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meine eltern!

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von nadia, 29. August 2010.

  1. nadia

    nadia Neues Mitglied

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    hallo rheumafreunde!

    ich konnte in der letzten zeit fast kaum rein schauen, denn meine eltern liegen beide in dem selben kh sterbendkrank.

    mein vater hat sich die huefte gebrochen und meine mutter hat leider eierstockkrebs mit mitastasen . ihr gehts sehr schlecht , sie wurde operiert und ihr wurde ein grosses stueck vom darm und kleinen daerme , eierstoecke , gebaermutter und magen op, aber leider ist der krebs schon so weit geschritten, dass sie nicht mehr in der lage sind noch etwas rauszuschneiden. sie konnte leider kein urin und stuehl mehr lassen. sie hat nun eine seidenoeffnung fuer stuehlgang. so etwas ist echt haesslich zumal im alter meiner mutter . sie ist 82 jahre alt.

    heute wird entschieden , bo sie noch chemo bekommt, das verstehe ich nicht? wieso bekommt sie noch in ihrem alter noch chemo, aber mal sehen , was uns noch gesagt wird. vertraegt sie noch 6 chemotherapien??? kaum zu glauben....

    tut mir leid, euch das am sonntag zu benachrichtigen , aber ich bin ja nur noch im kh bei mom im 7. stock und papa im 4. er kann nicht mehr laufen, ob er jemals noch laufen wird? diese frage soll eben offen bleiben.

    er ist auch fuer unsere verhaeltnisse alt 83 jahre. ich weiss nicht, wie es weiter geht, denn er hat starke depressionen, isst nicht mehr und auch trinken nicht, spricht kaum noch , vergisst alles und weint sehr viel, er weigert sich auch noch medis zu nehmen. er war am tropf angeschlossen aber seit einer woche nicht mehr und er moechte auch nicht mehr. weiss nicht was ich machen soll. wenn er meine mutter sieht , bekommt er solche angst , dass er alles vergisst , aber alles...
    got soll uns helfen . ich uebernachte bei meiner mutter im zimmer , die die pflege hier ist nicht so klasse, naja , mir gehts auch nicht gerade gut. die letzte bandscheibenop L2-L3 brennt nur noch die stelle, kann mich kaum noch beugen vor schmerzen. ich konnte gestern einfach nicht mehr hingehen so habe ich eine krankenschwester privat bezahlt aber auf dauer kann ich das bestimm tnicht machen.

    ich muss gleich wieder hin, sonst sind beide wieder allein.

    weiss nicht mehr , was ich noch sagen soll, ausser dass ich nicht mehr weiss, wie das leben weiter gehen soll und was uns noch passieren wird.

    hat jemand von euch irgend welche erfahrung zu diesem thema??? waere euch sehr dankbar

    liebe gruesse noch
    nadia
     
  2. anbar

    anbar Neues Mitglied

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    hallo Nadja,
    das tut mir sehr leid für Dich, was da mit deinen Eltern geschieht.
    Ich kann mir denken das Du am verzweifeln bist und nicht mehr ein noch aus
    weist.
    Tja, ich war auch schon einmal vor Jahren in einer ähnlichen Situation, nur hatte ich den Vorteil das meine Mutter noch einigermaßen gut dabei war.
    Mein Vater hatte mehrere Hirnschläge und war von da nur noch im Pflegebett, erst 3 Monate in der Klinik und anschließend 3 Jahre zu Hause als Schwerstpflegefall.
    Hier in Deutschland ist das schon nicht einfach, aber ich denke ,in Ägypten ganz schlimm.
    Ich kann Dir, deiner Mutter und Deinem Vater nur alles Gute wünschen und
    das die beiden nicht so leiden müssen.
    Alles Gute für Euch
    Lieben Gruss
    Anbar
     
  3. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    liebe nadia,

    es tut mir sehr leid, dass du durch eine so harte zeit gehen musst.
    das ist sehr schwer,
    noch dazu, wenn es beiden eltern gleichzeitig so schlecht geht.
    und doch ist es einfach nun mal der lauf des lebens:
    alter, krankheit, tod.

    ich habe das so ähnlich wie du beschreibst bei meinem vater mitgemacht, er war leider erst 72 als er gehen musste.

    ich habe ihm nach einigen wochen gewünscht, dass er sterben kann, weil es eine erlösung war für ihn.

    und bei meinem lieblingsonkel war es ganz ähnlich-wir mussten ihn im juni begraben.

