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"Krankschreiben" lassen ??

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von sunny22, 27. Juni 2004.

  1. sunny22

    sunny22 Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    mir ( habe Sharp-Syndrom und sec. Fibro) geht es zur Zeit nicht sehr gut. Ich bin sehr abgeschlagen und müde, leide unter Angstzuständen,... . Aber ich hab eben nichts "greifbares", wenn ihr versteht was ich meine.
    Ich gehe z.B. nachmittags früher von der Arbeit nach Hause um zu schlafen (auf Kosten meiner Überstunden), oder ich sitze stundenlang vor dem Computer und leiste aber nichts. Ich komme Morgens nicht aus dem Bett, auch nach 9 oder mehr Stunden Schlaf, bin unkonzentriert, mache viele Fehler,... . Wahrscheinlich kennen viele von euch ähnliche Zustände. Wie geht ihr damit um? Ich habe richtig Hemmungen z.B. Morgen zum Hausarzt zu gehen und ihm zu sagen, er soll mich mal krankschreiben, weil ich z.Zt. nicht mehr kann. Der denkt dann sicher, ich will nur ein paar Urlaubstage sparen. Körperlich kann man bei mir ja keine Ursache feststellen.
    Liebe Grüße
    Sunny
     
  2. Seesternchen

    Seesternchen Neues Mitglied

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    Warum überlegst du noch ?:confused:

    Dir geht es doch nicht gut oder ?

    Habe früher auch so gedacht (Ne ich kann nicht ,wie sieht das den in der Firma aus ?)

    Und weißt du was , ich bin auch derzeit Krankgeschrieben und mir geht es immer noch nicht besser :( schon etwas länger (so lange am Stück war ich auch noch nie Krank /habe auch Fibro )

    Jetzt mal eine Frage, warum willst du Dich in der Firma rumquälen?

    Du machst Fehler wie du sagst, bist unkonzentriert
    ergo Ausgelaugt, und nacher Bekommst du noch Ärger weil du Fehler machst ,
    das ist bestimmt nicht so gut.

    Also habe kein Schlechtes Gewissen,du hast doch etwas ,und fühlst Dich nicht gut.

    Ich kam mir auch nachher blöd vor,als ich beim Doc in Tränen ausgebrochen bin ,weil nichts mehr ging.
    Aber im Nachhinein ist es doch egal,mir ging es ziemlich Besch......

    und jetzt bin ich doch Froh das ich gegangen bin.l


    Also alles Liebe und Gute Besserung und Scheue Dich nicht zum DOC zu gehen .


    Lieben Gruss Seesternchen
     
  3. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    ach herrje....

    diesen zustand kenne ich auch sehr gut. alles was schwierig war, hab ich lange vor mich hergeschoben (aber immer mit dem druck im nacken es irgendwann machen zu müssen) und in kundengesprächen bin ich meistens nur noch unkonzentriert und abgeschlagen gewesen. ab und an ist mir fast auch manchmal der kopf auf die tischplatte gerutscht.

    das sind ganz eindeutige zeichen sunny....du brauchst ne "PAUSE" und das dringenst.

    drück dir die daumen....

    schau mal hier:
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?p=96868#post96868

    das problem ist viel häufiger und nicht zu unterschätzen.....denke mal daran, wenn auf dem heimweg was passiert weil du so megaerschöpft bist..(mir hat der liebe herrgott wohl ganz viele engels an die seite gegeben, hatte in 2001 einen totalschaden selbstverschuldet auf der autobahn und eine woche später einen bänderriss...da hatten die schutzengels wohl frei wegen erschöpfung bzw. überanstrengung;) ...also mein körper hat vehement gezeigt...hei ich brauch ne pause....aber ich wollte ja so nicht hören.....).

    horch genau in dich rein.....führe meinetwegen auch ein tagebuch als beweis für den doc (sollte ein arzt aber erkennen....).

    alles gute
    liebi:)
     
  4. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    Hi sunny22

    Geh blos zum Doktor und was der sich denkt, kann dir doch egal sein.
    Wenn du nichst leisten kannst auf der srbeit, dann werfen sie dir wohl-
    möglich noch Faulheit vor. Wenn dein Doc nicht mit der Sache
    zurecht kommt, dann überlege doch mal, ob du einen neuen Doktor
    nötig hat. Ich hatte auch mal einen, der mich nicht ernst nahm, aber
    das ist etwas, was wir überhaupt nicht vertragen. Lass dich nicht
    unterkriegen und halt die Ohren schön steif.

