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Mal wieder ein Schlag ins Gesicht :o(

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von joerg74, 3. Dezember 2004.

  1. joerg74

    joerg74 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich lese schon einige Zeit dieses wunderbare Forum und mußte mich heute auch mal registrieren um meine Last nach meinem Arztbesuch hier loszuwerden.
    Ich beschreibe mal kurz die OPs usw. der letzten Jahre...
    Vor ungefähr 10 Jahren wurde ich zwei mal (im Abstand von 1,5 Jahren) am linken Knie wegen Knorpelschäden 3. Grades operiert. Letztes Jahr im Juli wurde das rechte Knie extrem dick und wurde im Oktober operiert. Bei dieser OP wurde eine massive Entzündung der Gelenkinnenhaut festgestellt (die auch zum Teil entfernt wurde). Da der Orthopäde die Ursache nicht feststellen konnte, schickte er mich zum Rheumatologen, der bei mir [size=-1]Psoriasis arthritis feststellte. Als Behandlung hat er mir Sulfasalazin verschrieben, die ich aber nicht einnehmen wollte und es ersteinmal mit Teufelskralle versuchte.
    Das hat auch einige Monate funktioniert (zwischendurch leichte Schwellungen beider Kniee, die aber wieder abgeschwollen sind), aber vor 3 Wochen ist das rechte Knie sehr stark angeschwollen und ich bin zum [/size]Rheumatologen gefahren. Er sagte, daß ich jetzt nicht mehr um das Sulfasalzin herumkomme und es auch seit 3 Wochen jetzt einnehme. Das Knie wollte er auch punktieren, aber ich habe leider dankend abgelehnt. Zusätzlich nehme ich Diclo 50 (2x täglich) ein.
    Weil der Erguss nicht besser wurde, war ich heute beim Rheumatologen der das Knie mit Ultraschall untersucht hatte und punktiert (120 ml) hatte (Kortison hat er auch noch ins Gelenk gespritzt). Auf dem Ultraschall hatte man auch Eiweißklumpen (so nannte er es glaube ich) und Membranen oberhalb vom Knie gesehen (der Erguss hörte so ca. 15 cm oberhalb des Knies auf).
    Er sagte mir auch, wenn es nicht besser wird dann würde er mir zu einer Synovektomie raten (ich werde irre, schon wieder OP).
    Als alternative hat er vorgeschlagen (keine Ahnung wie sich das alles nennt), mir ein chemisches Medikament (stationär) oder ein radioaktives Mittel ins Knie zu spritzen. Durch dieses Medikament würde sich die Gelenkinnenhaut entzünden und sich erneueren (hört sich sehr schmerzhaft an). In seltenen Fällen könnte es zu sehr starken Schmerzen kommen und würde Morphin gegen diese Schmerzen bekommen. Hat jemand Erfahrungen mit dieser Behandlung??
    Hoffentlich hilf das Sulfasalzin, damit mir die OP oder die Spritzen erspart bleiben. Zur Zeit bin ich auch sehr abgeschlagen und an der Arbeit nicht wirklich produktiv.
    Ich kriege langsam Panik, was passiert in mir?

    Oh jeh, mein erster Beitrag und dann gleich so viel... sorry
     
  2. Svenja23

    Svenja23 Neues Mitglied

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    Hallo Jörg,

    bei mir wurde 1998 eine Synovektomie am Kniegelenk durchgeführt. Bevor ich mich und meine Ärzte dazu entschlossen, habe ich es genauso wie du, mit Diclo, Krankengymnastik, und immer wieder punktieren versucht... half alles nichts... kaum war der Erguß draußen, hatte ich abends wieder ein dickes Knie.

    Mir wurde damals auch erst eine Radiosynoviorthese (so heißen der Eingriff mit den radioaktiven Substanzen) vorgeschlagen. Mein Arzt riet mir damals davon ab, weil ich noch so jung war (16).

    Die Synovektomie half mir aber sehr. Zwar dauerte es nach der OP bis sich alles "beruhigt" und,ganz ehrlich, die Schmerzen waren auch nicht ohne...mir wurde auch einmal Morphin gespritzt. Ich habe aber seitdem ein relativ "ruhiges" Gelenk.

    Du schreibst, dass bei dir schon ein Knorpelschaden besteht bzw. operiert wurde. Dann würde ich mich an deiner Stelle schnell zu einer Maßnahme entscheiden. Denn die entzündete Synovia "frisst" quasi den Knorpel auf. Mein Gelenk sieht nach den ganzen entzündeten Jahren schon aus wie das Knie eines 50 jährigen, dabei bin ich doch erst 23:-(

    Ich hoffe, du findest die für dich bestmöglichste Lösung... Gruß Svenja
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hallo joerg,

    herzlich willkommen bei ro!

    am anfang meiner rheuma-karriere hatte ich auch so dick angeschwollene
    kniee, endlich erbarmte sich ein orthopäde und spritze mir kortison ins
    knie, mit erfolg. seit dem habe ich größtenteils ruhe vor schwellungen.
    ich denke aber, dass meine gute basismedikation genau so viel dazu beige-
    tragen hat, mtx 20 mg und resochin. du bekommst ja erst seit einiger zeit
    sulfasalazin als alleiniges mittel. wenn du solche probs hast, und entzündliches
    rheuma feststeht, sollte man dann nicht vielleicht überlegen, deine medis
    zu verändern? ob sulfa so ganz allein ausreichend wirkt, ohne cortison,
    ich weiss nicht.... ich bin aber kein arzt, ich kann nur aus eigener erfahrung reden.

