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Ich bin auch neu

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von eckhard11, 30. November 2012.

  1. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Guten Tag, Leute,

    ich möchte mich gern bei euch vorstellen.
    Mein Name ist Eckhard Petersmann, ich bin 69 Jahre alt und wohne in Hagen/Westf.
    Vor einigen Wochen begannen meine Glieder zu schmerzen.
    Da ich im Nov. 2003 einen Blasenkrebs hatte, mir die Blase rausgenommen und eine orthotope Neoblase aus einem 70 cm langen Illeumstück eingebracht wurde, war meine erste Vermutung, die Schmerzursache wäre ein Mangel an Vitamin B12, da das verwendete Darmstück für die Assimilierung des B12 zuständig war, ( und dies jetzt nicht mehr kann.... )

    Oder es wäre ein Problem des Säure-Basen-Haushaltes, da meine Neoblase ein Darmstück ist und natürlich immer noch Substanzen aus dem Harn herausholt und den Kreislauf zufügt.
    ( Das Darmstück weiss ja nicht, dass es jetzt eine Blase ist, hi, hi.... )

    Beides hat etwa gleiche Auswirkungen wie Gliederschmerzen, schwere Beine,, kaum aus dem Stuhl hochkommen, Morgensteifigkeit etc.

    Die Blutgasanalyse gab nicht viel her, mein Uro tippte aus Rheuma und schickte mich zu einer Ärztin.
    Diese machte nochmals Blutuntersuchungen und diagnostizierte Polymyalgia rheumatica.
    Um alle Zweifel zu beseitigen, empfahl sie mir, eine Zweitmeinung einzuholen bei einem Rheumatologen in Bad Neuenahr.
    Dies habe ich heute getan, die Diagnose bestätigte sich.

    Ich soll jetzt 7 Tage lang 15 mg Prednisolon nehmen, in Verbindung mit Calcium und Vitamin D3
    Dann Reduktion alle sieben Tage um 2,50 mg bis zu einer Erhaltungsdosis von 5,00 mg.

    Jetzt meine Frage :
    Ich habe hier gelesen, dass jemand bei Prednisolon etwas Probleme mit Wassereinlagerungen hatte und daher ein anderes Medikament verschrieben bekam, welches diese Nebenwirkung nicht hat.
    Als Neoblase bin ich natürlich ein "gebranntes Kind" und will meine Nieren nicht überlasten.

    Hat jemand einen guten Ratschlag für mich ?

    Ich wünsche ein aufregendes Wochenende
    Ecke
     
  2. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo Eckhard,

    die Menge an Prednisolon, die du jetzt nehmen sollst ist nicht hoch und du reduzierst ja auch, sobald es geht auf 5mg.

    Die 5mg Prednisolon sind seit vielen Jahren meine Erhaltungsdosis, von der ich noch nie Wassereinlagerungen hatte. Nehme Cortison seit 1994.
    Meine Startdosis war 1994, 60 mg.

    Ich würde es jetzt mal versuchen mit dem Dosierschema, das dir dein Arzt vorgab. Meine Nieren sind übrigens auch geschädigt, das Cortison schadet mir da aber nicht.
     
  3. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Eckhard,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Ich nehme seit Jahren Cortison ein. Das mit den Wassereinlagerungen kommt eher mit hohen Dosierungen. Du steigst mit 15 mg nicht besonders hoch ein und reduzierst gleich wieder auf eine Erhaltungsdosis. Das ist für die Nieren schon in Ordnung. Ich denke, die Ärzte wissen von deiner Vorgeschichte und gehen sorgsam damit um. Du kannst ihnen vertrauen. :vb_cool:
     
  4. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Vielen Dank.

    Ich bin momentan etwas verwirrt. :vb_confused:
    Meine Ärztin sprach letzte Woche von einer massiven Anfangsdosis 60 mg, dann immer 10 mg runter bis zur Schmerzgrenze.
    Der Rheumatologe in Bad Neuenahr hat mir einen Plan mitgegeben, auf welchem steht, ich solle ab morgen früh 15 mg nehmen.
    Das sind doch gewaltige Unterschiede, oder ?

    Wie also verfahren ?

