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MTX und der Kopf spielt nicht mit

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Nico31, 4. Januar 2004.

  1. Nico31

    Nico31 Guest

    hallöchen,ich muß das einfach mal los werden,nehme seit fast 2 jahren mtx.erst als tabletten und jetzt spritze ich es mir in den bauch.die dosierung reichte von 10mg über 15mg bis 7,5mg und jetzt wieder 10mg.ihr werdet sagen, ist doch nicht so wild,denn wenn ich hier so lese, was von euch so eingenommen wird,komm ich eigentlich noch gut weg.aber mein kopf spielt da nicht so mit.aktuell sind bei mir eigentlich nur die finger und die knie betroffen.hält sich alles in grenzen.schmerzen habe ich nur gelegentlich.was häufiger vorkam waren ergüsse in den knien,wobei ich letztes jahr mein 2.RSO rechts machen lies.meine hüften sind nach neuesten untersuchungen auch kaputt.zystenbildung links kommt noch erschwerend dazu.alles anscheinend auf eine hüftgelenksdysplasie zurückzuführen.ich finde es für mich schlimm ein chemotherapeutikum einzunehmen,jedesmal wenn ich nur die tablettenschachtel sah wurde mir übel.deshalb wurde ich auf spritzen umgestellt.die pcp hab ich schon 25jahre und bis vor 2jahren keine medis bekommen.jetzt diese überwindung mir das mittel zuspritzen.nur der gedanke ist für mich schon nicht einfach.
    da ich an euren berichten gesehen habe,dass ihr immer ein offenes ohr für jeden habt,hoffe ich, dass ich von euch auch nachricht erhalte.

    wünsche euch ein frohes,neues und vorallendingen schmerzarmes 2004.
    nico
     
  2. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    Hallo Nico,
    also ich kann dir sagen, bei mir spielte der Kopf nicht mehr mit, als ich mich ca. lang ein halbes JAhr lang mir selber meine MTX SPritzen gegeben hab.
    Da meinte ich, ich kann es einfach nicht mehr und die Ärztin ,wo ich jetzt bin, versteht es auch, weil man sich nach gewisser Zeit einfach davor eckeln kann. Von u.a. meine Eltern und HA hab ich zu hören bekommen, das kann gar nicht sein, aber spritzen sie sich so ein Chemotherapeutikum? Das tun sie nicht, nun haben sie es auch verstanden.
    LG schnulli

    Das ist einfach der Kopf der nicht will, mit den Tabletten hab ich manchmal das Problem das ich sie nicht nehmen will, es ist einfach ecklig.
     
  3. Jörg

    Jörg Neues Mitglied

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    Hallo Nico,

    ich nehme/spritze MTX seit mehr als 10 Jahren und hatte nie ein Problem damit. Als damals die Diagnose chronische Polyarthritis mit Gelenkveränderungen an Hüften und Händen gestellt und eine Basistherapie empfohlen wurde, habe ich sofort zugestimmt. Das erste Medikament war Azulfidine (hat sehr gut gewirkt), von dem ich leider Ausschlag bekommen habe. Dann bin ich auf MTX umgestiegen. MTX war damals das sogenannte „Mittel der ersten Wahl“.

    Den Beipackzettel habe ich einmal durchgelesen, um eventuelle Nebenwirkungen zu erkennen. Sicher war er ein Horror! Aber für mich persönlich gab es keine Alternative, da ich keine Lust auf weitere Gelenkzerstörungen und damit verbundenen Schmerzen, Operationen etc. hatte. Diese Entscheidung habe ich nie bereut. 1994 habe ich zusätzlich eine Radiosynoviorthese an beiden Hüften machen lassen. Auch das hat sich bewährt. Bis heute sind weitere Veränderungen an Hüften und Händen gering geblieben. Meine Blutwerte waren immer o.k. Einen Tag nach der Spritze stehe ich zwar immer etwas neben mir, aber daran habe ich mich gewöhnt. Die Einnahme von Folsäure (48 Stunden nach der Spritze 3 Tage lang jeweils 5 mg) hat mir auch sehr geholfen. Wie es nach 20 oder 30 Jahren aussieht, weiß ich heute auch noch nicht. Aber solange es mir halbwegs gut geht, habe ich kein Problem mit MTX. Ich sehe MTX nicht als Chemotherapeutikum oder Teufelszeug sondern als Medikament welches mir hilft.

    Wenn Du einmal den Beipackzettel von Aspirin liest, sind die dort aufgeführten, eventuell auftretenden Nebenwirkungen auch nicht ohne!!!! Und trotzdem nehmen Millionen Menschen ohne nachzudenken Aspirin!!!!

    Die grundsätzliche Frage ist doch, ob Dir MTX hilft (das hast Du nicht geschrieben) und ob Du willst, dass es Dir besser geht. Die Entscheidung musst Du ganz alleine treffen, dabei kann Dir niemand helfen.

    Gute Besserung und einen schönen Sonntag wünscht

    Jörg
     
  4. Muckel

    Muckel Das Muckelchen

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    Hallo Nico,

    das Problem haben wohl viele, die MTX nehmen. Ich selber spritze seit einem halben Jahr und habe seit ca. 1,5 Monaten dieses Problem.
    Wenn ich nur die Schachtel mit den Spritzen sehe, könnte ich schon anfangen zu k......!
    Dann kommt immer schon das Gefühl von Übelkeit und dieser schreckliche Eckel davor.
    Bei mir ist es besonders schlimm, seitdem ich 20mg spritzen muß. Danach geht es mir manchmal 3-4 Tage nicht so gut, so daß ich echt immer einen Horror vor der Spritze habe.

