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Medikation bei Psoriasis-Arthrits ohne Hautbeteiligung

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Frank.H, 11. April 2007.

  1. Frank.H

    Frank.H Neues Mitglied

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    Hallo,ich bin gerade in einer Kurklinik in Bad Waldsee.Der Rheumatologe bei dem ich nach einigen Tagen einen Termin hatte,sagte mir das ich den klassischen Verlauf einer Psoriasis Arthristis habe.Der Rheumadoc zu Hause gab mir zwei Diagnosen.Seronegative C.Polyartrhitis und Psoriasisarthritis.Ich hatte hier schon mal berichtet das mein Bruder Schuppenflächte hatte und bei mir der HLA-B 13 Wert positiv ist.Es sind eigentlich alle kleinen Gelenke betroffen,Entzündungen auf den Hüftköpfen.Beginnende CoxArthrose,Schmerzen in den Rippengelenken.Kiefergelenken,usw.Arhrose in der LWS,Osteoporose LWS.Leichte fleckige Rötungen auf der Kopfhaut,sehr Sonnenlichtempfindlich.Bevor ich Kortion nahm:Starkes Herzklopfen vor dem Einschlafen,sehr Schreckhaft,schnell außer Atem beim Treppensteigen.Nie ein einzelnes Gelenk Geschwollen.Wenn dann zb.alle Finger oder Zehen.Mehr so eine Ansammlung von Wasser.ANA leicht erhöht flureszierend mit gesprenkeltem Muster,CRP ist leicht erhöht.Der Kurarzt meinte das Sulfasalazin nicht das richtige Medi für mich ist.Sprach von MTX und auch Opioide gegen die ständigen Schmerzen.Was nehmt ihr?Hat der Doc zu Hause wohl nur die Cp.vorgeschoben um mir Sufasalazin verordnen zu können.
    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
    Vielen Dank im Voraus,
    Frank.
     
  2. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo Frank,
    also das glaube ich nicht.

    Ich habe die gesicherte Diagnose PsA seit 1992 und habe ca. 3 Jahre lang
    (Mitte der 90er) Sulfasalazin bekommen. Hat bei mir allerdings relativ gut gewirkt.
    Mittlerweile habe ich 4 Basistherapien "durch" und bin wohl auf dem besten Wege eine 5. zu bekommen.
    Man ist also immer auf der Suche nach der bestmöglichen Medikation.
    Ich hoffe für Dich, daß Du bald eine adäquate Medikation bekommst, die Dir spürbar hilft.

    Übrigens die Beschwerden, die Du beschreibst sind mir nur allzu bekannt.:o

    Viel Glück und gutes Gelingen in der Kurklinik.
    Fühlst Du Dich dort gut aufgehoben?

    LG vom
     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo frank,

    bei der psa kommt es oft zu schwellungen am ganzen finger oder ganzem zeh- (wurstfingern)- auch sind diese schwellungen nicht symmetrisch.
    bei der cp sind es geschwollene körpernahe finger und zehengelenke- und die schwellungen sind meist symmetrisch (auf beiden körperhälten zugleich- oder auch etwas zeitversetzt)

    bei der psa sind erhöhte ana´s nicht die regel, bei der cp kommen sie aber sehr häufig vor....

    ich denke mal, dass dein doc keine cp vorgeschoben hat- du hast warscheinlich nicht das typische gelenksbefallmuster einer psa und auch der erhöhte ana- wert spricht u.a. für eine cp...

    habe im forum schon oft gelesen, dass einige user so eine mischform haben...


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  4. kiki 2

    kiki 2 Neues Mitglied

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    Hallo Frank

    Ich habe seit 6 Jahren die Diagnose PSA.
    Sulfasalazin und MTX gehörten schon zu meinen Basismedis.
    Leider hatten sie keine Wirkung.
    Mein Verlauf ist aber auch etwas anders.Habe zur Zeit starke Nagelpsoriasis mit Löchern und ablösungen.
    Meine Hauptschmerzen liegen in der WS,den Händen und Füßen.Habe das Gefühl,das Bänder und Sehnen nicht mehr halten.Trage ein Mieder und Handgelenkorthesen.
    Nehme aktuell Ciclosporin,auf eine Wirkung warte ich noch.
    Opiate nehme ich ständig.Tilidin oder Tramal sind Opiate.Als Tropfen wirken sie sehr rasch,als Nebenwirkung habe ich das Gefühl ich wäre in Watte gepackt.
    Der Nachteil ist,bei längerer Einnahme must du die Dosis ständig erhöhen,da dein Körper sich daran gewöhnt.
    Aber,für ein paar Stunden Schmerzfreiheit habe ich das in Kauf genommen.