    so hart es ist, wir müssen unsere eltern gehen lassen, wenn es zeit ist....

    liebe nadia, ich wünsche dir ganz viel kraft für die kommende zeit und freunde, die dir beistehen dich unterstützen und dich trösten,

    fühl dich von mir umarmt,wenn du magst!

    viele liebe grüße von mni
     
  4. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Hallo Nadia,
    das ist eine schwierige Situation für dich.
    Gehe bitte morgen - heute, am Sonntag werden die nicht da sein - zu den Sozialarbeitern der Klinik oder - das geht auch heute - zum Klinikseelsorger, der kennt sich damit auch aus und ist dafür da (ich mache das auch beruflich), da ist völlig egal, ob du sonst mit Kirche was zu tun hast.

    Dann soll er/sie dir helfen, zu klären/zu erinnern, was deine Mutter möchte: Will sie sich in diesem Zustand noch eine Chemo antun? Der Klinikseelsorger/Sozialarbeiter redet dann, wenn sie die Chemo nicht möchte, mit den Ärzten - bzw. er unterstützt dich und geht mit - und ihr könntet den Ärzten (wenn ihr vorher mit deiner Mutter gesprochen habt, dass kann er aber auch machen) besprechen, dass deine Mutter auf eine Palliativstation oder in ein Hospiz kommt.
    Vorteil im Hospiz (Palliativstation macht aber das gleiche): Deine Mutter wird liebevoll gepflegt und v.a. mit Würde behandelt. Und die Ärzte dort werden alles tun, damit sie keine Schmerzen hat und somit noch eine erfüllte Zeit haben kann - egal, wie lange die dauert. Es gibt auch ambulante Hospizvereine, die kommen dann zu ihr nach Hause und sind dort bei ihr. Und du als Angehörige wirst auch unterstützt.
    Wenn man auf einer Palliativstation oder im Hospiz liegt, heißt das nicht, dass man sofort stirbt. Aber das erklärt dir der Seelsorger näher. Es gibt Leute, die von dieser Station auch wieder nach Hause entlassen und dort ambulant betreut werden und dann wiederkommen....
    Der Klinikseelsorger oder der Sozialarbeiter, bzw. die Leute vom Hospiz haben auch eine menschenwürdige Idee für deinen Vater.

    Geh´dort hin. Beim Seelsorger hängt eine "Notfalltelefonnummer" an der Tür, oder der ist jetzt ohnehin zum Gottesdienst in der Klinik.

    Und wenn du da ein Problem bekommen hast, dann schreib hier sofort wieder - dann suchen wir was anderes.

    Aber bei dem, was du schilderst, denke ich, dass es gut wäre, wenn beide - auf jeden Fall aber deine Mutter - ins Hospiz können; dein Vater eben als Begleitperson, der unterstützt wird, bei deiner Mutter zu sein (und dann eben auch so lange mitgepflegt wird, dass er bei ihr sein kann...).

    Sei umärmelt,
    Pezzi
     
  5. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Hallo nadia,

    oh man, dass ist ja eine traurige Situation :(. Da fehlen einem die Worte, aber ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft diese sehr schwere Zeit zu überstehen. Ich wünsche dir auch viele liebe Menschen die dir den Rücken stärken und dir die Kraft geben dies zu meistern. Kopf hoch!

    So hart dies auch klingen mag, aber deiner Mutter wünsche ich, dass sie bald erlöst wird, denn diese Situation ist für sie ja eigentlich nicht tragbar und anscheinend muss sie qualen leiden. Das hat keiner verdient!

    Deinem Vater wünsche ich ebenso wie Dir ganz ganz viel Kraft, ich kann ihn verstehen, dass er nun starke Depressionen hat...

    Fühl dich gedrückt.

