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Jeden Morgen geht die Sonne auf

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Neli, 11. Mai 2004.

  1. Neli

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    Jeden Morgen geht die Sonne auf
    In der Wälder wundersamer Runde.
    Und die hohe, heilge Schöpferstunde,
    Jeden Morgen nimmt sie ihren Lauf.

    Jeden Morgen aus dem Wiesengrund
    Heben weiße Schleier sich ins Licht,
    Uns der Sonne Morgengang zu künden,
    Ehe sie das Wolkentor durchbricht.

    Jeden Morgen durch des Waldes Hall'n
    Hebt der Hirsch sein mächtiges Geweih.
    Der Pirol und dann die Vöglein alle
    Stimmen an die große Melodei.

    (Hermann Claudius)
     

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  2. Neli

    Neli Optimistin

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    Wie herrlich leuchtet
    Mir die Natur!
    Wie glänzt die Sonne!
    Wie lacht die Flur!

    Es dringen Blüten
    Aus jedem Zweig,
    Und tausend Stimmen
    Aus dem Gesträuch.

    Und Freud und Wonne
    Aus jeder Brust.
    O Erd', o Sonne!
    O Glück, o Lust.

    O Lieb', o Liebe!
    So golden schön
    Wie Morgenwolken
    Auf jenen Höhn!

    Du segnest herrlich
    Das frische Feld,
    Im Blütendampfe
    Die volle Welt.

    O Mädchen, Mädchen,
    Wie lieb ich dich!
    Wie blickt dein Auge!
    Wie liebst du mich!

    So liebt die Lerche
    Gesang und Lust,
    Und Morgenblumen
    Den Himmelsduft.

    Wie ich dich liebe
    Mit warmem Blut,
    Die du mir Jugend
    Und Freud' und Mut.

    Zu neuen Liedern
    Und Tänzen giebst.
    Sei ewig glücklich,
    Wie du mich liebst!

    Johann Wolfgang von Goethe
     

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  3. Melisandra

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    In der Früh', wenn die Sonne kommen will
    Da steigen die Lerchen hoch;
    Sie sehen, sie hören die Sonne nicht
    Und wissen ihr Kommen doch.

    Sie wissen ihr Kommen, wie ich es weiß,
    Wenn du zu mir trittst, mein Kind;
    Ich säh' dich kommen und wär' ich auch
    Auf beiden Augen blind.

    Und kämst du daher mit den Winden geweht,
    Mit den Wellen im Flusse gerauscht,
    Und wär' ich geboren mit taubem Ohr,
    Ich hätte dein Kommen erlauscht.

    Ich würde nicht fragen: Bist du's, mein Lieb?
    Und wär' ich auch taub und blind.
    Wer fragte denn auch seine rechte Hand
    Und sein Haupt, ob sie bei ihm sind ?

    [​IMG]Melisandra
     
  4. Melisandra

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    Eh' die Sonne früh aufsteht,
    Wenn aus dem dampfenden Meer,
    Herauf und herunter das Morgenrot weht,
    Voranfährt mit dem leuchtenden Speer:
    Flattern Vöglein dahin und daher,
    Singen fröhlich die Kreuz und die Quer
    Ein Lied, ein jubelndes Lied.

    »Was freut ihr Vöglein euch allzumal
    So herzig im wärmenden Sonnenstrahl?«
    »Wir freu'n uns, daß wir leben und sind,
    Und daß wir luft'ge Gesellen sind,
    Nach löblichem Brauch
    Durchflattern wir fröhlich den Strauch,
    Umweht vom lieblichen Morgenwind
    Ergötzet die Sonne sich auch.«

    »Was sitzt ihr Vöglein so stumm und geduckt
    Am Dach im moosigen Nest?«
    »Wir sitzen, weil uns die Sonn' nicht beguckt,
    Schon hat sie die nacht in die Wellen geduckt,
    Der Mond allein, der liebliche Schein,
    Der Sonne lieblicher Widerschein
    Uns in der Dunkelheit nie verläßt,
    Darob wir im Stillen uns freu'n.«

    O Jugend, kühlige Morgenzeit,
    Wo wir die Herzen geöffnet und weit,
    Mit raschem und erwachenden Sinn,
    Der Lebensfrische uns erfreut,
    Wohl flohst du dahin!
    Wir Alten sitzen geduckt im Nest,
    Allein der liebliche Widerschein der Jugendzeit,
    Wo wir im Frührot uns erfreut,
    Uns auch im Alter nie verläßt,
    Die stille, sinnige Fröhlichkeit.
     

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  5. Melisandra

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    [size=+2]Im Frühtau zu Berge [/size]
    [​IMG]
    Melodie - Schwedische Volksweise
    [​IMG]

    Olof Thunman 1879-1944


    1. Im Frühtau zu Berge wir ziehn,
    Falera
    Es grünen die Wälder und Höh'n,
    Falera
    |: Wir wandern ohne Sorgen
    Singend in den Morgen
    Noch ehe im Tale die Hähne krähen. :|

    2. Ihr alten und hochweisen Leut',
    Falera
    Ihr denkt wohl wir wären nicht gescheit,
    Falera
    |: Wer sollte aber singen
    Wenn wir schon Grillen fingen
    In dieser so herrlichen Frühlingszeit. :|

    3. Werft ab alle Sorgen und Qual,
    Falera
    Kommt mit auf die Höhen aus dem Tal,
    Falera
    |: Wir sind hinaus gegangen
    Den Sonnenschein zu fangen
    Kommt mit und versucht es doch selbst einmal.

    [​IMG] [​IMG]
     
  6. Neli

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    Rose, Meer und Sonne



    Rose, Meer und Sonne
    Sind ein Bild der Liebsten mein,
    Die mit ihrer Wonne
    Faßt mein ganzes Leben ein.


    Aller Glanz, ergossen,
    Aller Tau der Frühlingsflur,
    Liegt vereint beschlossen
    In dem Kelch der Rose nur.


    Alle Farben ringen,
    Alle Düft' im Lenzgefild',
    Um hervorzubringen
    Im Verein der Rose Bild.


    Alle Ströme haben
    Ihren Lauf auf Erden bloß,
    Um sich zu begraben
    Sehnend in des Meeres Schoß.


    Alle Quellen fließen
    In den unerschöpften Grund,
    Einen Kreis zu schließen
    Um der Erde blüh'ndes Rund.


    Friedrich Rückert
     

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  7. Neli

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    An die Sonne

    Königliche Morgensonne,
    Sei gegrüßt in deiner Wonne,
    Hoch gegrüßt in deiner Pracht!
    Golden fließt schon um die Hügel
    Dein Gewand, und das Geflügel
    Eines jeden Waldes wacht.

    Alles fühlet deinen Segen;
    Fluren singen dir entgegen,
    Alles wird Zusammenklang:
    Und du hörest gern die Chöre
    Froher Wälder, o so höre,
    Hör' auch meinen Lobgesang.


    Christoph August Tiedge (1752-1841)
     

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  8. Neli

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    An den Sonnenschein

    O Sonnenschein, o Sonnenschein!
    Wie scheinst du mir ins Herz hinein,
    Weckst drinnen lauter Liebeslust,
    Daß mir so enge wird die Brust!

    Und enge wird mir Stub' und Haus,
    Und wenn ich lauf zum Tor hinaus,
    Da lockst du gar ins frische Grün
    Die allerschönsten Mädchen hin!

    O Sonnenschein! Du glaubest wohl,
    Daß ich wie du es machen soll,
    Der jede schmucke Blume küßt,
    Die eben nur sich dir erschließt?

    Hast doch so lang die Welt erblickt,
    Und weißt, daß sich's für mich nicht schickt;
    Was machst du mir denn solche Pein?
    O Sonnenschein! o Sonnenschein!


    Robert Reinick (1805-1852)
     

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  9. Neli

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    Am See

    In des Sees Wogenspiele
    Fallen durch den Sonnenschein
    Sterne, ach, gar viele, viele,
    Flammend leuchtend stets hinein.

    Wenn der Mensch zum See geworden,
    In der Seele Wogenspiele
    Fallen aus des Himmels Pforten
    Sterne, ach, gar viele, viele.

    Franz Seraph Ritter von Bruchmann (1798-1867)
     

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  10. Neli

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    An die Sonne

    Nach so vielen trüben Tagen
    Send' uns wiederum einmal,
    Mitleidsvoll für uns're Klagen,
    Einen sanften milden Strahl.

    Liebe Sonne! trink' den Regen,
    Der herab zu stürzen dräut;
    Deine Strahlen sind uns Segen,
    Deine Blicke - Seligkeit.

    Schein', ach, scheine, liebe Sonne!
    Jede Freude dank' ich dir;
    Alle Geists- und Herzenswonne,
    Licht und Wärme kommt von dir.

    Gabriele von Baumberg (1768-1839)
     

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  11. Melisandra

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    Mir fällt ein Lied von Miguel Rios ein:


    SONNENSCHEIN UND REGENBOGEN
    So ist die Welt.
    Stiller See und wilde Wogen
    so ist die Welt.

    Aus Haß kann Liebe werden
    aus Freude Leid
    und was wir heut' erleben
    wird schon bald Vergangenheit.

    SONNENSCHEIN UND REGENBOGEN ...

    Aus den Meeren werden Wolken,
    die vereint dem Winde folgen.
    Irgendwo geh'n sie dann wieder
    als ersehnter Regen nieder
    und der Regen tränkt die Erde
    dass sie grün und fruchtbar werde.

    SONNENSCHEIN UND REGENBOGEN
    So ist die Welt.
    Stiller See und wilde Wogen
    so ist die Welt.

    [​IMG] [​IMG] [​IMG]
     
  12. Glitzerchen

    Glitzerchen Guest

    Sonne

    Eine Blume braucht Sonne,
    um eine Blume zu werden.
    Ein Mensch braucht Liebe,
    um Mensch zu werden.
     
  13. Neli

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    Die Abendsonne

    Goldne Abendsonne,
    o, wie bist du schön!
    Nie kann ohne Wonne
    deinen Glanz ich sehn!

    Schon in zarter Jugend
    sah ich gern nach dir,
    und der Trieb der Tugend
    glühte mehr in mir!

    Doch von dir, o Sonne!
    wend' ich meinen Blick
    mit noch grössrer Wonne
    auf mich selbst zurück!

    Schuf uns ja doch beide
    Eines Gottes Hand!
    dich im Strahlenkleide,
    mich im Staubgewand!


    Anna Barbara Urner (1760-1803)
     

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  14. Neli

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    Kein Hälmlein wächst auf Erden,
    Der Himmel hat's betaut,
    Und kann kein Blümlein werden,
    Die Sonne hat's erschaut.

    Wenn du auch tief beklommen
    In Waldesnacht allein:
    Einst wird von Gott dir kommen
    Dein Tau und Sonnenschein.

    Dann sproßt, was dir indessen
    Als Keim im Herzen lag,
    So ist kein Ding vergessen,
    Ihm kommt ein Blütentag.

    Albert Emil Brachvogel (1824-1878)
     

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  15. Neli

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    Ging heut morgen übers Feld,
    Tau noch auf den Gräsern hing;
    Sprach zu mir der lust'ge Fink:
    "Ei du! Gelt? Guten Morgen! Ei gelt?
    Du! Wird's nicht eine schöne Welt?
    Zink! Zink! Schön und flink!
    Wie mir doch die Welt gefällt!"

    Auch die Glockenblum' am Feld
    Hat mir lustig, guter Ding',
    Mit den Glöckchen, klinge, kling,
    Ihren Morgengruß geschellt:
    "Wird's nicht eine schöne Welt?
    Kling, kling! Schönes Ding!
    Wie mir doch die Welt gefällt! Heia!"

