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MTX-ja oder nein?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von tinki, 5. Juli 2006.

  1. tinki

    tinki Neues Mitglied

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    Hallo Leute,

    ich bin 20 Jahre alt und meine Diagnose lautet seropositive cP. Der rheumatologe hat mir MTX verschrieben(15mg pro Woche), obwohl meine Entzündungswerte normal sind. Es ist eine leichte Entzündung im Handgelenk zu erkennen, aber ich habe keine großen Schmerzen, nur gelegentlich und dann ist es auzuhalten. Die Begründung für den Beginn der Basistherapie ist dass mein Rheumafaktor 20mal höher ist als normal. Ich frage mich jetzt, ob es überhaupt schon notwendig ist, damit anzufangen. Der Arzt(den ich auf jeden Fall wechseln werde) hat mir kaum Fragen beanwortet. Daher dachte ich ich frag mal hier nach, ob jemand weiß (ab) wann man MTX nehmen sollte und ob jemand Erfahrungen mit anderen Behandlungsmethoden(z.B. Naturheilverfahren) hat. Denn ich kann mich zurzeit noch nicht damit anfreunden ab jetzt immer son Hammermedikament zu nehmen.
    Und wie alt seid ihr so, wenn ich mal ganz indiskret fragen darf? Ich weiß noch so wenig über diese Krankheit, d.h. auch nicht ob 20 eher jung ist...
    Liebe Grüße Katinka
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    willkommen im forum. :)

    auf alle fälle! um so früher man mit der behandlung beginnt, um so besser stehen die chacen, die erkrankung in den griff zu bekommen, im besten fall zu stoppen (remission). 3-6 monate nach ausbrauch, ist sogar heilung möglich!

    quelle: http://www.rheuma-online.de/news/specials/versorgungsmanagement-ra/ueber-rheumatoide-arthritis.html

    naturheilmittel sind nur zusätzlich zu gebrauchen. sie sind nicht in der lage, den krankheitsverlauf pos. zu beeinflussen, ersetzen max. entzündungshemmende- und schmerzmittel.

    hier kannst du nachlesen, was wir schon alles versucht haben

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=19566

    ich bin 46 jahre alt. wir haben aber von allen alterstufen user hier, mit entz. rheumatischen erkrankungen (20 monate bis fast 70 :D ) es gibt sehr viele aus deiner altersklasse ;) .

    alles, was du zu mtx (lantarel) wissen sollst:

    http://www.rheuma-online.de/medikamente/methotrexat.html
     
  3. elbereth

    elbereth Neues Mitglied

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    Hi,

    Lilly hat Recht, je früher desto besser. Ich war 28 Jahre alt als eine aggressive Form von cP diagnostiziert wurde. Das ist jetzt 10 Jahre her, aber ich lebe noch;-)
    Ohne die Medis könnte ich sehr wahrscheinlich heute nicht mehr arbeiten gehen. Ich hatte auch die ersten 6 Jahre eine gut eingestellte Therapie. Die Schübe waren nicht so häufig und auch nicht sehr stark. Es kam zwischenzeitlich sogar zur Rezession. Heute sieht das Ganze etwas anders aus. Die Schübe kommen häufig, heftig und dauern länger an. Nach mehreren Medikamentenumstellungen/Kombitherapien bin ich aber auf dem Wege der Besserung.
    Verweigere die vom Arzt vorgeschlagene Basis nicht, Du würdest es sicher bereuen.

    liebe Grüße

    Elbereth
     
  4. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Hallo Katinka,

    auch von mir herzliches Willkommen! Schön, dass du hergefunden hast - wirst sehen, dieser Fundus an praktischen Erfahrungen und kompetentem Wissen ist Gold wert. Außerdem ist es ungeheuer tröstlich, wenn man seine Sorgen, Ängste und Freuden mit Menschen teilen kann, die wissen, von was du schreibst, wie es dir geht ...

    Aber, zurück zu deiner Frage. Ich kann dich gut verstehen! Auch ich bin so ein Anti-Medicus (gewesen) ... Schade, dass dein Rheumadoc so wortkarg ist, und es dir nicht erklärt hat.

    Meiner hat mir gesagt, dass man heutzutage, schon alleine wenn der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung besteht - die so genannten Basismedikamente wie MTX (Methotrexat) einsetzt. Denn: diese Basismedikamente packen das Rheuma, vereinfacht gesagt, an der Wurzel (im Gegensatz zu Cortison und Schmerz-/Entzündungshemmer, die nur die Symptome dämpfen). Und erwiesenermaßen kann man gerade in den ersten Wochen und Monaten nach Ausbrechen dem Rheuma am besten, wenn überhaupt, entgegentreten - und es unter Umständen sogar ganz "ausrotten". Denn eigentlich ist Rheuma nicht heilbar, höchstens im Anfangsstadium.

    Deshalb ist es so wichtig, dass man gleich das richtige tut und nicht erst lange "rumeiert" und wertvolle Zeit ins Land geht.

    Dein Rheumadoc weiß also ziemlich gut, was er tut. :D Und dafür kannst du froh sein, es gibt nämlich auch einige Ärzte, die kommen ewig nicht zu Potte und bis du dann endlich mal ein Basismedi hast, bist du schon vor Schmerzen wochen- oder gar monatelang die Wände hoch.

    Mein Hausdoc (bei dem hole ich mir einmal die Woche meine MTX-Spritze) hat mir meine Medis wie folgt erklärt: In meinem Körper tobt ein Krieg - die Krieger sind doll und wissen nicht was sie tun und deshalb quälen und töten sie ihre eigenen Mannen. Cortison und Diclos (Diclofenac) sorgen "nur" dafür, dass sie leiser kämpfen, MTX versucht ihnen zu erklären, dass ihr Kampf falsch ist und versucht sie abzuhalten von ihrem sinnlosen Tun ...

    Hier noch was zum Nachlesen: MTX – mir hilfts! ... wem noch?

    Übrigens bin ich seit vielen Wochen - dank MTX - so gut wie beschwerdefrei und konnte die Diclos schon absetzen und das Corti ziemlich weit runter reduzieren.

    Schööönen Tag!
    Rosarot

    (43, CP = chronische Polyarthritis seit Anfang 2006)
     
  5. tinki

    tinki Neues Mitglied

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    Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Hab das MTX nun auch vor einer Stunde genommen. Hab auch nochmal mit meinem Arzt gesprochen und nachdem ich ihn gedrängelt habe, mir auch mal ne Frage zu beantworten, hat er mir das alles jetzt mal näher erklärt. Ich hoffe das MTX macht mich nicht allzu fertig. Im Moment merk ich noch nix.
    Jedenfalls danke, werd bestimmt noch mal bei dem ein oder anderen Problem auf euch zurückkommen:)