hallo,
ich denke mal, das was die Kündigung angeht Nr. 2 eher passt. Kündigungen aus besagten wichtigen Gründen ist z.B. der Fall, wenn Du in die Firmenkasse gegriffen hättest - dann kann Dich der Chef ohne Einhaltung von Fristen sofort kündigen.
Welches Problem mir aber eher vorkommt ist folgendes:
1.) auch wenn ich den Grund nachvollziehen kann, eine abgebrochene Ausbildung macht sich in keinem Lebenslauf gut. Besteht denn überhaupt keine Möglichkeit die Ausbildung irgendwie zu ende zu bekommen??? Vielleicht solltest Du - bevor Du die Kündigung abgibst noch ein Gespräch mit dem Ausbildungsvertreter der zuständigen Handwerkskammer führen - vielleicht haben die da ja noch eine Idee was Du machen kannst - vielleicht gibt es ja auch noch die Möglichkeit irgendwelche Erleichterungen zu erhalten???
2.) In welchem Beruf machst Du denn z.Zt. Deine Ausbildung??? - Besteht vielleicht - mit Absprache mit Deinem Chef - die Möglichkeit vielleicht intern den Ausbildungsberuf zu wechseln??? Falls nicht, frag doch mal Deinen Ausbilder ob es Möglichkeiten gibt Erleichterungen für die tägl. Arbeit zu bekommen.
3.) Du solltest auch mal überlegen einen "Berufsberater" bei der für Dich zuständigen Rentenversicherung zu erreichen - vielleicht haben die noch Ideen
4.) Hast Du eigentlich einen GdB??? - wenn ja, dann wäre vielleicht auch das Intergrationsamt als Ansprechpartner denkbar.
Eine Kündigung sollte immer der allerletzte Weg sein - vorher würde ich eher versuchen, mit dem Rheuma-Doc zu sprechen, damit Du eine Therapie erhälst, die Dich in die Lage versetzt zumindest Deine Ausbildung zuende zu bringen (wie lange musst Du denn noch???).
Auch wäre es für mich wichtig - zumindest wenn ich an Deiner Stelle wäre - zu wissen, ob und wenn ja wieviel Unterstützung man von der Arbeitsagentur erhält - wobei ich eher damit rechne, dass die nichts zahlen, weil irgendwelche Wartezeiten noch nicht erfüllt sind.
Und zu letzt: Hast Du denn schon einen neuen Ausbildungsplatz??? Wenn nein, würde ich alles daransetzen solange in der jetzigen Ausbildung zu bleiben, bis ich was anderes gefunden hätte - das nochmal zum Thema was sich in einem Lebenslauf nicht gut macht. Leider ist es für viele Ausbilder völlig unerheblich warum Du eine Ausbildung abgebrochen hast - Du hast von vornherein wesentlich schlechere Karten, denn wer einmal abbricht, kann das ja nun auch ein zweites mal machen. Außerdem ist eine bekannte Erkrankung häufig auch ein Grund einen Bewerber gleich auszusortieren, denn ein chronisch Kranker fällt ja nun immer wieder aus - und soetwas will man nicht unterstützen.
Verzeih mir meine harten Worte - wie gesagt, ich kann es durchaus nachvollziehen warum Du diesen Schritt machen möchtest und Du hast es Dir garantiert nicht leicht gemacht - aber versuch doch noch die o.a. Ansprechmöglichkeiten zu nutzen - vielleicht haben die ja noch was in Petto von dem bisher noch keiner etwas ahnt.
in diesem Zusammenhang fällt mir eine Begebenheit ein, die einer Freundin von mir passiert ist. Die war in ihrer Ausbildung zur Arzthelferin auch häufiger krank - hatte eigentlich sehr gute Noten in der Berufsschule - und ständig Stress mit dem Chef. Der hat dauert kontroliert - hat sich als sie mal im KH gelegen hat als behandelnder Arzt ausgegeben .... zu Guter letzt hat er versucht die Ärztekammer davon zu überzeugen, dass die Ausbildung unbedingt zu verlängern ist - um mind. ein Jahr. Die Mitarbeiterin bei der Ärztekammer war da aber etwas pfiffig und hat meine Freundin Mittwochsnachmittags zu Hause angerufen - dabei kamen dann die ganzen Intriegen raus und meine Freundin konnte noch pünktlich ihre Ausbildung abschließen - der Ausbilder wollte halt nur versuchen eine vollausgebildete Kraft billig ein weiteres Jahr zu beschäfftigen....