Ich bin verärgert

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Feuerlilie, 11. April 2015.

  1. Feuerlilie

    Feuerlilie Registrierter Benutzer

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    Liebe Gertraud, ja, gut möglich, dass es so denkt., nur ich habe mich vorher schon abgewendet, weil er für mich nicht der richtige ist.
    Ist ja auch toll, dass es Patienten gibt, denen diese Therapie gut tut, und seien wir froh, dass es überhaupt etwas gibt.
    Ich bin trotzdem meine eigene Autorität und entscheide selber, worauf ich mich einlasse.
    Es spricht für die Kompetenz des Arztes, wenn er sich mit mir gemeinsam auf eine Therapie einigt. Falls nicht, erscheint er mir nicht als kompetent. Es zählt nicht nur das, was er sich denkt, sondern auch das, was ich denke:)
    Liebe Grüsse Feuerlilie
     
  2. Gertrud

    Gertrud Registrierter Benutzer

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    Ja, ich wünsche dir ja auch, dass du so einen Arzt findest - aber dann sei nicht zu sehr "verärgert" wenn dein Weg noch schwerer ist als für uns MTX-Schlucker! Auch wir haben manchmal Mühe, den richtigen zu finden ... wieviel schwerer muss es dann sein, wenn wir einen Suchen, der Verständnis für die Ablehnung seiner Ratschläge hat!? Gerade in dieser Hinsicht verstehen Ärzte oft keinen Spaß, meiner Erfahrung nach ... ;)
     
  3. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

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    Habe ich so auch nicht geschrieben, es ging um Basismedikamente und außerdem schrieb ich fast jede Therapie...........
    Andere Therapien können halt leider bleibende Schäden eher nicht verhindern, merkst du ja selber-Punkt Rollstuhl, denn du schon brauchst.
     
  4. Majana

    Majana Registrierter Benutzer

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    Hallo Feuerlilie,

    ich bewundere deine Einstellung ! Es ist dein Körper und es ist dein Leben. Nur du entscheidest was du ihm zumuten kannst was was besser nicht. Dazu kommt noch dein Hintergrundwissen zu bestimmten Medikamenten . Also wer wenn nicht du kannst am besten entscheiden. Idealerweise mit einem "fähigen" Doctor zusammen.

    Dieser junge Arzt solllte sich mal die Neuerungen bei der Behandlung von RA zu Gemüte führen :

    Zitat :



    • Erstes übergeordnetes Therapieprinzip sollte die stärkere Einbeziehung des Patienten in die gemeinsam zu treffenden Therapie-Entscheidungen (shared decision) sein. „In der Praxis hapert es aus Zeitgründen häufig daran", kommentierte Krüger.

    http://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_1700_sieben-neuerungen-bei-der-behandlung-von-rheumatoider-arthritis.html


    LG Majana
     
  5. Feuerlilie

    Feuerlilie Registrierter Benutzer

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    Majana, schön, wie du das ausdrückst..

    Alexis, kann es sein, dass du alles auf dich beziehst und zu persönlich nimmst?
    Ich vertrete hier nur meinen eigene Meinung, erzähle von meinen Erfahrungen...
    Ich bin weder missionarisch unterwegs, noch versuche ich jemanden davon abzuhalten, dass er MTX nimmt. Jeder wie er will.
    Vielleicht bist du wirklich im falschen Film....:eek:

    Liebe Grüsse Feuerlilie
     
  6. Marie2

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    ich drück das mal weniger schön aus........

    feuerlilie hat doch entschieden:
    ich bezweifele, dass es sich um einen fähigen arzt handelt, der jemandem 5 mg cortison und bei bedarf schmerzmittel verpasst als therapie, wenn.....


    ich verweise auch nochmal auf den schon zuvor eingestellten link von nachtigall,
    der thread mit 5 seiten, auf dem da alles schon durchgekaut wurde.
    https://www.rheuma-online.de/forum/threads/59481-Angst/page5

    gruß marie
     
  7. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Liebe Feuerlilie,

    zunächst tuts mir leid, dass Du hier mitkriegst, wie es ist, wenn man aus der Reihe tanzt.
    Das kann ziemlich weh tun...

