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Karfreitag - was ist das?

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Melisandra, 9. April 2004.

  1. Melisandra

    Melisandra immer auf der Suche...

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    In der heutigen Zeit, sind viele kirchliche Feiertage und ihre Bedeutung unbekannt. Wen kümmert heute noch die Bedeutung eines Feiertags? Hauptsache man hat frei und braucht nicht zur Arbeit oder in die Schule.
    Hand aufs Herz, wer ist heute noch fromm? Oft lernen wir erst wieder zu beten, wenn wir in Not geraten. Solange wir gut leben, kümmern uns die anderen nicht (Das sind Aussprüche, die - Gott sei Dank - nicht auf unsere RO-Gemeinschaft zutreffen und das ist gut so).

    Ich habe folgende Definition für "Karfreitag" im Internet gefunden:
    ***Karfreitag in Deutschland[​IMG]
    Das Wort Karfreitag (Kummer-Freitag) leitet sich vom althochdeutschem Begriff "chara" ab, was Klage, Elend oder Trauer bedeutet. Die frühen Christen beklagten das Sterben und den Tod von Jesus, weil sie glaubten, daß alles verloren sei. Für sie war es schon ein Tag der Trauer und nicht der Festesfreude. Der Karfreitag (ein "stiller" Feiertag) galt früher für die evangelischen Christen als strenger Bußtag und ist heute höchster kirchlicher Feiertag. Vor allem im Tod Jesu sahen die Reformatoren die Erlösung aus Sünde und Schuld.

    Für die Katholiken ist das Osterfest der höchste kirchliche Feiertag. In der römisch-katholischen Kirche besteht der Karfreitag aus drei Teilen: Wortgottesdienst, die Verehrung des Kreuzes und die Feier der hl. Kommunion.

    Dieser Tag ist der Überlieferung nach der Todestag von Jesus. An diesem Tag fand der Prozeß, die Hinrichtung und die Beerdigung Jesu in Jerusalem statt. In der Bibel finden sich in den vier Evangelien die Abläufe und Ereignisse der Geschehnisse in den Passionsgeschichten wieder.

    Nach dem jüdischen Kalender ist Jesus am 15. Nisan mittags um die neunte Stunde am Kreuz auf dem Kalvarienberg gestorben. Dem gregorianischen Kalender nach könnte es der 7. April 30 oder der 3. April 33 nachmittags um drei Uhr gewesen sein.

    Der Karfreitag ist der Gedächtnistag der Kreuzigung. Er wird als Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen.

    Am Nachmittag um drei Uhr, zur Todesstunde von Jesus, versammeln sich die Christen zum Wortgottesdienst mit Verlesung der Passionsgeschichte (Leidensgeschichte Jesu), zur Kreuzverehrung (das mit einem violetten Fastentuch bedeckte Kreuz wird enthüllt und durch Kniebeugen verehrt) und der anschließenden Kommunionfeier.

    Am Karfreitag ist auch die Kirchengestaltung traurig. Es stehen keine Blumen und keine Kerzen auf dem Altar und die Lieder singen die Christen ohne Begleitung durch die Orgel und die Glocken schweigen.

    In vielen Gemeinden finden am Morgen des Karfreitag oder zur Sterbestunde um 15 Uhr Kreuzwegandachten und Karfreitagsprozessionen statt.
    Der Kreuzweg beschreibt die wichtigen Stationen dieses Tages.

    1. Jesus wird zum Tode verurteilt
    2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
    3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
    4. Jesus begegnet seiner Mutter
    5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
    6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
    7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
    8. Jesus begegnet den weinenden Frauen
    9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
    10. Jesus wird seiner Kleider beraubt
    11. Jesus wird ans Kreuz genagelt
    12. Jesus stirbt am Kreuz
    13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
    14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt


    In vielen Gemeinden finden sich Kreuzwege, auch die vom Christentum inspirierte Kunst hat vielfältige Kunstwerke erschaffen, die im Zusammenhang mit diesen Ereignissen stehen. Das Kreuz wurde ab dem 3. Jahrhundert ein Zeichen der Christenheit.

    Am Karfreitag werden heute noch verschiedene Brauchtümer gepflegt.

    Christen essen am Karfreitag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort "Fisch" heisst auf griechisch "Ichthys". Das sind die Anfangsbuchstaben von "Iesus Christos Theos Yos Soter". Auf deutsch: "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter". Darüber hinaus ist es christliche Tradition, daß an Fasttagen generell auf Fleisch "der Tiere des Himmels und der Erde" verzichtet wird. Auch aus diesem Grunde greift man am Karfreitag auf Fisch zurück.

    In Frankreich heißt der Karfreitag "vendredi saint", was heiliger Freitag heißt und in England wird er "Good Friday" oder "Black Friday" genannt, was übersetzt guter Freitag oder schwarzer Freitag heißt.***

    Bei uns ist es z. B. üblich am Karfreitag kein Fleisch zu essen. Ich werde gleich Fisch zubereiten.

    Welche Bräuche habt Ihr?
    fragt
    Melisandra

     
  2. Neli

    Neli Optimistin

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    Rheinland
    Karwoche - Karfreitag

    Der Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden je nach Region und Land die verschiedensten Brauchtümer gepflegt. In der katholischen Kirche findet am Karfreitag keine Messe statt, es wird daher nur ein einfacher Wortgottesdienst, (Werktagsgottesdienst), gehalten. Für die evangelischen Christen jedoch ist es der höchste Feiertag im Jahr

    Begriff: Karfreitag, von althochdeutsch "kara" = Wehklage, bildete im 2. Jh. mit Karsamstag ein »biduum« des Fastens.

    Geschichtlich: Die adoratio crucis (Kreuzesfeste), seit dem 4. Jh. (Jerusalem), änderte das nicht; die dabei im Westen gesungenen Improperien tauchen im 7. Jh. auf. Die Karfreitagsfeier (ältere Gestalt, größere Zahl der Lesungen; Fürbittengebete; keine eigentliche Messe) geht in der Anlage auf den griechische Werktagsgottesdienst zurück.

    Die ostkirchliche Praesanktifikatenmesse hat der Westen seit dem 7. Jh. Hier war der Karfreitag im Mittelalter Kommuniontag aller, später (seit 1570) nur des Zelebranten; heute erstrebt man wieder den früheren Brauch.

    In der Reformation ist der Karfreitag (Luthers »guter Freitag«) halber Feiertag mit Lesen und Predigen der Leidensgeschichte (Passionsharmonie Bugenhagens); später wird er Bußtag, in Preußen zeitweilig Konfirmationstag. Das Lesen oder Singen der Passion (Johannispassion - wie schon seit dem 4. Jh.! -, meist nachmittags) wurde in verschiedener Weise von Aufklärung und Pietismus kritisiert.
    Unter Lutheranern wird heute die Rückkehr zu kathalischen Karfreitagsbräuchen vorgeschlagen (kein Orgelspiel, Abräumen des Altars u. a.).



    Vom Gloria der Gründonnerstagsmesse an schweigen die Glocken. An ihre Stelle treten die Oster-Ratschen oder Knarren. Ratschen sind hölzerne „Lärminstrumente“ die durch wildes Wirbeln einen Höllenlärm verursachen