    Alles Liebe
    Glitzerchen
     
  5. cher

    cher "Hessisches Mädel"

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    Hi Sunny,

    ich denke da genauso wie meine Vorrednerinnen. Ich habe auch Fibro und noch Einiges. Wenn ich so total erschöpft war, mich aber in die Schule schleppte, haben mich so diverse kleinere oder größere Unfälle schachmatt gesetzt.
    Lass es nicht so weit kommen. Irgendwann zieht der Körper die absolute Notbremse.
    Dein Hausarzt weiss doch, dass du Fibro hast. Sag ihm, dass du so erschöpft bist.

    Also marsch zum Hausdoc.

    Alles Liebe , erhol dich!

    cher
     
  6. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    hi sunny,

    ich kann mich meinen vorschreiberinnen nur anschliessen!
    geh zum arzt, und schildere ihm deine beschwerden genauso wie du
    sie uns geschildert hast! das sind ausreichend gründe für eine
    krankschreibung. und mach dir keine vorwürfe, die sind nicht
    angebracht, krank ist krank, und die einstellung solange funktionieren
    zu müssen, bis der totale kollaps droht, bringt nichts, schadet nur.
    und vergiss deine gedanken, was andere denken könnten!
    wer dankt dir denn, wenn du anschliessend zusammenbrichst oder
    wirklichen mist baust?
    ab zum arzt! allerdings würde ich dir raten, jeden tag einmal
    raus zu gehen, 30 min spazieren, um nicht total auf dem sofa
    abzuschlaffen. (ich selber schaff das allerdings momentan auch
    nicht, obwohl ich weiss, dass ich mich mehr bewegen müsste *schäm*) ;)

    lg marie
     
  7. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    hier mal was

    zum nachlesen.....liebe sunny.

    es gibt einen artikel im news-archiv zum thema erschöpfung....

    http://www.rheuma-online.de/news/192.html



    [​IMG] rheuma-news: Erschöpfung bei Fibromyalgie - ein ernstzunehmendes Problem!
    Neue Untersuchungen aus der `Chronic Fatigue Clinic´ von der Universität Washington zeigen, dass Müdigkeit und Erschöpfung im Rahmen einer Fibromyalgie das Leben des Betroffen mehr behindern, als die Erschöpfung beim chronischen Müdigkeitssyndrom ( Chronic-Fatigue Syndrom = CTS) selbst oder die Erschöpfung im Rahmen anderer schwerwiegender Erkrankungen.

    (12 Dec 2003, Dr. med. Gabriele Moultrie) Fatigue - das heißt wörtlich übersetzt Müdigkeit, Erschöpfung. Gemeint ist aber im medizinischen Zusammenhang viel mehr. Es bedeutet eine lähmende Müdigkeit, eine bleierne Erschöpfung, die dem Betroffenen kleinste Aktivitäten zur Qual werden lassen. Schlaf und Pausen führen nicht wie sonst zu einer Erholung. Diese chronische - das heißt lange anhaltende Müdigkeit - kann im Rahmen einer Fibromyalgie, eines sogenannten `Chronic-Fatigue Syndroms´ oder bei anderen Erkrankungen wie z.B. Krebs oder Stoffwechselstörungen vorkommen.

    Wissenschaftler von der Universität Washington untersuchten in welchem Ausmaß die Erschöpfung das Leben von Patienten mit Fibromyalgie im Vergleich zu Patienten mit Chronic-Fatigue Syndrom und anderen Erkrankungen beeinflußt. Um dies zu erfassen wurden 555 Patienten mit Hilfe eines Fragebogens zu ihren Lebensumständen interviewt.

