B
Barbara
Guest
„Nur die Katze nimmt den Schmerz“
So lautet der Slogan der Schweizer Firma „Patina naturell“, ein Anbieter von angeblich rheumalindernden Katzenfelldecken. Doch richten wir den Blick ins eigene Land.“Lindasan“ aus Bayern, „Henkel“ aus Schleswig-Holstein, „Bartl“ GmbH aus Hessen, „Medisan“ aus dem Allgäu werben ebenfalls mit dem Produkt Katzenfell. Jahrelang machte man dem Verbraucher weis, daß es sich um die Felle von verstorbenen Tieren handelt, die beim Tierärzten erworben werden.
Dies ist eine große Lüge! Reporter des Magazines Stern und der Fernsehsender RTL hakten nach und brachten die Wahrheit zutage. Unbemerkt von der breiten Bevölkerung ist hierzulande ein Millionenmarkt für Katzenfelle entstanden. Vermarktet wird alles was haarig ist: Felle für Decken, Pelzbesatz und Innenfutter von Jacken und Mänteln und auch für Schuhleder werden Häute importiert. Die genannten Unternehmen importieren hauptsächlich aus China, aber auch aus Bulgarien und von den Philippinen, sowie aus Thailand, wie man bei der Hamburger Zollbehörde bestätigt bekam.
Die Qualen der Katzen sind unermesslich. Mit den Tatsachen konfrontiert, sagte der Pressesprecher von Henkel lapidar: „In China habe man halt eine andere Mentalität, dort sei eine Katze lediglich ein Gebrauchstier.“ Im Klartext: Kleinbauern züchten in winzigen Verschlägen, in Eiseskälte (dann wird das Fell schön dicht, so wie es die Verbraucher wünschen). Die Tierschutzorganisation „Animal Network“ erklärt wie weiter verfahren wird: „Meist werden die Katzen mittels Drahtschlingen stranguliert. Allerdings dauert das Sterben auf diese Art und Weise sehr lange, so daß die Enthäutung beginnt, wenn nur schon die Gegenwehr der Tiere nachlässt.“
Lebendig enthäutet,... die Nachfrage nach Katzenfellen steigt stetig. Im Verkaufsshop einer Freiburger Tankstelle waren einzelne Katzenfelle für 19,80 DM zu erwerben, und große Katzenfelltagesdecken für „nur“ 1.900 DM ausgestellt. Die Industrie arbeitet mit satten Gewinnspannen, wie die Offerte der Firma Henkel belegt. Sofort und immer lieferbar seien 900 Hauskatzentafeln (Tafeln: zusammengenähte 10-16 Felle, farblich aufeinander abgestimmt), darüber hinaus circa 10.000 Einzelfelle, zum Kaffeefahrtensonderpreis: Ein Katzenfell, Made in Peking, kostet 40 - 60 DM, wobei dort natürlich sogenannte „Drücker“ die Produkte und die Preise schönreden.
Den rheumageplagten Lesern sei noch eines von der deutschen Rheumaliga, die sich von solchen Methoden distanziert, mit auf den Weg gegeben: Medizinische Schafsfelle, geschorene Wolle, haben den gleichen Heilwert. Aber ist dies in unserem Zeitalter wirklich notwendig? Jeder Mensch ist für sein Wohlbefinden eigenverantwortlich. Betreibt der Mensch einen Raubbau an seinem Körper, das Kreuz schmerzt, die Bandscheiben ächzen, weshalb? Verflixt, lechzt denn der Patient nach einem „Allheilmittel“, sei es in diesem Fall ein Katzenfell um die Hüfte gelegt.
Lasst die Tiere nicht unsere körperlichen Sünden ausbaden! Und auch nicht unsere Eitelkeiten! Um keinen Preis!
So lautet der Slogan der Schweizer Firma „Patina naturell“, ein Anbieter von angeblich rheumalindernden Katzenfelldecken. Doch richten wir den Blick ins eigene Land.“Lindasan“ aus Bayern, „Henkel“ aus Schleswig-Holstein, „Bartl“ GmbH aus Hessen, „Medisan“ aus dem Allgäu werben ebenfalls mit dem Produkt Katzenfell. Jahrelang machte man dem Verbraucher weis, daß es sich um die Felle von verstorbenen Tieren handelt, die beim Tierärzten erworben werden.
Dies ist eine große Lüge! Reporter des Magazines Stern und der Fernsehsender RTL hakten nach und brachten die Wahrheit zutage. Unbemerkt von der breiten Bevölkerung ist hierzulande ein Millionenmarkt für Katzenfelle entstanden. Vermarktet wird alles was haarig ist: Felle für Decken, Pelzbesatz und Innenfutter von Jacken und Mänteln und auch für Schuhleder werden Häute importiert. Die genannten Unternehmen importieren hauptsächlich aus China, aber auch aus Bulgarien und von den Philippinen, sowie aus Thailand, wie man bei der Hamburger Zollbehörde bestätigt bekam.
Die Qualen der Katzen sind unermesslich. Mit den Tatsachen konfrontiert, sagte der Pressesprecher von Henkel lapidar: „In China habe man halt eine andere Mentalität, dort sei eine Katze lediglich ein Gebrauchstier.“ Im Klartext: Kleinbauern züchten in winzigen Verschlägen, in Eiseskälte (dann wird das Fell schön dicht, so wie es die Verbraucher wünschen). Die Tierschutzorganisation „Animal Network“ erklärt wie weiter verfahren wird: „Meist werden die Katzen mittels Drahtschlingen stranguliert. Allerdings dauert das Sterben auf diese Art und Weise sehr lange, so daß die Enthäutung beginnt, wenn nur schon die Gegenwehr der Tiere nachlässt.“
Lebendig enthäutet,... die Nachfrage nach Katzenfellen steigt stetig. Im Verkaufsshop einer Freiburger Tankstelle waren einzelne Katzenfelle für 19,80 DM zu erwerben, und große Katzenfelltagesdecken für „nur“ 1.900 DM ausgestellt. Die Industrie arbeitet mit satten Gewinnspannen, wie die Offerte der Firma Henkel belegt. Sofort und immer lieferbar seien 900 Hauskatzentafeln (Tafeln: zusammengenähte 10-16 Felle, farblich aufeinander abgestimmt), darüber hinaus circa 10.000 Einzelfelle, zum Kaffeefahrtensonderpreis: Ein Katzenfell, Made in Peking, kostet 40 - 60 DM, wobei dort natürlich sogenannte „Drücker“ die Produkte und die Preise schönreden.
Den rheumageplagten Lesern sei noch eines von der deutschen Rheumaliga, die sich von solchen Methoden distanziert, mit auf den Weg gegeben: Medizinische Schafsfelle, geschorene Wolle, haben den gleichen Heilwert. Aber ist dies in unserem Zeitalter wirklich notwendig? Jeder Mensch ist für sein Wohlbefinden eigenverantwortlich. Betreibt der Mensch einen Raubbau an seinem Körper, das Kreuz schmerzt, die Bandscheiben ächzen, weshalb? Verflixt, lechzt denn der Patient nach einem „Allheilmittel“, sei es in diesem Fall ein Katzenfell um die Hüfte gelegt.
Lasst die Tiere nicht unsere körperlichen Sünden ausbaden! Und auch nicht unsere Eitelkeiten! Um keinen Preis!