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KK schickt mir Gutachter ins Haus

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sanchen, 3. September 2007.

  1. Sanchen

    Sanchen Neues Mitglied

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    Meine Krankenkasse findet, dass ich ihr zu teuer geworden bin. :eek: Deshalb schickt sie mir einen Begutachter, von einer Firma namens Sal, zur Beratung ins Haus. Er soll meinen Bedarf prüfen. Das hat mir diese Firma per Telefon mitgeteilt. Ich bin so damit aber nicht einverstanden und rief deshalb bei der Kasse an, was das denn soll.
    "Wissen Sie wie teuer ein Rollstuhl ist? fragte das andere Ende des Höhrers zurück?"
    "Was kann ich dafür, wenn ich in ihr Standardpflegemodell nicht reinpasse und dann auch nicht mehr durch die Tür?"
    Kennt das jemand von euch? Ich muss mich alle paar Monate wegen der Pflege (Zwangs)beraten lassen. Der MDK war auch da und hat Hilfsmittel aufgeschrieben. Die trauen ihren eigenen Leuten nicht und schicken glatt noch jenmanden vorbei. Muss ich das Theater auch noch mitmachen? :mad: :mad: :mad:
     
  2. Elke

    Elke wünscht allen

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    Hallo Sanchen,

    also ich bin bei der Techniker KK und wenn ich größere verordnungen bekomme, so wie letztes jahr einen neuen rolli und dieses jahr ein komplett bein orthese was wirklich ins geld geht bzw. über einen wert von ca. 1000 euro geht (kommt aber auch auf das verordnete teil an), bekomme ich von meiner kasse einen anruf das sie mir einen freien Hilfsmittelberater schicken und meinen Bedarfsfall prüfen lassen, OK ich kann auch nein sagen, was dann passiert weiß ich nicht da ich bisher nie nein gesagt habe, ich habe auch bisher keinen grund gehabt dies abzulehenen, ich brauche die hilfsmittel und fertig.

    ich weiß jetzt nicht bei welcher kasse du bist und ob du shcon mal solch einen unabhängigen hilfsmittelberater zuhause hattest, aber ich schreib dir mal wie es bei mir abgelaufen ist und das bisher 4 mal im gleichen schema mit 2 verschiedenen beratern. ach ich möchte noch dazu sagen das die berater meiner kasse selbständige fachleute sind, sie werden freiberuflich von der KK bezahlt und haben KEINEN nutzen wenn sie etwas ablehnen oder zum nachteil ändern.

    ok, also
    der berater kam mit der verordnung die ich bekam, 2 mal war es der fall das ihnen schon ein kostenvoranschlag von einem sanitätshaus vorlag, einmal ein rollstuhl und das zweitemal die beinorthese beides waren verschiedene sanit. häuser da ich umgezogen war.
    das erstmal fragte mich der berater wie ich den aus dem bett komme, ich: schlecht, wie ist es mit ihrer toilette: ich nicht so gut , er: der kostenvoranschlag für ihren rollstuhl ist völlig OK, allerdings wenn ich sie jetzt so sehe???::::::::.......ich musste so gut ich konnte ein paar schritte laufen, mich setzen und wieder aufstehen....dann fing er an mir zu erklären was das sani-haus mir geben wolle und das er davon gar nichts hält, denn der wäre für meine bedürfnisse VIEL ZU EINFACH gehalten, er fragte mir löscher in den bauch schrieb sich alles auf, dann fragte er ob er mein bett und die toi sehen dürfe, er schaute sich alles an und dann fing er an aufzuzählen was er noch alles für mich beantragen wird, z.b. ein elektrisch verstellbaren lattenrost für ins ehebett, toi erhöhung, griffe und soweiter (dafür lies ich mir rezepte geben und ich bekam ALLES im handumdrehen) und am ende bekam ich noch einen rolli der fast 800 euro teurer war als der vom sani haus angedachte, allerdings meinte die KK es nütze ja nichts wenn ich jedes jahr einen neuen brauche weil das und dies nicht gut sei, dann einmal richtig und OK, was nicht heißt das bei gravierenden änderungen, wie bei mir 20 kg gewichtsabnahme dann kein neuer beantragt werden kann, ich habe es gemacht und bekam in auch, und auch hier kam wieder ein berater, er meinte ob mein lattenrost noch OK ist und da ich doch umgezogen sei ob er sich wie sein kollege damals umschauen dürfe ob ihm noch was auffällt und ich habe wieder zusätzlich hilfe bekommen und diesmal sogar OHNE extra rezept sondern nur auf seine empfehlung hin, und bei der beinorthese kam mein bekannter erster berater wieder mal zu mir und erklärte mir das da was nicht stimme, laut sani kostenvoranschlag hätte ich zwei kniegelenke am li. bein und kinderlähmung, hätte die kasse einfach ja gesagt und das teil wäre so gemacht worden wären etwas über 1500 euro hin gewesen denn es hätte nicht gepasst und mirnicht bei meinem problem geholfen, so hat es zwar fast genauso viel gekostet, aber es paßt und hilft mir.

