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Kopfschmerzen im Schläfenbereich

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sprotte79, 6. Januar 2008.

  1. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Ihr Lieben!

    Ich brauch mal wieder Eure Hilfe! Ich mache mir so langsam Sorgen...:(

    Seit Weihnachten habe ich ununterbrochen Kopfschmerzen im Schläfenbereich beidseits, rechts ist es ausgeprägter als links. Es ist ein pulsierender Schmerz, der abends deutlich zunimmt und tagsüber meist zu ertragen ist, abends/ nachts mich jedoch fast um den Verstand bringt. Ich dachte zunächst, es könnte Migräne sein, habe mein Migränemedikament (Rizatriptan: Maxalt lingua) aber erfolglos ausprobiert. Meine Migräne ist aber auch sonst eher im Augenbereich und eben auch streng einseitig.

    Ich hatte zu Beginn dieser Kopfschmerzen einen Magen-Darm-Infekt mit hohem Fieber und habe deshalb von einem befreundeten Arzt (wir waren im Urlaub) drei Tage lang Metamizol (2,5 g) gespritzt bekommen, das hat mein Fieber gesenkt, die Kopfschmerzen blieben unbeeinflusst. Später habe ich auch Paracetamol erfolglos ausprobiert.

    Dazu muss ich erwähnen, dass ich momentan in einem ausgeprägtem Schub meiner seronegativen rheumatoiden Arthritis (RA) stecke und aktuell Cortison (20 mg morgens), Quensyl, MTX (15 mg/Woche) und Humira (40 mg/alle 2 Wochen) sowie als Schmerzmittel Tramadol (100 mg retard morgens und abends) nehme. Das Tramadol nehme ich schon seit Oktober und darunter sind die Schmerzen ja erst aufgetreten.

    Habt Ihr vielleicht eine Idee, woher meine Kopfschmerzen kommen könnten? Einen Infekt schließe ich aus, ich habe ansonsten keine Infektanzeichen oder Probleme (außer Gelenkproblemen und eben diesen Kopfschmerzen).

    Ich bin dankbar über jeden Tipp oder Hinweis! :)

    Gute möglichst schmerzfreie Nacht,
    Britta

    P. S. Ich hätte meinen Hausarzt schon lange gefragt, aber der ist leider noch im Urlaub.
     
  2. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    guten morgen britta,

    mit diesen beschwerden gehörst du doch wohl so schnell als möglich zum arzt, oder? spätestens!!! doch wohl dann am montag.
    tippen könnte man so einiges. nebenwirkungen vom tramadol? guck doch mal im beipackzettel .. ich denke da war was, obwohl natürlich die nebenwirkungsliste unermeßlich lang ist.
    hört sich auch bisschen nach hohem blutdruck an, zumindest kenne ich das von mir. ich habe selten kopfschmerzen, aber wenn, dann heftig und meist verbunden mit sehr hohem blutdruck. hast du mal geprüft?
    aber wie gesagt, "ferndiagnosen von forumsteilnehmern" :eek: ;) entbehren jeder richtigkeit .............. ab zum doc!!!!
    ich wünsche dir, das bald herausgefunden wird, woran es liegt und das man dir gegen die schmerzen gut helfen kann.

     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo britta,

    quelle

    klingt irgendwie paradox, aber unter tramal gekomme ich auch kopfschmerzen.
    zum doc solltest du in jedem fall gehen.
     
  4. Erato

    Erato Guest

    Kopfschmerzen

    Hallo liebe Sprotte,

    diesen von Dir beschriebenen Kopfschmerz kenne ich auch sehr gut! Ich hatte ihn letztes Jahr sehr heftig über einige Wochen (ca.8-10) und seitdem immer wieder mal für ein paar Tage bis hin zu 2 Wochen. Meine "Migräne mit prolongierter Aura" ist völlig anders, auch weil da die Kopfschmerzen der nebensächlichste Teil des Ganzen ist.
    Migräne schließe ich für meinen Teil komplett aus.
    Ich nehme keine Medikamente, wo diese Kopfschmerzen als Nebenwirkung her kommen könnten.

    Was für eine Grunderkrankung hast Du?

    Ich gehe bei mir davon aus, dass es sich bei mir um eine Arteriitis temporalis handelt und dieses Wort wurde in diesem Zusammenhang auch schon von einem Arzt (Rheuma) dafür verwendet, bloß - wie üblich(Kassenpatient?) - nicht weiter untersucht.

