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Kortison und Diabetes

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von charlyM, 19. April 2006.

  1. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, alle zusammen
    habe mal eine Frage an die, die sich auch mit Diabetes etwas auskennen.
    ich BRAUCHE, wegen der polymyalgie rheumatica, Kortison und dies beeinflußt, ist ja bekannt, den Zuckerwert ganz gewaltig. Trotz ner 1/2 Scheibe Vollkornbrot zum Frühstück, wenn ich auch meine ganzen Medik. nehme!!! schießt der Zuckerwert auf oder manchmal auch über 200..zu hoch also. Tagsüber spritz ich dann noch ALT-Insulin - doch abends, ich vermute, dann sinkt der Kortison-Spiegel imBlut ab,geht`s ab in den Keller und ich muß zu den unmöglichen Zeiten essen - hab Angst, mit Werten um 100 ins Bett zu gehen.
    Meine Frage an Euch, ist es, solange ich noch Kortison nehmen muß - und dies wird noch 1/2 bis 1 Jahr dauern - überhaupt möglich, den Zucker richtig einzustellen?? Es kann schliesslich sein, dass ich kurz nach ner Einstellung die Kortison-Dosis ändern muß...was dann?
    Hat hier jemand Erfahrungen mit beiden Krankheiten und kann mir nen Rat geben? - wär nett von Euch.
    Danke und nen schönen Tag wünscht - charlyM
     
  2. Iti

    Iti Mitglied

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    Hallo Charly

    Hört sich recht problematisch an was Du schreibst. Leider Kenne ich mich Mit Diabetis nicht sonderlich aus. Hatte selber ein Cortisonproblem und zwar hat sich bei mir seinerzeit unter hoher Cortisondosis ein Glaukom eingestellt. Daraufhin bin ich in einer Rheumaklinik auf eine Basistherapie (MTX) eingestellt worden und konnte so das Corti sehr deutlich senken. Bekommst Du außer Cortison noch weitere Meds? Bist Du bei einem Internistischen Rheumatologen in Behandlung? Wenn nicht würde ich es Dir unbedingt raten.
    Sicher melden sich hier noch weitere Roler. Es sind hier noch mehr die auch unter Diabetis leiden.

    Alles Gute
    iti
     
  3. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Corti und Diabetes

    Hi Charly,

    ich habe Typ2 und nehme wegen meiner cP Langzeit-Cortison.

    Wenn ich morgens cortisonfrei messe, liege ich so bei 130 - wenn ich früh schon Corti nehme und dann messe, liege ich bei 240 locker.

    Abends, wenn ich tagsüber normal gegessen habe usw., liegt der Wert meist auch so bei 120 - 145.

    Ich nehme 8 mg Cortison und achte auf meine Ernährung nur bedingt; bei mir ist es aber nachweislich zu 95 % die süsse Nahrung, die alles festhält.

    Die Diabetiker unter uns, die Rheuma haben, klagen bei Cortison alle über die Probleme des Zuckeranstiegs. Es bedarf hier sicherlich eines wirklich kundigen Internisten und Diabetologen, der sich mit Rheumaerkrankungen gut auskennt und die Wirkweise von Cortisonen richtig einschätzen kann.

    Alles Gute,

    Pumpkin
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo carlym,

    kann dir nur aus der praxis berichten, ersetzt keinen arztbesuch!

    bei unseren insulinpflichtigen diabetikern (typ2) wurden werte bis zu 300 mg% eine halbe stunde nach dem essen als *normal* bewertet und nicht gesenkt. der nüchternzucker soll aber nicht so hoch sein (unter 200).

    unsere diabetiker waren zwischen 10 und 15 be eingestellt, die sich auf 6 mahlzeiten verteilten (einschließlich spätmahlszeit um 21 uhr)

    ich denke nicht, dass man unter cortison die therapie genau einstellen kann. du musst selber viel nachkontrollieren und deine nahrung darauf abstimmen.

    kritisch wird es bei einem insulildiabetiker bei werten unter 60 mg%. dann nimm noch 2 be zu dir, dann kommst du gut über die nacht.

    was sagt der arzt dazu?
     
