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Krankheit & Selbstständigkeit=Dummheit???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von vomega3, 13. Februar 2007.

  1. vomega3

    vomega3 Neues Mitglied

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    Hallo,

    wollte einmal ein Thema, was ich im Forum vermisse und mir persönlich sehr weiterhelfen kann zur Diskussion stellen.

    Warum wird das geschriebebn nicht gleich mit einem Rechtschribbroram überprüft:( ? Nur ein kleines Scherzchen:D!

    Aber im Ernst, habe mich im November selbstständig gemacht.
    Nehme seit Anfang 2006 keine Medikamente und es waren die Blutwerte - für mich:) - bis letztes Wochenende normal.
    Kaum lasse ich die erste Überprüfung machen, haha, natürlich um ein Eck schlechter.

    Von meiner Therapie - 1 1/2 Jahren Imurek, Plavix, Cortison und Magenschohner - weiß ich, daß es zwar keine wirklich großen Auswirkungen auf meinen Körper hat, jedoch Unmotiviertheit, Müdigkeit und so ziemlich alle Gemütszustände nach sich zieht welche in meiner momentanen Lage - im schlimmsten Fall - Existenz (Geld) - gefährdend wären.

    Also, um die Frage für die - hoffentlich reichlich stattfindende Diskussion - zu präzisieren; wie weit geht jeder einzelne um seinen Medikamentendosis gering zu halten oder gar nicht zu nehmen; nicht nur auf Beruf sondern im speziellen auf die Krankheit bezogen.

    Würd mich über zahlreiche Ausse:D gen freuen.

    mfg Florian
     
  2. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Florian,

    erst ein Mal ein herzliches Willkommen hier bei R-O.

    Wir haben gerade eine Diskussion vorne auf der Startseite glaube ich eine Diskussion laufen...

    Bei diesen schweren Medikamenten kannst Du nicht einfach etwas reduzieren oder absetzen ohne vorher mit dem Arzt gesprochen zu haben.
    Das ist ja schon selbst Cortison schwierig, obwohl es da ja gerade z. B. um diese Diskussion geht.

    MTX und einige anderen Medis braucht Wochen, um die volle Wirkung zu erreichen. Es heißt ja auch Basistherapie. Das heißt, dass Du sie benötigst, um schlimmeres zu verhindern.

    Klar ist es hinderlich, wenn Du ewig müde bist. Dann jedoch mußt Du Deinen behandelnden Arzt aufsuchen und Euch um eine entsprechende Dosierung oder anderes Medikament bemühen.

    Sorry, dass ich Dir darauf keine andere Antwort geben kann. Aber leider haben wir nur einen Körper, und wenn der krank wird, dann braucht er unsere Hilfe....

    Ich wünsche Dir gute Besserung
    Viele Grüße
    Colana

    P. S. Schau mal hier:
    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?t=26083
     
  3. Rosarot

    Rosarot trägt keine Brille ... ;)

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    Tag Florian,

    irgendwie kapier ich Deine Fragen nicht so ganz ... :rolleyes:

    Ich denke, es gibt Medikamente, die gehören in einen Therapieplan - da kann ich nicht einfach machen, wie ich denke - sonst hat der Doc ja keine Chance, meine Krankheitsverlauf vernünftig einzuschätzen und zu therapieren ...

    Siehe dazu auch: ---> Welcher Patient mit rheumatoider Arthritis hält sich an die Therapieempfehlungen seines Arztes?

    Dann gibt es natürlich Medis, die man nach eigenem Gutdünken nehmen kann. Schmerzmittel beispielsweise und Cortison (besonders bei Cortison sind natürlich entsprechende Regeln einzuhalten!). Da würde ich persönlich schon versuchen, die so gering wie möglich zu halten, aber mich auch nicht unnötig zu quälen, da steter Schmerz depressiv macht und (damit) auch andere Krankheiten fördert.

    Dann denke ich, liegt es in meiner Verantwortung als Rheumi, mich angemessen zu bewegen (nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig), genug zu schlafen (ein kranker Körper verbraucht wesentlich mehr Energie) und mich vernünftig zu ernähren, keine Drogen zu nehmen, nicht zu viel Alkohol zu trinken und auch auf das Rauchen zu verzichten.

    Meiner Meinung nach sollte jeder Kranke auf diese Weise aktiv und eigenverantwortlich mithelfen, damit es ihm längstmöglich, so gut wie möglich gehen kann und damit er sicher auch das eine oder andere Medikament nicht nehmen muss.

    Wenn Du ständig müde bist, solltest Du eben mehr Ruhephasen einlegen (Mittagsschlaf, Frühabendschläfchen etc.)

    Schööönen Tag!
    Rosarot
     
    #3 14. Februar 2007
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2007
  4. KatzeS

    KatzeS Neues Mitglied

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    Hallo Florian,

    ich habe dich so verstanden, dass die Medikament bei dir keine positive Wirkung zeigen. Oder hab ich das falsch verstanden? Dann musst du deinen Arzt darauf ansprechen.

    Es ist normal, dass man als chronisch Kranker, der viele Medikamente nimmt, oft müde und unkonzentriert ist. Es kann aber auch sein, dass es unter bestimmten Medikamenten extrem ist und es möglich wäre, diese durch andere zu ersetzen, bei denen es vielleicht nicht so schlimm ist. Das alles kann dir aber nur dein Arzt sagen und den solltest du wirklich mal darauf ansprechen, wenn der Zustand so für dich nicht haltbar ist. Der wird dir dann schon sagen, ob es für dich Alternativen gibt oder nicht.

    Lg KatzeS
     
  5. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    Das kommt auf die Diagnose und die Therapie an. Wenn ich mit einer schweren Erkältung beim Arzt sitze und er mir ein Medikament verordnet, von dem mir anderntags kotzübel wird und ich desorientiert bin, dann würde ich den Arzt bitten, mich arbeitsunfähig zu schreiben um die Erkältung mit sanfteren Methoden im Bett auszukurieren.

    Bei einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke und deren fortschreiten bei einer nicht eingehaltenen Basistherapie sieht das ganze für mich schon anders aus. Ich bin mir bewußt über die Folgen eines nicht oder nur schlampig befolgten Dosierungsplan und entscheide dann, ob mir auf Dauer verkrümmte Gliedmaßen lieber sind als das Leben mit den Risiken von Nebenwirkungen.

    Ich persönlich habe mich trotz aller Ängste vor Chemococtails für letzteres entschieden. Auch weil es beruflich für mich wichtig ist weitestgehend schmerzfrei und ohne schwerwiegende Deformationen es bis in die Nähe des Renteneintritts zu schaffen.

    bis dann
    grummel