    .................................
     
  4. sarasvati

    sarasvati Neues Mitglied

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    Hallo Joerg,

    herzlich Willkommen bei ro!

    Also ich habe auch so einige Erfahrung mit geschwollenen Knien und den dazugehörigen Behandlungen. Ich habe einmal eine operative Synovektomie mitgemacht und einmal das Spritzen einer chemischen Mixtur, die die Gelenkinnenhaut sozusagen auflöst. Beide Male war es ziemlich schmerzhaft, wobei die chemische Behandlung schlimmer war. In beiden Fällen hatte ich für einen Zeitraum von ungefähr einem Jahr bis anderthalb Jahren "Ruhe im Knie".

    Mittlerweile ist es für mich und meine RheumaDocin Standard, ein bis zwei mal im Jahr eine Punktion zu machen und Cortison in Kniegelenk zu spritzen - und damit kann ich ganz gut leben. Ich denke auch bei der Einnahme von Basismedi kann es in dem einen oder anderen Gelenk halt zu Aktivitäten kommen.

    Also aus meiner Sicht, würde ich eher zu einer operativen Synovektomie raten, ich habe diese als weniger belastend empfunden. Zumal diese in einer Tagesklinik gemacht wurde und ich am selben Tag nach Hause durfte.

    Ich hoffe ich habe Dir ein wenig weiter geholfen und wünsche Dir alles Gute.

    Herzliche Grüße aus Bremen
    Sarasvati
     
  5. joerg74

    joerg74 Neues Mitglied

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    Hallo,

    ersteinmal vielen Dank für eure Antworten.
    Im Augenblick hoffe ich, dass ich von der Synovektomie OP und das spritzen der chemischen Mixtur verschont bleibe bzw. das Sulfasalazin wirkt (aber das dauert ja noch ein paar Wochen).
    Nach der letzten Knie OP (rechts) war ich 6 Wochen Krankgeschrieben und warscheinlich wurde das linke Knie überlastet und macht seitdem auch Probleme (im Moment leichter Erguss). Außerdem ist der 4. Zeh rechts leicht geschwollen, aber er tut mir seit ca. 9 Monaten nicht mehr weh.
    Meine Größte Angst ist, wenn ich mich am rechten Knie operieren o. ä. machen lasse, das dadurch wieder mein linkes Knie überlastet wird und mir zusätzlich noch Ärger bereitet.
    Seit einiger Zeit bin ich auch in einem Fitness Studio (medizinische Fitness) und die Übungen die ich dort mache tun mir auch sehr gut (fühle mich etwas beweglicher). Heute lasse ich es mal ausfallen wegen der gestrigen Punktion.
    Diese Müdigkeit und Abgeschlagenheit ist in letzter Zeit auch sehr heftig geworden, der Arzt meint es würde nicht am Sulfasalazin liegen viel mehr an meiner Krankheit.
    Was kann ich mir bzw. meinen Gelenken noch gutes tun (Ernährungstechnisch usw.)?
     
  6. joerg74

    joerg74 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    glücklicherweise ist mein rechtes Knie seit Freitag nicht wieder angeschwollen, aber es fühlt sich seit heute komischerweise ziemlich kalt an. So kalt, daß ich es ab und zu mit den Händen wärme.
    Morgen abend werde ich mal wieder ins Fitness Studio gehen, aber die Beine nicht zu sehr belasten (außschließlich was für den Rücken tun). Zum Aufwärmen werde ich ein wenig Fahrrad fahren anstatt auf den Crosstrainer zu steigen und evtl. einen Saunagang machen (ich habe so eine große Lust auf wenigstens einen Saunagang).
    Ich hoffe, daß mein Knie danach noch schön dünn bleibt...

    Gruß
    Jörg
     
  7. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Jörg,

    ich denke mal Dein Rheumatologe meinte die Radiosynoviorthese oder auch kurz RSO genannt. Hierbei wird wie schon von Dir erwähnt radioaktives Material ins Knie gespritzt. Dieses soll dann bewirken, dass durch eine "künstlich hervorgerufene Entzündung" die Knochenhaut weggeätzt wird. Dieses Verfahren, wie auch die chemische Variante (wird nur ein anderes Mittel benutzt soll aber deutlich schmerzhafter sein) wird in 90 % der Fälle ambulant durchgeführt und das bei erfahrenen Radiologen. Das Knie darf dann mind. 72 Std. nicht oder nur sehr leicht belastet werden (Toilettengang ist erlaubt, ansonsten ist Ruhe angesagt). Stationär wird das nicht sehr häufig angeboten. Im Norden fällt mir da nur Bad Bramstedt (Rheumaklinik) ein. Die verlangen aber die Genehmigung der KK, die Du eigentlich nur bekommst, wenn Du alleinstehend bist (ansonsten hast Du ja jemanden der sich um Dich kümmert).
    Bei ausgeprägten Entzündungen kann es sein (ist sogar sehr wahrscheinlich), dass die RSO wiederholt werden muss. Dieses geschieht dann frühestens nach ca. 3 Monaten.
    Mehr fällt mir z.Zt. zu diesem Thema nicht ein. Ich hoffe für Dich, dass das Sulfasalazin Dir hilft (bei ir hat es leider nicht geholfen - ich hätte mir auch Gurkenscheiben auf die Stirn legen können, die hätten dann zumindest noch etwas gekühlt).