  5. Easy

    Easy Das Schaf

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    Hallo Charly,

    bin selbst Typ 1 Diabetiker, nehme aber kein Cortison.

    Hier sind deine Ärzte gefragt, Rheumatologe und Diabetologe sind hier gefordert. Weiss der Rheumatologen von deinen schlechten BZ Werten ? Ich würde nochmal mit ihm sprechen, ob es nicht vielleicht doch eine Alternative zum Cortison gibt. Wenn dies nicht der Fall ist, würde ich meine Werte (Tagebuch!!!) unbedingt mit dem Diabetologen besprechen. Evtl. kann das Umstellen auf ein anderes Insulin Abhilfe schaffen - hier gibt es mittlerweile ja so viele Möglichkeiten. Schreib dir deine BZ Werte und deine BE Einnahme genau auf, vielleicht findet sich ja eine Regelmäßigkeit, wann der BZ wie schnell/tief sinkt bzw. ansteigt. Mit den entsprechenden Insulinen und viel Disziplin kannst du evtl. noch etwas dagegensetzen.

    Lieben Gruß

    Easy
     
  6. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, danke für eure Antworten und Tipps
    Also, der Reihe nach - eine Alternative zu dem Kortison gibt`s leider nicht. Hatte letztes Jahr, als dieses komische Rheuma festgestellt wurde, mit 100 mg !! Kortison angefangen und urplötzlich Zuckerwerte um die 380 ! Inzwischen bin ich auf 20 mg und kann nur hoffen, dass sich meine Blutwerte nicht wieder derart verschlechtern, dass erhöht werden muss. Wenn dies aber der Fall sein sollte, muss es ne höhere Dosis sein, denn sonst greift das verflixte Rheuma erneut Adern und Muskeln an..
    Auch wenn ich jetzt oft zusätzlich Altinsulin spritzen muss, mein Problem ist aber dieses Absacken am Abend und die Angst vor der Nacht.... dass ich, im Schlaf, die UZ nicht merke.Seit ich die Werte oft so hoch hatte, haben sich auch die UZ- Beschwerden geändert - ich fang nicht erst bei unter 70 oder 60 mit dem Zittern an, neeee - schon um die 100 wird`s mir mulmig ( hab im Netz nachgesehen, d a s kennt man von Pat., die häufig derart hoch hinaus schiessen...)

    Was andres macht mich im Moment aber sehr nervös - mein Arzt meint, eine Schulung in ner Diab. Klink wär evtl. ganz gut...und die Entscheidung fällt in den nächsten 1bis 2 Wochen. Doch ich bin der Meinung, dass dadurch das Pferd "von hinten" aufgezäumt wird....denn, was nützt mir die Schulung, ne "richtige" Einstellung, wenn das andre Prob. mir immer wieder dazwischenfuscht. Dieses Teufelszeug von Kortison macht mit den Zuckerwerten doch was es will....
    Hatte kürzlich mittags nur nen grünen Salat und plötzlich nen Wert von 235 !! - nach ner Pizza würd ich das ja noch verstehen, doch nach nem Salat?? -und den nur mit 1 Teel. Öl !
    Steh irgendwie auf`m Schlauch - die Diab, Klinik wär, meiner Meinung nach, etwas für HINTERHER! - wenn Kortison endgültig abgesetzt werden konnte.
    Oder lieg ich da total falsch? - hab ich da nen Denkfehler im System? - w a s meint Ihr?
    nen schönen Tag wünscht Euch - charly - Mist, jetzt geht`s wirklich in den Sommer und zu den ob.gen. Probs. kommt auch noch ein andres hinzu - ich hab ne Insektenallergie und 1 Wespe oder Biene könnte ALLE Probleme lösen......
     
  7. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hab noch was vergessen, obwohl der Text schon seeehr lang war.....
    Ich schreib mir alles auf und messe mehrmals am Tag, hab schon ein Schw....geld in der Apotheke gelassen, wegen der Teststreifen. Krieg zwar alle paar Wochen welche vom Arzt verschrieben, doch die reichen nicht!!

