@Motte
Hallöchen Motte,
jeder geht ja anders damit um bzw. es gibt immer verschiedene Ursachen und Lösungswege.
Bei mir ist es so, daß ich mich durch diverse Einschränkungen weniger bewegt habe und somit die Muskulatur erschlafft ist. Dadurch konnten z.B. die Brustwirbel leichter verrutschen und ständig hatte ich schmerzhafte Blockaden im BWSbereich.
Auch die Muskulatur, insbesondere Sehnen- und Muskelansätze, haben sehr geschmerzt.
Durch Enbrel (in Kombi mit Arava) kann ich mich besser bewegen und habe begonnen, ganz vorsichtig und ganz langsam die Muskulatur aufzutrainieren.
Seitdem sind z.B. die Brustwirbel nicht mehr verrutscht.
Eins der größeren Probleme war/ist derzeit der rechte Ellenbogen. Das Gelenk ist zwar leicht entzündet, aber durch die Fehlbelastung und Schonhaltung (bedingt durch das zerstörte rechte Handgelenk) waren die Sehnen- und Muskelansätze SEHR geschwollen. So stark, daß ich den Ellenbogen weder strecken noch beugen konnte.
Da mein Arzt "mir mit einer Ellenbogen-Op drohte" (manchmal sind Drohungen sehr wirksam *gg*), machte ich gezielte und intensive Krankengymnastik-Übungen. Ferner machte die KG Querfriktionen. Das ist eine richtig fiese und gemeine, aber auch sehr spezielle "Massage" an Sehnen- und Muskelübergängen. Das ist richtig fies, kann ich Dir sagen
(kleiner Einschub....KG heisst ja nicht umsonst "kalt und grausam"

*gg*)
Ferner bekam ich Iontophorese und musste fast alle Belastungen des Ellenbogens (und damit Handgelenkes) unterlassen. Aber gleichzeitig intensiven Muskelaufbau durchführen.
Ich kann meinen Ellenbogen zwar nicht bis 0° strecken, aber wieder beugen. Die Entzündungen an den Sehnen- und Muskelansätzen sind zwar auch nicht komplett verschwunden, aber doch sehr stark zurückgegangen.
Bei mir hat also Muskelaufbau geholfen und bei ganz schlimmen lokalen Problemen intensive Krankengymnastik, kombiniert mir Iontophorese und Diclo-Schmerzgel.
Jeder muß selbst schauen, was gut für ihn ist, aber häufig ist die Verminderung von einseitigen Belastungen in Kombination mit Muskelaufbau, um das Gelenk zu stabilisieren, eine gute Möglichkeit.
Ferner habe ich die Erfahrung gemacht, daß zwar der anfängliche Muskelaufbau zu stärkeren Beschwerden führt, weil die Muskeln verständlicherweise gegen Belastung "protestieren". Die Krankengymnasten erarbeiten aber ein Programm, welches für den Einzelnen förderlich und nicht überfordernd ist.
Durch diverse Einschränkungen muß ich immer wieder mein ganz leichtes Muskelaufbautraining unterbrechen und fange also ständig bei Null an. Das ist zwar manchmal frustrierend

aber dem Körper tut gezielte Bewegung gut.
Viele Grüße
Sabinerin