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Immunsuppressiva und Krebs

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von queenlagg, 15. Juli 2009.

  1. queenlagg

    queenlagg Registrierter Benutzer

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    Hallo!

    Ich hatte schon mal in "Ich bin neu" geschrieben, denke aber, mit diesen Fragen bin ich in diesem Forum richtiger. Wegen einer Mischkollagenose soll ich mit Immunsuppressiva und einem Antimalariamittel behandelt werden.

    Ich hatte in 1992 einen hormonabhängigen Brusttumor mit Lymphknotenbefall, der mit Chemo- und Strahlentherapie erfolgreich behandelt wurde. Nun ist meine Überlegung: Können durch ein Medikament, dass das Immunsystem unterdrückt, wieder Krebszellen wachsen? Weiß jemand etwas darüber, ob bei Rheumakranken verhältnismäßig viele Krebserkrankungen auftreten?

    Warum werden Antimalariamittel in der Rheumatherapie eingesetzt? Was hat Malaria mit Rheuma zu tun??

    Danke für eure Antworten!

    Gruß

    queenlagg
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Bei vielen Rheumamedikamenten die heute zum Standard gehören, wie Resochin, Quensyl und auch Gold oder MTX, hat man durch Zufall herausgefunden, dass Rheumaerkrankte die diese Medikament wegen anderer Erkrankungen nahmen, auch eine Verbesserung der Glenkbeschwerden und Entzündungen bemerkten. So wurde daher weiter geforscht und heute gehören Resochin und Quensyl zu den Medikamenten die bei geringeren Beschwerdebild gegeben werden. Manchmal muss später umgestiegen werden, wenn sich herausstellt, das sie nicht genügend wirken.

    MTX kommt aus der Krebstherapie, daher weiß ich nicht inwieweit das überhaupt in Frage kommen wird. Bei einigen kann es durch die Immunsuppresiion durch MTX zu Krebserkrankungen kommen. Das wird auch im Beipackzettel mit erwähnt.

    Ich würde da den Arzt genauer zu befragen, evtl. kann beid ir ja schon eher zu einem Biological gegriuffen werden, da diese Medikamente einen ganz anderen Ansatzpunkt haben.

    LG Kuki
     
  3. Daria

    Daria Gesperrter Benutzer

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    Dazu kann ich nur sagen, dass die Tnf-Alpha-Blocker beim Sharp-Syndrom (Mischkollagenose) nicht zugelassen sind!
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Im Prinzip hast du recht, aber jede Mischkollagenose ist ja anders und da gibts sicherlich Abgrenzungen um evtl. ein *Off Label Use* zuzustimmen seitens der Ärzte.

    http://www.rheuma-online.de/a-z/s/sharp-syndrom.html

    ****....
    Im Einzelfall könnte bei diesen Verläufen über den Einsatz von TNF-alpha-Blockern nachgedacht werden. Diese Therapie wäre dann allerdings ein individueller Heilversuch außerhalb der gültigen Zulassung („off-label“) mit den entsprechenden Einschränkungen insbesondere auch im Hinblick auf die Kostenübernahme durch die Kostenträger.
    Grundsätzlich sollte bei einer solchen therapeutischen Überlegung der konventionell zur Verfügung stehende Rahmen ausgeschöpft werden, speziell auch eine Therapie mit Methotrexat oder auch Ciclosporin, ggf. u.U. sogar in Kombination, ggf. auch Methotrexat in Kombination mit Malariamitteln wie Chloroquin oder Hydroxychloroquin. Eine weitere Option ist Leflunomid, entweder als Monotherapie oder auch in Kombination mit Mehtotrexat. Alle genannten Substanzen sind therapeutisch erprobt bei der Therapie der Mischkollagenose.....****
     
  5. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Hallo

    Ich mache mir gerade auch Gedanken darüber inwiefern eine Behandlung mit MTX das Krebsrisiko und die Infektanfälligkeit erhöht und mir geht der Kommentar meiner Rheumaärztin durch den Kopf. Sie meinte, bei der geringen Dosis von MTX würde das Immunsystem nicht supprimiert werden. Eine andere junge Ärztin meinte sogar die MTX Behandlung sei im Normalfall nicht schädlich. Ich habe in einem anderen Beitrag mal gelesen, dass die Lebenserwartung bei MTX Einnahme verkürzt wird.
    Ich bin verwirrt und frage mich inwiefern ich diesen Ärzten Glauben schenken kann.

    LG
    Clau