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Krank seit 6 Monaten ohne Diagnose - Hilfe!!!

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Gudi, 15. April 2010.

  1. Gudi

    Gudi Neues Mitglied

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    14. April 2010
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    Hallo zusammen,

    ich bin seit einem halben Jahr krank und weiß langsam nicht mehr weiter. Sämtliche gegoolte Krankheitsbilder haben mir nicht weitergeholfen.

    Es ging alles im Oktober letzten Jahres los, als ich von einem Gran Canaria-Urlaub mit meiner Freundin wiederkam. Auf dem Weg zum Flughafen wurde mir plötzlich schwindelig und übel; im Flieger habe ich dann auch Doppelbilder gesehen. Ich hatte dann noch 2 Tage Durchfall und dann ging es mir wieder gut.

    Eine Woche später bekam ich eine Erkältung, die sehr hartnäckig war, sodass mir mein Hausarzt ein Antibiotika aufschrieb. Dieses half und die Erkrankung ging zurück.

    Soweit verlief alles ganz normal; doch der Anfang vom Ende kam dann Anfang November. Mir wurde eines Morgens plötzlich wieder schwindelig und übel auf dem Weg zur Arbeit; ich bekam Panikattacken im Auto. Am Abend wurde mir dann beim Fernsehen erneut schwindelig, nach dem Zubettgehen fingen dann die Zähne an, zu klappern und ich war hellwach, auch die Beine waren ganz weich und zitterten. Das Zähneklappern hörte in den Folgetagen nicht auf, mir war speiübel und ich hatte nur noch wässrige Durchfälle und aß so gut wie nichts mehr über einen Zeitraum von 2 Wochen. Hinzu kam, dass ich alltägliche Geräusche unangenehm in den Ohren wahrgenommen habe; ich hielt mir ständig die Ohren zu. Ich war zudem unfähig, zu sitzen und mich zu entspannen. Ich konnte kein Auto mehr fahren und keine TV mehr gucken vor Schwindel (die Bilder zogen einfach zu schnell vorbei). Ich nahm 8 kg in 14 Tagen ab und kein Arzt wußte sich zu helfen. Kleines Blutbild und Schilddrüsenwerte waren i.O., beim Neurologen habe ich EEG und MRT vom Schädel bekommen - ebenfalls i.O., auch der HNO konnte außer einer Hyperakkusis (Gegenteil von Schwerhörigkeit) nichts feststellen.
    Anfang Dezember kamen dann noch Schmerzen überhalb des rechten Auges bei Belastung des Auges hinzu; diese strahlen von der Schläfe an den Augenbrauen entlang bis zum Auge. Teilweise tut das Auge auch beim Bewegen weh und ist extrem lichtempfindlich. Mitte Dezember meinte man dann, es sei eine generalisierte Angststörung und es handele sich um psychosomatoforme Störungen. Ich war fortan 2 Monate krankgeschrieben und erhielt Antidepressiva (zunächst Citalopram, dann Venlafaxin). Anfang Dezember konnte ich dann kaum noch schlafen und lag mind. jede dritte Nacht wach. Die Problematik mit den Augen wurde derweil immer schlimmer, die Schmerzen auf dem rechten Auge stiegen stetig an. Anfang Januar kamen dann noch furchtbar übermüdete Augen hinzu, die auch nach langem Schlafen nicht entspannt waren. Zudem sind sie dauerhaft gerötet und Brennen total. Ich vermutete zunächst eine Nebenwirkung des Antidepressiva, doch auch nach dem Absetzen trat keine Besserung ein. Ich probierte ein zweites Antidepressiva, welches die Augen noch weiter verschlimmerte. Ende Februar beschloss ich, sämtliche Antidepressiva abzusetzen. Sie erzielten Ende Dezember ohnehin nur den Erfolg, dass ich wieder schlafen konnte.
    Ich bin seit Anfang Januar bei 3 Augenärzten und in der Augenklinik gewesen. Der erste meinte, es sei eine Hornhautentzündung und ich soll mich nicht so anstellen, der zweite tendierte zu einer Allergie und die dritte, sowie die Augenklinik diagnostizierten trockene Augen. Ich solle gegen trockene Augen Tränenersatzmittel träufeln. Zwischenzeitig habe ich zeitweise Doppelbilder gesehen. In der Dämmerung fällt mir das Sehen zunehmenend schwer, Autokennzeichen und Verkehrsschilder, die ich am Tag deutlich erkennen kann, verschwimmen am Abend. Ich bin dauerhaft abgeschlagen und müde und könnte nur noch schlafen. Mittlerweile kann ich mit den Augen ca. 30 min Autofahren, ohne dass mir die Lider zuschwillen. Ich sitze an der Arbeit den ganzen Tag am PC, was mir sehr sehr schwer fällt und nur unter Qualen zu ertragen ist. Erwähnen muss ich auch noch, dass ich bisher keine Probleme mit meinen Augen hatte und auch keine Brille trage. Zwischenzeitig wurden die Schmerzen über den Augen immer schlimmer; ich hatte den Eindruck, dass sich beide Augen gleich in verschiedene Richtungen gleichzeitig drehen werden. Von den Augen sollen lt. Augenarzt diese Schmerzen nicht kommen, eine Nasennebenhölenentzündung wurde durch ein CT vom HNO ausgeschlossen. Bisher wurde jedoch noch kein Abstrich der Tränenflüssigkeit genommen und untersucht.
    Was jedoh noch viel schlimmer ist, ist das ich seit etwa 6 Wochen an Schweratmigkeit bzw. Atemnot leide. Ich habe dauerhaft das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Mein Mund ist dauerhaft total trocken und im Rachen kratzt es irgendwie; zeitweise zieht vom Rachen ein Schmerz in Richtung Lungen und Kiefer, manchmal habe ich das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben und der Brustkorb ist enger als sonst. Ich war bei 2 HNO-Ärzten: Der erste erzählte mir was von einer eitrigen Luftröhrenentzündung und verschrieb mir Antibiotika. Der zweite diagnostizierte vor einer Woche einen Pilz im Mund- und Rachenraum. Ich habe Lutschtabletten bekommen, die nicht helfen. Seit einigen Tagen tut mir zudem der Nasenrücken weh, als hätte ich einen Schlag auf die Nase bekommen, mir fällt das Durchatmen dort ebenfalls schwer. Schon eine längere Unterhaltung strengt mich von der Atmung her enorm an. Schnappatmung wie bei Asthma hatte ich bisher nicht. Das Halskratzen habe ich seit nunmehr 6 Wochen.

