Kann MTX der Auslöser für Leukämie sein?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von Loretta, 24. März 2018.

  1. Loretta

    Loretta Neues Mitglied

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    Also ich habe hier mal eine Frage die mich sehr belastet.

    Vor meiner Rheumadiagnose war ich 3 Jahre beim Onkologen mit Verdacht auf CML, wegen immer wieder erhöhter Leucos.

    1x im Jahr wurde Blut abgenommen und der Onkologe meinte, ich müsse mir wohl keine Sorgen machen und gehen in die "wait und watch" Phase.(Entweder die Erkrankung bricht aus oder nicht!)
    Der Onkologe meinte ich solle mir keine Sorgen machen,es würde nicht danach aussehen, außer das ich eben diesen Gen-Mutanten (Philadelphia-Chromosom) in mir habe,der da halt nicht hin gehört.
    Und das sollte weiterhin doch beobachtet werden.

    Dann kam die Diagnose Rheuma auf den Tisch und ich habe MTX 15 mg( Tbl) und 10 mg Prednisolon genommen.
    4 x übrigens nur!
    Die akuten Nebenwirkungen ließ mich die Therapie umgehend abrechen.

    Eigentlich geht es mir seit dem ich das MTX genommen habe immer noch richtig schlecht und wird irgendwie auch überhaupt nicht besser.
    Und die Einnahme war letztes Jahr im Herbst.
    Jetzt hat mich die Rheumatologin auf Leflon 10 mg gesetzt und Prednisolon 5mg und habe nur noch das Gefühl neben mir zu stehen.
    Jedenfalls bin das nicht mehr "Ich" die hier versucht gerade zu leben
    Diese Medikamente hauen mich so weg und weiß echt nicht was ich tun soll?

    Meine Überlegung ist , ob das MTX nicht ein zusätzlicher Auslöser für CML sein kann?
    3 Jahre hat sich der Mutant ja ruhig verhalten und nun bin ich doch in etwas größerer Sorge einen schlafenden Hund geweckt zu haben.
    Ich habe da mal irgendwas darüber gelesen auf CML Seiten.
    Hat hier jemand gleiche Erfahrung gemacht oder kann mir weiter helfen?
    Dafür wäre ich sehr dankbar.
    Es lässt mir irgendwie keine Ruhe.

    Danke für`s lesen und liebe Grüße
    Loretta
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,

    Mtx kommt aus der Krebsbehandlung und wurde/wird u. a. gegen Leukämie eingesetzt soweit ich das weiß.

    Du solltest dazu aber den Onkologen befragen oder Rheumatologen um sicher zu gehen. Am besten mit einer Liste deiner Medikamente um Wechselwirkungen auszuschließen.
     
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  3. Heike68

    Heike68 Registrierter Benutzer

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    Genau so ist es, Kuki. Nur viel höher dosiert.
    Und es gibt etliche Studien, dass MTX in dieser niedrigen Dosierung, wie bei rheumatischen Erkankungen eingesetzt, das Krebsrisiko nicht ehöht.


    (1 Wort ergänzt)
     
    #3 24. März 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2018
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  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Noch dazu ist es ja so, dass Mtx nach 48 Std. aus dem Körper raus ist und bei 4 Wochen Einnahmezeit hat sich da noch kaum eine Wirkung aufgebaut. Die meisten verspüren erst nach/ab 3 Monaten eine Verbesserung.
     
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  5. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Was sind denn genau die schweren NW bzw. was ist davon heute immer noch übrig?

    Lg Clödi
     
  6. Loretta

    Loretta Neues Mitglied

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    Vielen Dank

    Ich weiß nicht so recht wie ich es richtig formulieren kann?
    Ich versuche es noch einmal.
    Wenn ich das Philadephia-Cromosom in mir trage, hoffe ich nicht das durch MTX diese Krankheit CML aktiviert wurde.
    Das ist der Gedanke dabei.
    Ich bin ja kein Mediziner,aber die Vermutung meinerseits liegt denke ich auch nicht ganz so fern.
    MTX ist nun mal ein Eingriff in die Zellteilung und dem Immunsystem und wenn da im Erbmaterial schon was im Vorfeld defekt ist?
    Für mich waren die 15 mg MTX laut Hausarzt total überdosiert.
    Durch die Radiojod-Therapie der Schilddrüse ist das Immunsystem so oder so schon massiv gedrosselt,weil ich in einer Unterfunktion angekommen bin.

