Hallo, allerseits,
ja, dieses Gefühl, zeitweise "nicht so ganz da" zu sein, ein bisschen wie in Watte gepackt, mich nicht richtig konzentrieren zu können etc. kenne ich gut und schon etliche Jahre, nicht erst seit der RA-Diagnose, die bei mir ja noch recht frisch ist. Ich habe es immer in Verbindung mit der MS gebracht, die vor 10 Jahren schon bei mir diagnostiziert wurde. Damals hat mich dieses Gefühl sehr beunruhigt und ich habe in der Reha Tests machen lassen, um kognitive Defizite auszuschließen. Ergebnis: Alles im grünen Bereich, keine kognitiven Defizite vorhanden. Das hat mich beruhigt. Mein Neurologe meint, dass diese zeitweise "Dösigkeit" mit der allgemeinen Erschöpfung und Müdigkeit (Fatigue-Syndrom) zu tun hat, die bei MS sehr häufig auftreten. Mittlerweile habe ich auch gelernt, dass MS und RA sich in sehr vielem ähneln, ein Neurologe hat sie mal als "Zwillinge in unterschiedlichen Kleidern" bezeichnet. U. a. kann Rheuma ja auch eine große Erschöpfung machen. Daher liegt für mich der Gedanke nahe, dass hier eine Erklärung zu finden ist. Manche von euch haben geschrieben, dass sie mit ihren Ärzten bisher nicht über das Thema ins Gespräch kommen konnten. Vielleicht wäre es eine Idee, zu fragen, ob ein derartiger Zusammenhang besteht? Unter Umständen könntet ihr dann auch gemeinsam mit eurem Arzt überlegen, was ihr tun könnt? Bei der MS gibt es Möglichkeiten, die Erschöpfung auch medikamentös zu behandeln. Ich habe das aber nie probiert, weil ich mein Problem als nicht so gravierend empfunden habe. Wenn ich aber lese, dass z. B. das Autofahren manchmal wegen Konzentrationsmangel nicht möglich ist, wäre es vielleicht doch wichtig, diese Zustände nicht als gegeben hinzunehmen sondern zu versuchen, sie zu beeinflussen?
Tschuldigung, dass es nun so lang geworden ist. Dieses Thema beschäftigt mich halt auch schon lange. Nun aber Schluss und viele Grüße aus dem Norden von Rosetta