    Zudem klappern mir noch immer die Zähne beim Zurücklegen meines Kopfes in den Nacken.


    Mir gehts nun seit einem halben Jahrt sehr schlecht. Aufgrund meiner Augen kann ich abends nichts mehr machen, da sie rot werden, brennen, die Lider anschwellen. Ich bin sehr kurzatmig und habe Schmerzen auf dem Nasenrücken und über dem rechten Auge. Das rechte Auge tut beim Bewegen weh und ist extrem lichtempfindlich. Ich bin auch nach 12 Stunden Schlaf nicht ausgeschlafen und schaffe meinen Alltag nur unter extremen Qualen. Bisherige Hobbys machen keinen Spaß mehr.
    Mein Hausarzt hört mir nicht mehr zu;schiebt alles auf eine psychische Störung - es sei alles abgeklärt. Ich bin jedoch nicht der Meinung - er schreibt mir jedoch keine Überweisungen mehr zu Fachärzten. Er bietet mir nur Einweisung in Psychiatrie an, doch dort wird sicher nichts besser. Seit 6 Monaten ist bis auf die Schlaf- und Ohrenproblematik kaum etwas besser geworden. Ich kann einfach nicht mehr.
    Was kann das sein? Laut neuestem Blutbild aus der Augenklinik sind nur folgende Werte auffällig:

    EBA: VCA-IgG > 200 (Referenz <22)
    EBA: EBNA-IgG 107,00 (Referenz <22)
    VZV-IgA 2,3 (Referenz <1,1)

    ANA-Titer 1:1000 (Referenz 1:100)

    Ein bischen Sorge bereitet mir der ANA-Titer, da dieser i.d.R. lt. Internet-Recherche nur bei Autoimmunkrankheiten oder Entzündungen erhöht ist. Entzündungswerte im Blut sind jedoch normal.