    Lilly - da hab ich ja noch ziemliches Glück - denn meine Nüchternwerte liegen bei etwa 120 !! - hört sich, nach dem, was Du da geschrieben hast, ja richtig " gesund" an....Du hast anscheinend die gleiche Meinung, dass man im Moment nicht einstellen kann und abwarten muss

    macht`s gut - charly
     
  8. Lilly

    Lilly offline

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    hallo charly,

    das wäre in meinem labor noch normalwert :D

    öl und fette werden bei den diabetikern nicht zu den be (broteinheiten) gezählt, beeinflußt nicht den blutzuckerspiegel :)

    du solltest auf die diabetikerschulung gehen. nicht wegen der insulineinstellung, sondern um zu lernen, wie du dich richtig ernähren mußt.
     
  9. Easy

    Easy Das Schaf

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    Hallo Charly,

    wenn du bisher noch keine Schulung hattest, dann wahre die Chance und gehe in diese Klinik ! Du lernst eine Menge, gerade auch was die Ernährung betrifft, aber auch über die verschiedenen Insuline und deren Anwendung. Du sagst, du spritzt mehrfach Altinsulin. Die Wirkung des Normalinsulins (oder Altinsulin) erreicht in der Regel nach etwa 2 bis 3 Stunden ihr Maximum und endet nach ungefähr 5 bis 8 Stunden. Evtl. spritzt du so viel, dass dein BZ deshalb nach diesen 5 bis 8 Stunden in den Keller geht? In einem solchen Fall wäre evtl. der Einsatz eines kurzwirkenden Insulins (Insulinanaloga) sinnvoll, deren Wirkung schon nach fünf Minuten einsetzt. Diese Insuline eignen sich hervorragend für die intensivierte Insulintherapie. Die Gefahr von Unterzucker durch anhaltende Insulinwirkung ist geringer als bei allen anderen Insulinen.

    In einer Schulung kannst du sicher auch mit einem Arzt nochmal ausführlich über dein spezielles Problem reden und dich vor Ort über eine passende Behandlung informieren. Das Wissen, das du in so einer Schulung erhälst, vergisst sich nicht so schnell und da du ja JETZT ein Problem hast, würde ich die Gelegenheit beim Schopfe packen !

    Wie lange hast du eigentlich Diabetes, bist du Typ 1 oder 2 (hier sind die Behandlungsmöglichkeiten ja unterschiedlich), machst du ICT (also eine intensivierte Insulintherapie?) ? Wie oft sprizt du und welche(s) Insulin(e) ? Und ist dein behandelnder Arzt Diabetologe ? Und wie war deine BZ Einstellung BEVOR du Cortison nehmen musstest ?

    Zweifelsohne bringt die Einnahme von Cortison einige Schwierigkeiten in Bezug auf den BZ mit sich, aber u.U. kann dir ein erfahrener Arzt doch noch den ein oder anderen Tipp geben.

    Lieben Gruß

    Easy

    PS: Wie viele Teststreifen bekommst du denn vom Arzt verschrieben ? Ich kriege immer gleich 200 Stück. An deiner Stelle würde ich mal bei der Krankenkasse anrufen und fragen, wieviele Teststreifen pro Quartal dir eigentlich zustehen - und wenn es wirklich zu wenige sind, dann sprich mit denen über dein aktuelles Problem, vielleicht bekommst du ja eine "Sonderverschreibung" ?
     
  10. adina

    adina Mitglied

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    Hallo Charly,

    ich bin zwar "nur" Typ 2 Diabetiker,das aber eindeutig verursacht,durch
    jahrelange Kortisoneinnahme.

    Auf Grund verschiedener endokriner Probs verbrachte ich 2002 (um gleich
    mehrere Fliegen mit 1 Klappe zu schlagen.....auch zur medikam.Einstellung
    des Diab.) 14 Tage in einer Klinik.
    Einen guten Monat später war dann noch einmal eine Reha angesagt.
    Natürlich war ich anfangs nicht gerade begeistert,aber man lernt ungemein
    viel dabei,was im Umgang mit dieser Krankh.wichtig ist.Dort wird akribisch
    genau für dich persönlich die richtige Therapie "maßgeschneidert".
    Es werden auch nachts Messungen durchgeführt und bei nachgewiesenen
    Unzerzuckerungen nach optimalen Lösungen gesucht.
    Habe viele Pumpenträger kennengelernt,die ihren Diab. so besser in den
    Griff bekamen.Vielleicht wäre das auch eine Option für dich!?

