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Langzeitverordnung-KG??

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von katrin65, 6. Juni 2004.

  1. katrin65

    katrin65 Überlebenskünstler

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    Hallo,

    habt ihr eine Ahnung, wie es ab 01.07.04 mit der Langzeitverordnung mit KG aussehen wird? Werden unsere Rheumakinder auch eine Pause von 12 Wochen einlegen müssen? Muss die Krankenkasse die Rezepte jetzt generell genehmigen?

    Liebe Grüße
    Katrin
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo katrin,

    es scheint mit auf deinen arzt anzukommen, wenn er dor ebstätigt, dass nur die langzeitbehandlung auch erfolg verspricht, dann kannst du das bei der kasse einreichen und absegnen lassen.
    zitat: Ausnahmen für eine Verlängerung der Therapien sind in der neuen Heilmittel-Richtlinie vorgesehen. Allerdings muss der Arzt eine längere Verordnung ausführlich begründen und der Patient ist verpflichtet, sich bei seiner Kasse das Ausnahmerezept extra abstempeln zu lassen.

    viel bürokratie und gutes zureden an die sachbearbeiter :( ich hoffe für die kinder und alle die eine langzeitbehandlung benötigen, dass sich die vorgehensweis enoch ändren wird.

    gruss kuki
     
  3. bise

    bise Neues Mitglied

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    was ist mit allen schwerstbetroffenen, die einzel kg benötigen? was ist mit all denen, die 3 x in der woche kg benötigen, damit die restfunktionsfähigkeit erhalten bleibt? 12 wochen pause wären das " aus " für diese betroffenengruppen. sollen alle zukünftig in die pflegestufe 3 eingruppiert werden und ab ins pflegeheim?
    habt ihr ne vorstellung, wie man sich als junger mensch dort fühlt?
    etliche schwerstbetroffene können ihren bewegungszustand nicht verbessern aber dank qualifizierter physiotherapie den "ist" zustand erhalten! schon jetzt ist es schwer, gut ausgebildete physios zu finden; die fortbildung (für die behandluung von rheuma patienten) kostet viel geld und wird von den kk nicht entsprechend honoriert. die zu tragende veranwortung ist riesig und die bezahlung mickrig! wer kann sich finanziell eine entsprechende private behandlung leisten? mit alu oder eu-rente wohl kaum; rheumis sind i.d.r. früher berentet worden, sie hatten keine möglichkeit einen hohen rentenbetrag zu erwirtschaften. beihilfeberechtigte können sich den luxus noch leisten.

    qualifizierte physios finden immer ihre patienten; nur wie finden schwerstbetroffene qualifizierte physios (die sie nicht privat löhnen müssen)?
    vielleicht setzen mal schwestbetroffene hier ins netz, wo es diese noch gibt . schwerstbetroffene können i.d.r. keine kilometerlangen fahrten für die physio auf sich nehmen. krankentransporte müssen betroffene selbst bezahlen. welcher rheuma orthopäde macht hausbesuche, wenn die gelenke mal wieder "verrutscht "
    sind - abgesehen davon, welcher doc kann gut manual therapeutisch tätig sein?

    die neuen heilmittelrichtlinien sind klar formuliert; das stimmt! sie gehen eindeutig zu lasten der "alten" kranken, die zu früh geboren sind oder von der cp vor einsetzen der modernen medikamente heimgesucht wurden. diese haben jetzt noch weniger chancen, mit den spätfolgen ihrer krankheit fertigzuwerden. jetzt sind sie doppelt gestraft mit ihrem schicksal!

    jetzt bin ich auf eure reaktionen gespannt.
    schönen sonntag
    bise
     
    #3 6. Juni 2004
    Zuletzt bearbeitet: 6. Juni 2004
  4. Nixe

    Nixe Neues Mitglied

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    Langzeitverordnung KG

    Moin,

    wir hatten gerade einen solchen Fall. Die Krankenkasse verlange von der
    Krankengymnastik eine Begründung, warum die KG weiter in der Form notwendig ist. Ulrich ist fast 18 und bekommt zweimal die Woche Einzelgym-
    nastik mit manueller Therapie.

    Ich habe dann umgehend von der KG-Praxis eine Stellungnahme angefordert
    und eingereicht und die letzten Arztberichte beigefügt, wonach KG auch
    weiterhin nötig ist.

