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mtx als tablette oder als spritze

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von loona87, 5. August 2010.

  1. loona87

    loona87 Neues Mitglied

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    hallo!
    meine tochter ist drei jahre alt und soll nun einmal die woche mtx bekommen. ich habe jetzt die wahl zwischen der tablette oder der spritze.
    der rheumatologe sagt die spritze wäre besser verträglich und ginge nich so auf die leber und sie wirkt besser. bei der tablette kann es sein, dass der körper nur 30 % des wirkstoffes aufnehmen kann und dann die dosis nicht ausreichend sein könnte.
    ich würde meiner tochter am liebsten natürlich die spritze ersparen. aber wenn die tabletten nicht so gut sind... natürlich will ich nur das beste für meine kleine.
    wie würdet ihr entscheiden?

    vlg loona
     
  2. ela11

    ela11 Neues Mitglied

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    Hallo loona,

    der Rheumatologe meines Sohnes hat uns auch zur Spritze geraten,
    wäre angeblich wesentlich verträglicher und wirkt besser.
    So spritzt mein Sohn sich jede Woche selbst, ist zwar immer wieder eine Überwindung für ihn, aber wenn sie dann mal drin ist, findet er es gar nicht mehr so schlimm.

    LG ela
     
  3. whisky

    whisky Neues Mitglied

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    Hallo,

    meine Tochter ( 11 ) bekommt jetzt zum dritten Mal MTX. Die ersten zwei Male hat sie Tabletten genommen. Da war ihr immer sehr übel. Außerdem spielten schon mal die Leberwerte verrückt. Jetzt bekommt sie zum ersten Mal Spritzen. Sie hat jetzt die 7. Spritze und bis jetzt sind wir sehr zufrieden. Vorallem die Übelkeit ist bis jetzt viel besser. Ich hoffe, das bleibt so. Ich hatte am Anfang auch Angst, mein Kind zu spritzen, weil sie auch so große Angst davor hatte. Aber die Kinder gewöhnen sich dran- und wir Mamas auch.

    Liebe Grüße
    Tanja
     
  4. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Loona,

    da hat euer Arzt (leider) recht. Bei meinem Sohn hat MTX als Spritze auch viel besser als die Tablette gewirkt.

    Aber: Es gibt Pflaster die kurze Zeit vor dem Spritzen auf die Haut geklebt werden und diese Stelle örtlich betäuben. Dadurch wird der Einstich nicht mehr bemerkt. Lass dir doch solche Pflaster mit verschreiben.

    Und du darfst nicht zu zöglicher dabei sein, also deine Tochter schon vorher dafür bemitleiden. Das überträgt sich.

    Viel Glück für deine Kleine

    Gruß
    anko
     
  5. Leo

    Leo Neues Mitglied

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    MTX als Spritze oder Tablette

    Hallo Ioona und alle anderen, eine kontrollierte Studie hat gezeigt, dass es in Bezug auf die Wirksamkeit bei Kindern keinen nachweisbaren Unterschied zwischen der Gabe von MTX als Tablette oder Spritze gibt. Daher geben die erfahrenen Kinderrheumatologen heute zunächst allen Kindern MTX als Tablette. Nur bei Unverträglichkeit (z.B. Magenprobleme, Übelkeit) wird umgestellt auf die Spritze. Ich würde daher geraden einer 3-jährigen keine Spritze verabreichen. Man kann die Tqbletten oder auch die Spritzflüssigkeit guit mit SAft oder Joghurt verrühren (Tabl. vorher mörsern). Du hattest auch noch wegen der Dosierung gefragt. Du kannst davon ausgehen, dass ein 30kg schweres, "normal" großes Kind eine Körperoberfläche von 1 qm hat. Dies erhält dann 10-15mg MTX/Woche. Eine Dreijährige dürfte deutlich darunter liegen und sollte auch weniger MTX erhalten. Man weiß nämlich auch aus Studien, dass mehr als 15-20mg MTX pro qm Körperoberfläche keinerlei Wirkungsvorteil bringen. WEnn diese Dosierung nicht ausreicht, müsste man die Therapie z.B. durch Biologika intensivieren. Du solltest Dir evtl. eine 2. kinderrheumatologische Meinung einholen. Aus Nordfriesland kommend z.B. in Kiel Dr v. Bismarck (Uni Kiel) oder in Hamburg Dr. Küster (Asklpios Klinik Altona). Aus Bad Bramstedt höre ich z.Zt. leider eher von verzweifelten Eltern mit Klagen über fehlende Zeit für Fragen und Antworten und fragwürdige Therapieansätze. Gruß Leo
     
  6. AndreaSt

    AndreaSt Mamadrache

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    Sorry Leo, abe ich kann dir da nicht zustimmen.

    Unser Rheumadoc empfiehlt immer die Spritzen. Die Tabletten gehen definitiv auf die Leber. Das haben wir schon vor 12 Jahren festgestellt und da hat sie die Tabletten nur einige Wochen genommen.
    Unter der Spritze gab es keine Probleme mit der Leber und das über Jahre.
    Dieser Eindruck haben mir schon mehrere bestätigt.
    Und mit einer guten Schulung durch den Arzt bekommt man das mit der Dosierung auch hin.
    Außerdem sollte man bedenken, dass es Enbrel, Humira u. a. nur als Spritze gibt, und so leid es mir auch tut, die Kinder müssen sich drangewöhnen.
    Wir leben seit 15 Jahren damit, wir haben ihr immer alles erklärt und sind damit gut gefahren.
    Uns allen sind die Spritzen tausendmal lieber als Tabletten.