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Minijobzwang für Langzeitarbeitslose?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von kukana, 4. Mai 2003.

  1. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo an alle,

    viele hier im forum sind bedingt durch ihre erkrankung arbeitslos geworden, bekommen aber ihre rente nicht durch. erwerbsunfähigkeit wird nicht anerkannt usw. neuerdiings erwägt unsere bundesregierung hier ein "Muß" einzuführen für Minijobs. anerenfalls werden gelder gekürzt.

    zitat aus ftd.de, Fr, 2.5.2003, 16:24

    Regierung erwägt Minijob-Zwang für Langzeitarbeitslose

    Langzeitarbeitlose werden künftig jedes zumutbare Arbeitsangebot annehmen müssen - auch so genannte Minijobs. Andernfalls drohen Sanktionen.
    Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte am Freitag in Grundzügen einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Für Arbeitslose, die ihre Stelle vor nicht allzu langer Zeit verloren haben und noch Arbeitslosengeld beziehen, gelte dies nicht. Langzeitarbeitslose, die ein Job-Angebot ablehnen, müssen mit Sanktionen rechnen.

    Die Neuregelung ergebe sich aus der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II, sagte die Sprecherin. Das Arbeitslosengeld II orientiere sich an der Sozialhilfe. Bereits heute müssten Sozialhilfeempfänger jeden ihnen zumutbaren Job annehmen. Minijobs seien dafür gut geeignet, da Arbeit suchende auf diese Weise leichter an einen Job herangeführt werden könnten. Der Arbeitgeber könne sich von dem neuen Mitarbeiter leichter ein Bild machen.

    Ausnahmen für ältere Arbeitslose

    Die Sprecherin sagte, dass sich für Empfänger des Arbeitslosengeldes I nichts ändere. Bislang wird diese Versicherungsleistung noch 32 Monate gezahlt. Sie soll auf zwölf Monate, für Arbeitnehmer über 55 Jahre auf 18 Monate gekürzt werden.


    Die Sprecherin sagte auch, dass Langzeitarbeitslose bei der Annahme von Job-Angeboten einen Bonus zu erwarten hätten, bei Ablehnung jedoch mit Sanktionen rechnen müssten. Zur konkreten Ausgestaltung der Sanktionen wollte sie sich nicht äußern, da der Gesetzentwurf noch nicht erstellt sei. Die "SZ" schrieb, wer das erste Angebot ablehne, solle zehn Prozent weniger Hilfe bekommen, beim zweiten Mal 30 Prozent weniger. Minijobs sind bis 400 Euro sozialversicherungsfrei.



    © AP

    zitat ende

    was haltet ihr von dieser aktion??

    gruss kuki :confused:
     
  2. Hannes II.

    Hannes II. Guest

    Klasse Idee, schafft ne Menge neue Arbeitsplätze - zumindest bei MDKs und Krankenkassen.

    Hannes :p
     
  3. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi, Kukana

    Ich finde das alles keine gute Idee, denn es geht doch um die Alterssicherung und mit diesen € 400 Jobs gibt es keine Zukunft, wenn man noch ein paar Jahre "zuverdienen" will wegen der Rente.

    Es ist nur für den Staat und die Statistiken - aber davon haben tut derjenige, der arbeitet, garnichts.

    Ausserdem muss man immer daran denken: ALG gibt es immer vom Schnitt der letzten 3 Monate - Klasse, wenn man dann noch weniger verdient.

    Und am Ende ist es mal wieder so: die, die am wenigsten dafür können sind die, die am meisten dafür zahlen müssen.

    Trauriges Deutschland.

    Pumpkin
     
  4. Klaus Feller

    Klaus Feller Guest

    Minijobs

    Hi,
    alle rentner vor dem 65ten lebensjahr dürfen laut LVA nur 340 euro verdienen statt 400 euro.
     
  5. fellchen

    fellchen Guest

    Denk ich an Deutschland in der Nacht....

    Hallöchen,
    weil diese Regierung keines ihrer Wahlversprechen einlösen konnte, "arbeitet" sie jetzt mit solchen "Maßnahmen".
    Es ist einfach nur peinlich, traurig und für uns chronisch kranke leider auch bedrohlich.
    Höchstwahrscheinlich werden Schröder&Co noch vor der Umsetzung abgewählt, aber was kommt dann????
    Denk ich an Deutschland in der Nacht.... (Ihr seht es auch der Uhrzeit des Postings)
    Nicht aufgeben!!!!
    Nächtliche Grüsse
    Fellchen