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Immer noch keine Diagnose

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Fynn, 16. April 2010.

  1. Fynn

    Fynn Mitglied

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    Ich habe hier einige Zeit nicht mehr reingeschaut, da es unserem Sohn nach dem Antibiotikum, dass er aufgrund V.a. reaktive Arthritis bekommen hatte, relativ gut ging. Das war der Zeitraum von Ende Februar bis Anfang/Mitte März. Aussage von den Ärzten in Garmisch war, es sollte nun besser werden, auch wenn immer noch mal Schmerzen auftreten könnten, insgesamt sollte es aber nicht mehr schlimmer werden.

    Dann ging es wieder von vorne los, am 1. März hatten wir das Ibu endgültig abgesetzt, wie es besprochen war. Am 8. März saß unser Sohn morgens im Bett und meinte, er kann sich nicht mehr auf den linken Arm abstützen, der Ellenbogen würde so weh tun. Ich habe erst mal ein paar Tage abgewartet, aber etwa eine Woche später, als der Kleine morgens nicht mehr selber auf seinen Hocker zum Zähneputzen steigen konnte und er ständig über Schmerzen in den Knien und Ellenbogen klagte, doch wieder beim KiA angerufen. Den Gelenken selber war nichts anzusehen. Unsere KiÄ rief in Garmisch an, sollte dann Blut abnehmen. Die Werte waren unauffällig, wir sollten dann wieder in die Klinik, damit die schauen können. Natürlich war so schnell kein Bett frei und als wir letzte Woche kamen, war das Schlimmste praktisch schon vorbei. Fynn klagte noch hin und wieder über Schmerzen, aber den letzten wirklich schlimmen Tag hatte er ca. 10 Tage, bevor wir nach Garmisch kamen.
    Festgestellt werden konnte rein gar nichts, keine Schwellungen, keine Ergüsse, keine Entzündungen und damit auch keine aktive Arthritis.

    Ein paar Sachen hatte sich im Vergleich zum Januar verändert, z.B. waren im Januar alle Gelenke, bis auf den linken Ellenbogen unauffällig. Nun sind auf einmal beide Ellenbogen, das rechte Sprunggelenk und das linke Handgelenk nicht direkt bewegungseingeschränkt, aber auch nicht so beweglich, wie sie sein sollten. Die Ellenbogen sind z.B. beide nicht überstreckbar, im Januar war das nur der linke nicht. Die Physiotherapeutin machte mich auch darauf aufmerksam, dass er sich mit der rechten und z.T. auch mit der linken Hand in einer typischen Schonhaltung abstützt und auch die Ellenbogen nicht durchstreckt. Die Knie, wo er die meisten Schmerzen angibt, sind aber in Ordnung.
    Der ANA-Wert ist von 1:80 auf 1:160 gestiegen, sonst war alles mehr oder weniger unauffällig.
    Das Röntgenbild von den Knien ist irgendwie auffällig, was die Wachstumsfugen angeht, so dass jetzt noch Blutwerte gemacht werden, die zeigen sollen, ob Störungen im Knochenstoffwechsel vorliegen.

    Zwischenzeitlich wurde mal angedacht, ob er am Schmerzverstärkungssyndrom leiden könnte, das wurde aber von unserer Physiotherapeutin mehr oder weniger ausgeschlossen, das wäre es eher nicht.

    Tja, wir waren wieder 8 Tage in der Klinik und sind genauso schlau wie vorher. Er hat irgendwas, aber aktives Rheuma ist es nicht. Alles ist so schwammig und unklar, es könnte sein, dass war rheumatisches in der Entwicklung ist und nicht so richtig durchkommt oder was auch immer.
    In der Klinik haben wir zumindest festgestellt, dass ihm Kälte bei Schmerzen sehr gut tut. Das hatte ich bisher wegen fehlender Schwellungen noch gar nicht ausprobiert, da ich dachte, er würde es verweigern.

    Wir sollen sofort wiederkommen, wenn wieder Schmerzen auftreten, damit sie es mal in einer akuten Phase sehen können.

    Ich weiß nun wirklich nicht weiter, einerseits sehe ich schon, dass sie sich dort viel Mühe gegeben haben, andererseits sagt mir mein "Muttergefühl", da ist irgendwas im Gang. Die Frage ist nur, ob wir in Richtung Rheuma richtig denken oder es etwas ganz anderes ist.
    Kennt jemand von euch sowas? Monatelang immer wieder wiederkehrende Schmerzattacken, v.a. morgens und abends bzw. er sagt dann irgendwann, es tut den ganzen Tag weh, die nach einigen Wochen mit Hilfe von Ibuprofen u-ä. wieder weggehen und dann wieder auftreten, aber keine Schwellungen, Ergüsse (Rötungen könnte schon sein, ich habe nicht soooo darauf geachtet, weil ich die Sache dann als reaktive Arthritis abgehakt hatte und da er einen recht dunklen Hautton hat, sieht man das gerade abends und morgens im Licht vom Badezimmer eher schlecht). Die ANA-Werte sind nicht besonders hoch, aber positiv (wir sollen nun auch alle 8 Wochen zum Augenarzt).

    Und dann irgendwann doch noch die Diagnose Rheuma, oder ist das eher unwahrscheinlich?

    Ich frage v.a. auch, weil mir geraten wurde, die Gelenke hin und wieder genau anzuschauen auf Rötungen, Schwellungen etc., ich mich damit aber auch nicht verrückt machen will.