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Mabtera?? Retuximab???

Dieses Thema im Forum "Biologische Therapien (Biologika und niedermolekul" wurde erstellt von Sooonnenschein, 22. Juni 2004.

  1. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

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    Hallo Ihr,

    kennt einer von Euch das obige Medikament? Mir gehts momentan ziemlich übel. Habe einen sehr starken Rheumaschub, und die Blutwerte sind trotz erhöhtem Cortison (32mg seit einer Woche) immer noch sehr hoch (Leukos bei 29.000, CRP 91).

    Jetzt haben mir meine Rheumatologen dieses neue noch in der Studie befindliche Medikament vorgeschlagen. Ich würde es anfangs zweimal in der Woche per Infusion bekommen, und nach vier Wochen noch einmal. Das soll dann für etliche Monate anhalten. Da ich schon alle Rheumamedis durch habe, und dadurch auch schon einige Nebenwirkungen ertragen musste, bin ich neuen Medis gegenüber sehr skeptisch eingestellt.

    Ich hoffe, dass mir einer von Euch etwas weiterhelfen kann. Ich soll mich möglichst noch diese Woche entscheiden......

    Tschüssii
    Euer (etwas verzweifelter und verwirrter)
    Sooonnenschein
    :confused:
     
  2. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Mabtera

    Hi, ich würd den Doc Langer dazu fragen. Ich kenne das Medikament nicht in Bezug auf Rheuma, es gibt aber wohl Studien und in einem Bericht von Doc L in Bezug zur rheumatoiden Arthritis wird dazu etwas gesagt. Frag ihn halt mal.
    Allerdings finde ich nichts betreffs der Zulassung und zu den Nebenwirkungen?
    Es ist das meist verkaufte Medikament der Firma Roche und wird bei Non-Hodkyn-Lymphom Erkrankungen eingesetzt.
    Gruß "merre"
     
    #2 22. Juni 2004
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2004
  3. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

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    Moin Merre,

    danke für Deinen Tipp. Werde ich machen.

    LG
    :)
     
  4. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    Rituximab....

    Hallo Sonnenschein,
    Rituximab oder auch Mabtera ist ein Antikörper gegen CD20.
    CD20 ist ein OIberflächenmerkmal auf B-Lymphozyten, also einer untergruppe der Lymphozyten (weisse Blutkörperchen). Und die B-Zellen sind auch die, die dann mal irgendwann Antikörper (z.B. auch den Rheumafaktor oder Antinukleäre Antikörper) produzieren. Ausserdem spielen sie natürlich eine grosse Rolle bei allen Entzündungsvorgängen.
    Da es bestimmte Lymphomformen gibt, wo das Lymphom hauptsächlich aus diesen B-Zellen besteht, hat man da angefangen diesen Antikörper, der die Zellen zerstört, einzusetzten. Dann hat man festgestellt, dass das bei Krankheiten wie der cP auch funktionieren könnte...und die ersten Ergbenisse sehen ziemlich gut aus. Die Patienten sprechen z.T. genial darauf an.
    Zugelassen ist es aber bisher zumnidest in Deutschland halt nur für Non-Hodgkin-Lymphome.
    Infos findest du auch unter:
    http://www.i-s-b.org/wissen/broschuere/produkt/rituxi.htm
    http://www.welt.de/data/2004/06/19/293434.html
    http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=16647

    Die Liste der NW ist lang, wobei man dabei daran denken sollte, das die Liste in der Anwendung bei Lyamphom-patienten entstanden ist, die meist auch noch ne Chemo dazu haben.....