    Kristina
     
  6. Mni

    Mni Aktives Mitglied

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    kleine info für pezzi :)

    hallo pezzi,

    nadia wohnt leider sehr weit weg von uns- glaub in ägypten, wo alles ganz anders ist als bei uns ......

    liebe grüße von mni
     
  7. nadia

    nadia Neues Mitglied

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    liebend dank fuer eure antworten.

    liebe pezzi, ich fand deinen beitrag als meine einzige erloesung, falls ich in Deutschlad leben wuerde, ABER ich wohne ja nicht in dl sondern in aegypten, da herrschen leider andere umstaende....:mad::(
    das waere ja toll, wenn meinen elteren, meiner familie und mir geholfen werden koennten, aber das ist leider nicht der fall.

    vielen dank noch mal liebe anbar, mni, pezzi und kristina cux

    mir kommt alles noch mal hoch, wie mein sohn an krebs gestroben war, schlimm, was auf mich bzw. auf uns zu kommt. sie befindet sich in dem letzten stadium, bzw. im 4.

    ich muss gleich wieder ins kh nach dem ich die waesche zu hause gemacht habe. jedes mal wenn ich hingehen muss bekomme ich das gefuehl, dass meine fuesse gelaehmt sind.


    liebe gruesse

    nadia
     
  8. nadia

    nadia Neues Mitglied

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    danke dir liebe mni,

    ja ich wohne ganz weit weg, das gibts bei uns garnicht, wovon sie erzaehlt hat.

    liebe gruesse:top:
     
  9. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hallo nadi!

    mensch, das tut mir so leid!

    mein papa war damals so krank und ist dann leider an krebs verstorben!

    man fühlt sich so furchtbar hilflos und ist wirklich froh, über jedes tröstende wort oder über jede idee...

    ich drück dich.

    puffelhexe
     
  10. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Liebe Nadia,
    dass du in Ägypten bist, das habe ich nicht gewußt. Noch eine wirklich blöde Frage: Sind deine Eltern Deutsche oder Ägypter? Falls ihr Deutsche seid, dann .... mag blöd klingen, aber vielleicht hat die Botschaft eine Idee? Jemand, der euch bei der Pflege unterstützen kann etc. Auch dafür sind Botschaften da...
    Ich denke fest an dich, deine Eltern,

    Pezzi
     
  11. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    württemberg
    liebe nadia!

    es tut mir sehr leid zu lesen, dass es deinen eltern so schlecht geht. schlimm, dass es gleichzeitig alle beide betrifft. es macht so traurig, wenn man sieht, wie die eltern leiden.
    raten kann ich dir nichts. höchstens, dass du dir nicht zuviel zumuten solltest. die idee mit der privaten krankenschwester war sehr gut.
    heute wird sich ja herausstellen, ob deine mutter noch chemo bekommen soll. wichtig ist auch, denke ich, was sie selber dazu meint. ob sie das selber will.
    zu deinem vater fällt mir ein, dass ich hier einige sehr alte menschen kenne, also noch älter als dein lieber dad, die knochenbrüche und operationen gut überstanden haben und auch wieder laufen gelernt haben. aber da ist jeder mensch anders. es kommt auch darauf an, ob dein vater den willen und die innere kraft hat. wenn er zur zeit depressionen hat, könnte man ihm ja vielleicht mit medikamenten helfen? vielleicht würde er dann wieder mut fassen?
    ich wünsche dir viel kraft und gottes hilfe!
    liebe grüsse - eine umarmung -
    ruth
     
    #11 29. August 2010
    Zuletzt bearbeitet: 30. August 2010
  12. ivele

    ivele Aktives Mitglied

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    südl.NÖ
    liebe nadia..

    ...ich bin traurig, zu lesen, dass du so schlimme sorgen hast .
    es tut mir sehr leid, das es deinen eltern zur selben zeit so schlecht geht !
    aber ich finde es wunderbar, dass du so viel bei ihnen bist -
    das ist sicher für euch alle ein großer trost :)
    ob man mom eine chemo noch " antut", ist eine sehr schwere frage.
    die letzte entscheidung ist sicher bei mom,
    aber es ist wichtig gemeinsam , auch mit kompetenten docs zu reden.
    Kann dein pa manchmal zu mom gebracht werden,
    mit einem rollstuhl oder so ?
    vielleicht wäre ( mit med. vorbereitung ?) auch ein gemeinsames gespräch der eltern und euch / dir gut.
    deine eltern haben ja schon lange jahre gemeinsam gelebt und sicher auch viele sorgen gemeinsam getragen..
    schau aber auch, dass du manchmal was gutes für dich tun kannst,
    du brauchst sicher noch lange zeit deine kraft !!
    liebe nadia,
    ich wünsch dir von ganzem herzen ganz viel kraft und geduld ,
    damit du weiter deine eltern so gut begleiten kannst .
     