    Vieles, was geschrieben wird, stimmt leider so nicht: es gibt hier einen Thread, ich erinnere mich leider nicht mehr an den Titel, da schrieben Leute, die sagten sie hätten sehr schnell MTX bekommen, dann noch und noch andere Basistherapien, inklusive Biologica und haben nun, nach Jahren natürlich, schlimme Gelenkschäden.
    MTX ist nicht das Mittel, dass "Rheuma" heilt. Es verhindert EVENTUELL (manchmal, hin und wieder, häufiger?) schwere Gelenkschäden, WENN die überhaupt eintreten sollten....Manchmal/hin und wieder, häufiger hat MTX Nebenwirkungen die einem das Leben ziemlich schwer machen können, oder Spätfolgen, über die man ungern spricht. MTX ist kein Bonbon.

    Cortison ist auch kein Bonbon. Aber ich kann mit einer sehr geringen Dosierung recht gut eine nicht allzu streng verlaufende Krankheit in Schach halten. Ich komme damit persönlich gut zurecht. Es stimmt im übrigen nicht, dass Cortison nicht gegen Gelenkschäden wirkt.

    Eine wirkliche Indikation für MTX würde ich nur bei hohem Antikörperwert sehen. Den scheinst Du - und ich - nicht zu haben (soweit Du schreibst).

    Ich habe meine Ärztin durch meine klare Überzeugung und durch meinen heutigen Zustand überzeugt, dass ich keine Basis brauche. Klar, wenn ich einen Monat mit grusligen Rückenschmerzen im Bett liege, sagt sie: siehst Du, was passiert, wenn Du Biologica ablehnst?! Aber ich kann einiges überhören, vor allem, wenn sich dann rausstellt, dass die Rückenschmerzen nix mit Rheuma zu tun hatten...

    Liebe Feuerlilie öffentlich möchte ich Dir - und auch mir - noch viele Jahre Freude an unserem Beruf wünschen.
    Ich habe in diesen zwei Jahren viele Enstcheidungen getroffen, fühle mich wieder fit... und habe große Pläne. Ja, ich habe Cortison, Tramal, Aspirin und Ibu immer dabei. Aber ich bin nicht mehr depressiv, ich kann auch Samstag und Sonntag ohne Brechreiz geniessen... ich bin wieder ich... so sehr, dass ich diese Monate in aller Ruhe 7 Kilo abgenommen habe... und das trotz Cortison!

    Liebe Grüsse,
    Kati
     
  8. Feuerlilie

    Feuerlilie Registrierter Benutzer

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    Marie: Der Arzt kann mich ja nicht zwingen, was zu nehmen, was ich nicht will....
    Ich habe einen Arzt, der das macht....der Ausflug in die Rheumaambulanz war zur Ergänzung und Differenzierung gedacht.
    Mein netter Arzt wollte mir auch das MTX geben, aber wie gesagt, er lässt sich auf meine Bedenken ein, und meint, wenn ich nicht dahinter stehe, macht es eh keinen Sinn.

    Ich habe ja erwähnt, dass es mir momentan ganz gut geht, mit dieser niedrigen Dosierung. Nur weite Strecken kann ich nicht gehen. Meine übrigen Baustellen sind gerade ziemlich ok, wenn ich mich nicht übernehme.

    Wollt ihr mir einreden, dass das nicht klappen kann?
    L.G.feuerlilie
     
  9. Feuerlilie

    Feuerlilie Registrierter Benutzer

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    Liebe Kati, hab jetzt erst deinen Beitrag gelesen, ich glaube das hat sich grade überschnitten.
    Danke, dass du öffentlich Stellung beziehst.
    Ich habe ja auch den Thread gelesen, weiss nicht mehr wie er heisst.
    Viele User haben trotz MTX Beschwerden, Gelenksschäden und nehmen Cortison noch dazu. AUch Schmerzmittel werden oft dazu genommen.
    Viele kämpfen um Rente, ich kämpfe um Arbeitsfähigkeit.......mal so gesagt.

    Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich momentan so drauf bin, wie ich bin.
    Ja, ich brauche für längere Strecken meinen Rolli, den ich für eine tolle Erfindung halte. Er ist nicht das Ende.....er erweitert mir meine Möglichkeiten und ermöglicht mir eine schmerzfreie Fortbewegung. Dafür muss ich weniger Medikamente nehmen.