    Ach so : Meine BS ist momentan ziemlich mies, 60:79
    Und diffusen Blutzucker, morgens, ( nüchtern ), immer so um die 140, zwei Stunden später - nach dem Frühstück um die 180-200, nachmittags dann immer so 100 bis 104

    Gruß
    Ecke
     
  5. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Deine Ärztin, meinst du damit deine Hausärztin ? Also bei mir ist es so, das mein Rheumatologe für meine rheumatische Erkrankung und die damit verbundene Therapie zuständig ist. Mein Rheumatologe bestimmt allein was Sache ist in der Therapie, der Hausarzt bekommt jeweils einen Bericht was anliegt und muss sich daran halten, aber zum Hausarzt geh ich eh nicht oder sehr selten wegen meiner rheumatischen Erkrankung und wenn doch, dann macht der das, was der Rheumatologe vorgibt.
     
  6. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Ja, Lagune,

    das ist meine Hausärztin.
    Aber auch erst seit zwei Wochen, ich hatte nie einen Hausarzt, war ja bis zum Blasenkrebs nie krank.....

    Allerdings ist die Frau eine Internistin, Herzspezialisten, war Oberärztin in unserer Klinik und wurde mir von meinem Uro wärmstens empfohlen.
    Ich habe da Vertrauen, zudem sie die Zweitmeinung in Bad Neuenahr vorschlug.
    Sie hätte mich ja auch zu einem Hagener Rheumatologen schicken können, aber sie empfahl mir ausdrücklich Bad Neuenahr, immerhin ca. 300 km Fahrt.

    Ich denke daher, die beiden arbeiten gut zusammen.....

    Gruß

    Ecke
     
  7. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Wenn die beiden gut zusammen arbeiten, dann bitte sie doch mal sich zu besprechen mit wie viel mg du nun anfangen sollst, denn wenn der eine sagt mit 15 mg und der andere mit 60 mg, dann hört sich das jetzt ja nicht wie gute Zusammenarbeit an. Du brauchst einen Arzt, der vorgibt was und wie viel du nehmen sollst. Nicht, der eine sagt so und der andere so, wie soll das denn funktionieren ? Wenn deine Hausärztin so viel von Bad Neuenahr hält, wieso hält sie sich dann nicht an die von dort vorgeschlagene rheumatologische Therapieempfehlung ?
     
    #7 30. November 2012
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2012
  8. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Hmm,

    ich denke, dies ist auf die unterschiedlichen Diagnosen zurückzuführen.
    Die Ärztin meinte, es sei ein massiver Befall und hatte extra deswegen die Zweitmeinung vorgeschlagen.
    Der Rheumatologe hat die Sache wahrscheinlich etwas weniger dramatisch gesehen.....

    Ich fange morgen mal mit 15 mg an.
    Am Montag werde ich die Ärztin anrufen.
    Ich will auf jeden Fall anfangen, weil ich diese verdammten Schmerzen nicht mehr ertrage. Meinen linken Arm kann ich kaum noch benutzen und um aus dem Bett oder vom Stuhl oder aus dem Auto zu steigen, muss ich mich jedesmal überwinden.
    Und der Arzt sagte mir heute, die Schmerzen würden schlagartig nachlassen.

    Gruß
    Ecke
     
  9. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Ecke,
    ich würde auch die Meinung des Spezialisten vorziehen und die 15 mg nehmen, vielleicht will er wegen der Nieren besonders vorsichtig sein. Das Cortison müsste dann nach einigen Tagen anschlagen. Wenn die Dosis zu gering ist, so dass sich gar nichts tut, dann kann man immer noch erhöhen. Aber denk daran, dass man Prednisolon morgens zwischen 6 und 8 Uhr einnehmen sollte, weil es da am besten wirkt.
     
  10. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Mahlzeit, Nachtigall,

    ich bin mein Leben lang früh aufgestanden, aber seit meiner Blasenkrebs-OP komme ich einfach nicht mehr früh raus. Ist wahrscheinlich psychisch bedingt.
    Vor 09:00 Uhr ist es illusorisch, mich am Frühstückstisch zu erwarten.

    Frage :
    Wie lang ist die Zeitspanne von der Einnahme bis zum Bemerken einer Schmerzreduktion ?
    Nachdem mir von allen Seiten gesagt wurde, dieses Zeugs würde sofort helfen, bin ich doch etwas enttäuscht.
    ( Die Ärztin wörtlich : "Die Schmerzen werden zerlaufen wie Butter in einer heißen Pfanne." Bei 60,00 mg
    Der Arzt gestern : " Sie werden sofort bemerken, wie die Schmerzen nachlassen." Bei 15,00 mg )

    Inzwischen ist es einige Stunden her und ich bemerke überhaupt nichts......

