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Krebschemo bei Autoimmunerkrankung?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Donny1307, 8. Februar 2011.

  1. Donny1307

    Donny1307 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    8. Februar 2011
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    Hallo, Ihr Lieben
    Habe lange überlegt, in welcher Kategorie ich meine Nachricht hier schreibe - und hoffe mal, hier ist sie richtig aufgehoben.
    Ich habe ein Problem, ein großes sogar. Und ich hoffe sehr, dass mir hier vielleicht jemand von Euch weiterhelfen kann. Bin seit 9 Jahren an einer Autoimmunerkrankung erkrankt. Eine genaue Diagnose habe ich nie bekommen. Zuerst hieß es "Lupus", dann doch kein Lupus. Dann hieß es "Sjogren", dann doch kein Sjögren. Bei mir entzünden sich alle Schleimhäute, Speicheldrüsen, Sehnen, Muskeln, Knochenhäute, zudem bekomme ich wiederkehrend eine Uvenitis, Durchblutungsstörungen, Doppelbilder, Gelenkentzündungen, heftige Leberwerte etc. Nach einer Odysee hieß es endlich: die Schilddrüse! Obwohl ich kaum AKs hatte und habe. Kurze Zeit später kam noch ein Lichen dazu. Meine Beschwerden wurden auf die Psyche geschoben. Also mal wieder ein Hypochonder! Vor 4 Jahren konnte die Schilddrüsen-Medikamente absetzen. Also doch nicht die Schilddrüse. Aber ein ausgedehntes Erschöpfungssyndrom. Musste mich mit Anfang 40 beim Einkaufen hinsetzen, Schwindelanfälle, geistige Einschränkungen im drastischen Bereich. Und wieder: ist die Psyche!
    Jetzt ist bei mir Krebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt worden. Gibt es dazu Studien/ Literatur oder dergleichen evtl. Ansprechpartner, die sich mit dem Krankheitsbild "Überschießendes Immunsystem bei Krebserkrankungen" auskennen? Oder ist es vielleicht doch eine Immunerkrankung mit anschließendem Krebs??

    Mich belastet allerdings viel mehr, dass ich demnächst eine CHemo beginnen muss und ich weiß, dass jedes kleine bischen mein Immunsystem auf die Palme bringt. Hatte gestern Knochenszintigraphie und promt brennen bei mir heute wieder Hände, Gelenke und Schleimhäute ... Leider habe ich wohl seit Erkrankungsbeginn eine Medikamentenunverträglichkeit. Vertrage nur noch bestimmte Kopfschmerzmittel, Antibiotika gar nicht mehr. Die Aussicht auf eine Chemo macht mich total fertig, weil ich schon jetzt weiß, dass das zusammen mit den Beschwerden nicht gut ausgehen wird. Aber da keine klare Diagnose - keine Behandlungsempfehlung, kein unterstützender Rheumatologe an der Seite. Bei der Behandlung wird meine Vorerkrankung schlichtweg ignoriert. Gibt es bei Euch Erfahrungswerte Autoimmunerkrankung mit Krebserkrankungen? Auf was werde ich mich schubmässig einstellen müssen??
    Tschuldigung für die Länge ...
    Danke für Eure Antworten ...
     
  2. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    oje!

    ich kann nicht viel helfen!

    ich habe mal einen bericht gelesen, das an der uni heidelberg oder freiburg pflanzliche und chemische therapien zusammen angewendet werden.

    und vielleicht kannst du dir vor antritt der chemo einen guten rheumatologen suchen (evtl. in einer klinik) der dir mit rat und tat beiseite steht.

    krebs habe ich nicht. aber rheuma. und ich vertrage auch kaum medikamente.

    drück dich...

    puffelhexe
     
  3. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe donny1307, herzlich willkommen!

    es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht! ich hoffe, wir können dich ein bisschen psychisch aufbauen :)

    es wird zwar immer wieder von verschiedenen nebenwirkungen der radioaktiven substanz von patienten berichtet, es kann aber zufall gewesen sein, dass du am tag nach der szintigrafie vermehrt beschwerden hattest.

    nur falls du dies beantworten magst, ist deine krebserkrankung ursächlich durch lichen? sonst gern auch pn. ich nehme an, du warst bei einem internistischen rheumatologen zur diagnosefindung? wenn auch ohne erfolg? dass deine vorerkrankungen nicht berücksichtigt werden ist merkwürdig. hast du u.u. die möglichkeit klinik und ärzte zu wechseln? das sollte man sicher nicht leichtfertig machen, aber manchmal stellt sich die frage. hast du eine zweitmeinung bekommen?

    natürlich ist die chemo für dich auch psychisch eine starke belastung.
    wie sich die chemo auf deine anderen beschwerden auswirkt wird sich zeigen, vielleicht kommt es ganz anders als du befürchtest, ich bitte dich herzlich, versuch auch etwas positiv zu sein. ich weiss, dass das nicht einfach ist, und ich sprech auch nicht aus dem hohlen bauch heraus. hier sind menschen die zuhören und versuchen zu helfen, du wirst ganz sicher noch antworten von anderen betroffenen bekommen.

    die antwort müssen wir dir leider schuldig bleiben :)

    zu mir - letzten sommer bekam ich unter enbrel (biological) ein plattenepithelkarzinom. enbrel wurde sofort abgesetzt. meine hoffnung, dass das dingen brav ist hat sich nicht erfüllt, es wollte leider nicht allein bleiben. meine medikation gegen rheumatoide arthritis besteht seitdem nur aus cortison und schmerzmitteln, wie lange das so bleibt wird sich zeigen. ziel dieser aktion war das immunsystem nicht noch weiter zu schädigen / runterzufahren, um die selbstheilungskräfte zu verbessern.

    ich wünsche dir alles gute, marie
     
    #3 8. Februar 2011
    Zuletzt bearbeitet: 8. Februar 2011
  4. Stine

    Stine Stehauffraule

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    Hallo donny,
    ich glaube es ist mühsig zu fragen

    "Überschießendes Immunsystem bei Krebserkrankungen" Oder ist es vielleicht doch eine Immunerkrankung mit anschließendem Krebs??

    Dies wird dir keiner beantworten können. Ich habe seit 1988 eine Vaskulitis mein überschießendes Immunsystem wird seit dieser Zeit unterdrückt mit Medikamenten .... durch eines dieser Medikamente habe ich einen Blasenkrebs entwickelt ... und bei meiner Erkrankung hilft oder half eigentlich nur dieses eine Medikament ... bisher kam kein neuer Schub ... Glück gehabt ..aber wie lange noch ...?!

    Ich kann dir nur dringend raten eine Zweitmeinung einzuholen ... ich wünsche dir alles Gute.