    Das Ganze ging dann, ohne persönliche Begutachtung, an den med. Dienst
    der Kasse. Der hat jetzt zwei Jahre lang eine Fortführung der Behandlung
    genehmigt und wir haben das genehmigte Rezept dann abholen können.

    Man sollte also auf alle Fälle rechtzeitig ein neues Rezept holen, falls so
    eine Überprüfung nötig werden sollte um längere Behandlungspausen zu vermeiden.

    Liebe Grüsse Nixe
     
  5. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    hallo.

    mein Hausarzt hat Schwierigkeiten
    mit seinem Budget bekommen, wegen
    Physiotherapie.

    ich bekomme nun schon seit Urzeiten Kg.
    mittlerweile natürlich außerhalb des
    Regelfalls. die natürlich sein Budget
    belasten.

    ich habe nun heute von einer anderen
    Therapeutin den Hinweis bekommen,
    dass es LangZeitVerordnungen gibt,
    die dann das Budget des Arztes nicht
    belasten.

    ich möchte nun meinem Arzt helfen.
    damit zumindest ich ihn nicht mehr
    belaste.

    wie gehe ich nun vor? wenn einmal
    was genehmigt ist, kann dann zwischendrin
    zb die Frequenz erhöht werden?
    wie geht das dann mit den Rezepten
    überhaupt vonstatten? muss dann evtl
    die laufende Therapie unterbrochen
    werden, wenn die Genehmigung dann
    etwas länger dauert?

    liebe Grüße von puffel
     
  6. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Hallo Puffel, ein Beispiel Verordnung KG, auf dem Rezept sollte stehen, Diagnose, dann Aktivierung, Muskelkraftigung, Erhalt der Selbständigkeit.
    Verschlechterung durch Therapiepause zu erwarten, also fortlaufend Rezepte anfordern.
    Dein Doc kennt diese Regelung, sei dir da sicher es ist nur wichtig was und wie er dieses Rezept schreibt.
    Eine Pause durch den Patienten, ist daher keinesfalls gut, ich bekomme seit sehr langer Zeit, KG,Lymhdrenage sowie Ergotherapie und das wie gesagt fortlaufend.
    Viel Glück, nicht du bist die jenige die deinen Arzt helfen solltest, er kennt den Heilmittelkatalog, bestens auch für Dauerverordenungen.

    Alles Gute sagt dir Johanna

     
  7. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Puffel!
    Eine Rheumadiagnose reicht für eine Langzeitverordnung nicht aus, meine Erfahrung, ich haben es beantragt und es wurde jedesmal abgelehnt.
    In folgendem Link kannst Du nachlesen, welche Diagnosen (hellblau) Rezepte außerhalb des Regelfalles bekommen und welche (dunkelblau) eine Langfristenverordnung.
    http://www.kbv.de/media/sp/Praxisinformation_Heilmittel.pdf

    Sie belasten das Budget, aber bei einer Überprüfung, wie jetzt bei deinem HA, fallen die Rezepte außerhalb des Regelfalles aus der Überprüfung raus, dein HA hat also, bei deinem Rezept jetzt keine Probleme, so wurde es mir erklärt und mein HA hat es so bestätigt.
     
  8. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Hallo Puffel

    Ich musste auch lange suchen , bis ich einen Arzt gefunden habe , von dem ich Langzeitverordnungen bekomme . In meinem Falle hatte das der HA abgelehnt auf Grund des Budget . Bei mir macht es ein Orthopäde für Reha , sein Budget ist wesentlich höher , allerdings brauchte er den Nachweis , das bei mir eine PA positiv besteht. Ich habe nun schon Ergo und KG seit dem vorigen Jahr durchweg , bisher hat noch niemand von der KK bei mir nach gefragt ,und soweit ich vom Ihn weiß geht das alles seinen Gang.

    Ich glaube auch wenn es Gesetzgebungen darüber gibt , zieren sich viele Ärzte das zu verschreiben ,weil sie mit der KK die Auseinandersetzungen scheuen .

    Lg. delphin
     
  9. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    ach. das ist ja alles verwirrend.

    ich hatte bis jetzt eigentlich die
    Aussage, dass Verordnungen
    außerhalb des Regelfalls ins
    Budget fallen und Langzeit-
    Verordnungen nicht.

    hhm...
     
