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Kinder und Rheuma

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von eve, 17. Juni 2003.

  1. eve

    eve Guest

    Hallo zusammen,
    nachdem ich nun die Diagnose Kollagenose mit Tendenz cP habe, mache ich mir doch etwas Gedanken ob meine Kinder das nun auch bekommen werden. Vor etwa einem Jahr hatte mein Sohn, fast 8 Jahre, eine Schwellung am Fuß, die heiß war. Der Kinderartzt meinte es könne Rheuma sein, wenn es nicht von allein weg ginge dann sollten wir in die Rheumaambulanz fahren. Es verschwand aber nach 3-4 Tagen und in der Ambulanz war erst nach einem Monat ein Termin zu bekommen, also haben wir nichts weiter unternommen. Zumal ich auch schon immer mal ein geschwollenes Gelenk hatte und es von allein wieder weg ging.

    Jetzt weiß ich ja aber das ich Rheuma hab, drum meine Frage:
    Macht es Sinn meinen Sohn zum Arzt zu bringen und eine rheumatologiche Untersuchung anzuregen? Könnte man die Krankheit positiv beeinflussen, wenn man, noch bevor Gelenke ernsthaft betroffen sind, eine Therapie beginnt? Oder ist es egal und ich erspare ihm das Ärzte hickhack und hoffe er hat nix?
    Ich bin da etwas unsicher, denn er bekommt ja auch mit wie schlecht es mir geht. will ihn natürlich nicht in Panik versetzen das er sowas auch haben könnte, will aber auch nicht aus Rücksichtnahme den richtigen Zeitpunkt verpassen.
    Vielleicht habt ihr ja eine Idee.

    Viele liebe Grüsse Eve
     
  2. Robert

    Robert R-O-süchtiger Freßbär ...

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    Je früher, desto besser ...

    Hallo Eve,

    ob es bei Rheuma eine genetische Disposition gibt, weiß ich nicht. Grundsätzlich kannst Du sicher sein, daß es nie verkehrt ist, mal nachzuhaken.

    Bezüglich Basistherapie: je früher man damit anfängt, desto besser ist es, um eben die Gelenkschäden zu minimieren oder verhindern. Vorraussetung ist aber eine sichere Diagnose, beim reinen Verdacht kannst Du, gerade bei Kindern, im Zweifelsfalle mit den Medikamenten auch viel Schaden anrichten ...

    Alles Liebe und Gute für Dich und Deinen Sohn

    Robert
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Eve,

    hätte ich ein Kind mit undefinierbaren Entzündungen, Schmerzen, Schwellungen an Gelenken etc., so wäre ich heute auf der Stelle bei einem internistischen Rheumatologen.

    Wir, die gerade am rheuma-online-User-Workshop in Tirol teilgenommen haben, kriegten von der Präsidentin der Österreichischen Rheumaliga eindrucksvoll demonstriert, was geschehen kann, wenn man nicht, zu lasch oder zu spät behandelt wird.

    Rheuma macht selbst vor Säuglingen nicht Halt. Abklären lassen ist zwar Rennerei, aber anschließend weißt Du, woran Du bist. Bitte nicht schleifen lassen! Wenn es kein Rheuma ist, freu Dich, wenn es doch Rheuma ist, so wurde es wenigstens frühzeitig entdeckt und kann entsprechend behandelt werden. Verkrüppelungen müssen heute nimmer sein.

    Liebe Grüße aus dem schon seit Wochen sonnig-heißen Tirol von
    Monsti
     
  4. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Eve,

    Kinder werden selten mit einer Basistherapie behandelt. Zumindest solange keine mehrfachen, dauerhaften Gelenkbeschwerden bestehen. Bei einer Entzündung in nur wenigen Gelenken wird dieses häufig durch Einspritzen von Cortison behandelt. Ich weiß aber im Moment nicht, inwieweit die Kinder NSAR als ständige Entzündugshemmer erhalten.