    Es zeigte sich, dass Patienten mit Fibromyalgie auf Grund ihre Erschöpfung häufiger arbeitslos (64%!) waren. Zudem litten sie daher häufiger unter finanziellen Einbußen, die dann zum Beispiel zum Verlust von Auto oder Haus nach sich zogen. Insgesamt war der Lebensstandard seit Krankheitsbeginn bei Fibromyalgiepatienten deutlich gesunken. Leider litten sie durch den Verlust guter Freunde auch häufiger unter sozialer Kontaktlosigkeit. Mit diesem Ergebnis hatten die Wissenschaftler nicht gerechnet. Sie vermuteten, dass die Behinderungen und Einschränkungen des Alltages durch die Erschöpfung bei Patienten mit Chronic-Fatigue Syndrom höher liegen würden. Besonders die hohe Arbeitslosenquote, die die Fibromyalgiepatienten auf Grund ihrer Erschöpfung stellen, ist erschreckend, weil man weiß dass sich die Prognose bei chronischen Schmerzpatienten durch die Arbeitslosigkeit in der Regel verschlechtert. Literatur: Assefi NP, Coy TV, Uslan D, Smith WR, Buchwald D. Financial, occupational and personal consequences of disability in patients with chronic fatigue syndrome and fibromyalgia compared to other fatiguing conditions. J Rheumatol. 2003 Apr; 30(4):804-8.

    du siehst, es wird dir sogar hier bestätigt, das die erschöpfung nicht zu unterschätzen ist.

    alles gute
     
  8. sunny22

    sunny22 Neues Mitglied

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    Vielen Dank fürs Mutzusprechen euch allen!!
    Ich war heute Morgen tatsächlich bei meinem Hausarzt. Er hat mich bis Mitte nächste Woche erst mal krankgeschrieben. Was mur mal wieder nicht gefallen hat: Mein Hausarzt hat keine Ahnung von Fibro oder Kollagenosen. Er kommt nicht einmal auf die Idee, dass die "totale Erschöpfung" wie ich sie empfinde, irgendwie vielleicht auch meine Rheumaerkrankungen zur Ursache haben könnten. Er fängt jetzt an Eisenwert, Schilddrüse,... zu checken. Ist ja O.K. . Aber ich fühl mich halt nicht gut versorgt und es gibt keine Alternativen (nachteil des Landlebens).
    Liebe Grüße
    Sunny
     
  9. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    alternativen...

    liebe sunny,

    laß dir gesagt sein, das die städter auch oft nicht viel besser bedient werden. besser er sucht noch an anderen dingen, als wenn er garnichts tut...(bei mir wurde gerade eine akute schilddrüsenunterfunktion zu meiner psoriasisarthritis sine pso und zur sek. fibro entdeckt, die auch viele beschwerden verursachen kann.......sogenanntes overlap-syndrom...von jedem ein bißchen).

    aber was hälst du davon, wenn du ihm mal die sache von r-o/fibro und erschöpfung ausdruckst und beim nächsten besuch vorlegst.....!vielleicht brauch er einfach noch ein wenig zeit um es zu begreifen. lernt doch zusammen.oder glaubst du, das er nein sagen wird?

    drücke dir die daumen, das du gut mit ihm zurecht kommen wirst. ich weiß, es ist oft nicht einfach, aber manchmal doch einfacher als man denkt. wenn da nur nicht die eigene angst und die angst vor dem fragen wäre.....!

    alles gute

    liebi
    (und nu schon dich erstmal);)
     
  10. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Hi,

    ich erinnere mich, daß der Besuch bei einem "Psychiater" !!!!!!! damals sehr hilfreich war. Als ich diesem Mann meine Symptome schilderte und ihm erklärte, dass ich Rheuma hätte - welches interessierte den nicht -, verordnete er mir Pillen ( die ich nie nahm :) ) und überwies mich zu einem Internisten, der dann meine Krankschreibungen vornahm.

    Manchmal muss man mit Kanonen auf Spatzen schiessen. Als ich dem Onkel klarmachte, daß ich entweder Hilfe bekomme oder Schluss mache, weil ich nicht mehr kann und will, reagierten alles sofort - man kann da manchmal nur lächeln bei.

    Also, ich habe gelernt: ich interessiere mich nur noch für mich und mein Wohlergehen und wie ich das gewährleisten kann, ist mir letztendlich wurscht egal geworden. Wenn nötig, mit allen Kampfmitteln.

    Auf in den Krieg !

    Pumpkin