    Nebenw.: Fieber u. Frösteln/Schüttelfrost vorwiegend innerhalb d. ersten 2 Std. während d. ersten MabThera-Inf. Häufig Bronchospasmus/Dyspnoe, Zungen- u. Halsschwellung, vorüberg. Hypotonie u. Arrhythmien. Übelkeit, Urticaria/Hautausschlag, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Pruritus, Rhinitis, Erbrechen, Hitzegefühl u. Tumorschmerzen. Verschlimmerung vorbestehender Herzbeschw., wie Angina pectoris od. Herzinsuffizienz. Gelegentlich schwere Thrombozytopenie u. Neutropenie, schwere Anämie. Bronchokonstriktion. Bronchitis obliterans (Einzelfall). Vorüberg. Erniedrigung d. Immunglobulinspiegels.
    Selten: Bauch-, Rücken-, Brust-, Nackenschmerzen, Unwohlsein, Bauchausdehnung, Schmerzen a. d. Infusionsstelle. Hypertonie, Bradykardie, Tachykardie, Vasodilatation. Diarrhoe, Dyspepsie, Anorexie. Leukopenie, Lymphadenopathie. Hyperglykämie, peripheres Ödem, LDH-Anstieg, Ödem, Gewichtsabnahme, Gesichtsödem, Hypokalzämie, Hyperurikämie. Arthralgie, Myalgie, Knochenschmerzen, erhöhter Muskeltonus. Schwindel, Angstgefühle, Depression, Parästhesie, Hyperästhesie, Erregung, Schlaflosigkeit, Nervosität, Schläfrigkeit, Neuritis. Nachtschweiß, Schwitzen, trockene Haut. Ohrenschmerzen, Stör. d. Tränenbildung, Veränd. d. Geschmacksempf., Dysurie, Hämaturie, Gerinnungsstör., Kreatinphosphokinase-Anstieg, Hyperkalzämie, spont. Knochenfrakturen.



    Also, nur begernzt irritieren lassen...das ist halt die Info aus dem Beipackzettel....die ist ja auch bei allen anderen Rheumamedis enorm..........
    Ich drücke dir die Daumen, das es hilft.
    Gruss, Paris
     
  5. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Rituximab

    Hallo,
    ich glaube der Artikel war Vorgestern in der FAZ. "Ein Antikörper weckt Hoffnungen bei Rheumakranken" ... Durch die zweimalige Behandlung mit dem Antikörper Rituximab können die Beschwerden für mindestens ein Jahr gemildert werden. An der Studie waren auch die Rheumaklinik in Wiesbaden und die Uniklinik in Leipzig beteiligt. .... Alle Patienten, die den Antikörper erhalten hatten, litten in der Folgezeit - unabhängig von der Zusatzmedikation - deutlich weniger unter rheumat. Beschwerden als die nur mit MTX behandelten Patienten.
    Hast Du denn schon Enbrel und Humira ohne Erfolg ausprobiert?
    Beste Grüße von Susanne
     
  6. sunrise2

    sunrise2 Guest

    Hallöchen!

    Bin sehr froh über den Beitrag von Paris :D , aber wie sie schon sagt NW haben sie alle. Mache mir nur Sorgen wegen der LE und der Bronch.,
    das hatte ich alles schon unter MTX.
    Na mal schauen, wir werden das schon schaukeln. ;)
    Alles Gute für euch.
    sunrise
     

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  7. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

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    Hallo Ihr,

    danke für Eure Hilfe. Ich konnte leider erst heute antworten, da ich letzte Woche im Krankenhaus war. Da habe ich das neue Medi bekommen. Es war im Nachhinein gesehen nicht so schlimm. Auch wenn die Infusion nicht ohne war. Meine NW waren nur gering (Erkältungssymptome, leichtes Fieber, und ein bisschen Kreislaufprobleme).

    Aber hier das positive: meine Leukos sind von anfänglich (Montag) 22.000 auf 9.000 (Freitag) gesunken. Bis jetzt kann ich nur positives über das Mittel berichten. Eine Infusion bekomme ich noch, dann ist erst mal Schluss. Angeblich soll die Wirkung (falls sie eintritt) etliche Monate halten.


    Also, danggä nochmal
    tschüssiii
    Euer Sooonnenschein
     
  8. kurt tirol

    kurt tirol Guest

    Hallo ich bekomme schon das dritte ma diese therapie und ich was der erst in ö

    Österreich und mir geht es sehr gut !!!Das ist zurzeit die beste therapie.
     
  9. Dr.Langer

    Dr.Langer rheuma-online Doc

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  10. sunrise2

    sunrise2 Guest

    Mabtera

    Hallo euch allen,

    ganz erstaunt, dass von dieser Runde noch Beiträge kommen, möchte ich folgendes berichten. Wie schon an anderer Stelle bei RO passiert.

    Es ist jetzt nun 1 Jahr vergangen seit ich Mabtera bekommen habe.
    Kurz zu mir, essentielle kryoglobulinämische Vaskulitis, mit Nieren, Herz, Gelenk und Hautbeteiligung.