    Und jetzt das Immunsuppressiva Leflon wieder ausprobieren mit wieder Prednisolon.
    Das nehme ich seit 5 Wochen und irgendwer sagte es sei zu niedrig dosiert mit 10 mg.
    Ich bin auf diesem Gebiet einfach ein Neuling und keine gute Patientin,weil ich Tabletten selten genommen habe.
    Ich denke immer es kann auch andere Möglichkeiten geben außer solche Hämmer.
    Nur welche?
    Habe schon überlegt mit meiner Rheumatologin zu sprechen, um mich in der Klinik einstellen zu lassen.

    Aber die Klinik macht auch nix anderes als die Rheumatologen draußen.
    Jedenfalls fühle ich mich vollkommen eingeschränkt und ausgeliefert in meiner Lebensweise,weil diese Erkrankung mich derweil total in der Hand hat und aus der Bahn schmeißt.

    Und die Ursache ist Stress der ich das zu verdanken habe.
    Das ist ein großer Mist.
    Können ja nur bessere Zeiten kommen und sehe dem mal so entgegen.

    PS Nebenwirkungen MTX sind immer noch bleiernde Müdigkeit den ganzen Tag über,chronische Gastritis mit Übelkeit und Reflux,Rückenschmerzen on must,der ganze Körper kribbelt und ich friere.
    Von meiner Psyche ganz zu schweigen die mir fremd geworden ist.
    Habe Gedankengänge die ganz komisch sind.
    Das wird vom Kortison kommen



    .
     
    #6 24. März 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2018
  7. kukana

    kukana Moderatorin

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    Grundsätzlich sind das Fragen für die Ärzte , wir hier sind Laien und können solche Fragen nicht beantworten
     
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  8. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Das MTX nimmst du doch nun schon länger nicht mehr und hast es insgesamt auch nur kurz genommen, daher gehe ich davon aus, dass deine anhaltenden Beschwerden andere Ursachen haben! Entzündliche rheumatische Erkrankungen-systemische entzündliche rheumatische Autoimmunerkrankungen können sehr vielfältige Beschwerden machen, nicht nur an Gelenken, es kann der ganze Organismus betroffen sein. Wenn du Gedankengänge hast, die dir ganz komisch vorkommen, würde es für mich Sinn machen einen Neurologen-Psychiater mit ins Boot zu nehmen, denn am MTX liegt das ja nun nicht mehr, da du es gar nicht mehr nimmst und ob das jetzt an den 5mg Prednisolon liegt ist äußerst fraglich. Lass das doch mal abklären. Bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen kann es häufiger auch zu psychischen Problemen/Veränderungen und Depressionen kommen.
     
    #8 24. März 2018
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2018
  9. Clödi

    Clödi Registrierter Benutzer

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    Und die Unterfunktion der Schilddrüse ist gut eingestellt?
    Müdigkeit, Frieren, Kribbeln in den Gliedmaßen...das klingt alles sehr nach Unterfunktion. Ebenso können psychische Veränderungen damit zu tun haben.
    Mtx scheint mir viel zu lange her, als dass es jetzt noch dermaßen nachwirken würde.

    Bin aber auch nur Laie und kein Arzt.
     
  10. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Stimmt Clödi, kann auch gut sein, es gibt also ausser Nebenwirkung von Medikamenten eben nochmehrere andere Ursachen und die gehören doch erst mal abgeklärt.
     
  11. neele

    neele Registrierter Benutzer

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    Hallo,
    Ich glaube nicht das du auf deine spezielle Frage eine Antwort bekommst. Das können nur Ärzte beantworten.

    In deinem Fall ist es bestimmt hilfreich für dich in einer Rheumaklinik zu gehen.
    Da würde ich aber vorher googeln um eine zu finden mit richtig kompetenten Ärzen damit du auch in guten Händen bist.
    Die Einweisung würdest du auch vom Hausarzt bekommen.