    Liebe Grüsse Feuerlilie
     
  10. Marie2

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    feuerlilie,

    ich wünsche dir, dass du OHNE cortison und OHNE schmerzmittel auskommst,
    aber ich fürchte, dass du dir verschiedenes schönredest!

    kati,
    wie wäre es, wenn du auch berücksichtigen würdest, dass user aus erfahrung und sorge schreiben? wie du weisst, du hattest damals sehr freundlich mit mir korrespondiert, nehme auch ich nur cortison, aber meine beschwerdeliste entspricht nicht der von feuerlilie.

    und was machst du mit den seronegativen?

    lg grüße, marie
     
  11. Bundesliga

    Bundesliga Registrierter Benutzer

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    hallo!

    ich kann Feuerlilie sehr gut verstehen. auch ich lebe ´zur zeit ohne Basis, mit 5 mg cortison und Schmerzmitteln.
    ich habe MTX und Sulfasalazin hinter mir, und ich muss ehrlich sagen das waren meine schlimmsten Monate, ich habe alles was es an Nebenwirkungen gibt abbekommen.

    auch mir fällt immer wieder auf das hier viele erkrankte, trotz Basis noch erhebliche schmerzen und Einschränkungen haben.
    das ist aber ´meine ganz persönliche Meinung und jeder muss wirklich für sich seinen weg gehen!
     
  12. Feuerlilie

    Feuerlilie Registrierter Benutzer

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    Liebe Bundesliga, danke für deinen Beitrag.
    Es bestärkt mich in meiner Meinung, zumindest, dass es einen Versuch wert ist, ohne auszukommen.
    Liebe Alexis, haben wir Meinungsfreiheit oder nicht? Warum bist du denn so aggressiv?

    Liebe Grüsse Feuerlilie
     
  13. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    @Marie,

    manche tun das. Und andere verurteilen, und oft nicht auf wirklich schöner Weise.
    Und damit meine ich ganz ganz sicher nicht Dich (im übrigen hatte ich Dich nicht gelesen).

    Man muß sich leider stets anhören, man wäre ohne MTX dazu verurteilt unbedingt "verbogene" Knochen zu haben.
    Auch wenn man Vaskulitis oder Kollagenosen hat... Was schon fast ein Witz ist.

    Mir wurde, wie ich noch nur Vaskulitis hatte, gesagt: MTX ist um Cortison einzusparen. Bei meinem Gewicht sinnvoll.
    Ergebnis? Ich kam nie unter 10mg und hatte über Monate 25mg.
    Aber ohne, wurde mir eingeredet, würde es mir sooo viel schlechter gehen.

    Tja, dann habe ich auf Ciclosporin gewechselt und dann entschieden, dass ich die Nebenwirkungen nicht mehr mag.
    Und schau mal einer an, ich bin nimmer depressiv, mir ist nicht mehr übel, ich brauche nur noch 5mg Cortison (zumindest meistens), ich brauche weniger Schmerzmittel und ich kann wieder arbeiten!!!!
    Unter MTX ging ich am WE kaum aus dem Haus. Ich lag meist im Bett... oder vor dem TV. Jetzt bewege ich mich mehr (nein, bin keine Sportlerin geworden, viel Bewegung tut mir nicht allzu gut), ich geniesse mein WE!

    Ich bin niemanden böse, der sagt "wäre es nicht besser...." aber man ist weder dümmer, noch kränker, noch bringt man sich in irgendwelche Gefahren, wenn man bei seronegativer Arthritis mit was anderen auskommen möchte...
    vor allem, wenn das eine freie Entscheidung ist,

    schade dass das manche nicht respektieren können. Manchmal habe ich den Eindruck der eine oder andere arbeitet für ne Basistherapien-Firma oder bekommt Prozente für die Werbung... und nicht, dass es Sorge für den Mitmenschen ist.

    Kati
     
  14. B.one

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    Ich finde, dass in solchen Diskussionen oft von Einzelfällen auf das Allgemeine geschlossen wird.

    Im Einzelfall haben Patienten trotz intensiver Therapie Gelenkschäden usw. – es gibt trotz aller alten / neuen Ansätze auch „Therapieversager“. Andererseits kann es zu Schäden kommen, wenn man Therapien ganz oder teilweise nicht annehmen möchte. Ich kenne (Einzel) Fälle aus beiden Richtungen.

    Es gibt verschiedenartige Verläufe. Manchmal gibt Zeiten mit Remissionen, in der man keine Medikamente braucht und dann braucht man wieder Medikamente. Bei rheumatischen Erkrankungen ist vieles möglich, zumal „Rheuma“ nicht gleich „Rheuma“. Das lässt sich meist nicht vergleichen.

    Aber es muss doch das große Ganze gesehen werden. Heute haben wir als Rheumatiker in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine bessere Lebensqualität, weniger Gelenkschäden. Darüber gibt es Untersuchungen. Heute bleiben Rheumatiker auch in der Regel viel länger im Arbeitsprozess. Das ist eine Folge der heute besseren Therapien.

