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Kollagenose nicht näherklassifiziert????

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von shiela, 7. Juli 2010.

  1. shiela

    shiela Neues Mitglied

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    Hallo, kann mir jemand was zu diesem Befund sagen??
    Sm/RNP-AK positiv
    ENA screen 2,8(++)
    Anti nuk. Antikörper T640spe..
    Mein Rheumatologe kann mir keine genaue Diagnose sagen,er meinte dies ist ein Befund der nichts genaues aussagt.
    Wäre über jede Antwort dankbar.
    Grüsse Manu
     
  2. Artep

    Artep Neues Mitglied

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    Ich empfehle Dir die Seite www.laborlexikon.de , um Dich zu informieren.
    Unter den jeweiligen Buchstaben findest Du die Information und teilweise auch, was bestimmte Laborwerte aussagen könnten. Ich sage: Könnten. Muss nicht unbedingt sein.
    Viel Erfolg bei der Suche!
     
  3. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    hast du den laborzettel mit den genauen werten?
    also auch mit normwerten?
    die ena kann man auch noch differenzieren.
    antinukleäre antikörper sind ana d.h. dein ana titer ist bei 1:640

    sm/rnp ak positiv kann auch einfach nur heißen, es ist etwas da, aber in keiner nennenswerten höhe.
     
  4. shiela

    shiela Neues Mitglied

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    Hallo,
    vielen dank für die Antworten,aber bei dem Lexikon bin ich auch nicht
    schlauer geworden.Ich würde gerne wissen,ob das was schlimmes ist??
    Der Befund hat mir schon Angst gemacht.
    Grüsse Manu
     
  5. Kölner

    Kölner Mitglied

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    Undifferenzierte Kollagenose

    Hallo shiela,

    nicht näher klassifiziert bedeutet, dass die festgestellten Antikörper (noch) keinem bestimmtem Krankheitsbild zuzuordnen sind. Sticht bei der Untersuchung der ENA-Antikörper ein spezielles Muster heraus, dann kann dein Rheumatologe eine recht zuverlässige Diagnose stellen.

    Falls das nicht so ist, bleibt deine Kollagenose-Erkrankung undifferenziert. Es kann oft Jahre dauern, bis sich anhand der Laborwerte, bildgebender Untersuchungsverfahren (Szintigraphie, MRT, Röntgen) und des Beschwerdebilds eine Diagonose finden lässt. Da musst du viel Geduld haben.

    Da die Behandlung bei fast allen Kollagenose- bzw. Rheuma-Erkrankungen in Abhängigkeit von deinen Beschwerden und deinem Leidensdruck weitestgehend identisch ist (zum Beispiel: NSAR, Cortison, Immunsuppression oder Biologicals), solltst du dir weniger Gedanken um die Diagnose und die möglichen Folgen machen, sondern möglichst frühzeitig mit einer Behandlung beginnen, die deine Lebensqualität erhält oder wieder steigert.

    Hast du einen internistischen Rheumatologen? Nur ein Arzt dieser Fachrichtung ist (hoffentlich) qualifiziert, dir weiterzuhelfen.

    Beste Grüße
    Kölner
     
  6. rheumine

    rheumine Neues Mitglied

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    Hallo Shiela,

    fest steht jedenfalls, dass du eine Kollagenose http://www.rheuma-online.de/a-z/k/kollagenosen.html hast. Welche das nun genau ist muss nicht ausschlaggebend für eine Behandlung sein, denn die Kollagenosen werden eh alle gleich oder sehr ähnlich therapiert, was die Medikamente betrifft. Mir sind einige Betroffene bekannt, die eine undifferenzierte Kollagenose haben.
     
  7. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Steht doch dabei, welche ENA positiv waren, wenn auch nur schwach. vermeide mal vorerst zu starkes Sonnenlicht. Könnte das Ganze verschlimmern. Ansonsten würde ich den Arzt auf alle Symtome hinweisen und am Besten alles aufschreiben, weil man beim Termin so vieles wieder vergißt.
     