    Viele Jahre war die Erkrankung nicht in den Griff zu bekommen. Mir ging es besch..... hoch fünf.

    Ich habe 4 Infusionen bekommmen im Abstand von vier Wochen. Was soll ich sagen, für mich grenzt es an ein Wunder was ich erleben durfte. Das habe ich den Ärzten in BB zu verdanken, die sich weit herausgelehnt haben und mit der Therapie begonnen hatten. Man konnte förmlich zusehen, wie alle Werte besser wurden, die Haut sich schloss die Gelenke abschwollen und, und,und.... ich mich wie neu geboren fühlte.

    Leider konnte ich nicht ohne Medis bleiben und nehme jetzt schon eine ganze Weile Arava, 5mg Cortison, Mydocalm, hin wieder Novalgin und von Zeit zu Zeit Antibiotika, da sich durch die Gabe von Endoxan meine Schleinhäute verabschiedet haben. Besonders der IgA praktisch mit 10 nicht vorhanden.

    Aber ich gehe ssogar wieder an 2 Tagen die Woche für 4 Stunden arbeiten. Welch ein Glück :D :D :D :D :D :D :D

    Ich drücke allen die Daumen, auch in den Genuss zu kommen in dem ich mich befinde. Natürlich sind Langzeitstudien nicht vorhanden und jedes Medi hinterlässt Spuren, aber lieber diese Spuren als keine mehr. So wäre es mir sonst eines Tages ergangen.

    Allen eine schmerzfreie und wenn das noch nicht möglich, dann eine schmerzerträgliche Zeit.

    lg sunrise
     
  11. Sooonnenschein

    Sooonnenschein Neues Mitglied

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    Absinken der IGG-Werte????

    Hallo Ihr,

    es ist mittlerweile schon über ein Jahr her, dass ich Mabthera bekommen habe. Kurz und knapp: Es hat bei mir nichts gebracht. Ich bekam zwei Infusionen innerhalb von vier Wochen. Einige Wochen schien der Schub minimal besser zu werden. Aber nach drei Monaten brach er umso heftiger wieder aus. Letztlich hat (wie immer bei mir) nur ein Cortisonstoss etwas geholfen.

    Seit ca. 11 Monaten nehme ich wieder Methotrexat (15 mg/Woche) und Arava 10mg täglich. Meine Beschwerden sind fast weg. Mir bereitet nur meine Schulter Probleme. Diese sind aber durch eine Cortisonspritze soweit abgeklungen. Wenn meine Blutwerte wieder soweit in Ordnung sind, habe ich von den Ärzten das OK bekommen, das Arava abzusetzen.

    Ich hätte jetzt noch eine weitere Frage an Euch: Kennt Ihr das Problem mit zu niedrigen IGG-Werten? Diese sinken schon seit einiger zeit (ein, zwei Jahre) langsam immer weiter ab. Mittlerweile sind sie an einem Punkt angelangt, wo die Ärzte sagen, dass ich wg. Infektionen aufpassen soll. Die letzten Wochen häufen sich z. B. auch Entzündungen der Mundschleimhaut. Evtl. soll ich eine Infusion mit Immunglobulinen bekommen. Was macht Ihr dagegen'???

    Liebe Grüsse
    Andrea
     
  12. sunrise2

    sunrise2 Guest

    IgG`s

    Hallo so.....nnenschein,
    eigendlich kann man gar nichts machen, wenn sich die Werte verabschieden.
    Im übrigen Mabthera ist ja ein Immunglobulin. Der IgA ist für die Schleimhäute verantwortlich und der ist bei mir auch nicht mehr vorhanden, siehe meinen Beitrag above :rolleyes:
    Ich inhaliere viel, mit nicht zu heißem Wasser. Ich gurgel täglich mit Kamille.
    voarallem halte ich mich in Grippezeiten also jetzt von großen Menschenansammlungen fern. Vitamin C zur Vorbeugung, viel Gemüse und so.
    Mein HNO und meine int.Rh-doctin ;) meinen da kann man nix mehr machen. so geht es mir schon seit 2 Jahren. Die Folge ständige Halsschmerzen, aber was soll`s. Welche Immunglobuline sollst du denn bekommen? würde mich mal interessieren! Welche IgG`s sind denn betroffen?IGM?, IgA, IgG????
    Ich wünsche dir alles Gute!


    lg. sunrise