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Kortisonstoß i.v

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von zwillimami, 5. April 2010.

  1. zwillimami

    zwillimami Neues Mitglied

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    Hallo,ich habe mal eine Frage!Bei meinem Sohn mittlerweile 7 Monate alt,besteht immernoch der Verdacht auf eine Arthritis!Er hat nun fast 4Monate immer wiederkehrende Daktylitis in den Finger(sind meist alle betroffen),wir begangen eine Therapie mit Ibusaft und Kortison,aber so wirklich Erfolg hatten wir damit nicht!Kortison haben wir seit einer Woche wieder abgesetzt,da sein Wachstum laut Röntgenbilder schon etwas verzörgt ist!Sollen nun bei wieder auftreten in die Klinik und da soll er 3 Tage hintereinander eine Kortisonstoßtherapie bekommen!Hat jemand von euch da schon mal was von gehört?Wie alt waren eure Kinder beim ersten "Schub"?


    Liebe grüße und DANKE:a_smil08:
     
  2. Leo

    Leo Neues Mitglied

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    Cortisonstoß beim Säugling

    Hallo zwillimami,
    im Grunde kann Rheuma in jedem Lebensalter auftreten, aber Dein Sohn ist in der Tat noch sehr klein, und es sind wohl nur wenige Kinder, die schon so früh erkranken. Ich hoffe, Ihr seid in einer speziellen kinderrheumatologischen Betreuung. Dazu kann ich Dir nur raten. Dass muss nicht Garmisch sein, es gibt oft auch wohnortnah gute Behandlungsmöglichkeiten. Ich weiß nicht, aus welcher "Ecke" Du stammst. So, wie Du das Rheuma Deines Sohnes beschreibst, handelt es sich um eine Psoriasisarthritis, eine Gelenkentzündung mit Schuppenflechte bzw. der Veranlagung zur Schuppenflechte (muss bei Diagnose der Arthritis nicht vorhanden sein).
    Bezüglich Deiner Frage zum Cortisonstoß, weiß ich dass dies auch im Säuglingsalter möglich ist. Es hat (gegenüber der täglichen
    Therapie) den Vorteil, dass die Nebenwirkungen geringer sind, da die Nebennieren ja nicht täglich "irritiert" werden. Allerdings zeigt meine Erfahrung auch, dass bei heftigen Verläufen im Anschluss an die Stoßtherapie unbedingt etwas Cortison täglich weitergegeben werden sollte. Vor allem dann, wenn kein MTX gegeben wird. Verwundert bin ich über das Absetzen des Cortisons. Wie lange und in welcher Dosierung hatte er das Cortison?
    Mit dem MTX wäre ich wohl auch zurückhaltend und vor allem NUR mit einem erfahrenen Kinderrheumatologen. Dann ist es sicherlich günstiger, als tägliches Cortison auf Dauer! ZU erwägen wäre noch eine Einspritzung von Cortison in die Fingergelenke. Das kann man in Kurznarkose machen, sodass er nichts spürt. Der Vorteil: Viel Wirkung am Ort des Geschehens, kaum Nebenwirkung. Aber bitte auch nur vom erfahrenen Kinderrheumatologen! Und bitte NUR Lederlon (Cortison-Präparat). Ich würde diese Form der Behandlung bei meinem Kiind bevorzugen, bevor ich eine Basisitherapie mit MTX oder Cortison nehmen würde. Manchmal kommt man trotzdem nicht ums MTX herum, aber einen Versuch wäre es vielleicht wert. Viele Grüße Leo
     
  3. suse12998

    suse12998 Neues Mitglied

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    guten morgen,

    ich schließe mich leo an, genau das würde ich auch versuchen,einspritzung von Cortison in die fingergelenke. ich selber habe 2kinder mit rheuma sie waren aber "schon" 8und9 jahre als es mit rheuma los ging, auch sie haben einspritzung in verschiedene gelenke bekommen und es hat ihnen sehr geholfen.
    ich wünsche euch viel kraft und dem klein schnelle hilfe!!!

    lieben gruß
    suse12998
     
  4. Msichi

    Msichi Fligh High

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    Hallo..
    Also ich bin 14, und hab seit ich 5 bin Rheuma...
    Nach meiner Synovektomie am Knie gings mir total schlecht und andere Gelenke wurden plötzlich auch schlechter...
    Ich hab nen Kortisonstoß bekommen und bin total begeistert davon...
    es klingt zwar hart aber mir und vielen anderen "Jungrheumatikern" hats geholfen...:top:
     
  5. gf_tanja

    gf_tanja Neues Mitglied

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    Hallo Zwillimami,

    mein Sohn ist mit 4 Jahren an Rheuma erkrankt. Er hat ein Jahr lang monatlich Kortisonstöße bekommen. 3 Tage nacheinander je 250 mg Prednisolon. Die Infusion hat 2 Stunden gedauert. Geholfen hat es immer ziemlich schnell. Die Nebenwirkungen sind geringer als wenn jeden Tag Cortison gegeben wird. Allerdings hat die Menge sein Verhalten beeinflußt. Er war immer sehr aufgekratzt und agressiv direkt nach den Stößen und hat haufenweise Nuttela gegessen.

    Wie soll das denn bei einem Baby funktionieren? Während der Infusion wurde ein EKG geschrieben und der Blutdruck alle paar Minuten gemessen. Mein jüngster Sohn ist 11 Monate und ständig in Bewegung, ich kann mir nicht vorstellen, daß da eine Infusion gemacht wird.

    Alles Gute für euch
    Tanja