Medizin. Verwendung von Cannabis ab 2003

Dieses Thema im Forum "Wissensdatenbank (Knowledge Base)" wurde erstellt von kukana, 9. September 2003.

  1. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Hallo Zusammen,

    ich habe noch einen interessante Link zur Verordnung gefunden:

    https://www.kvno.de/10praxis/10praxisinformationen/30onlinedienste/10newsletter/newsticker/ticker_0317/32vi_cannabis/index.html

    Dort gib es ein Infoblatt über die "zugelassenden Hanfsorten" bzw. eine VerordnungsInfo!

    Finde ich sehr informativ.

    Ich empfehle die Sorte Bedrolite (THC-Gehalt < 1%, CBD-Gehalt 9%). Zusätzlich würde ich das Blut auf TNF-Alpha- und Interleukin-Zellen untersuchen lassen. Leider müssen Patienten die Kosten hierfür selber tragen. TNF-Alpha-Untersuchung kostet ca. 30 € und Interleukin-Zellen kostet ca. 50 €. Aber die Testergebnisse würden Erfolg/Misserfolg dokumentieren. Meine Ergebnisse zu den Bluttesten werde ich zeitnah hier einstellen. Da ich mich nicht haupberuflich mit Medizin oder Rheuma beschäftige, sondern als Betroffner, kann ich mein Wissen auch nur nach und nach erweitern.

    Für die med. Verwendung halte ich Sorten mit hohen THC-Gehalt und niedrigem CBD-Gehalt für rheumatische Erkrankung nicht geeignet. Das CBD hat einen deutlich höheren Einfluss auf das Immunsystem als das THC. THC ist sicherlich gut für die Behandlung von Schmerzen, aber was verursacht die Schmerzen bei rheumatischen Erkrankung? Wohl eher die Auswirkungen des durcheinander geratenen Immunsystems.

    Gruß kreimue
     
  2. aischa

    aischa Guest

    Guten morgen kreimue,

    vielen dank für die sehr informativen link's:top:
     
  3. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Danke Maggy,

    für den Beitrag.

    Wie ich schon erwähnt habe, das neue Gesetz hält die gleichen Hürden bereit.

    Warum jetzt das gleiche Produkt anstatt 70€ jetzt 120€ kostest, verstehe ich jetzt nicht. Nur weil jemand "Arznei" drauf schreibt, ändert sich ja nichts an der Überwachung der Qualität und den ganzen Kontroll Mechanismen!

    Finde ich schon Ausbeutung!

    Gruß kreimue
     
  4. chrissi48

    chrissi48 Neues Mitglied

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    sorry ich finde den ganzen Artikel nicht???
     
  5. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Hallo Purzel,

    welchen Artikel?

    Von Maggy ist ein Videolink!

    Gruß kreimue
     
  6. chrissi48

    chrissi48 Neues Mitglied

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    danke.super video..Wie gesagt ist ersterer Anfang bis wir das bekommen dauert.ich habe ja jetzt sativex bekommen aber leider wie der Patient im Video extreme kiefergelenksProbleme kann mir das nicht in den mund sprühen gibt auch von der Firma keinen extra Sprühkopf.der Neurologe bei dem ich war hält nichts von cannabis..Jetzt weiss ich auch warum die haben keine lust auf all den Kram was auf sie zukommen kann.sativex wurde ja schon früher für ms Patienten verschrieben. Wie ich das jetzt händeln kann weiss ich nicht.tropfen wären für mich besser gewesen aber die kasse hat die abgeleht.oder auch wie der Patient dann Blüten für Tee etc
     
  7. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Den Bericht habe ich so aufgefasst, dass sich überhaupt nichts geändert hat. Also die Vorgabe zum Beispiel, dass man austherapiert sein muss, alles andere an Medis durch hat etc.

    Der Patient ist abhängig von wohl und wehe von Hausarzt und Krankenkasse. Also hat sich nichts geändert.
    Was mich geschockt hat, war der Fall des blinden Patienten, dessen Genehmigung wieder entzogen wurde.

    Je mehr ich über das Thema lese und höre, desto mehr komme ich zu der Erkenntnis, dass Cannabis als Therapie nicht gewollt ist. Da kann der Patient wahrscheinlich strampeln, wie er will - die Genehmigung ist Glückssache.
    Irgendwann mal, wahrscheinlich im nächsten Leben, wird es das ganz legal zu kaufen geben. Nämlich dann, wenn die Staatsoberen gemerkt haben, dass sich damit ein Haufen Kohle einnehmen lässt.

    Ich ärgere mich nach wie vor tierisch darüber, dass es uns als Kranken so schwer gemacht wird. Mag sein, dass Cannabis nicht die Wirkung hat, wie gehofft, aber man sollte uns zumindest die Chance geben, das auszutesten!
     
