1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Lange Wartezeiten - Frust

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von ErikaSt, 23. April 2008.

  1. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

    Registriert seit:
    7. Januar 2006
    Beiträge:
    282
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Dortmund
    Hallo zusammen,
    ich möchte heute einfach nur einmal meinen Frust über unendlich lange Wartezeiten loswerden. Frust, den jede/r von Euch auch bereits unzählige Male erlebt hat. Den ich selber auch zur Genüge kenne – und dennoch – es beginnt sich langsam Wut in mir auszubreiten.

    * Wut, dass wir Monate warten müssen, bevor wir einen Termin beim Rheumatologen bekommen. Bei meinem Doc sind es teilweise bis zu 7-8 Monate.
    * Wut, dass wir ebenso Monate warten müssen, bevor wir einen Platz in einer Rheuma-Fachklinik bekommen. Ich bekam Montag erneut den dringenden Rat, stationär nach Sendenhorst zu gehen. Dort wurde mir gesagt: Ist meine Fibro im Vordergrund, muss ich 6 Monate warten, bei meinen Gelenkentzündungen, die mir momentan das Leben massiv beeinträchtigen, sind es immer noch 2-3 Monate. Bei Verschlimmerung solle sich mein Rheumatologe mit den Oberärzten in Verbindung setzen, vielleicht könne ich dann doch eher kommen. Diesen Weg müßte ich bereits letzten November wählen, damals wartete ich dann "nur" 4 Wochen.
    * Wut, dass effektive Behandlungen, die nicht explizit im Behandlungsplan vorgesehen sind, nicht genehmigt werden. Ich spreche hier von der Kältebehandlung in Sendenhorst, die, zusammen mit den anderen Behandlungen, zur Schmerzfreiheit bei meinem letzten Aufenthalt in Sendenhorst führte. Der Antrag auf Kostenübernahme bei ambulanter Behandlung wurde abgelehnt, über meinen Widerspruch wurde noch nicht entschieden. Mir ist bewusst, dass ich die Kältebehandlung ambulant nicht so effektiv einsetzen kann wie stationär, allein der zeitliche Aufwand der An- und Rückfahrt sind enorm. Allerdings erhoffe ich mir davon ein verspätetes Wiederauftreten der Beschwerden, ebenso wie dies ja mit den physiotherapeutischen Maßnahmen bewirkt wird.
    * Wut, weil aufgrund der wieder eingetretenen Schmerzen und offensichtlicher Entzündungsaktivität auch meine Begleitsymptome, um nicht zu sagen Begleiterkrankungen ebenfalls an Intensität zugenommen haben. So ist mein Bluthochdruck wieder angestiegen und ich musste die Medikamentierung entsprechend erhöht anpassen, ebenso musste die Schmerzmedikamention erhöht werden und ein neues Medikament hinzugekommen, von dem ich hoffe, es zu vertragen. Denn der letzten SSRI (Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer) Fluoxetin wirkte zwar gut gegen meine Schmerzen, leider entwickelte ich aber auch die Nebenwirkung des Serotonin-Syndroms. Bei dem jetzigen, Citalopram, soll diese Nebenwirkung allerdings nicht so häufig auftreten. Ich hoffe, die Aussage trifft auch auf mich zu.

    Wie gesagt, ich wollte einfach nur meinen Frust loswerden, denn es ist nicht immer leicht, mit jemandem darüber zu sprechen, der unsere Probleme nicht kennt.
    Liebe Grüße und allen einen hoffentlich schmerzarmen Start in den doch endlich einkehrenden Frühling.
    Erika
     
  2. Judi_die_Katze

    Judi_die_Katze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2007
    Beiträge:
    112
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bremen
    Du sagst´es!

    Hallo Erika,

    Oh ja, das kann jeder Rheumi nachvollziehen! Ich begreife mit den Terminvergabe bei Rheumatologen je nicht: sicher, es gibt nicht genug davon. Aber Rheuma verläuft zum Teil schubweise, was soll ich im 8 Monaten zu Rheumadok, wenn der Schub gerade eben stattfinden. Und so wie bei jedem Vorführeffekt, gehts dir in der Zeit bestimmt gut, da holst du dir Kommentar ab "Was wollen sie von mir?!! Ich habe so viele Patienten, die meine Hilfe dringender benötigen als Sie!"

    Mein Orthopäde hat vor 2 Jahre Terminvergabe komplett abgeschafft! Als ich ihm gefragt habe, warum sagte er nur:" Wenn Sie einen akuten Bandscheibenvorfall haben, sich Rücken verrenkt haben oder Bein gebrochen, was nützen Ihnen lange Wartezeiten auf ein Termin, sie brauchen Hilfe sofort. Ausserdem ist es unfähr die Patienten, die vor Monaten ein Termin vereinbart haben, stundenlang warten zu lassen, weil es je viele Unfall- und Notfall-Patienten dazwischen geschoben werden."

    Hat er Recht meine Meinung nach! Wer Morgens pünktlich da ist kommt rein, der Rest muss weitersuchen (oder auf ein Termin bei jemandem Warte). Wäre doch nicht schlecht, wenn Rheumatologen auf diesen Prinzip umsteigen würden, oder?

    Gruss
    Judi
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.519
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Schleswig-Holstein
    Jaja, die leidigen Termine. Bei mir ist es zur Zeit die Einweisung in die Rheuma-Klinik Bad Bramstedt. Aussage der Terminvergebenden: ich habe hier noch Leute, die sich im Februar schon gemeldet haben. Kann ich etwas dafür? Kann ich etwas dafür, daß das Malariamittel wegen Nebenwirkungen abgesetzt werden mußte und das Rheuma sich an allen bekannten und auch nicht bekannten Stellen meldet? Mit Chance komme ich noch im Mai hin. Grmbl!
     
  4. Judi_die_Katze

    Judi_die_Katze Neues Mitglied

    Registriert seit:
    21. September 2007
    Beiträge:
    112
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Bremen
    Hallo Tennismieze,

    Mit meinem heutigen Termin in der Rheumaambulanz war noch krasser: ich habe im November angerufen, musste mich im Dezember nochmal melden und da habe ich erst für 24. April Termin bekommen.:mad: