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Juvenile Parodontitis mit stärker Schädigung

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von bingo, 16. Mai 2012.

  1. bingo

    bingo Neues Mitglied

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    Hallo
    in einem Treat vorher hatte ich ja schon einmal erwähnt, dass ich
    ein Kieferorthopädisches Promlem habe.
    Jetzt hat sich im Zuge der Untersuchungen um diese Geschichte herausgestellt, dass ich ein massives Parodontitis-Problem habe, was bisher unentdeckt war.
    Ergebnis:
    Meine oberen Schneidezähne werden sich innerhalb der nächsten Zeit, mangels Zahnwurzeln " verabschieden" - wenn man das so salopp sagen kann -.
    Um einige meiner Backenzähne sieht es wg dem Abbau von Knochensubstanz auch nicht gut aus.
    Es folgt jetzt eine Umfangreiche Behandlung mit Antibiose und " Ausräumung"
    Der Zahnfleischtaschen.
    Kieferorthopäde und Zahnarzt sagen beide, ich muß mich jetzt mit dem Thema Zahnersatz beschäftigen, da speziell an einem Zahn die Wurzellänge bis auf 10% zerstört ist.
    Bei Implantatversorgung würde ein Knochenaufbau mehrere Monate dauern.

    Würdet ihr bei einer möglichen Kollagenosen oder SLE, mit dieser Geschichte eher in eine Uniklinik gehen zur Zahnbehandlung?
    auch frage ich mich, ob Implantate überhaupt praktikabel sind, wenn der Knochen evtl noch weiter resorbiert wird?

    Dem ZA habe ich mitgeteilt, dass bei mir noch eine Diagnostik bezüglich einer
    rheumatischen Erkrankung aussteht.

    Was würdet ihr denn machen?
    Ich bin total am Boden, da ich meine Zähne auch immer sehr penibel gepflegt habe.
    Warum das jetzt auch noch?

    Kann mir jemand ein paar Tipps geben?

    Bingo
     
  2. Coccolina

    Coccolina Neues Mitglied

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    Hallo Bingo,

    Also ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen: Auf jeden Fall in die Uniklinik. Ich hab da nur gute Erfahrungen gemacht.

    Ich komme auch aus der "Bindegewebsecke"... mein Hintergrund im "Mund" ist unter anderem ne erhöhte Brüchigkeit der Kapillaren, Knochenschwund im Kiefer (auch in Richtung Backenzähne). In der Uniklinik war ich eigentlich, da die sich mit meiner seltenen Erkrankung sehr gut auskennen und ich sonst schon oft ein Problem habe, überhaupt nen Arzt zu finden, der EDS kennt bzw wenigstens mal davon gehört hat. Mein eigentlicher Zahnarzt bat mich, da mal hin zu gehen... sonst wäre ich wohl selbst nicht auf die Idee gekommen.

    Eigentlich war ich auch (wohl ganz unbedarft) "nur" dort, wg meinem instabilen Kiefer, der ständig blockiert, den Muskelverklebungen und den Problemen mit dem Diskus.... Bei den Untersuchungen kam aber eben heraus, dass ihnen viel mehr Sorgen macht, dass ich aufgrund meiner erhöhten Blutungsneigung relativ frühzeitig meiner Zähne verlieren werde. Auch wenn ich keine Paradontitis habe, hat man mir erklärt, führt die erhöhte Blutungsneigung zum gleichen Ergebnis. Vorallem auch, weil meine Zahnwurzeln leider nicht die längsten sind. Durch meine Grunderkrankung und den instabilen Kiefer käme allerdings eine Prothese nicht in Frage, daher stünde die Zahnerhaltung an oberster Stelle. Knochenschwund muss man beobachten.

    Da die verschiedenen Abteilungen in der Uniklinik (Kieferchirurgie, Zahnherhaltung und Prothetik etc pp) Hand in Hand arbeiten (zumindest war das bei mir so der Fall und ich wurde dann bei Fragen bzw mit Überlappung in nen anderen Fachbereich gleich auf eine positive Weise "weitergereicht"), hab ich mich da echt super aufgehoben gefühlt... Und die Uniklinken sehen eben auch so viel und forschen ständig.

    Bei mir ist es sicherlich in Bezug auf den Zahnverlust längst nicht so schlimm wie bei dir und momentan haben wir die Blutungsneigung auch ganz gut im Griff, d.h. ich muss mich erst wieder jährlich vorstellen ...

    Ich denke mal, ein Versuch ist es wert und den Verdacht auf die Kollagenose bzw SLE würde ich auf jeden Fall erwähnen...

    Viele Grüße und ich hoffe, ich konnte ein bisschen helfen

    Coccolina