    Was ich einfach nicht verstehe, ist, dass man nach einer sechsmonatigen Erkrankung einfach keine Einweisung zum Durchchecken in ein normales Krankenhaus bekommt, obwohl mein Hausarzt nicht alle Befunde der Fachärzte hat. Er kann sich gar nicht sicher sein, dass alles abgeklärt ist.

    Was ratet ihr mir? Was kann ich noch abklären?

    Folgende Dinge vermute ich noch:

    -Pilzerkrankung in den Augen, ggfs. ganzer Körper mit Candida befallen? Ausgelöst ggfs. durch Antibiotikaeinnahme
    - Autoimmunerkrankung wie MS oder Morbus Bechterow oder andere rheumatische Erkrankung, die mit Austrocknung der Schleimhäute einhergeht
    - Herz- oder Lungenprobleme (soll ich mal zum Kardiologen oder Lungenfacharzt gehene - wurde bisher nicht abgeklärt)
    - tropenmedizinische Virus- oder Bakterieninfektion von Gran Canaria? Mein Arzt weigert sich jedoch, Blutprobe an Tropeninstitut zu schicken
    - Lebensmittelunverträglichkeit

    Habt ihr noch weitere Ideen? Wo kann ich noch hingehen? Ich halte den Alltag so nicht weiter durch. Die Ärzte meinen alle, mit 26 Jahren könne man nichts schlimmes haben.

    Bitte helft mir,

    lieben Gruß
    Florian
     
  2. KatiMaus

    KatiMaus Neues Mitglied

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    Hallo Florian,

    da Deine Geschichte meiner so sehr ähnelt muss ich die einfach antworten.

    Bei mir fing alles letztes Jahr im August in Ägypten an. Heftige Kopfschmerzen und die Augen richtig zugeschwollen. Ich bekam ziemlich schnell die richtige Diagnose Sharp Syndrom.

    Mein ANA Wert liegt bei 6400 aber Deiner ist ja auch hoch.

    Wenn Du beim HA nicht weiterkommst versuche über die Notaufnahme einer Klinik aufgenommen zu werden.

    Wenn Du noch mehr Infos möchtest gern auch per PN.

    Alles Gute Katimaus
     
  3. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    Hallo Florian,

    ich habe wie Katimaus auch das Sharp-Syndrom (Mischkollagenose).

    Ich denke du solltest dich einem internistischen Rheumatologen oder in einer immunologischen/rheumatologischen Klinik/Ambulanz vorstelllen/untersuchen lassen.

    LG
     
  4. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    Und das stimmt nicht, meine Kollagenose brach richtig aus als ich 29 Jahre alt war und auch Kinder können schon Autoimmunerkrankungen, entzündliche rheumatische Erkrankungen haben/bekommen.
     
    #4 15. April 2010
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2010
  5. Gudi

    Gudi Neues Mitglied

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    Ich vermute ja auch langsam, dass es eine der vielfältigen rheumatischen Erkrankungen ist. Wenn ihr wüsstet, wie schlecht es mir geht und was ich schon alles versucht habe. Ich kann das Wort "psychosomatisch" schon nicht mehr hören.
    Heute bin ich zwar an der Arbeit, aber die 8 Stunden Bidschirmarbeit fallen mir dermaßen schwer, dass es kaum geht. Meine Augen sind glasig, trocken und durchzogen mit vielen roten Äderchen. Ich habe unglaubliche Schmerzen, der Nasenrücken drückt, als ob ich eins auf die Nase bekommen hätte. Von dort aus zieht und drückt es über die Augenbrauen, die Augenhöhle bis zur Schläfe und das seit 4 Monaten, kein Schmerzmittel hilft. Zudem ist mir dauerkalt und ich bin schon morgens total erschöpft. Seit 2 Tagen klappern auch wieder die Zähne, die Schweratmigkeit hat jedoch etwas abgenommen. Es kotzt mich so an, möchte einfach nicht mehr aufstehen. Diese Schmerzen machen mich noch wahnsinnig; es ist mal erträglich und dann wieder absolut unerträglich und ich erkenn überhaupt keinen kausalen Zusammenhang, wann schlechter und wann besser. Deshalb wirke ich wohl auch so unglaubwürdig auf die Ärzte.
    Ich wohne bei Kassel; hier gibt es lediglich ein Krankenhaus mit Rheumatologie und zwei internistische Rheumatologen. Bei beiden habe ich schon angerufen - sie nehmen ausschließlich Notfälle und nur bei Überweisung und telefonischer Voranmeldung irgendeines Arztes. Und den habe ich eben nun mal nicht... :angryfire:
    Aber so kanns einfach nicht weitergehen; fühle mich total allein gelassen. Nur eines weiß ich: Psychosomatisch ist das nicht! Mir gehts gut, ich stehe (besser: stand) voll im Leben, war erfolgreich, habe eine langjährige Lebensgefährtin und bin mit meinem Job zufrieden.
    Hashimoto z.B. trifft meine Symptome ziemlich gut. Erst "hyperaktiv" und schlaflos, dann dauerhaft abgeschlagen und Sicca-Syndrom. Aber ich bin ja leider kein Arzt und kenne auch keinen.
    Ich hoffe so auf Hilfe,