    Ich pers. mußte mich auch von dem Gedanken verabschieden,in Kortisonfreien Zeiten auf Diab.-Medis verzichten zu können.
    Auch spielt inzwischen die Höhe des Kortis keine Rolle mehr....ob 100 mg
    oder 10 mg, der Zucker schießt ohne Pillen nach jeder Mahlzeit in gigantische Höhen.Während des stat.Aufenthaltes sollte ich zu den Mahlz.
    Insulin spritzen,habe es aber mit versch. Tabl. dann doch gut in den Griff
    bekommen,was die Tagesprofile während der Reha dann auch bestätigten.

    Nimm die Möglichkeit einer Schulung war,auch bei Diab. braucht jeder seine
    ganz individuelle Einstellung,gerade wenn noch andere Störfaktoren,wie z.B. das Kortison einen negativen Einfluß haben.

    Komischerweise habe auch ich, schon bei im Prinzip noch normalen Werten, Unterzuckerungssymptome :confused: :( .

    Liebe Grüße adina :)
     

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  11. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    hallo charly,
    auf was willst du warten? auf cortisonfreiheit?? hmmm wann sollst du denn soweit sein? kann dir das dein rheumadoc sagen? nönö, oder? also nix wie hin zur schulung.
    ich bin auch süß geworden durch jahrelang hochdosiertes corti und ner erbmitgabe meines vaters.
    mein hausarzt hat mich im dmp - programm aufgenommen. innerhalb dieses programmes habe ich an ambulanter schulung und ernährungsberatung teilgenommen. kochkurz sollte auch noch stattfinden, aber da ich laufend in der klinik bin, ist dies eben schwer zu machen. alles hat die kk bezahlt.
    ich versuche eben gerade von 20 mg corti auf 15 zu reduzieren .naja schwierig ... aber was lange wärt wird gut.
    auch meine werte schießen in die höhe 15 oder 16 oder auch mal knapp 20 (die umrechnung habe ich jetzt nicht 100%ig im kopf, aber kann man nachschauen)
    ich bin so eingestellt, das ich morgens und abends lantus spritze, das ist ein lang wirkendes insulin. und morgens und mittags spritze ich actrapid. es werden aber auch aller vierteljahr mehr einheiten....
    hohe zuckerwerte können auch manchmal mit stress oder wohl sogar hohen entzündungen im körper zusammenhängen .... sehr vielschichtig das thema! also dringend zur schulung!!
    ich bin jetzt wieder frisch eingestellt und soll vorerst 4x tgl. messen. das ist auch nötig, um ein gefühl dafür zu bekommen, wie man über den tag so liegt. immerhin spritze ich ja auch viermal :eek: .
    bewegung ist auch ein faktor der unbedingt mit einfliessen muss.
    auch mir gehts so, das ich bei eigentlichen normalwerten schon den schweiss den rücken lang runterlaufen habe und eigentlich denke ichbin im unterzucker ...blödes gefühl, aber irgendwie muss und kann man auch das tollerieren.
    ich wünsche dir alles gute und lass dich schulen!
    alles gute
     