    Hast Du mal in den Spiegel geschaut? Bei mir ists auch immer rechtsseitig und die Schläfenader ist dann deutlich geschwollen. Vor allem morgens. Dabei ist es auch bei mir so, dass das über Nacht stärker wird und am Tage besser.

    Ich gehe also von einer Entzündung des Gefäßes aus im Rahmen der Kollagenose , bzw./oder des Antiphospholidsyndroms. Ich möchte auch, dass das mal anständig abgeklärt wird, immerhin handelt es sich dabei um keine ganz ungefährliche Geschichte.

    Also, mein Rat: Unbedingt beim Doc vorsprechen und vielleicht anders als ich direkt auf eine Untersuchung drängen!

    Was aus meiner Laiensicht evt. noch möglich wäre, wären Nervenreizungen /-entzündungen. Also Trigeminusneuralgie z.B., damit kenne ich mich aber nicht so aus und ich glaube, dabei tun i.d.R. mehr Nervenaustrittspunkte im Gesicht weh....

    Viele Grüße

    Erato
     
  5. Lilly

    Lilly offline

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    hallo erato,

    unterstelle bitte nicht voreilig ;) - die artheritis temporalis ist eine sehr schwere erkrankung! wenn die ein arzt, aus kostengründen nicht abklärt, dann kann man ihn verklagen!

    was schon an erster stelle bei dir nicht an diese erkrankung denken lässt, ist dein alter. ich weiß zwar nicht, wie alt du bist, aber sicher noch nicht über 50 jahre....
    dann habe ich bei dir noch nie gelesen, dass du eine sehr stark erhöhte blutsenkung hast, die aber bei dieser erkrankung ein muss für die diagnosestellung ist....

    quelle
     
  6. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Danke!

    Hallo Ihr Lieben,

    vielen Dank für Euren ausführlichen Antworten. Dann werde ich mal die verschiedenen Ursachen ausschließen lassen...
    an Bluthochdruck hatte ich auch schon gedacht, obwohl ich damit noch nie Probleme hatte :confused: aber mein Medi-Cocktail könnte so was ja auslösen, oder eben eine "normale" Nebenwirkung des Tramadol. Wobei es dann ja besser sein müsste, wenn ich kein Tramadol nehme und das konnte ich in der Phase des fiesen Infektes nicht und da traten die Kopfschmerzen ja das erste Mal auf :confused:....naja, danke für Eure Hinweise, ich lasse es abklären!

    Einen möglichst schönen und schmerzfreien Sonntag,
    Britta
     
  7. Erato

    Erato Guest

    Arteriitis

    Hallo Lilly,

    ja, ich habe die Kriterien für die Arteriitis auch ergoogled. So weit bin ich allerdings von der 50 in der Tat nicht mehr entfernt, erstens, und zweitens habe nicht ICH dieses Wort in den Mund genommen, sondern ein Doc.

    Aber vielen Dank für den Hinweis mit dem Verklagen:D

    Ich denke schon, dass das was mit den Blutgefäßen zu tun hat oder eben mit den Nerven. In meinem Falle. Sprotte sollte auf jeden Fall das dem Doc erzählen, eben, weil es auch mal was unangenehmes sein sollte.

    Liebe Grüße
    Erato
     
  8. Erato

    Erato Guest

    Die aufgeführten Kriterien treffen übrigens zu...
     
  9. Diana1970

    Diana1970 Ruhrpottgöre

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    hallo sprotte,
    ich hatte unter opiaten und morphinen viele und heftige nebenwirkungen.kopfschmerzen waren immer dabei,egal bei welchem medi und selbst bei niedrigster dosierung.

    viel erfolg bei der abklärung der ursache bei dir!

    liebe grüße,
    diana :))
     
  10. Lilly

    Lilly offline

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    hallo erato,

    warum lässt du es dann nicht abklären, wenn du dir so sicher bist und die gefahr der erblindung kennst?

    da würde ich nicht warten, bis ein arzt handelt und von sich aus die untersuchungen anordnet, sondern ich würde dafür sorgen, dass sie gemacht werden! es ist deine gesundheit und deine augen!

    ich kann es mir auch nicht vorstellen, dass die untersuchungen nicht gemacht werden, wenn die beschwerden und kriterien zum krankheitsbid passen.

    denken heißt aber nicht- wissen....
     
  11. Erato

    Erato Guest

    Kopfschmerzen in der Schläfe

    Hallo liebe Lilly,

    woher nimmst Du denn die Erkenntnis, das ich mir sicher bin, eine Arteriitis temporalis zu haben? Erstens bin ich mir noch nicht mal sicher, was ich überhaupt für eine Erkrankung habe und zweitens kann ich mir da wohl kaum sicher sein, da ich kein Arzt bin. Auch habe ich hier an keiner Stelle erwähnt, mir darüber "sicher" zu sein, "ich denke" heißt eben auch nicht "sicher sein", wie Du ja auch schon treffend bemerkst.