  8. Cailean

    Cailean Neues Mitglied

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    auf meinem laborzettel sind aber neben der klassifizierung auch nochmal ena extra aufgelistet und klassifiziert, mit stellenweise anderen werten als da wo kein ena vorne dran steht. zb jo-1ak die gibt es mit hohem titer als ena und ohne ena mit nicht ganz so hohem titer.

    das hängt vom labor ab.
    deshalb die frage nach dem laborzettel ;)
     
  9. shiela

    shiela Neues Mitglied

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    Hallo,
    Jo-1-AK und alle anderen Werte wie Rib-P-Ak ,Centromer_B-AK ,
    Scl-70-Ak,SS-B-Ak ,usw sind negativ.
    Mein Rheumatologe ist auch Internist,denke er ist Kompetent ,jedoch bekommt man keine Erklärungen.Ich leide seit zwei Jahre unter schmerzen in den Beinen und Füssen.Jedoch nicht ständig,hatte schon mal monate lang keine,der Rheumatologe glaugt das dies nicht von der Kollagenose sei.
    Dann habe ich ständig Halsschmerzen und manchmal starke Augenschmerzen,beim Augenarzt war alles o.k.Wenn meine schmerzen wieder ganz stark sind soll ich Kortison nehmen,damit der Rheumatologe sehen kann ob die schmerzen weg gehen.Er meinte mein Befund ist ein Zufallbefund denn viele hätten und nie Beschwerden haben.
    Geht eine Schub den immer wieder von alleine weg?Kann eine Kollagenose denn auch immer unaktiv bleiben?Ist es schlimm wenn man sie nicht behandelt?und welche Medikamente sind
    am Nebenwirkungsfreisten?Hoffe ich habe nicht zuviele fragen und vielen Dank für die Antworten.
    Grüsse
     
  10. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Shiela,
    SM und rnp sind schwach positiv. Das ist ein Hinweis auf eine Mischkollagenose mit evtl. Lupusbeteiigung. Eigentlich sollte Cortison dann sehr gut helfen. Kollagenosen können die Organe schädigen. Ich würde es mal mit Cortison versuchen. Früh begonnen, kann Organbeteiligungen verhindern und du kannst auch recht schnell wieder beschwerdefrei werden. Auch nach dem Absetzten der Medikamente kann es zu jahrelangen symtomfreien Zeiten kommen. Allerdings ist Cortison kein Dauermedikament. Bei Besserung könnte man auf einem anderes Langzeitmedikament, das man dann mehrere Jahre nehmen sollte, umsteigen

    PS. Hast du auch oft kalte Hände auch wenn es wie derzeit warm ist?
     
    #10 9. Juli 2010
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juli 2010
  11. shiela

    shiela Neues Mitglied

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    Hallo,
    ich habe zu Zeit keine Symtome,deshalb warte ich mit dem Kortison bis es wieder los geht.Denke das ist doch richtig??
    Ich habe nie kalte Hände und Füsse bei normalen Temperaturen.
    Grüsse
     
  12. rheumine

    rheumine Neues Mitglied

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    Wenn du jetzt keine Beschwerden hast und es dir gut geht brauchst du das Kortison jetzt sicher nicht. Mach es doch so wie dein Rheumatologe meinte, wenn Beschwerden da sind einen Kortisonstoss, um zu sehen ob das wirkt und dann berichtest du es dem Rheumatologen und dann besprecht ihr wie es therapiemäßig weiter gehen soll.

    Bei der Mischkollagenose sind hochtitrige U1RNP hinweisend. Ein schwach positiver RNP und Sm Ak sagt jetzt nicht so unbedingt aus, dass es eine Mischkollagenose ist. Niedrige Titer der RNP kommen auch bei Lupus vor. Die Sm sind sogar untypisch bei der Mischkollagenose, sind eher spezifisch für Lupus!
     
  13. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Das ist ein anderes Laborverfahren. Ähnlich wie es Cailean in ihrem Beitrag schon beschreibt. SM und rnp werden zusammengefaßt zu einem einzigem Antigen. Deshalb kommen dann auch andere Zahlen dabei heraus. Hier z.B. 2,8. So kann man spezifischer suchen und möglicherweise eher was finden, als im herkömmlichem Verfahren. Die Richtwerte sind aber bei den Laboren unterschiedlich. Manchmal <0,9 od. <1.0 Auch <1,5. Aber bei 2,8 wird sicher nochmal nachgesehen.