pausieren. mtx ist ein immunsuppressiva!
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehr gefährlich ist die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten, die ebenso wie Lantarel in den Folsäurestoffwechsel eingreifen. Das in der Praxis bedeutsamste Medikament aus dieser Medikamentengruppe ist das Antibiotikum Trimethoprim/Sulfamethoxacol (enthalten z.B. in Bactrim oder Eusaprim). Wenn dieses Medikament z.B. wegen eines harmlosen Harnwegsinfektes verschrieben wird und dann zusammen mit Lantarel eingenommen wird, kann es innerhalb von kürzester Zeit zu lebensgefährlichen Blutbildveränderungen oder anderen Komplikationen kommen. Deshalb müssen alle anderen behandelnden Ärzte (z.B. Gynäkologen, Urologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, auch Zahnärzte!) unbedingt darüber informiert werden, daß man Lantarel bekommt.

Wichtig: Für andere Antibiotika gilt diese sogenannte Arzneimittelinteraktion nicht. Sie können (unter Beachtung der üblichen Einnahmevorschriften und individuellen Einschränkungen) in der Regel ohne Probleme zusammen mit Lantarel eingenommen werden.

Immer dann, wenn die Gabe von Antibiotika nötig ist, sollte mit dem Arzt unter Hinzuziehung des behandelnden Rheumatologen abgesprochen werden, ob u.U. eine Behandlungspause mit Lantarel gemacht werden sollte. Bei schweren Infekten muß im Regelfall eine Lantarel-Pause gemacht werden.
quelle: http://www.rheuma-online.de/medikamente/methotrexat/wie-vertraegt-sich-lantarel-mit-anderen-medikamenten.html
 
Hallo Lilly,

danke für die Info,
bei meiner tochter wurde damals MTX eingesetzt um die Entzündungsaktivität in der Lunge in den Griff zu bekommen.
sie ist inzwischen 13 Jahre, bekommt aber seit ihrem 3 LJ systemisches Kortison in z.T. sehr hohen Dosierungen.
durch MTX konnte erstmals Kortison eingespart werden.

Da sie schon immer an 2-4 Pneumonien jährlich erkrankt, hat sie eine Dauerantibiose also auch unter MTX, z.Zt. ist es sogar eine Kombination von 3 versch. Antibiotikas.

Bei den Pulmologen komme ich mit meinen Problemen im Mom. nicht an, da die befürchten das sich ihre Situation weiter verschlechtern würde, was auch für mich nachvollziehbar ist .

Daher versuche ich soviel Infos wie möglich zu sammeln um eine vernünftige Gesprächsgrundlage zu schaffen.

Danke

Ulla
 
auszug aus dem beipacktext von mtx:

Gegenanzeige:


– Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile des


Präparates

– Schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen (Serumkreatinin

>2mg%, Kontraindikation, Serumkreatinin 1,5 bis

2 mg% Dosisreduktion auf 25%)

– Alkoholabusus

– Erkrankungen des hämatopoetischen Systems (Knochenmarkhypoplasie,

Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie)

– Bestehende Infektionen

– Ulcera der Mundhöhle und des Gastrointestinaltraktes

– Frische Operationswunden

Besondere Vorsicht ist geboten bei verminderter Leistungsfähigkeit

des Knochenmarks bei einer vorangegangenen intensiven

Strahlentherapie, Chemotherapie und/oder längerdauernder

Vorbehandlung mit Pharmaka mit knochenmarkschädigender

Wirkung (z.B. Sulfonamide, Chloramphenicol,

​




Pyrazolderivate, Indometacin, Diphenylhydantoin); weiters


bei reduziertem Allgemeinzustand Patienten im jugendlichen

oder hohen Alter.

Zur Therapie der rheumatoiden Arthritis oder der Psoriasis

vulgaris sollte Methotrexat bei vorbestehenden schweren

Lungenerkrankungen nicht eingesetzt werden.

Vorsicht ist geboten bei Vorhandensein sogenannter "dritter

Räume" (z.B. bei Ascites oder Pleuraerguß). Dadurch kann

die Methotrexat-Ausscheidung vermindert und damit das Intoxikationsrisiko

erhöht werden (siehe Pharmakokinetik).

quelle: http://www.medizin-medien.info/dynasite.cfm?dssid=4468&dsmid=69676


​


 
Hallo Ulla!

Kann jetzt nur was zu MTX und Antibiotika sagen.
Von August bis Dezember 2005 habe ich auch MTX 25 mg s.c. die Woche genommen. Aufgrund meiner Grunderkrankung (Wegnersche Granulomatose) nehme ich dauerhaft Antibiotika (Cotrim Forte) - schon seit September 2002. Das MTX wurde mir von der Chartie verordnet und die wussten, dass ich das Antibiotika nehme - stellen mich immer ein mit den Medikamenten. Sie haben mir auch nicht gesagt, dass ich es nicht mehr nehmen soll.
Ach so, ich musste aber auch immer wöchtentlich zur Blutkontrolle - am Ende alle zwei Wochen. WEiter außeinander wären die Blutkontrollen aber auch nicht gegangen.

Liebe Grüße und alles Gute für Deine Tochter
Kerstin
 


@Lilly,

habe gerade nochmal mit dem Pulmologen aus der KiKli gesprochen, er willl sich zwar nochmal genau informieren, aber erstmal soll sie nicht pausieren.
Ich hab ihm aber ein paar wichtige Denkanstöße mit auf dem Weg gegeben.
Danke für ausführlichen Infos!
Mein Rheumatologe konnte damals auch nicht ganz nachvollziehen als ich ihm erzählte das meine Tochter MTX wegen einer Lungererkrankung bekommt.
Ist aber garnicht so unüblich und diese Patienten haben alle mit gehäuften Infekten in den Atemwegen zu tun.

@Kerstin

Cotrim hatte meine Tochter vor einigen Jahren als Dauerantibiose, nach Cefaclor nimmt sie jetzt Zithromax.
Seit Anfang Dezember nimmt sie jetzt 3 x 500 Ciprofloxacin und inhaliert noch mit 2 x 1 Amp Tobramycin.
Laborkontrollen werden auch sehr häufig gemacht, allerdings ca. alle 8 Wochen, da sie u.a. noch Theophyllin einnimmt muß der Spiegel unter Antibiose auch regelmäßig kontrolliert werden.

noch mal vielen Dank Euch Beiden

Liebe Grüße

Ulla
 
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