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MTX-Spritze besser für die Leber?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von wespe, 27. Oktober 2012.

  1. wespe

    wespe Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,
    ich habe mit der Suchfunktion schon nach der Antwort auf mein Anliegen geschaut und gesehen dass es viele ähnlich Fragestellungen schon gibt, aber exakt für meine Frage hab ich nichts gefunden.
    Also: ich nehme seit drei Jahren MTX in Tablettenform, erst 15 mg, jetzt 10 mg/Woche. Immer wieder sind meine Leberwerte mäßig erhöht. Bei der vorletzten Kontrolle waren sie plötzlich stark erhöht (G-GT 59, GOT 170, GPT 182). Jetzt hat mir der Rheumatologe empfohlen das MTX zu spritzen, das würde die Leber weniger belasten. Da frage ich mich wie das sein kann wo es doch der selbe Wirkstoff ist?:vb_confused:
    Außerdem habe ich hier im Forum mehrfach gelesen dass der Wirkstoff der Spritze besser verwertet wird und die Spritze somit niedriger dosiert sein sollte, davon hat er nichts gesagt. Und wenn das wirklich der Fall ist, wieso werden dann überhaupt Tabletten verordnet?
    Hat jemand von Euch Erfahrung speziell mit der Entwicklung der Leberwerte im Vergleich von Tablette zu Spritze?
    Danke und Grüße
    wespe
     
  2. bonito

    bonito Neues Mitglied

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    Hallo Wespe

    Die Spritze wird niedriger dosiert - d. h. weniger Wirkstoff - d. h. geringere Leberbelastung.
    Durch diese direktere Aufnahme, gerade intravenös wird der Wirkstoff sofort dahin transportiert, wo er hin soll. (Frag mich nicht wo das ist :)
    Auch werden so, unter Umgehung des Verdauungstraktes (parenteral), Probleme mit Magen/Darm minimiert.
    Beim Spritzen sind 3 Varianten möglich. Bauchfett (sc), Muskel (im) und intravenös (iv).

    Pillen - weil die um den Faktor 10 billiger sind. (geschätzt) und einfacher in der Anwendung. Wenn jemand die gut verträgt, ist das OK

    Vergleichswerte wie du die suchst, werden wenn überhaupt, nur die Hersteller haben. Da könntest du dich ja evtl. hinwenden.

    LG
    bonito
     
    #2 28. Oktober 2012
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2012
  3. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    Interessant! Meine Leberwerte sind zwar noch nicht so hoch - aber ich muss schon drauf achten! Und jetzt weiß ich, dass ich ggf. meinen Rheumatologen auf die Spritzen ansprechen kann!

    Danke!
     
  4. Sibebe

    Sibebe Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    ich nehme seit zwei Jahren 20mg MTX in Tablettenform. Meine Leberwerte waren Anfnags erhöht. Dann war ich bei einer Lebensstilmedizinischen Beratung-Ratschlag einmal täglich Schafgarbentee soll die Leber unterstützen. Um 2 Uhr in der Nacht ist die Leberaktivität am stärksten das heißt am Besten Abends vor dem schlafen gehen eine Tasse. Also bei mir und anderen hat dieses Kräuterchen gute Zwecke geleistet. Habe seither keine abnormen Leberwerte mehr.
    LG Sibebe
     
  5. wespe

    wespe Neues Mitglied

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    Danke, ihr Lieben:).
    Bonito, das mit der niedrigeren Dosierung würde mir einleuchten, aber ich soll mir ja genau die gleiche Dosis spritzen die ich bisher oral eingenommen habe (10 mg). Ich soll selber spritzen, also nehme ich an, subcutan. Dass der Wirkstoff bei intravenöser Verabreichung am direktesten aufgenommen wird kann ich mir schon vorstellen, aber welcher Laie kann sich selber i.v. spritzen?
    Dass die Tabletten billiger sind hatte ich mir schon gedacht...
    Sibebe, danke für den Tipp mit dem Schafgarbentee, das werde ich mal ausprobieren. Jetzt fängt ja die "Teezeit" wieder an.
    Grüße
    wespe
     
  6. Debby

    Debby Neues Mitglied

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    Ich hatte mit Tabletten angefangen, musste aber nach wenigen Wochen auf Spritze umstellen, weil die Tabletten mich saukrank gemacht haben. Die Spritzen vertrage ich vom Magen her, aber meine Leberwerte sind jetzt nach zweimaligem Absetzen der Spritze, wieder hochgegangen, sehr hoch. Nun muss ich MTX ganz aufhoeren, was mir gar nicht passt, es hilft mit sehr gut, aber meine Leber spielt nicht mit.
    Also auch die Spritzen koennen die Leberwerte in die hoehe treiben.