    viele Grüße
    Florian
     
  6. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    Ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn vor meiner Diagnose sah mein damaliger Hausarzt meine ganzen Beschwerden als psychosomatisch an. Das ging fast ein Jahr lang so, bis ich dann zusammenbrach und zuerst landete ich dann sogar in der Psychiatrie, bevor ich endlich in die Immunilogie kam. Es war so schrecklich. Mit einer Therapie für eine psychosomatische Erkrankung hätte ich so gut wie keine Überlebenschance gehabt. Ich hatte hochgradige Entzündungen von der Mischkollagenose und Vaskulitis.

    Vielleicht wechselst du den Hausarzt und nimmst auch eine größere Anfahrt erst mal in Kauf zu einer immunologischen/rheumatologischen Klinik oder internistischen Rheumatologen.
     
  7. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Florian,

    menno - da hast Du auch ne Menge mit Dir herumzutragen. Ich versuche mal, Dir ein wenig zu helfen:

    IgA

    Besondere Bedeutung haben IgA in den Körpersekreten (Speichel, Tränenflüssigkeit, Magensaft, andere Verdauungssäfte, Nasenschleim, Lungensekret, Muttermilch). Dort sind IgA die wichtigsten Antikörper. Sie überziehen Krankheitserreger und verhindern so, dass diese in den Körper eindringen können. Der hohe Anteil von IgA in der Muttermilch ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen Brech- bzw. Durchfallserkrankungen des Säuglings.
    Man findet man IgA auch in der Blutflüssigkeit, weiß aber nicht genau, welche Funktion IgA-Antikörper dort haben.

    Erhöhung von IgA (Immunoglobulin A)
    • Bestimmte Infektionen
    • Leberschädigung, Leberzirrhose
      (bes. wegen Alkohol oder anderen Giften)
    • Sarkoidose (Krankheit unbekannter Ursache mit Atemproblemen)
    • Morbus Crohn (Dünndarmentzündung mit blutigen Durchfällen)
    • Rheumatoide Arthritis (seltener bei Bindegewebserkrankungen)
    • Manche Nierenentzündungen (Glomerulonephritis)
    • Blutkrebs der lymphatischen Zellen mit Antikörperproduktion
      Plasmozytom (=Multiples Myelom): monoklonales IgA oft erkennbar in Elektrophorese (siehe dort).
    • Wiskott-Aldrich-Syndrom (erbliche Immunschwäche und Gerinnungsstörung bei Knaben)
    Erhöhung von IgG (Immunoglobulin G)

    • Länger dauernde Entzündungen verschiedenster Art
      a) durch andauernde Infektion bedingt oder bei neuerlicher Infektion mit demselben Erreger.
      b) bei Autoimmunerkrankungen (Rheuma, Systemischer Lupus Erythematodes,...)
      c) Entzündungen unbekannter Ursache (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sarkoidose)
      d) auch bei ausgedehnteren Krebskrankheiten oder Gewebsschäden (Infarkt, Knochenbruch, Strahlenschäden) kommt es zu Entzündungen
      e) andere Ekrankungen (Sarkoidose = Morbus Boeck)
    • Länger dauernde Erkrankungen der Leber
      Leberzirrhose, Chronisch aktive Hepatitis
    • Blutkrebs der lymphatischen Zellen mit Antikörperproduktion
      Plasmozytom (=Multiples Myelom): monoklonales IgG erkennbar in Elektrophorese (siehe dort).
    (Quelle)

    ANA positiv
    weiter herunterscrollen


    Ich an Deiner Stelle würde

    a) den Hausarzt wechseln und

    b) mir eine Einweisung aus diagnostischen Gründen in ein Rheumazentrum oder Klinik geben lassen. Zum einen erleben sie Dich,
    was mit Deinen Augen usw. ist und können Dir gezielt gleich helfen. Zum anderen können sie gleich mehrere Baustellen absuchen und Du musst nicht von Facharzt zu Facharzt.