  13. nadia

    nadia Neues Mitglied

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    habt vielen vielen dank fuer eure antworten.

    wieder mal bin ich nicht allein durch euch und durch eure beitraege, die mich sehr wenigestens seelich unterstuetzen.

    ich werde allen beantworten ohne namen zu nennen, so fange ich an mit:
    1. wir sind alle aegypter, haben nix bei der deutschen botschaft zu suchen, ausser dem antrag vom visum nach dl, leider.

    2. mein vater hat die moeglichkeit zu meiner mutter im rollstuhl gebracht zu werden. ich lass ihn hochbringen immer , wenn er es kann, moechte oder ihm danach ist . wenn er siebekommt er wieder hoffnung und ihm gehts wieder ETWAS aber nur ETWAS besser, aber mehr kann ich auch nichts machen.

    3. pflegeperson habe ich zwar angestellt fuer beide,a ber sie sind nicht so gut hier bei uns, man muss hinter her sein und alles selbst kontrolieren. ein kleins beispiel kann euch ein bild von dem , was ich hier mit machen muss:

    vorgestern nacht fing meine mutter an zu schreien, sie hatte grosse bauchschmerzen und ich wusste nicht , was ich machen soll, habe die schwester gerufen und sie kam und meinte, sie haette keinen grund dazu und sie sollte lieber schlafen :mad: aber ich kenne meine mutter und wusste sehr gut, dass etwas nicht stimmte , aber WAS???? ichhabe die schwester noch mal gerufen , sie sollte den arzt holen , hat sie aber abgelehnt. ich wusste nicht , was ich machen sollte??? meiner mutti tat mir unendlich leid, ich habe ihren bauch mir anschaut, habe das loch im bauch extra noch mal sauber gemacht und ihr eine neue tuete daranbefestigt. trotzdem wurden die schmerzen immer mehr , die schwester kam hat ihr eine spritze gegeben und die schmerzen gingen nicht weg bis um 4. dann bin ich zufaellig auf ihre urintuete zugestossen........:eek:sie war so voll, dass sie explodieren schien..... na klar, urin war voll in der tuete und ging rueckwaerz in die blase zurueck. meine guete ...was koennten das fuer schmerzen sein, die arme 81 alte frau mit einer riesen krebsoperation. ich kann so was garnicht vertragen. ich meine, krankeiten gibts uebrall aber das doch nicht. ich habe immer angst, dass sie was schief machen und ich das nicht rechtzeitig entdecke... sie haben sowieso so eine komsiche einstellung zu aelteren menschen: sie sind sowieso ALt und fuehlen nix und sterben bald:confused::( das tut mir soooooooo leid. das gleiche war auch auf der intensivstation, wer es geschaft hat kommt aufs zimmer , wer nicht dann hat pech gehabt und kommt in den kuehlschrank. ich muss sehr aufpassen. ich wuenschte mir, sie haben ihre ruhe und sterben, denn ich kann nicht immer auf sie aufpassen im kh. es tut mir das gesagt zu haben aber manchmal gehts mir auch sehr schlecht. ich bin so verzweifelt.

    4. es wurde entschieden, dass sie chemo bekommt. sie moechte nichts davon wissen, sie ueberlaesst mir alles, das ist mir aber sehr viel. diese verantwortung moechte ich wirklich nicht uebernehmen , habe ich mal uebernommen und hatten meinen sohn in den tod geschickt. meine mutter besteht darauf, mir alles in die hand zu geben , ich soll nun sagen , ob sie doch chemo naechste wochen bekommt oder nicht...... das ist mir viel zu viel. aerze meinen sie solle doch , obwohl sie im 4. statium ist, das verstehe ich nicht und ich traue keinem.. abgesehen von den nebenwirkungen noch nachher.:eek: ich weiss nicht, mir ist das zu viel, einfach zu viel.

    erst am donnerstag werden ihr die klips im bauch abgenommen, obwohl alles so sehr geroetet ist, merkt man dass ihr bauch zugeheilt hat. ich bin gespannt , wie es wieter geht.

    5. zu meinem gesundheitlichen zustand moechte ich mich garnicht mehr aeussern, es lohnst sichnicht mehr:( was mir alles weh tut und wie meine letzte bandscheibenop geht, was mein rheuma macht und wie verrueckt alles bei mir zu zeit sich abspielt!!!!


    vielen dank sehr fuer eure beitraege und hilfe noch mal
     
  14. Kristina cux.

    Kristina cux. Küstenkind

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    Liebe nadia,

    ich weiß, meine Worte mögen jetzt vielleicht etwas hart klingen aber ich muss das mal loswerden.