    Ich denke, solange er nicht über irgendwelche (auch leichte) Gelenkschmerzen klagt, kannst du auch noch warten. Aber sobald Beschwerden auftreten, auch ohne äußere Anzeichen, solltest du es abklären lassen. Denn icht jede Entzündung muss ja auch mit einem dickem, heißem Gelenk einhergehen, bei Jascha habe ich das gar nicht gemerkt. Er klagte immer mal über Schmerzen im Knie und ich habe sie als Wachstumsschmerzen abgetan. Wenn man aber ganz genau hinguckt sieht man, dass das Knie leicht dicker ist und auch leicht angebeugt.

    Wenn du zum Arzt gehst, solltest du auf alle Fälle zu einem speziellen Kinderrheumatologen gehen.

    Aber vielleicht kannst du, um hier ein wenig mehr Sicherheit für dich zu gewinnen, einfach mal einen Kinderrheumatologen anrufen oder auch erst einmal alleine Aufsuchen und Fragen wie du dich hier (gerade auch in Bezug auf Rheuma in der Familie) verhalten sollst.

    Infos zu Kinderrheuma findest du auch unter:


    http://people.freenet.de/sbuck/rrheuma.htm

    http://home.t-online.de/home/dorisreuter/rheuma/inhalt.htm

    http://www.rheuma-liga.de/home/rubrik3.htm


    Ich drücke dir die Daumen, dass dein Sohn nichts abbekommen hat.

    Gruß

    Anja
     
  5. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    Hallo Eva!!!

    Ich selbst bin auch erst 16 und habe seit über 3 Jahren eine Spondarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung. Auch eine juvenile Form!!! Ich bin zwar HLA B 27 positiv, aber in meiner Familie ist kein weiterer Fall einer rheumatischen Erkrankung bekannt. Also hat es noch lange nichts zu sagen, dass Rheuma vererbt wird. Ich habe zwar schon gehört, dass es in einer Familie, in der ein Rheumatiker ist, gehäuft vorkommt, aber dem ist nicht automatisch so. Versuch' dich nicht verrückt zu machen und geh' der Sache nach!!!!
    Hier noch ein Link:

    http://www.rheumakids.de/news.asp?folder_id=1581&mainfolder_id=1581&news_id=18&hlt=Was+ist+denn+hier+los%3F

    Liebe Grüße
    Ramona
     
    #5 18. Juni 2003
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2007
  6. Sita

    Sita Mitglied

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    Kinderrheuma

    Hallo Eve,
    ich lese aus deinem Posting, dass dein 8jähriger Sohn vor 1 Jahr 3-4 Tage eine Schwellung hatte und das wars dann. Habe ich das so richtig verstanden?
    Wenn ja, solltest du dich wirklich nicht verrückt machen. Ich habe seit 20 Jahren cP, 2 Kinder (13/15) und die haben immer mal wieder Schmerzen an einem Gelenk oder sind mal geschwollen. Das ist aber völlig normal und waren bisher immer Wachstumsschmerzen.
    Ich würde mich nicht verrückt machen, so häufig ist die Vererbbarkeit doch auch wieder nicht.
    Sita
     
  7. eve

    eve Guest

    Danke für die Antworten

    Vielen Dank für Eure Hilfe.
    Dann werd ich wohl erstmal Ruhe bewahren, es aber im Blick behalten. Beim nächsten Besuch beim Arzt werde ich das Thema dann mal vorsichtig anschneiden. Und bis dahin mich etwas zum Thema Kinderrheuma schlau machen.

    Ist ja richtig, das er bisher nur einmal ein geschwollenes Gelenk hatte. Allerdings klagt er schon seit 2Jahren immer mal über Rückenschmerzen, der Kinderarzt kann aber nix finden.

    Das mit der Vererbung ist bei mir in der Familie aber schon so, meine Oma hatte auch Rheuma, und wenn man so recherchiert dann hat meine Mutter schon seit Jahren Lupus, auch wenn sie deswegen noch keine Diagnose hat.
    Ich hatte eben auch schon seit Kindertagen immer mal Schmerzen in einigen Gelenken, die dann geschwollen waren. Deshalb war ich jetzt etwas in Sorge.
    Danke für Euren Zuspruch. Das beruhigt mich doch etwas.
     