  12. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, alle zusammen
    habe eure Infos mit Interesse gelesen und glaube inzwischen, ich war auf dem falschen Dampfer....
    Natürlich rechne ich nicht damit, dass, sobald das Kortison abgesetzt werden kann, sich der Zucker in Wohlgefallen auflöst und ich zum "normalen" Alltag übergehen kann, neee- is nix!
    Hatte nur arge Bedenken, dass man sich auf einmal
    n u r noch auf den Diab. stürtzt und dass, was im Moment dauernd beobachtet werden muss, nämlich die Blutwerte wegen des Rheumas, zur Nebensache wird.
    Hab momentan echt Sch..., dass sich das Rheuma verschlimmern und ausbreiten könnte - kommt wohl daher, dass es vor genau 1 Jahr!! mit 4 grausigen Wochen, fast ohne Schlaf,dafür mit starken Schmerzmitteln im 3 Std. Takt ausgebrochen ist. Und damals meinte der Klinik- Arzt," SOLCHE Blutwerte hab ich noch nie gesehen, sie haben Glück gehabt...sie hätten innerhalb von Sek. erblinden können" - Schock!!
    Nun, die nächsten 2-3 Wochen werden wohl etwas stressig, muß ich aber durch und Eure Tipps wegen der Schulung werd ich mit meinem Arzt besprechen, soo geht`s auf keinen Fall weiter, es muß was geschehen, wird ja immer mehr. Mein Mann meint schon immer -
    " sag doch, wenn du gefragt wirst nur dass, was du nicht hast, dann geht`s schneller"....und leider hat er recht. Also, schau`n wir mal...
    Hab auch das Gefühl, dass ich dringend mal mit ner gaaaanz ruhigen " Fachkraft" das letzte Jahr durchsprechen muß....es war aber auch zuuu viel auf einmal - diese Wochen mit irren Schmerzen, die Diagnosen, leichter Schlaganfall ( Gott sei Dank ohne Folgen) und Verengung der Schlagader auf 90% - also OP , gleichzeitig die Diagn. polymyalgie rheuma..und vor allem dieses dauernde Hin und Her der Ärzte - mal hieß es, das Rheuma sei gefährlicher,dann die Engstelle mit OP.....ich stand wie der berühmte Ochse vorm Berg....tja, da ist noch einiges nicht " geklärt" und spukt im Kopf rummmm.....
    So, jetzt wünsch ich Euch alles Gute , bis dann - charly
     
  13. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, schönen Sonntag
    Hab mir nochmal alles durchgelesen und möchte auf das Schreiben von easy zurückkommen.
    also , Typ 2 und VOR der Kortisonbehandlung hatte ich mit 1 Glibenhexal am Morgen "normale" Werte - hab damals das Essen darauf eingestellt und kam prima klar. Erst im Krankenhaus, als die 100mg- Bomben Kort. gegeben werden mussten, gings steil nach oben und ich mußte auf Spritzen umsteigen, Insuman comb25 - es wurde zigX "getestet", wieviel Einheiten morgens, wieviel abends.... denn trotz Diabet. Kost, mit 12 BE am Tag, schoß ich gegen 13Uhr auf Werte um 360/380 und so mußte dann ALT zusätzl. gespritzt werden. So gegen 17Uhr nochmal 10 Einh. Comb und da ich abends dann plötzlich erst auf das ganze Zeug reagierte und runter auf Werte unter 180 kam, wurde von da an alle 2 std, gemessen, auch nachts!! Und immer wieder hieß es, " haben sie für den Notfall ein paar Plätzchen oder was...???" Da entwickelte sich dann ne gewisse Angst v6r der Nacht - " lieber etwas zu hoch, ist immer noch besser, als wenn wir sie zurückholen müssen!!" - Tja, ich bekam ne Einweisung und deshalb bin ich auch so überrascht, wenn es hier, bei easy, jetzt heißt, ALT also "Rapid" , sei Normal-Insulin und Insuinanaloga ?? wirke schneller. WIESO mußte dann, in der Klinik mehrmals Alt gespritzt werden, wenns mit dem ANALOGA direkt runtergegangen wäre??
    Zu Fragen wg. eines Diab. Arztes - ich kann nicht hin, mir gehts seit Langem - auch wegen andrer Erkrankungen - so mies, dass ich nicht mal zu meinem Hausarzt komme. ...Deshalb graut mir ja auch vor ner Diab.Kkinik mit stundenlangen Schulungen, d i e schaff ich einfach nicht. Muß, bis ne Entscheidung gefallen ist, WOHIN... halt irgendwie sehen, wie ich über die Runden komme und suche aus diesem Grund auch immer hier im Forum nach Tipps. is leider so....