    Alles Liebe

    Kiki 2:)
     
  5. Locin32

    Locin32 Immer neugierig

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    Hallo Frank,

    ich habe auch mehrere Rheumadiagnosen nebeneinander.
    Ich weiß auch nicht warum...ist es tatsächlich so das man das nicht zuordnen kann oder sind es tatsächlich so viele?
    Ich habe auch eine seroneg.CP,PSA und eine undifferenzierte Kollagenose wegen der ANA'S und anderer Probleme.
    Die letzte Diagnose meines Rheumatologen lautet:
    HLA B27 assoziierte Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung....

    Ich für mich persönlich vermute mal das es bei mir eher eine PSA ist die sich aber wie eine CP äußert,allerdings habe ich genau wie Du auch keine wirklichen Schwellungen/Rötungen.
    Mein Rheumadoc hat mir auch Sulfasalazin verschrieben da ich aber mit Nebenwirkungen kämpfte haben wir die Dosis runterfahren müssen und damit ging auch einiges an Wirkung flöten,jetzt spritze ich 15 mg MTX seit drei Wochen noch zusätzlich.
    Es ist abzuwarten wann die Wirkung eintritt,bis jetzt tut sich noch nichts :rolleyes:
    Du siehst also es gibt noch andere wo sich die Diagnosestellung schwierig gestaltet.Eigentlich ist es ja auch egal was man nun hat PSA oder CP,die behandlung ist die gleiche.
    Man kommt sich nur einfach albern vor wenn man bei neuen Ärzten mit so vielen Diagnosen antanzt :o .

    Alles liebe
    Locin32
     
  6. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

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    Hallo Frank,

    ich habe auch Sulfasalazin bei Verdacht auf Psoriasis-Spondarthritis bekommen. Bei mir hat es nach 3 Monaten angefangen zu wirken, aber die Wirkung hielt nur ca. 3 Monate an, und momentan überlege ich schon, ob ich meinen Rheumatologen beim nächsten Termin fragen soll, ob er mir was anderes verschreibt...

    Schwellungen hatte ich bisher auch keine. Ich frage mich, ob das bei PSA normal ist? Dass vielleicht die Schwellung erst kommt, wenn die Entzündung extrem stark ist, aber man sonst nur Schmerzen ohne Schwellung hat?

    Das Herzklopfen, das du erwähnst und die Nervosität, die hatte ich phasenweise auch schon (zur Zeit glücklicherweise nicht), und ich dachte bisher, dass das bei mir von der Schilddrüse kommt. Aber wer weiß!? Ich hab ehrlich gesagt inzwischen den Überblick verloren, welches Wehwehchen von welcher Diagnose kommt.;)

    Lg
    sonja
     
  7. kucki68

    kucki68 Neues Mitglied

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    @ Kiki 2

    Hallo Kiki 2,

    ich wollte mich mal erkundigen, wie inzwischen das Ciclosporin bei dir wirkt und ob du diesbzgl. irgendwelche Nebenwirkungen hast.
    Ich habe auch PSA mit wenig Hautbeteiligung, aber eben auch starker Nagel-Beteiligung (Löcher).
    Da ich MTX eigentlich sehr gut vertrage, jedoch der starke Haarausfall nicht Ruhe geben will, hat meine Ärztin nun Ciclosporin angesprochen, zu versuchen.
    Bitte teile mir doch deine Erfahrungen mit dem Medikament mit.
    DANKE !

    Gruß,
    Kucki68
     
  8. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo Frank.H,
    ich möchte mich gerne mal erkundigen, wie es Dir inzwischen so ergangen ist.