    Ich würde es unverantwortlich finden, wenn deine Mutter im 4. Stadium noch eine Chemo bekommt. Natürlich sagt das Krankenhaus "ja", aber auch nur weil sie daran Geld verdienen. Denke an das wohl deiner Mutter, ich denke keiner möchte unnötig lang gequält werden. In dem Stadium, in dem sie sich befinden ist eine Erlösung denke ich am sinnvollsten, wenn man sie in ruhe gehen lässt, so schwer dies auch sein mag, aber ich würde einer Chemo nicht zustimmen.

    Es tut mir unendlich leid, was du jetzt alles durchmachen musst und was du alles erlebt hast und gerade auch erlebst.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Mut und hoffe das du liebe Menschen um dich herum hast, die sich auch ein wenig um dich kümmern.

    Liebe Grüße

    Kristina
     
  15. Pezzi

    Pezzi Neues Mitglied

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    Liebe Nadia,

    ich bin sprachlos, über das was du erlebt hast. (Bevor du jetzt denkst, in Deutschland ist alles anders... nein: bei meinen Eltern erlebte ich im Krankenhaus, dass alte Menschen unbedingt jemand brauchen, der von außen da ist.... damit mit ihnen normal umgegangen wird.)

    Zu deiner Mutter:
    Die Entscheidung treffen zu müssen, ist unglaublich belastend. Ich würde - wäre es meine Mutter - folgendes machen:
    1. Der Arzt soll mir sagen, welche positive Wirkung die Chemo jetzt für deine Mutter hat: Ist sie schmerzfrei? Keine Übelkeit? Wie lange dauert sie? Welche Chancen auf ein Anschlagen gibt der Arzt?

    2. Wenn herauskommt, dass er nicht weiß, ob sie die Chemo überlebt, würde ich ablehnen. Wenn er nicht weiß, wie sie ausgeht, Übelkeit und Schmerzen dazugehören, würde ich auch ablehnen.
    Zustimmen würde ich nur, wenn klar ist, dass sie während der Chemo keine Schmerzen, keine Übelkeit hat.

    Ansonsten würde ich den Arzt bitten, eine optimale Schmerzversorgung zu gewährleisten ... und kannst du die Schwester, wenn du sie schon zahlst, nicht austauschen? Urinbeutel übersehen - Wahnsinn.

    Ich denke an euch,
    Pezzi
     
  16. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe nadia,

    fühl dich ein mal herzlich umarmt, es ist eine so schwere, belastende situation für dich. leider kann ich sehr gut nachempfinden wie es dir geht,
    mein vater starb 3 monate lang (konnte auch keine entscheidungen mehr treffen), meine mutter vor wenigen wochen kurz nach ihm. hier in D haben wir natürlich das glück einer anderen versorgung.

    es ist eine bürde, die deine mutter dir auferlegt, aber du wirst sie nicht ablehnen können und wirst in bestem wissen zum wohle deiner mutter entscheiden müssen. was das ist, das kann dir niemand aus der ferne sagen, du kennst deine eltern, hast vielleicht eine vorstellung von dem was sie vermutlich vor ihrer erkrankung für solche dinge dachten. hier wurde schon gesagt, dass eine chemo vielleicht nicht mehr die richtige wahl ist.
    wenn ich lese wie du die situation beschreibst, frage ich mich das ganz vorsichtig auch. denn eins ist sicher, eine chemo ohne belastung gibt es nicht. so wie es sich für mich darstellt ist der zu klärende punkt: bringen die belastungen einer chemo einen deutlich erkennbaren, nachhaltigen, lebenswerten vorteil für deine mutter? das müssen dir die ärzte beantworten.

    dann, liebe nadia, lass deinen bauch und dein herz entscheiden!
    ich weiss sehr gut wie schwer das ist, und wie solche dinge und entscheidungen uns nachhängen. aber wir können uns dem nicht entziehen. ich wünsche dir von ganzem herzen kraft und mut für alles was auf dich zukommt!

    ich werde an dich denken! marie
     
    #16 31. August 2010
    Zuletzt bearbeitet: 31. August 2010
  17. Colana

    Colana Musikus

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    Liebe Nadia,

    ich möchte mich den Worten von Marie und den anderen Vorschreibern anschließen.

    Es ist eine Wahnsinnsbelastung, was Du im Augenblick da erlebst.

