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macht euch bitte mal schlau!!!!

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von bise, 3. März 2010.

  1. bise

    bise Neues Mitglied

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    manchmal lohnt es sich, sich mal näher bei der ges. kk zu erkundigen.
    ich wollte nur ne einfache info, nix weiter.
    bei dem gespräch stellte sich heraus, dass meine kk- sachbearbeiterin
    im computer ne übersicht hat, welche posten für mich im laufe der beiden letzten jahre von der kk bezahlt wurden. ich bat lieb um eine kopie und erhielt diese auch prompt zugesandt.

    nun sitze ich völlig entgeistert daheim vor einem stapel papieren, ich bin immer noch fassungslos, wieviel im quartal wem gezahlt wurde.
    gewiss, ist von bundesland zu bundesland verschieden.

    ich weiss, viele user sind mit der betreuung durch ihre docs nicht immer voll zufrieden. es wird manches bemängelt, ob zu recht oder unrecht sei hier mal dahingestellt.
    doch bei der "speisung" durch die kk, wie sie mir gerade vorliegt, hätte ich persönlich erhebliche probleme, spass am job zu finden, ich käme mir nur ausgebeutet vor.
    allerdings gibt es im vergleich des einsatzes in minuten auch gewinner, was mich noch mehr staunen lässt. ich persönlich kann nun einiges an bemerkungen und reaktionen auf meine fragen verstehen. bevor ich nochmals docs kritisiere, werde ich mir die honorierung vor augen führen. (wieviel sie schuften müssen im verhältnis zu anderen!!!! und zu welchem preis).

    gruss
     
  2. roco

    roco Guest

    ich hab das schon durch meine mitarbeit in der praxis meiner neurologin festgestellt und volles verständnis für die klagen der ärzte...

    aber es liegt doch auch am system... warum z.b. sperren sich dir kassen so sehr gegen das bonusprogramm hausarztmodell? natürlich kriegt der hausarzt da ein wenig mehr geld. aber wieviele doppeluntersuchungen werden gemacht (blutuntersuchungen) jeder doc will eigene werte... und musst du ins kh akzeptieren die nich mal werte von vor einer woche...

    und wer weiss, was noch alles doppelt oder dreifach untersucht wird.

    muss alles nicht sein. es liegt nich an uns, es liegt am system..
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    rocofra, ich meinte damit überhaupt nicht die doppeluntersuchungen, die nach ansicht von patienten gemacht werden. docs haben darüber manchmal eine andere meinung, die sogar teilweise begründet ist.

    ich meinte, was ein haus doc, der seine patienten im bedarfsfall per hausbesuch betreut, am ende des quartals als leistung der krankenkasse auf seinem habenposten wiederfindet. es ist reichlich wenig. ein physio z.b. erhält pro hausbesuch eine hausbesuchspauschale - wohlgemerkt pro hausbesuch - und der hausdoc erhält für all seine besuche im quartal nur einmal die pauschale. gleich wie oft ich beim arzt war, diesen aufsuchen musste, er erhält nur einmal einen betrag pro quartal. doch der (haus)arzt muss auch betriebswirtschaftl. rechnen, damit die fixen unkosten der praxis nicht die einnahmen übersteigen. ich glaube daher, mancher arzt wäre froh, den betrag von patienten zu erhalten, den diese für sog. wellness massage ausgeben. deren anbieter rechnen mit mindest 1 € pro minute ab; im gegensatz dazu verdienen manche ärzte noch nicht einmal 50 cent die minute, insbesondere dann, wenn patient 2 oder gar 3 x im quartal in die praxis zur untersuchung gehen muss. ich denke dabei z.b. an die augen docs, deren hilfe gerade die chroniker häufiger bedürfen. wie oft schon hatte ich eine entzündung der hornhaut, hervorgerufen durch das trockene auge. die notwendige untersuchung dauert ihre zeit......
    ich will das nur mal hier klarstellen.
    informiert euch ruhig mal...
    ich war jedenfalls geplättet und habe mir fest vorgenommen, nie mehr über ärzte, die im akkord schuften, zu klagen.
    (es gibt immer noch praxen, die kaum privatpatienten haben, die reine kassenpraxen sind. sollte sich in diese mal ein privatpatient "verirren", dann wäre der praxisinhaber "schön blöd", wenn er diesen nicht bevorzugt behandeln würde).
    man sollte das system kennen und verstehen, bevor man sich über lange wartezeiten beim arzt bzw. bis zum erhalt eines arzttermins auslässt.
    gruss
     
  4. roco

    roco Guest

    ja, darüber habe ich mich schon lange nicht mehr geärgert, im gegenteil, hab sogar verständnis dafür...

    ich werde mir das aber mal zuschicken lassen, bis jetzt hab ich immer nur gehört, das der ha den dicksten brocken der kohle erhält...:o (der aber für uns chroniker trotzdem zu gering ist.