    Debby
     
  7. anurju

    anurju anurju

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    Liebe Debby,

    ich wollte dir nur schnell berichten, dass bei mir die Leberwerte auch zunächst durch MTX sehr hoch gingen.
    Man kann da mit etwas mehr Folsäure entgegenwirken - ich habe da z.T. täglich (außer dem Spritzentag und dem Tag nach der Spritze) Folsäure bekommen.
    Mittlerweile brauche ich nur noch am Tag nach MTX 10mg und am Folgetag 5mg und die Leberwerte sind super.
    Ebenfalls haben mir einige andere Dinge evtl. mitgeholfen, die Leberwerte zu stabilisieren.
    Dazu hier ein Link - ich glaube, mein Beitrag dazu ist der 3. - http://www.rheuma-online.de/forum/threads/51096-mtx-und-sehr-hohe-leberwerte

    Wenn dir MTX so gut hilft, wäre es ja schade, es abzusetzen.

    Liebe Grüße und alles Gute von anurju :):)
     
  8. Gertrud

    Gertrud Aktives Mitglied

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    @Debby - wie hoch sind denn deine Leberwerte (finde ich mal interessant, da Vergleiche zu haben).

    @anurju - Folsäure nehmen ja sowieso fast alle zum MTX - und zu viel darf man auch nicht nehmen, dann setzt das wieder die Wirkung vom MTX herab.
     
  9. bonito

    bonito Neues Mitglied

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    Frag 10 Ärzte und jeder erzählt dir was anderes.
    Wichtig ist, dass du deinem Rheumadoc. vertraust.
    Eine positive innere Einstellung hat einen großen Einfluß auf die Wirksamkeit.

    LG
    bonito
     
  10. Duvel

    Duvel Mitglied

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    Bei mir ist es umgekehrt gelaufen, von Spritzen auf Tabletten. Meine Leberwerte sind aber unverändert gut.
     
  11. Debby

    Debby Neues Mitglied

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    Meine Leberwerte sind schon lange sehr hoch, weil ich Autoimmune Hepatitis ( Lupus greift die Leber an) habe.
    Ich habe letztes Jahr MTX genonnem und meine Werte haben sich verdoppelt, habe dann fuer frei Monate aufgehoert mit dem MTX und die Werte wurden etwas besser, aber immer noch hoch. Nach den drei Monaten, habe ich MTX wieder angefangen und prompt haben sich die Werte wieder sehr verschlechtert. Und wieder fuenf Monate kein MTX, jetzt nehme ich es wieder fuer ca. 10 Wochen, Leberwerte sind sehr schlecht, also muss ich aufhoeren und darf auch nicht wieder damit anfangen.
    Ich habe keine Ahnung, was der Arzt jetzt machen will, da ich durch meine angegriffene Leber nicht viel Auswahl mit Medis habe.

    Debby
     
  12. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Ich bin überzeugt davon, dass es letztlich egal ist ob oral oder sc. verabreicht. Am Ende muss sich die Leber eh damit auseinander setzen. Und die Wirkstoffmenge ist auch die gleiche.
    Letztlich ist das dann so, wie bei den NASRs, die egal ob oral oder im. Probleme am Magen machen können.

    LG
    Waldi
     
  13. Debby

    Debby Neues Mitglied

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    Da ich ja in den USA bin, hat das hier ja alles andere Namen.
    Aber das hier ist wohl das gleiche ALT= 180 und AST= 67.
    Da ich ja Autoimmune Hepatitis ( Lupus greift die Leber an) habe, sind meine Werte ohne MTX immer so auf ALT=110, AST=36.
    Ich hatte im Mai eine Leberbiopsie und es wurde ein mittelschwerer Leberschaden festgestellt.
    Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll, ohne MTX, dann halte ich es vor Schmerzen wieder nicht aus.

    Debby