    Es wäre deshalb sehr schön und lieb von Euch, wenn Ihr mir den Unterschied von ALT -Rapid und "Analoga" erklären würdet.....da ist auch ab und zu die Rede von Humalog?? oder so...Tja, trotz Kurzeinweisung in der Klinik - da gings haupsächlich darum, WAS man essen darf und was man meiden sollte - muß ich nämlich gestehen, dass mir manche Aussagen hier im Forum wie "chinesisch" vorkommen.. da fallen Begriffe, von denen ich noch nie was gehört habe.
    Im Grunde - war ja sogar auch auf ner Kombi-Station !! - Rheuma und Diab.!! - nahm man die Zuckerwerte halt hin, schob das Entgleisen auf`s Kortison - hat den Zuckerwert NUR beobachtet und dementsprechend gespritzt....
    So, jetzt reichts - ist wieder arg lang geworden, sorry!
    wünsch allen nen schönen Tag - charly
     
  14. Easy

    Easy Das Schaf

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    Hallo Charly,

    es tut mir leid, wenn ich dich mit meinem Beitrag etwas verwirrt habe - als relativer "Neuling" in Sachen Diabetes ist das Ganze für dich natürlich unverständlich.

    Bezüglich der Analoga habe ich mich sicher etwas unverständlich ausgedrückt. Analoga bedeutet in erster Linie, dass diese Insuline chemisch "nachgebaute" Insuline sind. Es gibt verschiedene Analoga mit Kurz- aber auch mit Langzeitwirkung. Es gibt u.a. Analoga, deren Wirkdauer kürzer ist, als bei "Normalinsulin".

    Bei Humalog handelt es sich um ein gentechnisch verändertes Insulin, dass ganz besonders schnell wirkt. Die Wirkungszeit ist schon nach 2-3 Stunden vorbei.

    Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es dann auch noch sogenannte Mischinsuline.

    Bei dieser Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten bedarf es halt einen Spezialisten, der - gemeinsam mit dir - die bestmögliche Therapieform herausfindet. Ein bisschen ist das wie "try and error", da jeder Mensch auch noch individuell auf die Insuline reagiert. Für dich ist es wichtig zu wissen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die es u.U. auszuprobieren gilt - alleine kannst du das allerdings nicht und auch kein Dritter kann dir da eine genaue Empfehlung geben.

    Übrigens empfehle ich dir diesen Link http://www.diabetes-line.de/index.cfm?uuid=B9072F4A110A36C6944D7594C97F1BE1&show_long=1, dort kannst du dich über die verschiedenen Insuline informieren.

    Evtl. versuchst du es auch einmal in den diversen Diabetes Foren, ich meine schon gelesen zu haben, dass dort die Frage nach Cortison und Diabeteseinstellung gestellt wurde - oder du stellst sie dort selbst einmal. Es gibt hier zwar einige Diabetiker im Forum, aber ein Diabetesforum wäre hier sicher auch eine gute Adresse für deine Fragen !

    Ich hoffe, ich habe nicht wieder zur allgemeinen Verwirrung beigetragen :rolleyes:

    Lieben Gruß

    Easy
     
  15. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, easy.
    keine Sorge, Du konntest ja nicht wissen, dass Du einem Neuling antwortest. Werd mich so nach und nach in die Begriffe einarbeiten und was das Diab.Forum betrifft, "wühle" mich da auch durch.
    Dies ist eben der Nachteil. wenn man plötzlich mit völlig versch. Diagnosen konfrontiert wird und sich im Hirn, soweit noch vorhanden, alles mischt.....Bin irgendwie geistig überlastet....bis ich das alles mal kapiere, krieg ich womöglich die nächste Diagn. vor den Kopf geknallt..
    Werde mich aber mal auf den Seiten, die Du angegeben hast "einlesen" - geb die Hoffnung nicht auf und irgendwann, in gaaaanz ferner Zukunft, werd ich genau wie IHR alle, mit den tollsten Begriffen nur so um mich schmeissen.....( ist nicht bös gemeint!! Euer Wissen imponiert mir vielmehr) )
    Also, werde jetzt "Nachhilfe" nehmen und dann geht`s zur Sache.....
    Bis dahin mach es gut und pflege Deine grauen Zellen,
    ICH brauch sie vielleicht noch öfter.... Gruß charlyM
     