    Das hier vor allem User schreiben, wenn sie Probleme haben liegt in der Natur der Sache. Wenn es einem gut geht, macht man meist andere Dinge und sucht nicht hier im Forum um Rat.
    In einer Therapie kommt es auch immer wieder zu Problemen ( Basis wirkt nicht mehr, Nebenwirkungen,…..). Deshalb ist die Therapie nicht grundsätzlich falsch. Darum wird der Verlauf ja regelmäßig von unseren Rheumatologen kontrolliert und bei Bedarf verändert.

    Jeder hat das Recht die Medikamente zu nehmen oder auch nicht, muss dann mit den Konsequenzen ( evtl. Nebenwirkungen oder im anderen Fall evtl. Schäden) leben.
    Schön wenn Kati, feuerlilie sich mit ihren Wegen gut fühlen und schön, wenn es mir mit meinem Biological soviel besser geht.

    Einzelbeispiele und Bestätigung durch andere hier im Forum können, müssen nicht für einen selber stimmen. Bei der Entscheidung für oder gegen Therapie sollte man bedenken, dass wir in diesem Fall, trotz allem Wissens über unsere Erkrankung, die Laien und unsere Rheumatologen die Fachleute (klar, auch da mag es im Einzelfall Nieten geben) sind.
    Schöne Grüße
     
  15. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    habe ich das so richtig gelesen:
    du hast einen rolli, wahrscheinlich einen E-rolli; du benutzt ihn nur für längere strecken?
    wer hat ihn dir bewilligt? oder hast du ihn dir selber "geleistet".
    denn an sich brauchst du ihn ja nicht so dringend, nur für diese längeren strecken? dann ist die fortbewegung weniger anstrengend?

    du hälst den rolli für eine tolle erfindung? ich auch.....

    weisst du, wie sehr und wie lange rheumis um einen rolli , einen E-rolli kämpfen müssen?

    du hast noch keine zerstörungen an den fussgelenken?
    keine zerstörungen an den handgelenken?
    deine gelenke sind weder geschwollen, noch heiss, noch immobil? der doc kann nix ungewöhnliches (z.b. teiiges etc) ertasten?
    Antikörper wurden bislang auch nicht nachgewiesen?
    konnten noch nicht nachgewiesen werden?
    denn zur differenzierung bist du in die rheuma-ambulanz gerollt?

    du lagst längere zeit mit rückenschmerzen im bett, die nix mit rheuma zu tun haben? (das kommt ja immer mal wieder vor wie ischias-, bandscheiben beschwerden etc).

    hast du einen behinderten ausweis? ist ja wichtig beim transport des rollis in bus, bahn.....

    glaubst du, dass noch erwerbsfähige rheumis um bezug einer vorgezogenen rente kämpfen?

    sorry, so kommt es bei mir an.

    wenn das alles so ist, verstehe ich dich! lass bloss die finger von der MTX spritze! dir würde sie sicherlich nur schaden!!!!
    lass dir keine basis medis aufschwätzen. die kosten nur geld. das geld wäre für anderes besser ausgegeben.

    mal nix für ungut
     
  16. Marie2

    Marie2 nobody is perfect ;)

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    liebe kati,

    schon alles klar ;-)
    an meiner einstellung von damals hat sich nichts geändert,
    ich versuche nur zu differenzieren, wie hier bei feuerlilie,
    denn die von mir zusammengestellte beschwerdeliste liest sich
    gruselig, um nichts in der welt möchte ich das wieder erleben, so wie sie,
    einmal langt! deshalb auch die sorge, dass sie sich u.u. schadet.
    aber jeder muss für sich entscheiden, mit den konsequenzen,
    b.one hat das auch nochmal sehr schön beschrieben!

    einen schönen sonntag!
     
  17. medikan

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    Nehmt doch bitte alle mal die Schärfe raus.

    Ja, für die meisten ist es unverständlich, dass jemand Basismedikamente ablehnt ohne sie überhaupt ausprobiert zu haben und stattdessen bei längeren Strecken auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Es wäre auch nicht mein Weg.

    Aber es ist der Weg von Feuerlilie. Und sie verurteilt niemanden, der Basismedikamente einnimmt.

    Wir sollten sie auch nicht verurteilen. Die Gefahren sind ihr ja nu zur genüge erklärt worden.