    Gruß
    Ecke
     
  11. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    @ Eckhard:
    Ich hab mit 20 mg angefangen und hab nach wenigen Tagen gemerkt, wie die Schmerzen nachlassen.
    Auch einer Cortisontablette musst du ein bisschen Zeit geben, um ihre Wirkung zu entfalten. Es ist nicht so, dass mit der 1. Tablette alle Schmerzen wie weggewischt sind. So einfach geht es bei einer solch aggressiven Krankheit auch wieder nicht. Vielleicht ginge es bei 60 mg viel schneller, wie deine Ärztin sagte. Aber du hast eben nur 15 mg. Also lerne, geduldiger zu werden. Cortison hilft ziemlich schnell, aber eine sofortige Wirkung würdest du höchstens bei einer sehr hoch dosierten lokal injizierten Spritze merken. Tabletten müssen erst mal durch den Verdauungstrakt. Es dauert einige Zeit, bis sie im Dünndarm angelangt sind, erst von dort aus werden die Wirkstoffe ins Blut abgegeben, erst dann können sie anfangen, die Entzündungen zu bekämpfen. Das mit der Tageszeit besprichst du am besten mit deiner Ärztin, wenn du sie sowieso am Montag anrufen willst. Jetzt warte erst mal ab bis Montag, dann kannst du deine Fragen mit ihr besprechen. Wenn du dann immer noch keine Schmerzreduktion spürst, dann kann man ja abwägen, ob du noch ein paar Tage zuwarten sollst oder ob man die Dosierung gleich erhöht.
    Also erst mal Geduld! Die müssen wir alle haben bzw. mussten wir erlernen. ;)
     
  12. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Na klar habe ich Geduld, Nachtigall,

    die hat mich meine Krebserkrankung gelehrt.

    Aber da beide Ärzte derartige Aussagen machten, hatte ich gehofft, dass.....

    Gruß
    Ecke
     
  13. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    ... naja, die Ärzte sollten da vielleicht etwas zurückhaltender sein und den Patienten auch erklären, dass jeder Körper etwas anders reagiert, dass man nie 100 %ig sagen kann, wann, wie und wie schnell ein Medikament wirkt oder ob es Nebenwirkungen hat oder nicht, weil nicht alle Menschen gleich sind. Sie wollten dir wohl einfach Mut machen bei deinen Schmerzen. :o
     
  14. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Du musst zur Cortisoneinnahme nicht aufstehen, lege dir das Cortison neben dein Bett und dann kannst du es früher nehmen und noch etwas schlafen oder liegen bleiben. So mache ich das auch.
     
  15. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Guten Abend, Leute,

    Vielen Dank für eure Ratschläge.

    Heute morgen waren beide Hände so angeschwollen und schmerzhaft, dass ich mir nicht einmal ein Bütterken schmieren konnte.
    Ich konnte nicht eimal die Feder von diesem Nadelgerät für das Blutzucker-Messgerät spannen.

    Nachdem ich mich ins Büro geschleppt hatte, ( ja, richtig geschleppt ), rief ich meine Ärztin an.
    Diese war verhindert, aber man versprach mir, sie würde mich gegen 14:00 Uhr anrufen.
    Um Viertel vor Zwei klingelte dann das Telefon.
    Meine Ärztin fragte nach meinem Befinden. Ich erläuterte ihr die Situation, dass die Schmerzen nach der Einnahme von jeweils 15,00 mg Cortison und Absetzen des Ibuprofen in den drei Tagen viel größer geworden seien. Zudem äusserte ich mein Unverständnis darüber, dass mir der Rheumatologe 15,00 mg als Dosis vorschrieb, während sie und andere mir mehrfach min. 60,00 mg vorgeschlagen hätten.
    Die Ärztin sagte mir, ich solle die Rheumatologen nicht ganz so ernst nehmen, viele davon wären etwas sehr vorsichtig.
    Auf meine Frage, wie denn nun weiterverfahren werden solle, gab sie mir den Rat, heute abend 45,00 mg reinzuwerfen und morgen früh dann 60,00 mg. Heute abend in Verbindung mit einer magensaftresistenten Tablette wie z.B. Pantoprazol, welche dann jeden Abend genommen werden soll.
    Morgens Cortison, abends Pantoprazol o.ä.
    Ich werde mir morgen diese Anweisung schriftlich geben lassen, wenn ich mir die Rezepte hole.