  16. Sylvia A.

    Sylvia A. Neues Mitglied

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    Hallo Charly,
    auch ich schlage mich immer mal wieder mit dem Cortson-Diabetes-Problem herum. Ich nehme zur Zeit zwar nicht regelmäßig Cortison, setze es nur im akuten Schub als Cortison-Schub ein (also 3 Tage 20 mg und dann immer reduzieren). Aber ich bleibe dann auch schon mal längere Zeit bei 5 mg hängen und dann ist es bei mir so, dass der BZ-Wert bis Mittag normal ist, dann kommt es aber zu einem starken Anstieg. Um den zu verhindern, spritze ich 3 Stunden und 6 Stunden nach der Cortisongabe jeweils zwischen 10-20% des Tages-Insulingesamtbedarfs (also der gesamten duchschnittlichen Insulinmenge, Lantus+ Mahlzeiteninsulin). Ich spritze NovoRapid, das wirkt sehr schnell und die Wirkung hält ca. 3 Stunden an. An die benötigte Menge an Insulin kann man sich durch Ausprobieren langsam herantasten, ich würde mit 10% anfangen.
    Wichtig ist, die Zeitabstände genau einzuhalten, das erfordert anfangs etwas Mut, da man ja schon Korrekturinsulin spitzt, bevor der BZ ansteigt, hat sich aber bei mir bewährt.
    Der Wert vor dem Abendessen ist dann auch wieder im Normbereich und man läuft nicht Gefahr, in der Nacht zu unterzuckern. Allerdings spritze ich nur zur Nacht Lantus, ich weiß nicht, wie das bei 2 Gaben wirkt.

    Im Übrigen habe ich mir das nicht selbst ausgedacht, die Empfehlung stammt von Dr. med. Teupe, Diabetologe im Diabetes-Dorf Althausen und wurde im INSULINER veröffentlicht. Es gibt auch Empfehlungen für die Cortisonspritzen ins Gelenk, das hat bei mir aber nicht so gut funktioniert, vielleicht hatte ich da was falsch berechnet.

    Das Beste wäre natürlich, das mit einem Diabetologen zu besprechen, aber meine Ärztin hatte z. B. keine Erfahrungen mit Cortison und Diabetes. Deshalb war ich froh, diese Tipps gefunden zu haben.
    Vielleicht konnte ich dir ein wenig helfen.
    Gruß Sylvia
     
  17. charlyM

    charlyM Neues Mitglied

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    Hallo, Sylvia - dank Dir für die Tipps
    ich bin jetzt auch dabei, es selbst " auszutesten" . Von diesem ewigen - " vom Altinsulin nimmt man nur zu" meines Arztes, bin ich abgerückt und checke am Tag, WIE und wann es am besten wirkt.
    Meine Güte - was soll das , davon nimmt man zu.... besser ein paar Pfunde drauf, die man wieder abnehmen kann, als diese hohen Werte, die evtl. Folgeschäden nach sich ziehen.
    Nun, bis auf den späten Abend hab ich`s inzwischen auch ganz gut "im Griff" - spritze halt vor dem Essen und so komm ich einigermassen über die Runden...
    Ist vielleicht nicht ideal, doch ich überschlage die Insulin.- Menge und spritz nicht nur die, vom Arzt, evtl..... zugestandenen 2 Einheiten...die haben in all den Mon. ja eh NIX gebracht.
    Habe die Erfahrung gemacht, dass ich viiiiel mehr auf meine innere Stmme hören muß, die mir bisher IMMER die richtigen Ratschläge gegeben hat - nur leider habich oft nicht drauf gehört....." davon nimmt man zu..."und ich schwitz hier Blut und Wasser mit zu hohen Werten... und ess nix?? Neee, jetzt teste ich`s ne Weile und dann seh`n wir weiter....

    Alles Gute wünsch ich Dir und,dass du den schönen sonnigenTag geniessen kannst - charly