    Auch würde ich einen Endokrinologen aufsuchen, um mal einen evtl Hashi abchecken zu lassen.

    Diese beiden Adressen hast Du wahrscheinlich schon:


    [FONT=Arial, Helvetica] Dr. med. Anja Maltzahn
    Internistin/Rheumatologie
    Wilhelmshöher Allee 287
    34131 Kassel - Hessen
    Telefon: 05 61-3 16 16 29
    Fax: 05 61-3 16 35 23
    [/FONT] [​IMG] [FONT=Arial, Helvetica] Wulf-Dieter Behnert
    Internist/Rheumatologie
    Wilhelmshöher Allee 345
    34131 Kassel - Hessen
    Telefon: 05 61-3 10 36 26
    Fax: 05 61-3 10 36 27
    [/FONT]

    Von der Klinik her würde ich dann evtl eher an diese denken:


    [FONT=Arial, Helvetica] Rheumazentrum Göttingen
    Universitätsklinikum der Georg-August- Universität Göttingen
    Robert-Koch-Str. 40
    37075 Göttingen - Niedersachsen
    Telefon: 05 51-39-63 31
    Fax: 05 51-39-89 06
    eMail: s.blasche@gwdg.de
    [/FONT]

    und an die MH Hannover:

    [FONT=Arial, Helvetica] Medizinische Hochschule Hannover
    Zentrum Innere Medizin, Abt.: Rheumatologie
    Carl-Neuberg-Str. 1
    30625 Hannover - Niedersachsen
    Telefon: 05 11-5 32-0/-21 90
    Fax: 05 11-5 32-58 41
    [/FONT] [​IMG] [FONT=Arial, Helvetica] Medizinische Hochschule Hannover
    Rheumazentrum Hannover, Zentrum Innere Medizin, Abt.: Klinische Immunologie/Abt.: Nephrologie
    Carl-Neuberg-Str. 1
    30625 Hannover - Niedersachsen
    Telefon: 05 11-5 32-66 56/7
    Fax: 05 11-5 32-90 67
    [/FONT]
    Ich denke, dass sie Deinen Beschwerden am nächsten kommen.

    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft, Nerven und Energie für Deinen Diagnoseweg und einen schnellen Therapiebeginn.
     
  8. jazzpaula

    jazzpaula Neues Mitglied

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    Hallo gudi,

    habe eine Bekannte die hat Myasthenia gravis....beginnt meist mit Doppelbildern....ist eine Muskelerkrankung....geh zum Neurologen bzw. in ein spezielles Muskelzentrum in Deiner Nähe....

    Hier findest kannst Du schauen wo's eines gibt:
    http://http://www.dgm.org/index.php?article_id=24

    Alles Gute für Dich
     
  9. bejuda

    bejuda Guest

    hallo,
    mir fällt da v.a. die positive Ebstein-Barr-Virus (Human herpes virus 4) Serologie auf.

    Das kann ja auch erhebliche Beschwerden machen, es verläuft meist zwar ohne Komplikationen, aber das muss ja nichts heißen.

    Vielleicht ließt du da nochmals nach, ob es auf dich zutreffen könnte...

    Die ANA-Werte könne auch bei einem Gesunden erhöht sein - sie können auch nurauf eine Veranlagung hinweisen. So hat man mir das mal gesagt....
     
  10. Maike

    Maike Neues Mitglied

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    Das kann vorkommen, aber niedrig, hohe ANA Werte kommen bei Gesunden meines Wissens nach nicht vor.
     
  11. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Gudi und herzlich willkomen.