  8. käferchen

    käferchen Guest

    Das war im Gesetzentwurf so vorgesehen, wurde letztendlich aber geändert.
     
  9. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Hallo Maggy,

    hat jetzt zwar nicht mit der med. Verwendung von Cannabis zu tun, aber ich finde, das es an dem grundsätzlichen Problem nichts geändert hat.

    http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-13508771.html

    Unsere Politiker lassen sich feiern für ein Gesetz, das eigentlich nichts ändert. Sie haben es, so hat man das Gefühl, nicht wirklich verstanden.

    Gruß kreimue
     
  10. chrissi48

    chrissi48 Neues Mitglied

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    maggy du schreibst mir von der seele.genauso ists.wir werden in diesem leben nicht mehr davon providieren.viele Patienten haben die Hoffnung gesetzt und werden jetzt enttäuscht. Da wird so manchen in der Verzweiflung nichts anderes übrig bleiben als selbst zu handeln.was ja dann wiederum nicht erlaubt ist.
    Im Mittelalter wurde Cannabis schon als Medizin genomen.erst durch die hohe THC Konzentration was ja extra gezüchtet wurde um den Rausch zu erzeugen wurde es dann zur Droge und verboten. Ich selbst trinke keinen Alkohol aber wenn ich so sehe wieviel Alkoholkranke es gibt wie der Alkohol verharmlost wird...Bei vielen Festen wird er regelmäßig und viel getrunken Das ist legal aber wenn wir cannabis als Medizin nutzen wollen da schreit man auf
    ich will
    jetzt cannabis nicht verharmlosen wenn es um den Rausch geht aber es kann auch von nutzen sein
    bei Alkohol sehe ich keinerlei nutzen
     
  11. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Genau meine Meinung. Und es wird ja nicht nur dem Patienten schwer gemacht, sondern auch den Ärzten. Welcher Arzt hat schon die Zeit, das ganze Prozedere zu dokumentieren.

    @Purzel - im nächsten Leben kommen wir gesund zur Welt, dann brauchen wir das eh nicht. ;)
     
  12. käferchen

    käferchen Guest

    "das ganze Prozedere" nennt sich Datenerhebung und läuft anonymisiert. Heißt, der Arzt entscheidet was er angibt....man will dadurch ja auch erkennen, was die Neuerungen ergeben und ob sie ggf. noch weiter gelockert werden können in naher Zukunft.


    Wer hat es denn außer Purzel 60 bis jetzt beantragt und erhalten oder nicht erhalten?

    Maggy63, hast Du es beantragt?
     
  13. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Ich hab noch keinen Arzt gefunden, der mitmacht.
     
  14. käferchen

    käferchen Guest

    Ok, Merci, aber wäre das auch eine Option für Dich?

    Viele Grüße
     
  15. kreimue

    kreimue und Mister RA

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    Hallo Zusammen,

    man muss erst einen Arzt/Ärztin finden, der bereit ist, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

    Wie immer bei Gesetzestexten nicht eindeutig gefasst.

    Wer hilft dem Patienten den bei der Genehmigung? Richtig der Arzt!

    Der Arzt muss nämlich erstmal feststellen, das eine Cannabis-Therapie in Frage kommt. Dies muss er ausführlich begründen. Das ist auch wieder mit Zeit verbunden, die er eigentlich nicht bezahlt bekommt.

    Mangels Erfahrung können viele Ärzte gar nicht einschätzen, ob dann Punkt 2 zutreffen würde. Auch dies muss mit dem Antrag an die Krankenkasse mit aufgenommen werden. Kostet auch wieder Zeit.

    Bei den Krankenkassen im med. Dienst sitzen ebenfalls Ärzte mit geringer oder keiner Erfahrung mit einer Cannabis-Therapie. Und die sollen das jetzt genehmigen!?
    Da bin ich mir nicht sicher, ob das funktioniert, so wie der Gesetzgeber sich das vorgestellt hat, wenn überhaupt.

    Dann muss sich der verschreibende Arzt ja auch noch mit den Hanfsorten auseinandersetzen, damit er überhaupt weiß, was er da auf dem Rezept auszufüllen hat.


    Wenn das dann durch ist kommt die Begleiterhebung!

    Sieht für mich nach einem erhöhtem Aufwand aus. Zumindest ist eine doppelte Datenerfassung nötig.

    Zudem besteht noch das Problem, das die KK den Arzt auch nach Jahren noch in Regress nehmen können.

    So einfach ist das nicht eine Cannabis-Therapie zu erhalten. Und wer entscheidet, wann und wer "austherapiert" ist? Wer darf da quasi "Gott spielen"?

    Das Gesetz sollte Erleichterung bringen für Patienten. Von diesem Ziel ist es aber noch weit erfernt.