    Und da fing im Sonnenschein
    Gleich die Welt zu funkeln an;
    Alles Ton und Farbe gewann
    Im Sonnenschein!
    Blum' und Vogel, groß und klein!
    "Guten Tag, ist's nicht eine schöne Welt?
    Ei du, gelt? Schöne Welt?"

    Text und Vertonung: Gustav Mahler (1860-1911)

     

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  16. Neli

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    Frage

    Wärst du nicht, heil'ger Abendschein!
    Wärst du nicht, sternerhellte Nacht!
    Du Blütenschmuck! Du üpp'ger Hain!
    Und du, Gebirg', voll ernster Pracht!
    Du Vogelsang aus Himmeln hoch!
    Du Lied aus voller Menschenbrust!
    Wärst du nicht, ach, was füllte noch
    In arger Zeit ein Herz mit Lust?


    Justinus Kerner (1786-1862)
     

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  17. Neli

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    Ich denke Dein, wenn mir der Sonne Schimmer
    Vom Meere strahlt;
    Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
    In Quellen malt.

    Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
    Der Staub sich hebt;
    In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
    Der Wandrer bebt.

    Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
    Die Welle steigt.
    Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
    Wenn alles schweigt.

    Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
    Du bist mir nah!
    Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
    O wärst du da!

    Johann Wolfgang von Goethe
     

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  18. Neli

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    Wer recht in Freuden Wandern will
    Der geht der Sonn' entgegen
    Da ist der Wald so kirchenstill
    Kein Lüftchen mag sich regen
    Noch sind nicht die Lärchen wach
    Nur im hohen Gras der Bach
    Sing leise den Morgensegen.

    Die ganze Welt ist wie ein Buch
    Darin uns aufgeschrieben
    In bunten Zeilen manch ein Spruch
    Wie Gott uns treu geblieben.
    Wald und Blumen nah und fern
    Und der helle Morgenstern
    Sind Zeugen von seinem Lieben.

    Da zieht die Andacht wie ein Hauch
    Durch alle Sinne leise
    Da pocht ans Herz die Liebe auch
    In ihrer stillen Weise.
    Pocht und pocht bis sich's erschließt
    Und die Lippe überfließt
    Von lautem jubelnden Preise.

    Und plötzlich läßt die Nachtigall
    Im Busch ihr Lied erklingen;
    In Berg und Tal erwacht der Schall
    Und will sich aufwärts schwingen.
    Und der Morgenröte Schein
    Stimmt in lichter Glut mit ein:
    "Laßt uns den Herrn lobsingen."

    Emanuel Geibel, 1839 (1815-1884)
     

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  19. Neli

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    Ruhe, meine Seele!

    Nicht ein Lüftchen regt sich leise,
    sanft entschlummert ruht der Hain;
    durch der Blätter dunkle Hülle
    stiehlt sich lichter Sonnenschein.



    Ruhe, ruhe, meine Seele,
    deine Stürme gingen wild,
    hast getobt und hast gezittert,

    wie die Brandung, wenn sie schwillt.



    Diese Zeiten sind gewaltig,
    bringen Herz und Hirn in Not -
    ruhe, ruhe, meine Seele,
    und vergiß, was dich bedroht!



    Karl Friedrich Henckell (1864-1929)








     

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    Die güldene Sonne​
    bringt Leben und Wonne,​
    die Finsternis weicht.​
    Der Morgen sich zeiget,​
    die Röte aufsteiget,​
    der Monde verbleicht.​

    Kommt, lasset uns singen,​
    die Stimmen erschwingen,​
    zu danken dem Herrn.​
    Ei, bittet und flehet,​
    daß er uns beistehet​
    und weiche nicht fern.​



    Philipp von Zesen, 1619-1689
     

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    #20 30. Mai 2004
    Zuletzt bearbeitet: 30. Mai 2004