    Habe jetzt mal im Internet gelesen, daß man kurz vor der Spritze einen Joghurt oder eine Banane essen soll, damit der Magen was zu tun hat. Spritze selber auch schon kurz vor dem Schlafengehen, so daß die ersten 10 Stunden nicht ganz so schlimm sind. Außerdem soll man versuchen, sich irgendwie abzulenken. Einen schönen Fim beim Spritzen schauen oder schöne Musik hören.

    Als es mir vor 3 Wochen nicht so gut ging, ist mir das Spritzen wesentlich leichter gefallen, jetzt wo der Schub so gut wie weg ist, darf ich schon wieder nicht daran denken! Man muß sich wahrscheinlich immer vor Augen halten, was ohne MTX wäre. Und die Üblekeit ist zwar unangenehme, aber keine schlimme Nebenwirkung!

    Habe mir auch angewöhnt, die Spritzen so zu verstauen, daß ich sie nicht dauernd sehen muß!

    Wenn es gar nicht mehr geht, sprich mit Deinem Rheumatologen darüber!

    Liebe Grüße

    Muckel
     
  5. Gerhard

    Gerhard Badener - in memoriam 08.07.2010 †

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    Seltsam

    Hallo Nico
    Seit März 2000 hab ich cP und bin auch ein halbes Jahr später an TNF a Blocker gekommen
    Die Entscheidung ist mir eigentlich leicht gefallen denn auf der einen Seite eine rasante Gelenkzerstörung oder ein Mittel das es stoppen kann mit eventuellen Nebenwirkungen??
    Ich finde die Nixe hat den Nagel auf den Kopf getroffen "ist es nicht seltsam"
    Gruß aus dem Hegau
    Gerhard
     
  6. esined

    esined Guest

    Hallo

    Das Problem kenne ich gut. Ich hatte glück meine Schwester leidet an MS und spritzt ihre Medis mit einem Injektor. Damit kann man alles bis zu 1ml Flüssigkeit Spritzen. Mtx einfach als Injektionsflaschen mit 25mg verschreiben lassen und dann auf Deine Dosis umrechnen. Bei mir waren es dann 0,6ml und ich musste nur noch aufs knöpfchen drücken das ist viel leichter. Du siehst die Nadel nicht und wenn das Gerät "pling" macht einfach rausziehen.
    An den " Beta-Injektor S1" von der Firma H&B Electronic kommt man über die MS Foren, dort sind viele die das Medikamt gewechselt haben oder einfach zwei Injektor haben und mit Glück schickt einer einem das Gerät zu. Die in der Rheumaklinik Sendenhorst waren damals ganz begeistert und jedesmal beim Sprtizen hatte ichein paar Ärzte als Zuschauer. Also auch von dieser Seite aus darf ich es nutzen. Es ist halt nur nicht auf MTX zugelassen und deshalb bekommt man es nur von MS-Patienten.


    Viel Glück mir hilfst echt gut


    Gruß das nisilein
     
  7. sunrise2

    sunrise2 Guest

    Hallo nico,

    muckel hat mir aus dem Herzen gesprochen, geht es mir beschissen bekommt mir das Zeug einigermaßen gut, sonst geht es mir wie Dir.
    Bekomme 25 mg seit 2 Jahren, (vorher Immurek und 1 Jahr Endoxan) und mal spritze ich selbst, mal Tabletten, mal gehe ich zu meiner Ärztin (mit der ich echt Glück habe).

    Meine Ärztin sagt, dass ist eine der häufigsten Nebenwirkungen und als ich eine zeitlang wirklich am ko.... war, habe ich dann MTP-Tropfen von Ratiofarm bekommen, geht etwas besser damit, probiers halt aus!!
    Was bleibt uns übrig, ohne dass Zeug wäre ich bestimmt schon meine Nieren los.
    Also Augen zu und durch!!!!!!!!!!!!

    lg.
    sunrise
     

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  8. hannilein

    hannilein die Espressosüchtige

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    Hallo Nico,

    also unabhängig davon, dass man weiß oder hofft, dass das MTX hilft, ging es mir mit der Übelkeit genauso. Wenn ich schon das Wort MTX gehört habe, wurde mir schlecht. Meine Rheumatologin kannte dieses Problem auch und schlug schon mal vor, das Medikament umzubenennen. Nein mal im Ernst, es hat mich zum Teil ungeheure Überwindung gekostet, das MTX zu spritzen, da hat auch der Gedanke nicht geholfen, dass es mir dadurch besser gehen soll. Ich war sehr dankbar, als es wegen erhöhter Leberwerte abgesetzt werden musste.
    Aber wie kann man helfen: einige nehmen sofort im Anschluss ein Magenschutz wie Pantozol, andere trinken Ananassaft. Es muss also wie auch immer der Magen irgendwie beruhigt werden. Versuch heraus zu finden, wie das bei Dir klappt.
    Ich drück Dir die Daumen
    Kathrin