    meine frauenärztin hat schon angedeutet, das ich mir eig. ne andere suchen sollte:mad:)

    es ist zum heulen:sniff:
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

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    rocofra,

    der haus doc hat evt. ein grösseres budget für heilmittel. der hausarzt, der im hausarztmodell mitmacht, hat evt. etwas mehr, aber sicherlich nicht den "dicksten brocken". doch die zusätzl. aufgaben und praxisbelastungen bei der teilnahme am hausarztmodell sind auch nicht ohne grösseren zeitaufwand zu bewältigen. es muss doch einen grund haben, dass viele hausärzte die teilnahme am hausarztmodell ablehnen.
    abgesehen davon steht doch fest, dass in vielen lebenslagen der hausarzt der erste ansprechpartner ist im mediz. bereich. ihn sucht man nicht nur eher sondern auch häufiger auf. dies geschieht aus sicht der patienten nie grundlos. der zeitaufwand ist immens für den hausarzt.
    gruss
     
  6. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ...hmmmm...weiss gar nicht, ob ich überhaupt schreiben soll, denn als Privatversicherte, sehe ich das alles aus einem etwas anderen Blickwinkel....sorry, schon jetzt. Also grundsätzlich ist das System total "krank" und ich war auch geschockt, als mir mein Rheumatologe mal erzählt hat, dass er für einen Kassenpatienten einmal im Quartal angeblich nur 7,50 EUR bekommt, egal ob der 1 mal oder 5 mal zu ihm kommt :eek:. Ich weiss nicht, aber das kann doch nicht sein und überhaupt ist es äußer Verhältnis zur Arbeitsleistung des Arztes...wie ihr ja auch schon geschrieben habt.
    Auf der anderen Seite sehe ich ja immer sämtliche Abrechnungen, weil ich sie verauslagen muss und ich bin langsam so was von sauer, wenn ich jedes Mal feststellen muss, dass mein Hausarzt versucht, sich über mich bzw. meine KK zu sanieren. Kleines Beispiel: er meint, er müsste grundsätzlich alle Blutentnahmen selbst machen, bei allen Patienten :confused:. Das führt natürlich dazu, dass man für diese Prozedur teilweise bis zu einer Stunde warten muss. Löhnen darf ich für diesen Spaß 160 EUR (großes BB) an den Hausarzt und zwischen 35 und 60 EUR an das Labor :mad:. Ich kann euch ehrlich sagen, mein Mitleid für diesen Abzocker hält sich in Grenzen!!! O.keee, die Fachärzte nehme ich jetzt mal aus, aber die sog. Hausärzte finden Mittel und Wege, trotz Gesundheitsreform auf ein noch ansehnliches Einkommen zu kommen. Was mir auch auffällt, plötzlich steigen die angeblich chronischen Erkrankungen bei uns im Ort sprunghaft an. Kenne alleine 3 Leute aus meinem nahen Umfeld, denen wurde, mit ihrem Einverständnis wohlgemerkt, eine
    asthmatische Erkrankung "andiagnostiziert" um ein höheres Budget zu erreichen. Diese ganze Entwicklung ist höchst bedenklich und ich frage mich, wie das noch weiter gehen soll. Vor allem frage ich mich auch, weshalb die Privaten diese völlig überhöhten Rechnungen sang- und klanglos schlucken. Und nein, ich bin mit der Behandlung durch meinen HA auch nicht zufrieden, obwohl er von meiner Kasse fürstlich entlohnt wird...seufz.
     
    #6 5. März 2010
    Zuletzt bearbeitet: 9. März 2010
  7. bise

    bise Neues Mitglied

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    es soll docs geben, die brauchen die privatpatienten um die praxis halten zu können.
    schau mal in die GOÄ, ob das mit der blutabnahme so stimmen kann. dort ist alles geregelt.
    auch die sätze, die die einzelnen kven an die facharztgruppen ausgeben, sind einsehbar für jedermann.
    wenn die honorierung der jeweiligen ärztl. leistungen vergleichen wird, tut sich eine riesengrosse kluft zwischen gkv und privat auf.
    gruss
     
  8. DesperadoGirl

    DesperadoGirl Mitglied

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    Hallo bise,

    du hast recht, vielleicht sollte ich es mir einmal antun, die GOÄ zu studieren. Aber, ehrlich gesagt bin ich bisher davon ausgegangen, dass sowohl meine Beihilfe als auch die KK die Rechnungen überprüfen. Das geht jetzt schon seit 3 Jahren so und sogar die kniggrige Beihilfe hat immer anstandslos bezahlt....und die ist immer die erste, die losmeckert, wenn es etwas zu beanstanden gibt....ist mir ein Rätsel wie das so geht.
     
  9. poldi

    poldi Aktives Mitglied

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    Es gibt feste Sätze, an die sich der Ha halten muss. Da darf es bei uns das 1,9 oder das 2,3 fache nehmen. Würde er mehr nehmen, müßte er das schriftlich begründen. Da ich schon sehr lange krank bin und Hausarzt und Fachärzte-Rechnungen zur Genüge kenn, kann ich nur sagen, der Ha ist das ärmste Schwein.
    Liebe Grüße
    Poldi