    Ich war im November in Bad Kreuznach in der Akut Klinik. Dafür bin ich 250 km gefahren und war super zufrieden.
    Ich glaube sogar das du beim Prof. Dr. Schwarting in guten Händen wärst.
    Und da habe ich noch ein Tipp um dein Immunsystem zu stärken, google mal nach Sirsak, Gotu Kola und Ashitaba
    Das sind reine Heilkräuter von Bali.
    Gern mehr über ob

    Ich wünsche dir alles Gute Birgit
     
  12. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Liebe Birgit,

    ich bin ganz sicher, dass Du es gut meinst, aber ich würde von jeglicher Eigenmedikation in diesem Fall dringend abraten - es sei denn, sie ist zuvor mit den behandelnden Ärzten abgesprochen.
    Die Problematik bei Loretta klingt recht kompliziert, und ich kann ihre Sorge bezüglich einer eventuellen CML-Entwicklung gut verstehen.
    Gerade deshalb würde ich NICHTS tun, was das Immunsystem noch zusätzlich anstachelt.

    @Loretta

    Bei allem Vorbehalt und wirklich ohne Gewähr: für meinen Begriff ist es äußerst unwahrscheinlich, dass das MTX Dir eine Leukämie verursachen oder auch nur begünstigen würde.
    Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht die für mich etwas diffuse Aussage, dass MTX "für Dich" viel zu hoch dosiert sei. 15 mg wöchentlich (werden manchmal fälschlich täglich eingenommen!) sind eine absolut gängige Dosierung; das ist allerdings eine allgemeine Aussage, die ohne Kenntnis Deiner individuellen Bedingungen unverbindlich ist, und deshalb wird - *edit* die Einschätzung Deines Hausarztes - wohl so stehen bleiben müssen.

    Was Deine Angst angeht: ich denke, Du bist bei Deinem Onkologen in guten Händen und - wenn ich es richtig verstehe - auch in ständiger Betreuung. Mehr kannst Du aktuell nicht tun. Zur Entwicklung der von Dir befürchteten Bluterkrankung kann niemand sicher oder gar seriös vorhersagen, ob es irgendwann zu einer behandlungsbedürftigen Situation kommt - auch nicht, wenn das Philadelphia-Chromosom bereits nachgewiesen wurde.
    Das hat kukana bereits kurz und knackig zum Ausdruck gebracht.

    Ich weiß, es ist schwer, aber versuche, Deinem Onkologen da zu vertrauen und ruhig zu bleiben.
    Dafür wünsche ich Dir alles Gute!

    Herzliche Grüße, Resi.
     
    #12 25. März 2018
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. März 2018
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  13. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Loretta, wie kommst du darauf, dass du die Krankheit dem Stress zu verdanken hast?
    Keiner weiß wieso, warum, weshalb sich Autoimmunkrankheiten entwickeln, vermutet werden eher noch Umweltgifte.

    Es wird eine Zeit dauern bis du mit dieser Krankheit umgehen kannst.
    Wenn du keine Hammermedikamente mehr möchtest gibt es die Möglichkeit dich von einem Naturheilmediziner behandeln zu lassen. Diese Entscheidung wirst du selbst treffen müssen, mit welcher Behandlung du dich am besten aufgehoben fühlst.

    Alles Gute wünscht Mara
     
  14. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Mara, das ist ja interessant - welche Umweltgifte denn?
    Hast Du vielleicht schon mal von Psychoneuroimmunologie gehört? Stress ist ein ganz erheblicher Faktor für die Verläufe von AI-Erkrankungen, auch wenn das jetzt mit dem Anliegen von Loretta herzlich wenig zu tun hat.

    *off-topic aus*
     
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  15. Loretta

    Loretta Neues Mitglied

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    Hallo und herzlichen Dank für die Zeit die ihr mir schenkt.

    Also, das muss ich auch noch mal kurz erzählen was man so beim Hausarzt erlebt.
    Mein alter Hausarzt ist in Rente und da sitzt jetzt ein neuer Doc gerade promoviert und ne ganz wichtige Persönlichkeit.(meint er!)
    Ich wollte ein großes Blutbild machen lassen,weil es mir eben nicht so gut ging.
    Und mir wurde dann gesagt,die Praxis wäre jetzt keine Wohlfühl-Oase mehr und der neue Arzt bestimmt, was wirklich nur im Notfall abgenommen werden soll.
    Na gut, dann wenigstens die Schildrüsen-Werte?
    Haben sie auch nicht gemacht und bin dann kopfschüttelnd wieder abgehauen.
    Ich denke ich muss mir einen neuen Hausarzt suchen,weil ich mit so etwas nicht gut klar komme.