    Bitte lies auch hierzu meinen Beitrag in http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?p=295199#post295199#63

    Wenn ein Doc eine These aufstellt, so ist es nur natürlich, dass man dem mal nachgeht, oder? Wenn sich dann diverse Ärzte hinsichtlich der eigenen Beschwerden halbwegs deckend dahingehend äußern, dass es "was mit den Blutgefäßen" zu tun hat, dann ist es wohl nur natürlich, dass man sich als Laie dem erstmal auch am ehesten anschließt, je nachdem, was man selber so für ein Gefühl zu der Sache hat. Manchmal hat man eben auch das Gefühl, die liegen "völlig falsch. Das ist natürlich reines Bauchgefühl und Spekulatius, was kann man auch als Laie schon Anderes mitbringen?

    Wenn wir alle schon wüssten, was wir haben, dann könnten wir uns den Gang zum Arzt ja sparen und nicht wenige würden das wohl auch lieber tun.

    Ich würde mir aber auch nur zu gerne die vielen aufreibenden immer wieder neuen Arztbesuche und Untersuchungen sparen, aber wer würde das nicht gern? Wie sagte jüngst eine nette Pathologin aus Amerika in einem anderen Forum: "Die Zeit, die man in einem Wartezimmer herumsitzt könnte man nutzen, um selbst Medizin zu studieren". Nur blöd, dass man damals noch nicht ahnte, wie häufig man in Wartezimmern sitzen wird ;) .



    Hallo Sprotte: Bitte teile doch mal mit, was Dein Arzt dazu gesagt hat, ja?
    mich würde das - natürlich- auch sehr interessieren...

    Viele Grüße
    Erato
     
  12. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    Hallo Erato,
    du schriebst folgendes:

    [...]
    Ich gehe bei mir davon aus, dass es sich bei mir um eine Arteriitis temporalis handelt und dieses Wort wurde in diesem Zusammenhang auch schon von einem Arzt (Rheuma) dafür verwendet, bloß - wie üblich(Kassenpatient?) - nicht weiter untersucht.
    [...]
    Ich gehe also von einer Entzündung des Gefäßes aus im Rahmen der Kollagenose , bzw./oder des Antiphospholidsyndroms. Ich möchte auch, dass das mal anständig abgeklärt wird, immerhin handelt es sich dabei um keine ganz ungefährliche Geschichte.
    [...]

    Also wenn ich sowas lese, dann bin ich mir sicher, daß du davon ausgehst.
    Du windest dich aber auch manchmal wie eine Schlange...sorry:)

    nix für ungut, habe mich hier eingemischt weil mir langweilig ist. Eigentlich müßte ich Umzugskartons packen....eigentlich


    herzlichst grummel
     
  13. Sprotte79

    Sprotte79 Sprotte79

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    Hallo Erato,

    mein Rheumatologe meinte gestern am Telefon, dass ich ausprobieren soll, ob die Kopfschmerzen sich bessern oder ganz weggehen, wenn ich meine normale Tagesdosis Cortison (aktuell 20 mg) zusätzlich einmal abends nehme. Er hat außerdem gemeint, dass man vielleicht mal die Blutgefäße im Ultraschall untersuchen müsste.

    Ich habe es also ausprobiert und circa 1 1/2 Stunden später waren die Kopfschmerzen komplett weg, und das nach fast zwei Wochen Dauerschmerzen. :)
    Natürlich freue ich mich einerseits, dass die Kopfschmerzen weg sind, sie sind auch heute morgen noch weg gewesen, wobei ich auch noch ein Opioid wegen einer anderen Sache genommen habe. Und natürlich meine übliche Morgendosis Cortison. Andererseits würde die gute Wirkung des Cortisons ja für eine entzündliche Ursache der Kopfschmerzen sprechen, was mich eher beunruhigt. :confused:

    Ich war wegen der anderen Sache, wegen der ich das Opioid genommen habe, gestern beim Hausarzt, der tippte als Ursache für meine Kopfschmerzen auf eine Knochenhautentzündung. :confused:

    Eigentlich schließe ich für mich sowohl eine Knochenhautentzündung als auch eine Vaskulitis aus. Mal schauen, wie es weitergeht...

    Liebe Grüße,
    Britta