1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Mischkollagenose

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von queenlagg, 11. Juli 2009.

  1. queenlagg

    queenlagg Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    11. Juli 2009
    Beiträge:
    9
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen!

    Was ich dringend bräuchte, wären Tipps, wie man die Mundtrockenheit und damit verbunden vermehrtem Karies sowie kaputter Zunge und Mundschleimhaut lindern kann (ohne Minze oder Menthol).

    Wegen dieser Mundtrockenheit, die seit etwa acht Jahren immer stärker geworden ist, bin ich im Frühjahr in einer internistischen Rheumapraxis gewesen. Die Ärztin hat eine Mischkollagenose auf Grund der Blutwerte und anderer Symptome diagnostiziert. Nur sind merkwürdigerweise die Parameter für das Sjögren-Syndrom negativ - wieso also die Mundtrockenheit??

    Folgende Blutwerte sind bei mir außerhalb des Normbereiches:
    RF - 93,2 lU/ml
    IgG Se - 1700 mg/dl
    IgA - 615 mg/dl
    ANA-Hep2 - >1:200
    ANA-Hep2-Titer - 1:12800
    ENA-Pool - stark positiv (RE 156)
    CCP-AK - 15 RE/ml
    BKS - 28
    U1snRNP-AK - stark positiv
    Kann jemand diese Zahlen bewerten?

    Seit meiner Kindheit habe ich eine Aktino-Neurodermitis (Überempfindlichkeit gegen Sonne), durch die sich in den letzten Jahren ein leichtes Asthma entwickelt hat - beides ja auch Autoimmunerkrankungen. In 2004 hatte ich Morbus Werhof als allergische Reaktion auf ein Antidepressivum - auch eine Autoimmunerkrankung. Da muss ich mich ja eigentlich über die Mischkollagenose nicht wundern ...

    Die Rheumatologin möchte mich nun mit Immunsuppresiva und Antimalariamitteln behandeln. Ich bin mir aber unsicher, ob ich das machen soll, da ich eigentlich als Symptome nur die Mundtrockenheit und die Verschlechterung der Haut durch Wärme und Sonne habe. Denn ich hatte 1992 ein MammaCA mit Lymphknotenbefall und befürchte, dass durch das unterdrückte Immunsystem die Tumorzellen wieder wachsen könnten. Aber andererseits hat mich mein überaktvise Immunsystem aucht nicht gegen den Krebs geschützt ...

    Nun ist der Text ja ziemlich lang geworden und ich fasse meine wichtigsten Fragen kurz zusammen:
    Was hilft gegen Mundtrockenheit und deren Folgen?
    Wie sind die Blutwerte zu bewerten? Welche anderen Untersuchungen wären noch sinnvoll?
    Kann die Mischkollagenose durch die Krebstherapie entstanden sein?
    Ist eine Rheumatherapie im frühen Stadium sinnvoll oder erst bei "richtigen" Beschwerden?

    Wie sind überhaupt die Aussichten bei dieser Art von Rheuma?

    Ich danke schon mal allen, die sich die Mühe machen, diesen langen Text zu lesen und mir auch noch zu antworten!!

    Viele Grüße und alles Gute!

    queenlagg
     
  2. Witty

    Witty Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Dezember 2006
    Beiträge:
    1.810
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Hallo Queenlaag und ein herzliches Willkommen,

    Wenn du in der Suche hier oben den Bergriff "Kollagenose, Sicca Symtomatik eingibst" findet du einen langen Thread über das Sjögren-Syndrom und viele helfendeTipps.
    Mischkollagenosen setzen sich ja aus Symtomen unterschiedlicher Kollagenosen zusammen und da ist ein Sjögren-Syndrom nicht ungewöhnlich. Ansonsten würde ich sagen, dass noch ein wenig Lupus mit drin sein könnte, wegen der Sonnenempfindlichkeit und den Hautausschlägen. Typisch für eine Mischkollagenose sind diese U1nrnp Antikörper und die hohen ANA. Andere spez. Werte wie z.B. SSA od. SSB für Sjögren müssen nicht zwingend gefunden werden und es kann trotzdem beteiligt sein. Das gilt auch für andere mögl. Beteiligungen. Unbehandelt verschlechtern sich diese Erkrankungen mit der Zeit. Da Kollagenosen auch die Organe angreifen können, sollte eine Durchuntersuchung stattfinden. Am besten in einer Uniklinik.
    Die Ursache kann man nicht ausfindig machen. Deshalb würde ich mir keine Gedanken machen, ob irgendeine frühere Erkrankung diese nun ausgelöst hat.
    Es werden oft Medikamente wie in der Krebsmedizin eingesetzt, allerdings in viel geringerer Dosis. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass solche Medikamente mit dem Beginn der Erkrankung zu tun haben. Was die Medikation betrifft, solltest du diese Bedenken mit den Ärzten besprechen. Eine Mischkollagenose spricht i.d.R. sehr gut auf Medikamente an, u. es ist auch durchaus möglich, dass man diese bei guter Wirkung runtersetzen u. auch mal ganz absetzen kann und
    die Erkrankung sich zurückbildet.