    Mein Endokrinologe ist übrigens in einer anderen Stadt und werde mir jetzt mal dort einen Termin geben lassen,was wieder 6 Monate dauert.
    Ich weiß nur, das der letzte TSH Wert über 4 war und geht eigentlich bei mir überhaupt nicht.
    Ich brauche einen TSH von 1 und damit war ich immer relativ fit.
    Aber diesen 1er Wert habe ich schon länger nicht mehr und schleiche mich so durch die Tage mit über 4 Wert.
    Das war Sinn der Radiojodtherapie und habe s bitter breut diesen Schritt gemacht zu haben.
    Lässt sich nur mit dem Prothyrid schlecht einstellen und wenn ich 1 Tablette nehme, dann renn ich hier rum wie ein aufgescheuchtes Huhn mit Herzrasen.
    Bisher hatte alles super geklappt und war auch gut eingestellt.
    Zusätzlich ein hoch dosiertes VitaminD im Monat und alles war im grünen Bereich.

    Das beim Onkologen war ein reiner Zufallsbefund,weil mich da der Endokrinologe hingeschickt hat.
    Meine Leucos waren immer nur bei 12 und deshalb einen Herrman machen fand ich ziemlich sinnlos.
    Da werden einem dann neue Diagnosen um die Ohren gehauen,die kein Mensch wirklich hören will.Man sitzt als halbwegs gesunde Person unter totkranken Menschen die Chemo haben.
    Das hat mich psychisch auch ganz schön weg gehauen,sovviel Leid um mich herum zu sehen.
    Jedes Jahr bei der Blutabnahme bleibt das Herz stehen,wenn es um das Gespräch der Auswertung geht.
    Na, da haben Sie aber Glück gehabt,wir sehen uns dann nächstes Jahr wieder.
    Wait and Watch!
    Vor 2 Jahren habe ich dem Arzt dann gesagt,ich hätte keinen Bock mehr auf die wait an watch Nummer und werde wohl nicht mehr wieder kommen.
    Ja und jetzt brauche ich wahrscheinlich doch wieder einen Termin?
    Ich werde da in der Praxis einfach mal anrufen und meine Situation schildern und erst mal vortesten was der Arzt meint?
    Freiwillig gehe ich da nicht so gerne hin,wenn es keine Veranlassung gibt.

    Mein Rettungsanker ich jetzt erst einmal die Rheumatologin, wo ich übernächste Woche zur Blutabnahme gehe.
    Die nimmt viel Blut ab zur Analyse und hier dann auch die SD.
    Ist alles sehr Komplex und so hilflos und alleine gelassen habe ich mich auch noch nicht gefühlt.
    Alles schnell schnell,keine Zeit und der nächste Bitte.

    Zum Stress-Faktor habe ich das.
    MB ist ja auch eine Immunerkrankung und soll vom Stress kommen.
    Da reicht eigentlich schon ein kleiner Auslöser und die Erkrankung kann ausbrechen.
    So Aussage der Mediziner in der UNI.
    Zu der Zeit des Ausbruchs habe ich übermäßig gearbeitet und an manchen Monaten sogar 230 Stunden.
    Die Endo-Mediziner sagten mir damals, ich soll mich von jeglichen Stress unbedingt fern halten,da sich zu einer Immunerkrankung gerne eine 2. gesellt.
    Das Immunsystem wäre unberechenbar, wenn es erst einmal aus den Fugen geraten ist.
    All die Jahre habe ich das auch gut hin bekommen mit Yoga,Spaziergänge,Hobby,Rad fahren etc.

