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Mögliche Jobs mit RA? Bitte um Hilfe!

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von erdbeertörtchen, 3. Mai 2016.

  1. erdbeertörtchen

    erdbeertörtchen Neues Mitglied

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    Hi,

    ich bin 24 und hab letztes Jahr im Oktober die gesicherte Diagnose Sakroiliitis und Spondyloarthritis (RA) diagnostiziert bekommen. Davor war ich bei etlichen Ärzten und dachte schon ich sei verrückt und bilde mir diese irren Schmerzen nur ein.

    Wie auch immer, vor der Diagnose hab ich als Zahnmedizinische Fachangestellte gearbeitet. Seit Oktober bin ich krank geschrieben und mein ehemaliger Chef hatte mich anfang diesen Jahres gekündigt weil nicht klar war wann ich zurück komme und ich dann aber auch nicht mehr Vollzeit arbeiten kann. Nun kann ich diesen Beruf wegen der Zwangshaltung sowieso nicht mehr aufnehmen.

    Meine Reha ist bereits beantragt. Ich bekomme Certolizumab pegol, Schmerzmedikamente, Medikamente für die Depression und zum Schlafen. Ein Teufelskreis! Durch meine Medikamente gegen die Depression kommt mein Tatendrang wieder und ich möchte mich aufraffen. Schwierig ist das aber durch meine Schmerzen trotz der Medikamente. Ich kann nicht einmal unsere Wohnung in einem Stück putzen, ich musste lernen die Arbeit dann liegen zu lassen und mir Tag für Tag nur kleine Teile vorzunehmen.

    Die Schmerzen in den Füßen, Kniegelenken und Handgelenken sind schon viel viel besser, aber meine ISG-Schmerzen sind nach wie vor da. Meine Rheumatologin bespricht sich im Moment noch mit den Ärzten der Klinik die damals eine direkte Spritze mit Cortison in die Sakroiliitis am ISG abgelehnt hatten, da sie der Meinung waren dass sie nur eine geringe Chance haben dass sich das Cortison selbständig verteilt weil sie nur an einen kleinen Teil direkt ran kommen. Eventuell wagen sie doch den Versuch bzw bekomme ich dann stärkere tnf-alpha-blocker.

    Meine Frage ist: Gibt es denn jemanden oder habt ihr eine Idee was ich dann beruflich anstreben könnte? Ich kann weder lange sitzen noch stehen, es kommt ebenfalls dann nur halbtags- oder teilzeitarbeit in frage.

    Ich hab mir das auch anders vorgestellt, eigentlich waren wir bei der Kinderplanung vor der Diagnose... Jetzt heißt es neuen Mut fassen! Vielen Dank schonmal an alle Antworten und allein schon fürs durchlesen!
     
  2. Heidesand

    Heidesand Bekanntes Mitglied

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    hallo,

    leider habe ich dazu auch keine zündende Idee, habe auch das Problem mit Zwangshaltung.
    Ich war zum Gutachter und der hat so viele Einschränkungen ins Gutachten geschrieben, solch einen
    Job gibt es nicht :eek:

    Es ist aber gut, wenn du zur REHA gehen kannst, dort wird auch über die berufliche Zukunft gesprochen
    und ausgelotet, was geht. Oft werden auch psychologische Einzelgespräche angeboten, das würde ich auch
    nutzen. Das kann sehr hilfreich sein, bei der Krankheits- und Schmerzbewältigung.

    "alles wird gut"
    Heidesand
     
  3. moi66

    moi66 Aktives Mitglied

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    Hallo Erdbeertörtchen,
    grundsätzlich würde ich Dir raten, erst mal die Reha anzustreben und abzuwarten. Dann weißt Du auch besser, was noch geht und was nicht.
    Was mir spontan beim ersten Lesen eingefallen ist: Ein Teilzeit-Bürojob mit einem Deiner Problematik angepassten Arbeitsplatz. Ich habe einen höhenverstellbaren Schreibtisch (mit ärztlichem Attest bekommen), so dass ich ganz nach eigenem Bedarf zwischen Stehen und Sitzen wechseln kann. Ggf. kann ich immer mal einen Gang zum Kopierer, zum Postraum.. einschieben. Eventuell - das besprich denke ich am Besten mit Deinem Arzt - macht ein Antrag auf Schwerbehinderung Sinn? Das macht es manchmal leichter, einen Job zu bekommen. Gesundheitsamt / Krankenkasse / Bürokraft in einer größeren Zahntechnischen Praxis, wo Du auch Deine bisherigen Fachkenntnisse einbringen kannst?