    Gegen 20:00 Uhr warf ich mir die 45,00 mg ein, setzte mich am häuslichen Schreibtisch an den Lapetope und bearbeitete die Anfrage eines Kunden. Auch machte ich für diese Anfrage eine Zeichnung.
    Erstaunt bemerkte ich, dass ich mit immer wenige Problemen die Tasten bedienen konnte.
    ( Gestern habe ich bei einem Beitrag in einem anderen Forum auf die Großbuchstaben verzichtet, da ich mit der linken Hand die Umschalttaste nicht drücken und den ganzen Beitrag nur mit dem Zeigefinger der rechten Hand hatte schreiben können. )
    Plötzlich ging es wie von selbst. ich wollte es gar nicht glauben.
    Um mein geliebtes Eheweib zu informieren, stand ich gegen 21:45 Uhr aus meinem Schreibtischsessel auf.
    Ohne nachzudenken, einfach so.
    Ohne jedes Problem, ohne mich mit dem rechten Unterarm abzustützen, um mich - sehr mühsam - in eine senkrechte Position zu bringen .

    Die rechte Hand kann ich wieder - fast - schmerzlos zur Faust ballen, die linke Hand allerdings nicht.
    Hier scheint sich tatsächlich ein Nerv im Halswirbelbereich verklemmt zu haben, wie es ein befreundeter Orthopäde nach abtasten bereits vermutete, weil wohl ein Halswirbel nicht ganz in der richtigen Position sitzt. Diese Schmerzen werden nämlich durch Cortison nicht eliminiert.....
    ( Ich hatte vor einigen Wochen einen sogenannten "Springfinger", Ringfinger der linken Hand ).
    Darum wird sich noch in dieser Woche ein Neurologe kümmern.

    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass diese 45,00 mg Cortison eine solche Wirkung haben würden.
    Diese erbärmlichen Schmerzen, seit Wochen, einfach weg.
    Mal sehen, wie es mir morgen nach der Einnahme von 60,00 mg geht.

    Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe, ist die Mengenverordnung von 15,00 mg, die mir der Mensch aus Bad Neuenahr aufschrieb. Das war dann wohl doch nur eine Lustreise......

    Gruß
    Ecke
     
  16. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Bedenke aber auch, das du bei der hohen Dosis nicht lange bleiben kannst, da musst du sehr bald wieder runter. Dann muss es auch anders gehen.
     
  17. anurju

    anurju anurju

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    Im schönen Rheinland
    Hallo,

    ich kenne die Praxis in Bad Neuenahr und kann sie nur wärmstens empfehlen. Sicher hätten die 15mg mit etwas mehr Geduld auch Wirkung gezeigt - das ist zumindest meine Erfahrung.
    Ich habe Cortison schon in sehr verschiedenen Dosierungen bekommen und kenne die Erleichterung, wenn die Schmerzen nachlassen...
    Nur: Cortison ist eben kein Bonbon - da probiert man lieber erstmal aus, ob nicht auch eine verhältnismäßig geringe Dosierung Linderung verschafft und dosiert zur Not dann hoch.
    So habe ich das bislang immer erlebt - auch in Kliniken. Besonders dann, wenn der Patient vorher noch nie mit Cortison behandelt wurde und man die Reaktion seines Körpers darauf nicht kennt.
    Insofern glaube ich nicht, dass du deinen Aufenthalt dort als "Lustreise" bezeichnen solltest - auch wenn ich den Begriff amüsant finde.
    Viele Leute reagieren sehr extrem auf eine Dosis, die höher als 20mg liegt - da kann es leicht zu massiven Kreislaufproblemen oder einem heftigen Anstieg des Blutzuckers kommen.
    Ich gehe mal davon aus, dass der Rheumatologe aufgrund deiner Vorerkrankung und deines Alters deshalb erst Recht vorsichtig sein wollte - schließlich wird auch der Nierenhaushalt durch solche Medikamente belastet.
    So sehr du dich über die derzeitige Besserung freust - die war bei der Dosis natürlich auch zu erwarten - mein Bauchgefühl sagt - der Rheumatologe ist in solchen Dingen viel versierter als eine Hausärztin.
    Bitte kontrolliere unbedingt deine Blutzuckerwerte und deinen Blutdruck....
    Und ich persönlich halte mich eher an die Rheumafachleute bzgl. dieser Medikamente - das ist deren alltäglicher Job - eine Hausärztin kann da sicher nicht soviel Erfahrung haben.