  10. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Puffel da gebe ich Dir vollkommen recht , da sieht keiner richtig durch. Meine Tochter arbeitet in einer Praxis mit 5 Orthopäden ,und sie sagt jeder darf und kann anders verordnen , da kann man dulle im kopp werden. :rolleyes:


    Lg. delphin
     
  11. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Puffel
    Außerhalb des Regelfalles belastet ja auch das Budget, aber bei einer Praxisüberprüfung fallen diese Rezepte dann raus, dafür muß der Arzt dann nicht grade stehen.
    Die Praxisüberprüfung findet ja auch nicht ständig statt.
     
  12. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    wenn außerhalb des Regelfalls nicht
    ins Budget fällt.sozusagen.dann
    frage ich mich,warum manche
    Ärzte so einen Bohai darum
    machen und nicht mehr als
    3 x 6 Behandlungen verordnen.
    danach belastet die das ja nicht
    mehr.
     
  13. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Puffel!
    Weil es das Budget belastet und nur bei einer Überprüfung fallen die Rezepte außerhalb des Regelfalles dann raus und es findet ja nicht jedes Quartal eine Überprüfung statt, wo man dann sieht, daß z.B. 30%/(fiktive Zahl) ausgestellte Rezepte außerhalb des Regelfalles sind.
    Warum sie es so verschreiben und nicht anderst, entzieht sich meiner Kenntnis, vermutlich wollen sie keine Diskussion mit der kassenärztlichen Vereinigung oder sie sind schlecht informiert.

    An den Krankenkassen liegt es in der Regel erstmal nicht.
     
  14. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Bei der Verordnung KG dürfen immer nur jeweils sechs Verordnungen stehen, wogegen es bei der Lhymdrenage eine Verordnung von 24 Behandlungen gibt auf einem Rezept.Ich bin sehr froh so eine verständnisvolle Ärztin gefunden zu haben, leider musste ich auch andere Erfahrungen kennen lernen.Euch allen noch einen schmerzfreien Tag.
     
  15. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Johanna!
    Das ist so, wenn die Rezepte als Regelfall sind, bei Rezepten außerhalb des Regelfalles ist das nicht so, ich bekomme z.B. immer 36x auf einem Rezept außerhalb des Regelfalles, das ist für ein Quartal
     
  16. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    paderbornerland
    Ich bekomme für ergo und kG immer jeweils 24 x aufgeschrieben .
     
  17. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    wenn die Kassen manchmal manche
    Ärzte "bestrafen" weil sie ihren kranken
    Patienten helfen wollen und deswegen
    Krankengymnastik verschreiben, scheint
    diese Problematik wohl manchmal doch
    an den Krankenkassen zu liegen.
     
  18. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Zusammen,

    wer es denn mal verstehen möchte schaue sich diesen Link an https://www.kvwl.de/mediathek/son_aus/2013/ppe_47.pdf Auf Seite 6 ist der Unterschied zwischen Praxisbesonderheit und Langfristverordnung erklärt.

    Wieviel und was verordnet werden kann regelt der Heilmittelkatalog. Außerhalb des Regelfalls kann die Menge verordnet werden, die innerhalb von 12 Wochen "verbraucht" werden kann.

    Die Richtgrößen werden von Kassen UND Ärzten festgelegt- insofern ist es falsch nur auf die Kassen zu schimpfen ;).

    Wenig Streß mit der Bürokratie
    Jürgen
     
  19. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Bei mir stehen auf dem KG-Rezept immer 10 Anwendungen, verordnet ebenfalls außerhalb des Regelfalls von meinem Hausarzt. Hatte da noch nie Probleme damit das Rezept zu bekommen.

    LG, Inge
     
  20. Hexken

    Hexken hexhex...

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    Hallo Puffel,

    hattest du nicht Polyarthritis????
    Dann müsstest du über eine Verordnung als Praxisbesonderheit problemlos deine KG bekommen.

    So wird das bei mir gemacht.

    Ich bekomme immer eine 24 er Verordnung für Manuelle Therapie und einer 6 er Verordnung für Ergotherapie.
    Ich laufe aufgrund der Diagnose: seronegative Polyarthritis als Praxisbesonderheit beim Orthopäden und falle so nicht in sein Budget.

    Frag mal nach, ob das möglich ist.

    Liebe Grüße

    Das Hexken