    Meld Dich doch mal und berichte uns.:D

    LG
     
  9. Frank.H

    Frank.H Neues Mitglied

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    Hallo Garfield

    Hallo,
    möchte mich hiermit melden und berichten wie es mir so ergangen ist.
    Der Rheumadoc meint, daß meine Medikation am unteren Level ist und ich eigentlich eine höhere Dosis einnehmen müßte.
    Allerdings geht das nicht wegen meiner zu hohen Leberwerte.
    Ich habe ja vor kurzem hier darüber berichtet und immer mehr die Betablocker (Metoprolol) in Verdacht, da es einigen wohl wie mir ergeht, in Bezug auf die Leberwerte.
    Viele Grüße,
    Frank.
     
  10. Garfield

    Garfield Aktives Mitglied

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    Hallo Frank H.,

    danke für Deine Info.

    Erhöhten Transaminasenanstieg hatte ich auch in letzten Jahr und im Jahr 2003.
    Keiner konnte es sich erklären. Selbst hatte ich seinerzeit MTX in Verdacht, welches ich bis Ende 2002 noch genommen hatte.

    Herausgestellt hat sich aber, daß die Ursache wohl anderweitig zu suchen war.
    Ein seeeeeeehr ausgiebiger Bluttest ergab, daß ich mit wohl vor Jahren Borreliosebakterien eingefangen habe. Diese zeichneten letztendlich für den Tranaminaseanstieg verantwortlich. Bin jetzt in Borreliose Stadium III einklassifiziert worden - Gottseidank konnte eine Neuroborreliose ausgeschlossen werden.

    Evtl. bohrst Du ja, sofern noch nicht gemacht, auch mal in diese Richzung nach.

    Nicht immer sind Medis verantwortlich.

    Dir alles Gute wünscht der
     
  11. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo frank,

    bin erst heute auf deinen beitrag aufmerksam geworden.

    bei mir wurde im jahre 2005 auch in einer kurklinik in bad waldsee (schätze mal es war die gleiche) sulfasalazin abgesetzt, weil es mirnichts gebracht hat. dort wurde bei mir auch zum ersten mal die verdachtsgiagnose cp als feste diagnose bestätigt. ich bekam dann wieder mtx, welches ich allerdings auch nicht hoch genug dosieren konnte, eben wegen meiner leberwerte. mtx wurde dann wieder abgesetzt, bekomme jetzt humira. meine leberwerte sind deshalb trotzdem noch nicht wieder im normbereich. muss dazu sagen, dass ich auch metoprolol bekomme. auf die idee, dass meine leberwerte mit dem betablocker zusammenhängen könnten, ist bei mir jedoch noch niemand gekommen. mein ha, der mir das medi verschreibt, stellt es immer so hin, als könne es gar keine nebenwirkungen verursachen.
    seit einem bericht von meinen hautarzt über eine hauterkrankung von vor mehr als 5 jahren (d.h. ca. 3 jahre vor den ersten gelenksymptomen) besteht bei mir auch noch der verdacht einer psoriasis-arthritis. meine rheumatologin allerdings legt sich nicht fest, da die therapie ja eh die gleiche sei.

    liebe grüße
    christi
     
  12. kiki 2

    kiki 2 Neues Mitglied

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    @Kucki68

    Entschuldige bitte,das ich jetzt erst antworte.War für 4 Tage auf Usedom.

    Ich habe das Chiclosporin 3 Monate genommen.Unter dem Medi ging mein Blutdruck hoch.Mein Rheumidoc meinte darauf:absetzen.

    6 Wochen nach dem absetzen war immer noch alles durcheinander.
    <Blutdruckwerte bis 100/200,Puls 100,Blutzucker 2 Stunden nach dem Essennoch 286.

    Nehme nun Betablocker,ACE Hemmer und Antidiabetika.
    Mein Blutdruck ist immer noch 170/80.

    Eine positive Wirkung hatte ich vom >Ciclosporin leider nicht.Es wirkt ja nicht immer gleich.

    Alles Liebe

    Kiki 2
     
  13. Matthias

    Matthias Neues Mitglied

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    Nimm das MTX, das hilft gut bei beiden Rheumaarten.

    Und wenn das nicht hilft oder du Nebenwirkungen bekommst, dann hast du ein "billliges" Medikament durch und gleich als nächstes Enbrel, ist auch für beides zugelassen.

    Wozu noch weiter differenzieren, wenn es Therapien gibt, die bei beidem helfen.