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Kündigungsschutz bei Morbus Chron und einem Schwerbehindertenausweis mit 60%

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von aloishuber, 28. November 2003.

  1. aloishuber

    aloishuber Guest

    Hallo, wer kann mir eventuell weiterhelfen?

    Ich leide seit Herbst 1998 an Morbus Chron. Die letzten Jahre war ich sehr oft krank durch ewige Schübe. Leider wirkt bei mir nur hochgradiges Cortison, die Standard-Medikamente rühren gar nicht an. Ich hatte auch schon einen Dickdarm-Durchbruch, und diesen erst nach fast 14 Tagen bemerkt, da das Cortison nichts durchgelassen hat, bis die Schmerzen unerträglich waren. Die Ärzte sagten, 4-5 Stunden später hätten sie nichts mehr machen können.

    Heuer wurde mir Anfang Mai das Medikament IMMUREK verabreicht, um das Immunsystem abzuschalten, und somit von der hohen Cortison-Dosis weg zukommen. Leider habe ich auch dieses Medikament nicht vertragen. Dann spielte mein Körper verrückt. Alle Blutwerte hatten Werte, schlimmer als bei einem Alkoholiker. Im Laufe des Sommers wurde es dann wieder besser, aber die Anzahl der Stuhlgänge (z.T. alle 30 - 45 Minuten) blieb, und meine Doktorin ließ mich nicht in die Arbeit gehen. Dann wurde ein neues Medikament gefunden, um das Immunsystem erneut auszuschalten, welches jetzt zum Glück wirkt.

    Jetzt darf ich am 1.12.03 (Gott sei Dank) wieder in die Arbeit, aber mit der Wiedereingliederung, mit 3 Wochen je 4 Std. und dann 3 Wochen mit je 6 Std. Doch mein Arbeitgeber hat nun keine Arbeit mehr für mich, da er sich nicht verlassen kann, ob ich wieder neue Schübe bekomme. Ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit 60 %, wie schaut es mit dem Kündigungsschutz aus?

    Wer kann mir Näheres über den Kündigungsschutz sagen oder mir eventuell Links geben, um mich darüber zu erkundigen. Bin mit den Nerven schon wieder am Ende, und habe mich so auf die Arbeit gefreut, jetzt ist wieder alles Sch...

    mfg und bestem Dank im vorhinein

    Alois Huber
     
  2. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi, aloishuber :)

    Dir empfehle ich die postwendende Terminvereinbarung mit den Beratungsstellen der Arbeitsgerichte in deiner Stadt - dieser werden dir sagen, was dein AG darf und was nicht.
    Dann solltes du zur KK gehen und den Fall vortragen und dann solltest du dich mal um eine Verrentung kümmern !!

    Also, schrittweise nach vorne, nicht den Mut verlieren !!

    Alles Gute !

    Pumpkin
     
  3. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo aloishuber,

    die einige Hürde, die Dein Arbeitgeber zu überwinden hat, ist die Zustimmung der Schwerbehindertenvertretung (wenn im Unternehmen vorhanden) und des Versorgungsamtes.
    Das hört sich zwar als große Hürde an, praktisch sieht es aber so aus, dass ich noch von keinem Fall gehört habe, in dem der Kündigung nicht zugestimmt wurde.

    Trotzdem viel Glück
    Birgit