    Bis dann eines Tages das Schicksal seine Karten anders mischte.
    Bei meiner Mutter wurde Demenz festgestellt und ich betreue sie nun schon seit 13 Jahren.
    Die Demenz ist jetzt im fortgeschrittenen Stadium und die Frau ist mittlerweile 94 Jahre.
    Was das für eine Hardcore-Nummer ist, kann wohl nur jemand nachvollziehen, der das an der Backe hat.
    Und hier habe ich einfach nicht auf mich aufgepasst und war für mein angeschlagenes Immunsystem bestimmt zu viel..
    Aussteigen ist hier nicht mehr möglich denn sie zerfällt von Tag zu Tag.
    Sie sitzt mit ihrem Plüsch-Hund im Arm auf dem Sessel und mich erkennt sie nicht mehr.
    Es ist auch eine sehr hohe psychische Belastung einen Angehörigen so zerfallen zu sehen.

    Letzte Woche hat ein Freund zu mir gesagt,wie willst du weiterhin jemanden pflegen wenn du dich nicht mehr um deine eigenen Belange kümmerst?
    Ich muss mein Segel neu setzen und das habe ich kapiert.

    Übrigens habe ich gestern und heute mal das Leflon eigenmächtig weg gelassen und habe das Gefühl es geht mir heute viel besser.
    Jedenfalls habe ich nicht mehr am ganzen Körper,besonders an den Beinen das furchtbare Kribbeln.
    Ich weiß nicht ob das richtig ist, wollte es einfach mal austesten.
    Darf man das überhaupt?
    Ob das jetzt einen Schub auslösen kann weiß ich auch nicht.
    Ich bin ja noch nicht mal dazu in der Lage zu sagen, was bei mir ein Schub ist?

    Jetzt habe ich euch hier so voll getextet und hoffe bis hierher ist überhaupt wer gekommen?
    Das war eigentlich nicht meine Absicht,aber tat mir mal gut in dieser Einöde von Pampers und dementen Frau.

    Noch einen schönen Sonntag und Danke fürs lesen.
    LG
     
  16. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Oje, Loretta,

    das klingt alles nach ziemlich viel Stress und immensen Belastungen :(
    Es fällt da sicher schwer, den Überblick zu behalten und sich - wie Du ja auch selber sagst - angemessen um sich selbst zu kümmern und sich nicht abhanden zu kommen.....

    Ich kann gut verstehen, dass Du nicht glücklich bist mit der Situation; allerdings empfehle ich Dir aus überzeugtem Herzen, bitte nicht die "wait-and-watch-Situation", wie Du es nennst, zu beenden. Sei froh, dass Du einen Arzt hast, der sich darum kümmert, und nimm bitte die Termine weiter wahr - tu es für DICH!

    Natürlich "darfst" Du das Leflon weglassen, wenn Du der Ansicht bist, dass es Dir Empfindungsstörungen macht; es liegt letztendlich immer in der Hand der Betroffenen, die Entscheidung über die Einnahme eines Medikaments oder eben nicht zu treffen.
    Nur besprich es bitte mit Deinem Arzt; Leflunomid hat als durchaus nicht unbekannte unerwünschte Wirkung manchmal Polyneuropathien.
    Es ist auf Dauer nicht sinnvoll, Medikamente zu nehmen, ohne dahinter zu stehen. Dahinter zu stehen, setzt nämlich entweder Vertrauen zum Arzt oder eine klare eigene Motivation oder noch besser beides voraus.

    Was ich Dir aber auch bestätigen möchte: es ist enorm wichtig, dass Du es Dir selbst auch wert bist, sonst kannst Du Deine Mutter auf Dauer nicht pflegen - und Hilfe brauchst Du vermutlich schon jetzt. Hol sie Dir ;)
     
  17. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Resi, selbstverständlich stehen Umweltgifte als Ursache im Verdacht für Autoimmunerkrankungen.
    So wie sich das hier im Thread jedoch liest kann bei Loretta durchaus Stress ein Mosaiksteinchen in ihrer Krankheitsgeschichte sein.

    Schilddrüse, MTX, Leukämie, MB, Stress, demenzkranke Mutter :confusedbig: Loretta, an was genau leidest du bzw. welche rheumatische Krankheit wurde dir diagnostiziert?

