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Maßnahmen nach Frühsynovektomie am Handgelenk

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von skiba, 19. Oktober 2005.

  1. skiba

    skiba Guest

    Hallo!

    Ich bin neu hier und hätte eine Frage an euch!
    Also erstmals zu mir. Ich habe seit Mitte Februar eine Tenosynovitis im rechten Handgelenk mit deutlicher Schwellung. Seit Ende Juni ist noch eine Arthritis im rechten SPG dazugekommen, seit ca 1 Monat habe ich auch immer wieder Kreuzschmerzen.

    Seit Juli nehme ich Sulfasalazin (mittlerweile 2-2-2), Aprednislon 10mg, Deflamat 100mg 1x täglich mit Magenschutz und Calcium.

    Diagnose habe ich noch keine, es läuft im Moment unter seronegativer Oligoarthritis. Aja zur Familienanamnese: Bruder Mb. Bechterew, beide Omas chronische Polyarthritis.

    Nun zu meiner eigentlichen Frage.
    Ende November ist bei mir eine Frühsynovektomie geplant und ich hätte noch ein paar offene Fragen.

    Wurde es bei euch in Vollnarkose oder mittels Plexusanästhesie?
    Wie sieht es dann postoperativ aus? Man hat mir gesagt, ich werde eine Schiene oder Gips tragen müssen, wie lange? Gibt es danach Ergotherapie oder ähnliches?
    Wie lange dauert es bis ich meine Hand wieder verwenden kann, wie siehts mit Komplikationen aus?
    Und wie waren die Beschwerden nach der OP? deutliche Besserung?

    Fragen über Fragen!

    Ich danke euch jetzt schon für eure Antworten.

    lg skiba
     
  2. Sylvia_cP

    Sylvia_cP Das Froschi

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    23. März 2005
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    Hallo skiba,

    erst einmal herzlich willkommen hier im Forum.

    Ich habe seit 22 Jahren cP und bereits 2 Synovektomien an der rechten Hand hinter mir, allerdings nicht direkt am Gelenk sondern in den Sehnen der Handinnenfläche bei der 1. OP alle Beugesehnen von Zeigefinger bis kleinen Finger (Naht über die komplette Hohlhand) und bei der 2. OP der rechte Ringfinger komplett von oben nach unten.

    Die OPs erfolgten jeweils in Vollnarkose, aber Gips oder Schiene mußte ich hinterher keine tragen, da ja das Handgelenk selbst nicht betroffen war, also nur einen WUndverband.

    In beiden Fällen war die OP erfolgreich, also ich hatte hinterher keine Beschwerden mehr bis heute und die OPs liegen schon 10 bzw. 8 Jahre zurück.

    Komplikationen gab es beidemale auch keine, Ergotherapie habe ich jeweils für etwa 4 Wochen erhalten und danach ist die Hand auch wieder ganz gut zu verwenden. Beim Handgelenk kann es aber schon sein dass es vielleicht etwas länger dauern wird mit der Ergo.

    Ich nehme übrigens auch Sulfasalazin (2x3 und begonnen habe ich mit 2x1), aber sonst nur noch Voltaren und Kalzium.

    Alles Gute für die OP.
     
  3. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    0
    Hallo,
    ich habe die Synvektomie zu spät machen lassen, weil ich keinen richtigen Handchirurgen fand und der Orthopäde selbst und nur unter Vollnarkose operieren wollte, war auch kein Handchirurg.

    Darauf würde ich an Deiner Stelle Wert legen, Hände sind kompliziert! Außerdem kann sich unter dem ganzen entzündlichen Gewebe die Situation plötzlich ganz anders darstellen als auf der Röntgenaufnahme oder MRT (so denn überhaupt eins gemacht wurde). Das wurde mir nun von 2 Handchirurgen ausdrücklich gesagt. Bei mir waren nicht nur die Handgelenke sondern auch die Sehnen angegriffen, die dann gerissen sind. Bei der ersten OP wurden dann nicht nur die Sehnen geflickt sondern auch das entzündliche Gewebe entfernt. Die OP dauerte 1 1/2 Stunden und wurde unter Plexusbetäubung durchgeführt, was ich als sehr angenehm empfand. Man kann praktisch zu Fuß vom OP Tisch ins Zimmer gehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings noch entzündete Bronchien, so dass ich auf keinen Fall eine Vollnarkose wollte. In der Regel wird die Plexusbetäubung gewählt, sollte es zu zu großen Schmerzen kommen, kann auch sofort auf Vollnarkose umgeschaltet werden, dass muss man auch vorher unterschreiben.

    Ich habe auch eine Gipsschiene gehabt, die jeweilige Hand ist natürlich erstmal außer Gefecht, man braucht weite Ärmel, hoffentlich hast Du noch ein paar altmodische Kleidungsstücke, z.Z. ist ja alles so eng geschnitten. Nach 10 Tagen werden die Fäden gezogen und ich glaube nach 3 Wochen kommt die Schiene ab. Wenn bei Dir alle Finger rausgucken können, hast Du schon mal Glück. Die Finger sollen auf jeden Fall sofort wieder bewegt werden, das Handgelenk kann ruhig länger steif bleiben. Ich war eine Woche im KH wegen der starken Schwellungen, die OP war so schwierig, da eigentlich zu spät. Ich bekam am 2. Tag KG, es wurden die rausstehenden Finger bewegt, anschließend bin ich 2 x die Woche hingegangen. Mir hat es nicht gutgetan, da die Entzündung weiter aktiv war, man darf nicht zu viel machen als Rheumatiker, weder bei der KG noch zu Hause oder im Büro!!! Das ist so ein Drahtseilakt. Zu wenig Bewegung ist genauso schlecht!!! Aber insgesamt kann ich Dir nur raten, das entzündete Gewebe vom Fachmann entfernen zu lassen. Das wichtigste ist allerdings eine gute Einstellung, nämlich dass die Entzündung nicht mehr aktiv ist.
    Alles Gute wünscht Dir Susanne