    Gruß kreimue
     
  16. käferchen

    käferchen Guest

    Hallo kreimue,

    1. Sollte der Arzt bei jeder Erkrankung tun, feststellen welche Therapie in Frage kommt für den Patienten. Und dann wird er die Verordnung auch dementsprechend begründen können. Muss er mitunter für andere Verordnungen auch.

    2. Kaum ein Arzt hat Erfahrung wenn neue Medikamente oder Substanzen zugelassen werden, somit nichts Neues

    3. Weisst Du das oder denkst Du das, dass dort die Mediziner keine Ahnung haben? Wer soll es denn dann genehmigen? Selbsternannte Hanfexperten?

    4. Diese Erkenntnisse können sich durchaus angeeignet werden, klappt bei Nicht-Medizinern doch auch.

    5. Ja, hat ja auch einen Grund....

    6. Der Arzt entscheidet nach wie vor, und "austherapiert" sein (das Wort entspricht auch keineswegs der heutigen Zeit, da ständig neue Medikamente zur Verfügung stehen) braucht der Patient auch nicht, ich empfehle da die eigentlich gut verständlich formulierten Beschreibungen des Bundesgesundheitsministeriums.

    Ob sie einfach oder schwer zu erhalten ist, die Therapie, hängt zum großen Teil vom Patienten und seinem behandelnden Arzt ab. Da sind wir uns sicher einig.

    Das gleiche Thema haben wir aber auch bei den Anfängen zu Medikamenten wie z.B. Biologica. Mittlerweile müssen auch längst nicht mehr alle Patienten erst durch die Basismedikamente durch.

    kreimue,
    irgendwie verstehe ich hier Dein Engagement nicht so ganz.
    Die Beiträge und Aufzählungen sind durchweg negativ, außer, dass Cannabis und Abkömmlinge für fast alles gut sein sollen.

    Nun ist dieses Forum kein Quotenmesser rund ums Cannabis. Außer bei Purzel60 habe ich (bitte mich zu berichtigen) noch nicht gelesen, dass es jemand hier verordnet und bekommen oder abgelehnt bekommen hat.
    Vielleicht sollte man diesem System auch ein wenig Zeit geben?

    In anderen Gruppen ist der Austausch dahingehend anders.

    Wenn man alles auf den Prüfstand und in Frage stellt, sollte man wenigstens ansatzweise Lösungen parat haben.

    Wie könnten denn Deiner Meinung nach alle Deine angesprochen Punkte zufriedenstellend (und vor allem machbar) bearbeitet werden, damit alle zufrieden sind (Patient-Arzt-Krankenkasse)?

    Viele Grüße
     
    #497 18. Juni 2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Juni 2017
  17. chrissi48

    chrissi48 Neues Mitglied

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    Ja aber ich habe sativex bekommen das war ja vorher schon offiziell für MS Patienten zugelassen nur mit dem spray kann ich nichts anfangen schrieb ich ja schon ob ich damit jetzt tropfen selbst herstellen oder sonstwas weiss ich nicht werde mal morgen in der Apo nachfragen ob das evtl auch geht eine cannabistherapie wie es jetzt das Gesetz zulässt z.b.dann als Butter für Tee wie in dem Video bekomme ich nicht genau das ist das problem wie bei dem blinden Patienten.noch alles zu kompliziert damit will kein Arzt damit zu tun haben .ich verstehe das bei all den Vorschriften usw.
    Es kennt sich kaum jemand richtig aus es wird noch Jahre vergehen bis ...
    aber wie maggy schreibt..Im nächsten leben brauchen wir das alles nicht
     
  18. käferchen

    käferchen Guest

    Purzel60,
    was ich nicht verstehe, Du hast eine Ärztin die Dir etwas verschreibt was Du nicht gebrauchen kannst, und kümmert sich nicht weiter....? Ist das denn die einzige, die für Dich in Frage kommt?

    Wenn Du einen Pflegegrad 3 hast, war ja sicherlich auch der MdK bei Dir, hast Du mal bei der Krankenkasse angefragt, ob jemand vorbei kommt und sich selbst ein Bild macht? Du bekommst doch sicher auch Trinknahrung oder Sondenkost wenn Du den Mund nicht richtig öffnen kannst.

    Du hast doch einen Pflegedienst, inwieweit kann er Dich unterstützen?

    Viele Grüße
     
  19. Marly

    Marly Guest

    Als ich meinen RA nach Cannabis fragte, hat es es sofort abgeblockt.

    Ich reihe mich hier ein, dass es unmöglich ist, uns das Mittel vorzuenthalten. Die eine oder der andere würde vielleicht davon profitieren. Und wenn es nur eine/er von Tausend ist, dafür würde es sich schon lohnen.

    Im nächsten Leben sind wir alle mega gesund, das ist ja klar!
     
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