  8. Sunflower

    Sunflower Neues Mitglied

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    Hallo Eva!!!

    Ich will dich ja nun nicht schon wieder beunruhigen, aber die Rückenprobleme, von denen du berichtet hast, stimmen mich echt nachdenklich!!! An welcher Stelle der Wirbelsäule hat denn dein Sohn Beschwerden??? Unterhalb der LWS??? Bei meiner Arthritis, bei der u.a. auch die ISG (Darm-, Kreuzbeingelenk) betroffen sind, wurde vor 3 Jahren die Diagnose juvenile chronische Oligoarthritis 2 extended gestellt. Eine Form, die eigentlich meistens Jungen im Alter von ca. 8 Jahren bekommen, wenn ich mich richtig erinnere. Spreche wirklich mal deinen Arzt darauf an. Vielleicht ist ja dein Sohn auch HLA B 27 positiv!!!
    Ich hoffe, dass ich dich nun nicht zu sehr beunruhigt habe, aber man sollte dem unbedingt nachgehen und es nicht auf sich beruhen lassen. Bedenke auch, dass viele Ärzte sich leider nicht mit den im Kindes- und Jugendalter entstehenden Rheumaformen auskennen.

    Liebe Grüße
    Ramona
     
    #8 19. Juni 2003
    Zuletzt bearbeitet: 18. Dezember 2007
  9. anko

    anko Neues Mitglied

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    Hallo Eve,

    dann hat dein Sohn ja doch Beschwerden. Das hast du in deinem ersten Posting nicht geschrieben.

    Dann würde ich ihn auf alle Fälle bei einem Kinder- und Jugendrheumatologen - und nur dort - vorstellen. Und nicht lange warten.

    Gruß

    Anja
     
  10. Zecke

    Zecke Neues Mitglied

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    Kind u. Rheuma

    War zwar lange nicht Online,habe aber nur den Rat schleunigst zu einem Rheumatologen zu gehen.
    Erst letzte Woche habe ich die Diagnose meiner Tochter (11) bekommen.
    Das was du schreibst kommt mir so bekannt vor.Mal hier Schmerzen,mal da was. Kinderarzt und Orthopäde finden nichts. Dann fragt man sich selber soll ich oder nicht.Erst als wieder mal Nacken schmerzen auftraten, fiel mir meine eigene Patientenkarriere ein und ich sprach meinen Rheumatologen auf meine Tochter an.Diesem sollte ich das Kind umgehend vorstellen. Ich selber habe SLE und Pso Arthritis.
    Die gründliche Untersuchung und das
    Labor brachten es ans Licht.Meine Tochter hat ein Blutgerinnungsproblem und eine Mischkollagenose.Es ist zwar hart,aber der Zank mit der Kinderärztin um einen Überweisungsschein hat sich gelohnt.Um schlimmeres zu verhindern gibt es jetzt erstmal Kortison.Ob eine Basistherapie notwendig ist wird die nächste Laborkontrolle zeigen.
    Wir wissen auf jeden Fall jetzt woran wir sind und können handeln.
    Darum tut euch den Gefallen,geht zum Rheumatologen,ich drücke die Daumen.
    Zecke
     
  11. Manuela

    Manuela Guest

    hallo

    Also ich hab das nun auch lange genug hinter mir und meine töchter auch

    Bei uns in der Familie sind viele an verschiedenen Rheumaarten erkrankt

    Um mich nicht verückt zu machen und meine Kinder auch nicht hab ich nur wen mal was war Blut abnehmen lassen mal waren leichte endzündungen zu sehn mal nix

    Nun haben wir einen Termin beim Rheumatologen

    da es nun auch die Gelenke betrifft mal eine endzündung die nach paar tagen wieder weg is dan hautbeteiligungen

    Um dieses hin und her abzuklären
    den auf dauer is das nix

    Mus ja nicht immer gleich eine Medikamentöse therapie sein

    aber es sollte zumindest abgeklärt sein

    Das weitere sieht man dan

    Hulda