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Kostenlose Antibaby-Pille, andere Folgerezepte durch 10 € Praxisgebühr belastet?

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Edmund, 12. Januar 2004.

  1. Edmund

    Edmund Neues Mitglied

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    Kostenlose Antibaby-Pille, andere Folgerezepte durch 10 Euro Praxisgebühr belastet?

    Aus der Presse wurde bekannt, dass das Gesundheitsministerium die Praxisgebühr von 10 € Patientinnen erlassen will, die lediglich ohne Untersuchung ein Folgerezept für die Anti-Baby-Pille abholen.
    Da aber für sehr viele verschreibungspflichtige Medikamente Folgerezepte ohne Untersuchung verschrieben werden (z.B. Cholesterin- oder Blutdrucksenken), stellt sich hier die Frage der Gleichbehandlung. Zudem ist zu befürchten, dass künftig Ärzte auch in solchen Fällen untersuchen werden, wo früher die Rezeptausgabe formlos erfolgt ist.
    Zu viele Ausnahmen machen jedes Gesetz kompliziert und am Ende ungerecht. Besser wäre, für jeden Arztbesuch die 10€ zu zahlen. Es könnte ja eine Obergrenze (z.B. 30€ im Quartal) festgelegt werden. Dies würde einer Belastung maximal 10 € im Monat bedeuten oder den Gegenwert von 2 Schachteln Zigaretten. Wenn im Gegenzug die Beiträge drastisch gesenkt würden, könnte man damit leben?

    Edmund
     
    #1 12. Januar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2004
  2. Fliegermaggy

    Fliegermaggy Wo ich bin, ist vorne !!

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    Ich werde das Gefühl nicht los, (auch wenn das jetzt ein wenig unterhalb der Gürtellinie ist) daß Ministerin Schmidt ihre eigene Anti-B-Pille damit billiger macht, oder??? Ansonsten frage ich mich, mit welchem Recht dieses eine Medikament (zumal meistens sowieso privat finanziert) von der 10€-Regelung ausgenommen werden soll. Da ist doch etwas faul......
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  3. Mimmi

    Mimmi Kleine Naschkatze

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    Oberfaul!

    Hallo,

    also ich/wir sitzen hier und können nur noch mit dem Kopfschütteln. Warum EINFACH wenn es auch UMSTÄNDLICH geht? Das sieht alles nach Arbeitsbeschaffungsmassnahmen aus.
    Warum schaut man denn nicht, wie das in anderen Ländern gehandhabt wird?

    Wir hier in Schweden zahlen schon ewig für Arztbesuche, Krankengymnastik und auch für Arzneien. Aber gibt es ein DACH dafür, ein sogenannter "Högkostnadsskydd", damit kronisch Kranke nicht allzu sehr belastet werden.

    Geht man z.B. heute am 12.01.04 zum Arzt, fragt man nach dieser Kostenkarte und bekommt einen Stempel mit Datum und Betrag, den man bezahlt hat. Diese Karte gilt für sämtlich Ärzte, Speziallisten und Krankengymnastik. Ist der Betrag bei uns zur Zeit SEK 900 (ca. 100 Euro) erreicht, dann bekommt man eine sogenannte Freikarte, die man bei Arztbesuchen bis zum 11.01.05 vorlegen kann ohne zu bezahlen!

    Für Medikamente ist das ähnlich. Dort ist die Grenze allerding SEK 1.800 im Jahr (ca. 200 Euro). Das wird dann ähnlich gehandhabt. Allerdings sind nicht ALLE Medikamente davon befreit. Meine Hustenmedizin z.B. nicht und auch Xenical und Viagra nicht! :)
    Übrigens - bei uns bekommt man immer gleich ein Jahresrezept. Da kann mit mit ein und demselben Rezept bis zu 4 mal im Jahr seine Medizin bei der Apotheke abholen. Die Apotheke achtet darauf, dass man auch die Zeiten "dazwischen" einhält. Kommst Du schon nach 1 Monat wieder, gibt es nichts. Also das erspart eine Menge Arztrennerei!

    Brillen kauft man grundsätzlich selber nur beim Optiker und bekommt dafür auch keine Zuzahlung.

    Der Zahnarzt dagegen ist "teuer". Da muss man alles selber bezahlen bis zu einem Betrag von SEK 13.500 (Euro 1.500) (Renter € 850 - das muss aber erst beantragt werden und dauert 6 Monate). Es lohnt sich also in einem Jahr möglichst VIEL beim Zahnarzt machen zu lassen! :) Aber die schwedischen Zahnärzte sind Spitze! Ich würde NIE mehr in DE zum Zahnarzt gehen, ausser im Notfall.

    Ich fühle mich richtig privilegiert!

    Liebe Grüsse und viel Glück,

    Mimmi