    also, wie gesagt wie es bei deiner kasse ist weiß ich nicht, ob du schon schlechte erfahrungen gemacht hast mit solch einem berater weiß ichn icht, aber wenn beides nicht der fall ist, kann ich nur sagen: es kann für dich ein segen sein/werden wenn solch ein berater mal schaut ob du alle hilfen hast die dir das tägl.leben eetwas erleichtern können.

    ich hoffe und wünsche dir ganz dolle das du einen der tollen berater bekommst und sie dir richtig gut helfen können
    toi toi toi
    lieben gruß
    elke
     
  3. Sanchen

    Sanchen Neues Mitglied

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    hallo Elke,

    vielen Dank für deinen positiven Bericht:).
    Ich wurde von der Kasse und der Firma eher überrumpelt und nicht aufgeklärt. Zudem war ich aufgeregt, denn es wurde zunächst Überprüfung genannt. Und dann bekam ich gleich den Termin von heute auf morgen, so schnell. Nun ist die Beratung vorüber.
    Bei mir ist das anders abgelaufen; bin übrigens auch in der Tk und eigentlich auch recht zufrieden. Der Rehatechniker hat sich mir vorgestellt und noch einmal erklärt, was seine Aufgabe bei mir zu Hause sei und welche Kompetenz er mitbringt. Er hat sich korrekt benommen.
    Dann fragte er nach meiner Diagnose und nahm Mass, wie breit und tief mein Rolli sein muss, um es in ein Formular einzutragen. Er erklärte, dass ich keinen allgemeinen Anspruch hätte, dass die Kassen eine Solidargemeinschaft sind und man nicht erwarten kann das herauszubekommen, was man einbezahlt hat.
    In anderen Räumen hat er sich nicht umgesehen. Schade eigentlich, wenn ich hier lese, wie das bei dir war. Dass ich einen neuen passgerechten Rolli brauche, hat er aber mündlich schon mal bestätigt.
    Nun hoffe ich, dass das auch klappt, denn ich vegetiere zur Zeit halb liegend halb sitzend im Bett herum und möchte möglichst schnell wieder unter den Lebenden weilen. lG Sanchen
     
  4. Stehaufmännchen

    Stehaufmännchen Neues Mitglied

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    Wie ich diese Äusserungen hasse. Als wenn man die Sachen nur beantragt um der "Solidargemeinaft" wieder etwas abzuschmarotzen. :mad:
     
  5. Calendula

    Calendula Die Ringelblume

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    Finde ich auch. Meinen Rolli habe ich bestimmt nicht, um etwas abzuschmarotzern, sondern um endlich auch unter die Leute zu kommen, wo ich länger als 2h unterwegs bin bzw. "weitere" Strecken gehen müsste. Das könnte ich gar nicht und wäre damit komplett vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten. Es ist schon nicht spassig dem eigenen Mann zusehen zu müssen, wie er am Wochenende mit Freunden zu einem Bogenturnier fährt und ich nicht mit kann, weil man dort mit dem Rolli nicht durch kommt und weil das alles von 7-8 Uhr am Morgen (Start von zuhause aus) bis 20 Uhr (ankommen daheim) dauern kann. Im Rolli kann ich nicht schlafen und sowas ginge über meine Belastungsgrenze. Ich lasse ihn ja gehen und freue mich, wenn er seinen Spass hatte und mir anschließend berichtet wird, dass das Grüppchen aus Erschöpfung kurz vor der Siegerehrung noch eine Runde ein Nickerchen im Gras gemacht hat. Nach sowas wäre ich sowas von KO bis tot, ich müsste tagelang die Folgen ausbaden.

    Inzwischen sehe ich es eher als Ausgleich dessen, was ich nicht mehr machen kann. Und eine Möglichkeit vielleicht doch mit Würde zu leben. Sonst geht es dem Heini wohl gut? Soll der doch gut und gerne eine Woche einen solchen Tagesablauf erleben, wie viele hier haben. Mal sehen, ob dann nochmal solche Sprüche kommen. *huch* Ich bin sauer. :o

    Liebe Grüße,
    Calendula