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Kinderwunsch und Mtx

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von gismopp, 18. Juni 2011.

  1. gismopp

    gismopp Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,
    ich habe folgendes Problem: Ich leide unter starker rheumatoider Arthritis und nehme zur Zeit wöchentlich 20 mg Mtx und spritze mir Enbrel.
    Bei Kinderwunsch sollte Mtx ja mindestens 3 Monate zuvor abgesetzt werden. Nun meine Frage: Da Mtx ja ein Gegenspieler von Folsäure ist, wäre es dann nicht ausreichend, Mtx bei Bekanntwerden der Schwangerschaft sofort abzusetzen und größere Mengen Folsäure einzunehmen? Oder können Schädigungen schon viel früher auftreten, bzw. kann die Wirkung von Mtx nicht gänzlich ausgeglichen werden.
    Kann man Schädigungen des Kindes bereits während der Schwangerschaft erkennen oder können unvorhersehbare Behinderungen auftreten? Ich freue mich auf Antworten.
     
  2. knoeppie

    knoeppie Neues Mitglied

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    Hallo Lara,

    so wie ich mir das Ganze erkläre, würde ich sagen, dass es nicht möglich ist, durch Folsäuregabe nach Bekanntwerden der SW Neuralrohrschäden vorzubeugen. Gerade wenn bei den ersten, wenigen Zellen etwas bei der Zellteilung (wenn Du Dir das Ganze genauer anschauen willst, guck mal bei Wiki unter "Mitose") schiefgeht, werden wohl alle sich daraus entwicklenden Zellen ebenfalls geschädigt sein. Da man die SW frühestens zwei Wochen (bei manchen Frauen auch erst später) nach der Befruchtung nachweisen kann, kann mindestens 14 Tage etwas bei der Zellteilung schief laufen.
    Erkennen kann man die Neuralrohrschäden meines Erachtens schon, dafür gibt es die "großen Ultraschalle" (Degum I, II o.ä.).
    Letztlich würde ich bei dieser Frage aber auf Nummer sicher gehen und im Zweifelsfall lieber vorher das MTX absetzen, als z. B. eine Fehlgeburt riskieren oder abtreiben zu müssen.

    Viele Grüße
    Knoeppie
     
  3. gismopp

    gismopp Neues Mitglied

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    Hallo Knoeppi,
    vielen Dank für deine Antwort. Sicher ist es richtig, Mtx rechtzeitig abzusetzen. mir machen nur die 3 Monate vorher Sorgen. Auch wird es vermutlich noch einige Zeit dauern, bis es denn zu einer Schwangerschaft kommt. Daher bin ich am Abwägen, ob ich dieses Risiko eingehen kann/in Kauf nehme. Ich weiß, es ist sehr egoistisch zu sagen, ich nehme eine Fehlgeburt in Kauf oder treibe ab, wenn es tatsächlich zu Fehlbildungen kommen wird, aber man macht sich halt so seine Gedanken. Vermutlich werde ich das Medikament schon früher absetzen, aber evtl. den 3-Monatszeitraum nicht 100 %ig einhalten.