    Versuch immer dabei das Wohl von Deiner Mutter im Auge zu behalten. Sie ist schon 82 Jahre alt und hat Krebs im 4. Stadium. Eine Chemo ist nicht nur für Deine Mutter eine enorm starke Belastung...

    Wenn der Arzt Dir Deine Frage nicht vernünftig beantworten kann oder
    Dir Dein Bauchgefühl was anderes sagt, dann höre auf Deine innere Stimme, sie wird Dich leiten.

    Meine Wünsche an Dich:
    Dass Deine schlimme Zeit und die Leidenszeit Deiner Eltern bald vorbei sind, damit es Dir auch bald wieder besser geht. Fühle Dich vorsichtig umarmt. Meine Gedanken sind bei Dir.
     
  18. rephi38

    rephi38 Neues Mitglied

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    Liebe Nadia, laß dich in den Arm nehmen. Mehr kann ich nicht tun, lesen und dir Wünsche senden, eine Kerze anzünden und euch Kraft senden.
    Aber in Gedanken sind wir dir /euch nahe.
    matthi & rephi
     
  19. bise

    bise Neues Mitglied

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    oh nadia, ich drücke dich ganz fest. lass deinen bauch und dein herz entscheiden, dein verstand hat dir schon geraten, NEIN zu den weiteren belastungen bei deiner mutti zu sagen.
    keinerlei pflege und dann die brutalen nebenwirkungen von chemo, wie sollte das gehen? deine mutter bedarf der ruhe und der würde des alters, das sollte jede/r ihr zugestehen.
    ich habe gestern hier rein zufällig im tv den lebensbericht über einen bekannten fernsehstar gesehen - du wirst ihn vom deutschen tv kennen, er war der star, als du dich in deutschland aufhieltest - hans rosendahl, er war total verkrebst, die ärzte haben operiert und ihn schmerzmittelmässig gut versorgt, nach der op hat er noch 4 monate gelebt und ist dann friedlich gestorben.
    bei deiner mutter ist alles betroffen, wie soll das gehen mit der chemo?. das durchhalten der chemo erfordert kraft, diese ist bereits vergangen.
    unterstütze deinen vater, dass er aus dem rolli rauskommt.
    Nadia, du bist derzeit über,über,überbelastet. das, was du ertragen musst, durchzustehen hast, wird schon für einen gesunden zuviel. du bist nicht gesund, bedenke das bitte. denke immer auch ein ganz klein wenig nur an dich. delegiere arbeit, wo es irgend geht.
    ich drücke dir die daumen, ich wollt, ich könnte dir helfen und dich etwas unterstützen,
    deine
    bise
     
  20. josie16

    josie16 PsA

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    Liebe Nadja!
    Du solltest tatsächlich den Wunsch deiner Mutter erfüllen und auf die Chemo verzichten. Ich weiß, daß das für die Kinder eine fuchtbare Belastung ist, solch eine Entscheidung zu treffen, aber deine Mutter hat dir ja gesagt, was ihr Wunsch ist!

    Du erfüllst ihr letztendlich diesen Wunsch. Ich denke für deine Mutter ist es fühlt, daß sie nicht mehr gesund werden wird und hofft deshalb darauf, daß Du ihren Wunsch den Ärzten gegenüber vertritts, weil sie vermutlich keine Kraft mehr für eine solche Diskussion hat.

    Ich habe in meiner 30 Jährigen Berufserfahrung als Krankenschwester, viele Menschen sterben sehen und habe festgestellt, daß es für alle Betroffenen besser ist, auf Fragen wie:
    werde ich wieder gesund, oder werde ich bald sterben
    die Patienten, die eine ehrliche Antwort erhalten haben, ganz ruhig und friedlich eingeschlafen sind.

    Sorge dafür, daß deine Mutter keine Schmerzen leiden muß, denn das ist genau das, was sie jetzt braucht, eine angemessene Schmerztherapie, damit sie schmerzfrei die letzte Zeit, die ihr bleibt, noch mit ihren Lieben verbringen kann.

    Natürlich ist das für dich eine große Belastung, weil Du Angst hast, daß Du irgend etwas falsch machst, aber das brauchst Du wirklich nicht.
    Es kann deiner Mutter nichts besseres passieren, als eine schmerzfrei bzw. arme Zeit ohne Nebenwirkungen, die nun mal bei der Chemo sehr massiv sind.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit
    LG Josie