    Was in 10 Jahren oder so ist, weiß niemand. Wäre es Medis genau so gut geworden? Oder mit Medis besser?

    Man sollte sich bewußt sein, dass bei Wege Vor- und Nachteile haben und jeden seinen Weg wählen lassen...... solange man dann nicht zugejammert wird, aber das macht Feuerlilie in meinen Augen nicht.

    Ich bin glücklich mit Leflunomid, auch wenn im Blut relativ wenig zu sehen ist. Das die Schmerzen viel besser geworden sind bzw. größtenteils sogar weg, zeigt mir, dass es für mich der richtige Weg war.

    Ich bin zwar nicht wegen Rheuma berentet, aber glaubt mir, würde auch lieber arbeiten gehen können und für mich selber sorgen anstatt dem Staat auf der Tasche zu liegen und jeden Cent 10x umdrehen zu müssen. Aber ich mußte lernen: was nicht geht, geht nicht, egal was ich will.....

    Also seid wieder lieb zueinander und diskutiert ohne zu streiten und ohne zu beleidigen.
     
  18. Feuerlilie

    Feuerlilie Registrierter Benutzer

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    Hallo Bise,
    da hast du nicht ganz exakt gelesen oder drübergelesen.

    Ich habe eine Diagnose ( vom Arzt , nicht von mir erfunden..)die heisst: Hashimoto und als Kreuzreaktion dazu Rheuma.
    Meine Ana Titer sind positiv, sowie andere Werte.
    Meine Hände und Füsse sind schon geschwollen, jeden Tag, nur nicht an den Gelenken, sondern allgemein. So richtige Würstelfingern und Zehen....

    Ich bin seit zwei JAhren in Behandlung, seit langem steht MTX im Raum, weil das das Mittel der Wahl ist..

    Zum Rolli: ich habe nie einen Antrag gestellt, weil ich ihn mir selber gekauft habe. Ich kämpfe doch nicht mit Behörden um mir meine Lebensqualität zu verbessern. Ich weiss, wie schwer es ist, ihn bezahlt zu bekommen. Ich entscheide selber, ob ich ihn brauche oder nicht, das kann doch nicht ein unbeteiligter Mensch beurteilen....
    Nein, es ist kein elektrische Rolli, obwohl mein MAnn mich schieben muss, weil ich ja mit meinen Armen und Händen das nicht machen kann.

    Ich überlege tatsächlich, mir einen Elektrorolli zu kaufen, glaube aber, dass ich ihn eh nicht mehr lange brauchen werde. Wenn, dann gehe ich nicht betteln, sondern kaufe ihn mir.

    Ich glaube, du hast dich da etwas verlesen. ich habe weder mit der BAndscheibe zu tun, noch Verspannungen, noch Ischiasbeschwerden. Ich habe entzündliche Schmerzen, die mit Corti sofort weg sind. Nur das Gehen ist noch ein Problem.
    Ich habe keinen Behindertenausweis, weil ich keinen beantrage, auch nicht daran denke. Er bringt ja nichts, ausser dass ich als " Behinderte " durch die Welt gehe. Das brauche ich nicht.
    Ich programmiere mein Gehirn auf Genesung und nicht auf Behinderung.



    Weisst du, ich mache mich nicht von anderen Menschen, Ärzten, Lehrern usw. abhängig. Nur ich kann sagen, was ich tun und lassen will und was ich brauche.
    Ich suche mir halt die Partner (Ärzte....) die mich unterstützen.
    Ich würde nie einen Rentenantrag stellen, obwohl ich mit meinen Krankheiten und Unfällen "mehr" als 100 % Invalidität habe. Ich war mit 27 J. schon Invalide, bekam eine Umschulung bezahlt, ging dann aber sowieso meinen Sängerinnenweg.

    Wenn ich Hilfsmittel brauche, dann kaufe ich sie mir....ganz einfach.
    Kein Gutachter kann das für mich entscheiden, wir sehen eh, wie die Leute kämpfen müssen und nicht ernst genommen werden....da mach ich mich doch nicht abhängig, wenn es nicht sein muss.

    Liebe Grüsse Feuerlilie
     
  19. kukana

    kukana Moderatorin

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    Ich denke auch wir können das jetzt mal so stehen lassen ohne weiter darauf herumzureiten.

    Dazu ist die Problematik rund um rheumatische Erkrankungen einfach zu vielfältig und was der eine noch kann, nämlich sich für oder wider entscheiden, das kann der andere vielleicht nicht mehr, weil inzwischen erblindet, mit Nierentransplant usw. da gehts dann ums Leben. Muss man alles abwägen.