    Ich bin nicht stark eingeschränkt und hatte schon meine feste Stelle, als das Theater bei mir los ging. Und ich habe einen sehr sozialen Arbeitgeber, insgesamt also fast ein Sechser im Lotto. Somit kann ich Dir nicht gar so gut raten.
    Ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass sich der Mut wieder findet!
    LG
    moi
     
  4. erdbeertörtchen

    erdbeertörtchen Neues Mitglied

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    <danke!

    Vielen lieben Dank für deine Anregungen!

    Ich mach mich mal schlau wegen dem Schwerbehindertenausweis, vielleicht ist das so wirklich besser mit einem neuen Job!;)
     
  5. dieNici

    dieNici Neues Mitglied

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    Huhu,

    also was mir jetzt spontan in den Sinn gekommen ist, ist ein Job in einem zahntechnischen Labor. Vielleicht ist das was für dich. Ich habe keine Ahnung, ob du da eine Spezialausbildung/-weiterbildung brauchst, aber schlau machen, schadet ja nicht.

    Ich drücke die Daumen, dass du etwas passendes für dich findest.

    LG Nici
     
  6. erdbeertörtchen

    erdbeertörtchen Neues Mitglied

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    Dankeschön, für das zahntechnische Labor brauch ich eine Ausbildung als Zahntechniker.
    Habe mit meiner ärztin in der Klinik geredet, soll die reha machen und dann einen Antrag auf den schwerbehindertenausweis stellen und dann auf Erwerbsminderungsrente, dann evtl eine Umschulung. Habe nun doch bleibende Schäden an den Gelenken. Naja wird schon. Danke für eure Anregungen :)
     
  7. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hi,

    bist Du sicher, dass Du RA hast? Eine Spondyloarthritis wäre eher Bechterew o.ä. Das würde auch zur Sakroiliitis passen. Bekommst Du MTX? TNF- alpha Blocker wirken alle ähnlich- manchmal spricht man nur besser auf einen bestimmten an. Ist dies Dein erster? War Dein HLA- B27 positiv? Wurden Rheumafaktor, CRP und BSG bestimmt? So viele Fragen....

    Ich hatte das "Glück", dass ich meine Diagnose mit 18 bekommen habe und meine berufliche Zukunft danach auslegen konnte. Ich hätte als "Notnagel" damals eine Ausbildung in der Verwaltung im öffentlichen Dienst gemacht. Oft ticken die Uhren da noch langsamer und mit einer Schwerbehinderung hat man relativ gute Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen- allerdings muß man den Eignungstest bestehen. Es bestht die Möglichkeit einen speziell ausgestatteten Arbeitsplatzes- bestimmter Stuhl, höhenverstellbarer Schreibtisch,...

    Ich kann Deine Sorgen verstehen. In Deinem Alter hatte ich auch noch kein wirksames Medikament gefunden und mit dem Gedanken der Rente gespielt. Seit 2000 (da war ich 30 Jahre alt) nehme ich einen TNF- alpha Blocker und seitdem hat sich mein Leben deutlich verbessert. Es gibt ggf. auch die Möglichkeit einen IL-17 Blocker (Secukinumab) zu testen.

    Drück die die Daumen, dass Du Deine Therapie findest!

    Viele Grüße
    Jürgen
     
  8. Lady Sunshine

    Lady Sunshine Neues Mitglied

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    Hallo erdbeertörtchen

    Hallo erdbeertörtchen, das problem hatte ich auch in Bezug auf das Berufliche.
    Bin aber ein paar Jahre älter wie du und habe vor der Rheuma Diagnose schon
    eine Ausbildung abgeschlossen.
    Ich leide seit 2013 an entzuündlichem Rheuma, Fibro, Kollagenose ....
    Jedenfalls hilft entweder das Jobcenter einen irgendwie weiter wie z.b. dich
    zu einem Amtsarzt schicken oder die Agentur für Arbeit Bereich Rehabilitation.
    Aber wie eine hier schon gesagt hat, wenn du die Reha machst, gibts dort auch
    eine Art Sozialer Dienst, wo man mit denen reden kann über das Berufliche oder alles,
    ich glaube einen Psychologen kann man auch in Anspruch nehmen.
    Mir konnte der Soziale Dienst nicht weiterhelfen dort in der Reha, die meinten ich solle
    mich in der Agentur für Arbeit an einen Rehaberater wenden.
    Bis ich zum Rehaberater kam, hat es aber auch ne ewigkeit gedauert.
    Ich drück dir die Daumen und du solltest sehr viel Zeit mitbringen und erstmal
    an dich und die Gesundheit denken, das Berufliche ist denke ich im Augenblick nicht so wichtig.

    Alles Gute dir noch! :)
    MfG
    Lady Sunshine