    Mara
     
  18. Maine Coonchen

    Maine Coonchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Loretta,

    mich verwundert dein Beitrag sehr.
    Seit über 20 Jahren lebe ich mit einer Bluterkrankung, welche mich für Leukämie prädestiniert. Es fand und findet immer noch eine Onkologische Behandlung und Betreung statt, nur mit dem Unterschied, dass nicht mehr so oft wie in der Anfangsphase ziemlich viele Spezialuntersuchungen (Knochenmarkspunktionen oder super spezielle Blutuntersuchungen stattfinden.
    Ich habe Arthritis mit extremer Gelenkbeteiligung und bin auf eine Basistherapie angewiesen.

    Mein Rheumatologe arbeitet engmaschig mit meinem Onkologen und Hausarzt zusammen. Dieses geschah zum Beispiel als man mich auf Humira umgestellt hat. Natürlich war ich geschickt, wie hoch das Risiko ist, welches im Beipackzettel von Humira zum Thema Leukämie ist. Meine Ärzte haben engmaschig zusammen gearbeitet und zudem noch eine Dritte unbeteiligte Meinung zu meinem Fall in einer Uniklinil mit beiden Fachrichtungen eingeholt.
    Und ich nehme bzw. Spritze mir Humira und bin damit zufrieden. Am Anfang der Basistherapie lief es ähnlich und auch ich hatte anfängliche Bedenken bzgl. MTX, was aber aus Sicht der Ärzte völlig unbegründet ist.

    Sorry ich bin ein direkter Mensch und rede nicht um den Brei...
    aus deinem Beitrag habe ich entnommen, dass dein Onkologe sagte kein zur Zeit nachweisbarer Gendefekt. Das ist doch toll und positiv. Leider sind viele Ärzte ziemlich unsensibel bei Verdachtsdiagnosen, dass hab ich oft genug erlebt und erst letztens noch wo ich eigentlich nur ein Knie TEP haben wollte und der mir unbekannte Oberarzt mir am OP Tag mitteilte, er würde kein grünes Licht für die OP geben. Auf meine verwunderte Rückfrage wieso, antwortete er sie müssen um ihr Leben kämpfen und brauchen dazu kein neues Knie. Da es nicht das 1. mal war bin ich ruhig geblieben und hab ihn gebeten mit dem Chefarzt,welcher mich aufgeklärt und operieren werde und mit meinem Rheumatologen(Gott sei Dank ebenfalls in dem Krankenhaus) zu reden. Danach wurde ich wie geplant operiert und der Chefarzt kam noch vor der Narkose und entschuldige sich für seinen Oberarzt. Warum ich dir das erzähle ist, dass man sich als chronisch Kranker mit mehrfach Erkrankungen ein wirklich dickes Fell zulegen muss!
    Deshalb ein liebgemeinter Rat: Fordere deine Ärzte auf untereinander zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. Such dir einen Hausarzt zu dem du vertrauen hast und der die ganze Sache koordiniert. Und mach etwas für deine Psyche, dass ist aus meiner Sicht für dich ganz wichtig. Sonst bleibst du auf der Strecke stehen, zumal Ärzte mit überängstlichen Patienten immer noch nicht umgehen können.

    LG
    Maine Coonchen
     
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  19. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Selbstverständlich für wen und wo kann ich das nachlesen?
    Danke!
     
  20. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    ...Immer mehr Menschen leiden an Autoimmunerkrankungen. Besonders oft trifft es junge Frauen. Beispiele sind der Lupus erythematodes ("Wolfsröte"), rheumatische Erkrankungen, Darmleiden wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn oder die Hashimoto-Thyreoiditis (eine Schilddrüsen-Entzündung).
    Bei all den Formen greift das Immunsystem Organe des eigenen Körpers an - warum wissen die Ärzte nach wie vor nicht. "Manche Umweltgifte und Substanzen wie Quecksilber stehen im Verdacht", sagt Dr. med. Jörn Klasen, Leiter des Zentrums für individuelle Ganzheitsmedizin der Asklepios-Kliniken Hamburg, im Apothekenmagazin "BABY und Familie"... (
    http://m.rp-online.de/leben/gesundheit/news/autoimmunkrankheiten-nehmen-zu-aid-1.1309425)

    Ich denke schon, dass da was dran ist. Mit ein bisschen Zeit wird sich sicherlich noch einiges im Netz finden.
     
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