    Sorry - aber das ist meine Meinung und bitte wirklich sehr gründlich die Blutzuckerwerte kontrollieren...
    Liebe Grüße und alles Gute von anurju :)
     
  18. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo Eckhard,
    ich freue mich für dich, dass die neue Dosis so schnell anschlug. :)
    Trotzdem möchte ich mich anjuru anschließen und zur Vorsicht raten mit den hohen Dosierungen, da du eh schon eine schlechtere Ausgangsposition hast wegen der Nieren und der Diabetes. Du musst bald wieder reduzieren, sonst packen deine Nieren das nicht. Und bitte bald deine Blutwerte kontrollieren ( besonders Krea usw. wegen der Nieren), aber das wird man dir hoffentlich auch gesagt haben.
     
  19. Blonder Brummer

    Blonder Brummer Neues Mitglied

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    Cortison

    Hallo Ecke,
    erstmal herzlich willkommen bei RO.
    Es freut mich, dass es dir jetzt doch besser geht.
    Jeder Mensch ist verschieden. Jeder benötigt eine andere Dosis an Cortison. Und es sind ja keine Smarties die wir schlucken sollen. Ich bekam am Anfang meiner Erkrankung (CRP) 80 mg Cortison, und klappte zusammen, weil das Corti. eine EBV -Infektion ausgelöst hatte.
    Habe seit sechs Jahren die Diagnose, und bin medikamentös noch immer nicht richtig eingestellt. Meine Rheumaärztin und die Klinik in HH sind immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Medikamment. Man muss manchmal sehr viel Geduld haben.

    Alles Gute für die Zukunft
    LG BB
    :top::top::top:
     
  20. eckhard11

    eckhard11 Neues Mitglied

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    Herzlichen Dank für die Ratschläge und Tipps.

    Aber damit ich nicht missverstanden werde :
    Ich habe keinesfalls Nierenprobleme, ich will nur - wegen meiner Neoblase - meine Nierchen nicht unbedingt mehr belasten als notwendig, da ich täglich etwa 6,00 Liter Flüssigkeit zu mir nehme, um diese Neoblase - wegen der Schleimproduktion - immer gut zu spülen.

    Und mein Blutzucker ist noch diffus.
    Morgens nüchtern liege ich meist zwischen 130 und 140,
    2 Stunden später, nach dem Frühstück, auch zwischen 130 und 140
    Nachmittags gegen 16:00 Uhr habe ich immer zwischen 101 und 105
    Am 01.12. hatte ich nüchtern 143, dann - eine halbe Stunde nach der 1. Cortisoneinnahme von 15 mg - hatte ich 206.
    Zwei Stunden später - nach einem ausgiebigen Frühstück mit einem großen Glas Orangensaft - stieg der Wert auf 286, um dann bis 16:30 Uhr wieder auf 102 zu fallen.

    Dazu sollte ich eventuell noch erwähnen, dass ich ein Kerl bin wie ein Baum, 193 cm hoch und durchschnittlich 106 kg schwer.
    Und ausserordentlich kräftvoll.

    Ja, GG,
    Geduld ist das eine, permanente Schmerzen, die sich nach einer Cortisoneinnahme von 15,00 mg noch verstärken, sind das andere.
    Da hatte mir ja Ibu 600 mehr geholfen.....
    Ich habe eine Firma zu leiten, da sind Bewegungsabläufe wie in Zeitlupe nicht gerade vorteilhaft.
    Und wenn der Chef nicht gut drauf ist, dann ist es für die Mitarbeiter auch nicht gerade angenehm, hi, hi.

    Zudem haben mir einige Ärzte, ( und etliche Mitglieder aus den Blasenkrebsforum, welche ebenfalls unter dieser Rheumaerkrankung leiden ), gesagt bzw. geschrieben, dass bei ihnen auch mit 60 mg angefangen worden sei, ( Mitglieder ), resp. mit einer massiven Dosis begonnen werden solle, ( Ärzte )

    Ich werde bereits in den nächsten Tagen damit beginnen, die Dosis zu verringern.
    Ab übermorgen 50 mg, ab kommenden Montag 40 mg. Danach kontinuierlich runter bis auf 15 - 20 mg. Dann werden wir sehen....

    ät anjuru,
    ich habe die Praxis in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit "sehr gut" beurteilt.
    ( Nur weil ein - erwarteter - Erfolg ausgeblieben ist, ändere ich doch nicht meine Meinung zum Gesamteindruck... )

    Aber ich denke, der Erfolg rechtfertig die Maßnahme.

    Gruß
    Ecke