    Ich freu mich für jeden der ohne viel Medikamente auskommt, das versuche ich ja auch: so viel wie nötig aber so wenig wie möglich und damit eine (für mich) passable Therapie zu erhalten.

    Aber ich hoffe auch, dass ich später nicht Postings lesen muss nach dem Motto: hätte ich mal...

    Kukana
     
  20. bise

    bise Registrierter Benutzer

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    bei Frau Antje
    ich glaube, dass es gut ist, das alles mal klargestellt zu haben.
    ich fand zuviel widersprüchliches.

    du bist in einer ausgesprochen glücklicnhe und beneidenswerten position; insoweit kaum mit dem übl. rheumi zu verleichen.

    du kannst dir den rolli finanziell leisten. viele hier können das nicht. sie sind schon längere zeit aus dem erwerbsleben draussen, ersparnisse häufig aufgebraucht. auf rosen gebettet ist hier kaum jemand, obwohl manche es durchaus verdient hätten.
    du kannst dir sogar den E-rolli zulegen.
    betteln und behördengänge erledigen macht jemand nur, wenn er muss. das ist kein spass. ist man in der glücklichen lage, ohne nachzufragen, kaufen zu können, ist es einfach nur toll.
    ausserdem hast du einen partner, der schiebt. wer hat das schon? viele beziehungen sind wg rheuma zerbrochen.
    auch das verzichten können auf den sog. nachteilsausgleich, den der behinderten ausweis ermöglicht, muss man sich erst mal leisten können.

    ( in diesem zusammenhang mal nen tipp für später: zeige diese beneidenswerte position nicht zu deutlich. andere würden auch gerne in deiner lage sein. die miesen umstände haben sie nicht verursacht, sondern das schicksal hat sie damit bedient. das wird manchem hier dann schmerzlich bewusst.)

    du bist selbständig, auch das kann ein glück bedeuten. arbeitgeber verlangen immer voll einsatzbereite mitarbeiter. in deutschland herrschen keine amerik. verhältnisse, es gibt nicht hire und fire. doch rheumi leute sind benachteiligt. sie wollen arbeiten; muten sich viel zu. das geht manchmal daneben.

    nun die würstles finger - das deutet auf ein nicht normales geschehen hin. das könnte wohl nur ein doc beurteilen.
    die handgelenke auch dick? dann kann nix ertastet werden.
    du hast die ärztl. (?) diagnose : Hashimoto und Rheuma?
    dann ist der begriff rheuma nicht aussagekräftig genug: das kann alles mögliche bedeuten oder auch nix - salopp geschrieben.
    unter "rheuma" wird häufig "rheumatoide arthritis" verstanden. sollte die tatsächl. vorliegen, kannst du schlechte karten gezogen haben.

    ich kenne etliche personen, sie haben eine leichte arthritis; sie stehen unter ärztl. kontrolle und kommen gut mit schmerzmittel ab und an zurecht. das reicht bei ihnen aus. es gibt hier im forum viele user, bei denen das nicht ausreicht(e), es wurde mit immer stärkeren medi geschützen geschossen. leider ist man immer erst klüger, wenn man aus dem rathaus kommt. im nachhinein stellt sich erst heraus - wenn es zu spät ist -, dass besser sofort hätte geknallt werden müssen oder aber, dass ne mini medi dosis auch ausgereicht hätte. niemand kann vorhersehen oder sagen, was richtig oder falsch wäre. das ist russisches roulette!!!

    behalte deine positive einstellung, versuche mit den medis klarzukommen. aber beachte auch, dass man sich nicht alles schön reden kann. deine persönl. situation kann auch manches verschleiern, beim ignorieren helfen, so dass letztendlich zu spät reagiert wird. die beeinträchtigungen kann man noch so übersehen wollen, wenn sie dann eingetreten sind, sind sie da: da hilft dann kein wegdiskutieren/denken mehr. das solltest du im auge behalten.
    es gibt im übrigen sehr kompetente rheumatologen, die niedergelassen sind. in deiner situation dürfte es kein problem sein, diese zu konsultieren.
    adressen findest du in der ärzteliste.
    bei privat dürfte es sehr schnell gehen, dort einen termin zu erhalten.
    im grunde lehne ich ärzte-hopping ab, doch in diesem falle müsste das mal sein.
    nix für ungut,
    lg
     
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