    Zitat
    -Pilzerkrankung in den Augen, ggfs. ganzer Körper mit Candida befallen? Ausgelöst ggfs. durch Antibiotikaeinnahme
    - Autoimmunerkrankung wie MS oder Morbus Bechterow oder andere rheumatische Erkrankung, die mit Austrocknung der Schleimhäute einhergeht
    - Herz- oder Lungenprobleme (soll ich mal zum Kardiologen oder Lungenfacharzt gehene - wurde bisher nicht abgeklärt)
    - tropenmedizinische Virus- oder Bakterieninfektion von Gran Canaria? Mein Arzt weigert sich jedoch, Blutprobe an Tropeninstitut zu schicken
    - Lebensmittelunverträglichkeit

    Bei Morbus Bechterew gibt es keine erhöhten ANA-Werte, bei MS können sie zwar erhöht sein, aber wohl nicht in dieser Höhe und spielen auch für die Diagnsoe keine Rolle. Bei Pilzerkrankungen, Lebenmittelunverträglihckeiten sind sie auch nicht erhöht.
    Sie passen schon zu einer entzündlichen rheum. Erkrankung, am ehesten zu einer Kollagenose. Sie müßten weiter untersucht werden, auf spezifische Antikörper od. ENA. Aber auch das Muster der ANA (steht meistens dahinter) kann schon Hinweise auf die dahintersteckende Erkrankung geben. Auf jedem Fall müßen diese erhöhten Werte rheumatoloscih abgeklärt werden, auch wenn Entzündungswerte fehlen. Die BSG ist wichtiger als das CRP. Aber auch noch andere Werte wie C3 und C 4 spielen bei Entzündungen eine Rolle. Wichtig erscheint mir auch die Abnahme der Anca-Werte, denn es scheinen auch Symtome vorhanden zu sein, die einer Vaskulits ähneln. Manchmal gibt es auch einzelne Zusatzsymtome bei anderen Kollagenosen und da kann man auch diese ANCA-Werte finden. Die trockenen Schleimhäute könnten auf ein Sicca od.Sjögren-Syndrom hinweisen. Du siehst also, dass da noch viel abgeklärt werden könnte und müßte und du auf jedem Fall zu einem internistischen Rheumatologen od. in eine Rheumaklinik gehen solltest.

    PS. Was hat eigentlich dein Hausarzt zu den erhöhten ANA-Titern gesagt. Hält er die etwa auch für psychosomatisch?. Damit wird er dich doch nicht allen ernstes in die Psychiatrie schicken.
     
    #11 15. April 2010
    Zuletzt bearbeitet: 15. April 2010
  12. Gudi

    Gudi Neues Mitglied

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    Hallo Witty,

    Der ANA-Wert habe lt. meinem Hausarzt in diesem Zusammenhang keine Aussagekraft. Es müssten dann andere Werte im Blut ebenfalls verändert sein; dies sei jedoch nicht der Fall.
    Dieser CRP-Wert ist auch auf dem Blutbild; der liegt jedoch bei kleiner 3 (Referenz ist wohl <5). Die spezifischen Antikörper für das Sjögren-Syndrom sind glaube ich untersucht wurden, waren aber negativ. Das Muster der ANA war glaube ich homogen.
    Was ist eine Vaskulitis und welche Symptome sprechen dafür?
    Der Rheumafaktor, sowie Blutgerinnungsfaktoren wurden nicht bestimmt.
    Bin gestern aus Verzweiflung noch mit dem Blutbild bei einem anderen Hausarzt gewesen, der sich heute um einen Termin bei einem internistischen Rheumatologen bemühen will (das sei besonders schwierig). Er gibt mir dann noch eine Rückmeldung telefonisch - bin gespannt.

    Gruß
    Florian
     
  13. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Eine Vaskulits ist eine entzündliche Gefäßerkrankung. Man sieht dann u.a. "erweiterte Äderchen". Solche Entzündungen können auch im Kopfbereich und praktisch überall im Körper auftauchen.
    Ist aber eine sehr komplexe Sache und sollte auf jedem Fall bei diesen Symtomen abgeklärt werden. Homogene ANA würden u.a. zu einem systemischem Lupus passen und das muß ebenfalls abgeklärt wrden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da alle Untersuchungen gemacht wurden. Das CRP kann normal sein, die BSG spielt eine größere Rolle bei den Kollagenosen. Hoffe es klappt mit deinem Termin beim Rheumatologen. Du solltest ihn auf alle Symtome hinweisen, auch wenn dir manches vllt. nciht so wichtig erscheint. Auch vermeintlich "unwichtiges" kann ein wichtiger Hinweis sein.